Europäische Senioren-Mannschaftsmeisterschaften im polnischen Waldenburg

Auf den Meldelisten zu den Europäischen Senioren-Mannschaftsmeisterschaften vom 13. bis 23.4.2018 in Walbrzych/Polen – manchen Lesern vielleicht auch besser  bekannt als Waldenburg (Schlesien) – haben leider nur 12 Teams für die Sektion 50+ bzw. 15 Teams für die Sektion 65+ gemeldet. Im Turnier der Kategorie 65+ ist das Team „Russia“ mit GM Yuri Balashov und GM Evgeni Vasiukov an den Spitzenbrettern und einem Eloschnitt von 2412 nahezu konkurrenzloser Favorit für den EM-Titel. Auf Platz 2 der Meldeliste rangiert das deutsche Team Stephan Buchal, Dr. Bernd Baum, Dr. Matthias Kierzek und Hans Werner Ackermann mit Eloschnitt 2271 knapp vor Finnland 1

Weiterlesen…

Einzel-Europameisterschaft 2018 in Batumi/Georgien

16. BIS 29. MÄRZ 2018 IN BATUMI/GEORGIEN Die diesjährige Europa-Einzelmeisterschaft führt 13 deutsche Spieler – darunter 5 Kaderspieler – sowie Bundestrainer Dorian Rogozenco nach Batumi in Georgien. Die Hafenstadt am Schwarzen Meer ist für die meisten unserer Spieler bekanntes Terrain, denn sie ist ein gern genommener Austragungsort für internationale Schachturniere. Wie gewohnt ist die EM auch 2018 wieder ein sehr stark besetztes Turnier mit rund 300 Teilnehmer aus insgesamt 33 Ländern. Unter den Teilnehmern finden sich nicht nur viele ehemalige Europameister wie[Maxim Matlakov], [Evgeniy Najer] und [Alexander Motylev]. Auch WM-Titel-Träger [Ruslan Ponomariov] (2002-2004) und Schachlegende [Vassily Ivanchuk] treiben das schachliche Niveau in die Höhe. Die Spitze der Startrangliste

Weiterlesen…

Europamannschaftsmeister der Senioren: Gastgeber Serbien (50+) und Seriensieger Russland (65+)

Bei den in Novi Sad (Serbien) vom 24.6. bis 4.7.2017 ausgetragenen „European Senior Team Championships“ in den Sektionen 50+ und 65+ nahmen leider insgesamt nur 18 Mannschaften teil, welche die beiden Titel in zwei Rundenturnieren mit je neun Teams ausspielten. Gastgeber Serbien war mit 7 Teams dabei, davon 6 (von 9) in der Sektion 50+. Deutsche Mannschaften waren nicht am Start. In der Sektion 50+ siegte der Gastgeber Serbien (16 Punkte) vor Italien (14 Punkte) und Schweden (12 Punkte). Die Sektion 65+ wurde von Russland dominiert, die in Bestbesetzung mit GM Sveshnikov, GM Balashov, GM Vasiukov, IM Zhelnin und GM

Weiterlesen…

Führungsquartett mit Fridman bei der EM

Dass ich Daniel Fridman im Titel hervorhebe, liegt ein bisschen daran dass er so etwas alliteriert – und das mag ich gerne. Austragungsort der Einzel-Europameisterschaft 2017 ist allerdings nicht z.B. Frankfurt oder notfalls das österreichische Villach, sondern das weissrussische Minsk. Vor allem liegt es natürlich daran, dass ich für eine deutsche Seite schreibe. Von den vier derzeit (nach fünf von elf Runden und vor dem Ruhetag) führenden Spielern hat er das Titelbild womöglich am wenigsten verdient, aber ich schreibe ja für eine deutsche Seite. Die  ist dabei, was Fotos betrifft, wenig reporter-freundlich, aber Daniel Fridman hat ja Wikipedia-Artikel (in diversen

Weiterlesen…

Veröffentlicht unter EM |

Vorschau zur Europameisterschaft in Minsk

Europameisterschaften im Schach sind generell vor allem für Spieler der “zweiten Garnitur” und darunter interessant – nicht diejenigen die Weltmeister werden wollen, das sind oder mal waren (auch wenn diesmal ein nicht allgemein anerkannter Ex-Weltmeister mitspielt). Wer Elo über 2750 hat verzichtet auf die EM in Minsk, schliesslich hat er bereits die nächste Ebene im WM-Zyklus erreicht: Qualifikation für den Weltcup. Nach der Europameisterschaft sind 22 weitere Teilnehmer dieses KO-Turniers (September in Batumi, Georgien mit Finale in Tiflis) bekannt; für einige Grossmeister ist “top22 absichern” vielleicht wichtiger als eventuell eine Medaille gewinnen. Ich nenne nun mal zunächst die top25 der

Weiterlesen…

Veröffentlicht unter EM |

EUROPEAN WOMEN’S CHESS CHAMPIONSHIP

Seit dem 10. und noch bis zum 23. April wird die Damen-Europameisterschaft im Radisson Blu Latvija Conference & Spa Hotel in Riga, Lettland ausgetragen. Durchaus im Kontrast zur “offenen” EM mit vor allem Männern sind bei der Damen-EM viele der besten Schachspielerinnen Europas dabei, sie streiten um diesen prestigeträchtigen Titel und einen Preisfond von 70.000 EUR. Unter den 144 Teilnehmerinnen sind sieben ehemalige Europameisterinnen (Titelverteidigerin Anna Ushenina fehlt). Die Top-Teilnehmerinnen des Turniers sind die Muzychuk-Schwestern – ehemalige Weltmeisterin Mariya und 2017 World Chess Championship-Finalistin (Vize-Weltmeisterin) Anna, gefolgt von Doppel-Europameisterin Kateryna Lagno, Europameisterin 2002 und Ex-Weltmeisterin Antoaneta Stefanova, aus Georgien Nana

Weiterlesen…

EM im Schnell- und Blitzschach

“Traditionell” habe ich das/diese Turniere zumindest teilweise live verfolgt und hinterher darüber berichtet. Diesmal habe ich, wenn überhaupt, nur Zwischenstände mal mitbekommen und muss hinterher rekonstruieren, wer warum jeweils Gold, Silber und Bronze bekam – ausserdem auch ein bisschen was zu anderen Plätzen, deutschen Teilnehmern und Siegern in anderen Kategorien. Das Titelfoto – alle Fotos von Oleg Hartsenko via die Turnierseite – zeigt die Sieger im Blitzturnier: links Mamedov (Silber), Mitte Andreikin (Gold), rechts Zhigalko (Bronze). Die Endstände in beiden Turnieren hatte ich im letzten London-Beitrag bereits nebenbei erwähnt, aber hier gehört es natürlich dazu: EM im Schnellschach: Riazantsev und

Weiterlesen…

Seniorenschach: Vor der WM noch schnell eine EM!

Dominanz von Israel und Russland bei der Europa-Mannschaftsmeisterschaft. Jetzt ruft die Weltmeisterschaft!   Unter dem Kürzel ESTCC 2016 fand vom 18.4. bis 28.4.2016 in einer Ferienanlage auf Chalkidiki im südlichen Griechenland die „European Senior Team Championship“ statt.   Ausrichter war die ECU (European Chess Union), also nicht die FIDE, die ihrerseits an gleichem Ort und zu gleicher Zeit eine Amateur(!)weltmeisterschaft in drei Elo-Klassen (U2300, U2100, U1700) mit 160 Teilnehmern durchführte, ein Turnierformat, das vor einigen Jahren von der ACO (Amateur Chess Organization) eingeführt worden war und von der Schachwelt anfangs skeptisch beobachtet wurde. Es gibt also künftig mehrere Amateurweltmeister, jeweils

Weiterlesen…

Mamedov (Blitz) und Popov (Schnellschach) sind Europameister

Weitere Medaillen für Armenien, Ukraine und Russland “Die Sowjetunion” dominierte also. Zum Teil lag es wohl auch daran, dass nur wenige “nicht-sowjetische” Grossmeister in Minsk dabei waren. Die besten (bzw. in diesem Turnier erfolgreichsten) waren im Blitz Ragger und Navara auf Platz 15 und 16. Im Schnellschach waren diese beiden erfolgreich genug, dass ich sie gleich erwähne, und Altmeister Short ist als Elfter der erste, den ich nicht erwähne (aber hiermit doch). In der top10 mit Smirin auch noch ein ex-sowjetischer Israeli. Und das sind die nackten Ergebnisse – bei Punktgleichheit nach Wertung geordnet:   Blitz: Mamedov und Savchenko 18/22,

Weiterlesen…

Gibt es ein Double für die Georgierinnen?

Nach Gold bei Mannschaftsweltmeisterschaft greift das Team um Nana Dsagnidse bei der Europameisterschaft in Reykjavik nach dem zweiten Titel – Eine EM-Vorschau von RAYMUND STOLZE   Mit meinem Kollegen THOMAS RICHTER habe ich für die Mannschafts-Europapameisterschaft in Reykjavik eine Teilung vereinbart. Unser Schach-Ticker-Chefreporter übernimmt das Open, ich bleibe meinen Frauen treu. Und so wird es auch zwei Vorschauen geben. Heute also die auf die elften kontinentalen Titelkämpfe der Damen.   Während die Männer bereits 1957 im österreichischen Baden ihre Premiere hatten – damals gab es noch Zehner-Teams – mussten die Frauen bis 1992 warten, um im ungarischen Debrecen ihren ersten

Weiterlesen…

Achtung, die Russen kommen …

Bei den 25. Jugend-Europameisterschaften in Porac /Kroatien hat von den 18 deutschen Startern nur Dmitrij Kollars Medaillenchancen – Eine Vorschau von RAYMUND STOLZE   Ich gebe zu, die Erfolgsliste bei den Jugend-Europameisterschaften, die ab 21. September ihre 25. Auflage in Porac/Kroatien erleben wird, ist mehr als ernüchternd. Seit der Premiere 1991 im rumänischen Badeort Mamaia am Schwarzen Meer rangieren wir in der ewigen Medaillenwertung mit zwei EM-Titeln, sechsmal Platz 2 und einmal Rang 3 unter ferner liefen. Bei den Mädchen holte sich Lara Stock 2004 in der U12 die Krone, dazu kommen fünfmal Edelmetall durch Elisabeth Pähtz [1995 Silber U10],

Weiterlesen…

Ein Titel und vier Medaillen für Team Germany

Über ihre Eindrücke von den 13. EU-Meisterschaften im österreichischen Mureck schreibt JANA SCHEIDER für den Schach-Ticker ein Tagebuch – Heute Teil 4 und Schluss   Schachhochzeit für den Nachwuchs in Österreich, denn in Mureck fanden vom 5. bis 13. August die 13. European Union Youth Chess Championships in den Altersklassen U8, U10, U12 und U14 statt. Jeweils neun Runden im Schweizer System wurden gespielt, und eine zweigeteilte deutsche Delegation war am Start. Neben den „Nationalspielern“ Jana Schneider, Lara Schulze, Nina Kunisch, Matteo Metzdorf und Maximilian Mätzkow, die vom Trainer des Jahres 2012 Holger Borchers aus Berlin betreut wurden, hatte auch

Weiterlesen…

Auf geht es zum nächsten Abenteuer!

Über ihre Eindrücke von den 13. EU-Meisterschaften im österreichischen Mureck schreibt JANA SCHNEIDER für den Schach-Ticker ein Tagebuch – Heute Teil 1   Der Sommer 2015 ist auch eine Schachhochzeit – und er verläuft bislang international durchaus erfolgreich für Deutschland. So konnte das Männer-Team mit Matthias Blübaum, Dennis Wagner und Andreas Heymann, das Elisabeth Pähtz verstärkte, beim Mitropacup in Mayrhofen/Österreich Bronze holen, chronologisch folgte der Titel bei der Team-Europameisterschaft U18 in Karpacz/Polen [Matthias Blübaum, Jan-Christian Schröder, Thore Perske und Vincent Keymer mit Kapitän Bernd Vökler], Bronze holte schließlich am vergangenen Sonntag [2. August] der Bremer Oliver Müller bei der sechsten

Weiterlesen…

Großer Respekt, Nona!

Die Russin Alexandra Kostenjuk (Foto) gewinnt die Schnellschach-Europameisterschaft. Platz 6 für Elisabeth Pähtz – Ein Bericht von RAYMUND STOLZE   Für die georgischen Gastgeber war mit Abschluss der 15. Frauen-Europameisterschaften in Chakwi die „Schach-Hochzeit“ noch lange nicht zuende. Wer von den 98 Teilnehmerinnen wollte oder auch konnte, der war herzlich nach Kutaissi zur Schnellschach-EM eingeladen. Von den TOP 10 der kontinentalen Titelkämpfe im Klassischen Schach reisten mit Natalja Schukowa und Nino Batsiashwili die Gold- und Silbermedaillengewinnerinnen sowie Salome Melia [8.] und Inna Gaponenko [9.] immerhin ein Quartett in der zweitgrößten Stadt Georgiens. Mit Walentina Gunina und Alexandra Kostenjuk, die in

Weiterlesen…

ACP INDIVIDUAL WOMEN’S RAPID CHESS CHAMPIONSHIP

Die „Frauen-Karawane“ zieht weiter, denn vom 1. bis bis zum 3. Juni wird in Kutaisi – das ist die zweitgrößte Stadt Georgiens – um den EM-Titel im Schnellschach gespielt. Mit dabei sind Elisabeth Paehtz und Zoya Schleining.   Auszug aus der Teilnehmerliste: 1 GM Stefanova Antoaneta BUL 2570 2 GM Gunina Valentina RUS 2543 3 IM Arabidze Meri GEO 2497 4 GM Kosteniuk Alexandra RUS 2481 5 (Foto: by Emil Sutovsky) IM Paehtz Elisabeth GER 2478 6 IM Javakhishvili Lela GEO 2470 7 IM Galliamova Alisa RUS 2446 8 GM Arakhamia-Grant Ketevan SCO 2440 9 IM Gaponenko Inna UKR 2429

Weiterlesen…

Nur Elisabeth kann träumen …

Deutschlands Nummer 1 hat noch Chancen auf ein Ticket für die nächste K.o.-WM, aber bei der EM in Chakvi überrascht die Rumänin Mihaela Sandu – Ein Zwischenbericht von RAYMUND STOLZE   So, am Dienstag [25. Mai] ist bei der 16. Frauen-Europameisterschaft in Chakvi/Georgien [18.-31. Mai] der einzige Ruhetag angesetzt. Dann haben die noch 98 verbliebenen Teilnehmerinnen aus 19 Ländern sieben Runden absolviert und noch vier vor sich. Im Tagesangebot steht „Different kinds of amusements“. Fragt sich nur, wer wirklich Lust haben wird, sich auf „Freizeitzerstreuungen“ ernsthaft einzulassen. Aus unserem deutschen Trio dürften da schon mit Zoya Schleining und Filiz Osmanodja

Weiterlesen…

Auch die Damen dürfen träumen …

Elisabeth Pähtz, Zoya Schleining und Filiz Osmanodja vertreten Deutschland bei den 16. Frauen-EM in Chakvi/Georgien – Ein Vorbericht von RAYMUND STOLZE   Was die kontinentalen Einzelmeisterschaften angeht, so gehen Männer bzw. die Offene Klasse und Frauen zumeist, was den Austragungsort angeht, getrennte Wege. Nur bei fünf von inzwischen 16 Titelkämpfen – 2003 Silivri, 2006 Kusadasi, 2007 Dresden, 2008 Plowdiw und 2010 Rijeka – war das nicht so. Die Damen kehren übrigens in diesem Jahr nach Georgien zurück, wo sie im Jahr 2000 ihre EM-Premiere hatten. Und die wurde von Natalja Schukowa gewonnen. Die erste Europameisterin wurde übrigens in Dresden am

Weiterlesen…

Sternstunde für einen Außenseiter

Der Russe Jewgeni Jurjewitsch Najer gewinnt mit 37 Jahren in Jerusalem völlig überraschend den Europameistertitel – Ein Abschlussbeitrag von RAYMUND STOLZE   Es ist schon seit der Premiere der Europameisterschaften im Jahr 2000 in Saint-Vincent so: Wenn die Großmeister der Schachnation Nummer 1 kommen, dann mit Macht. So haben die Russen seit 2009 in Budva mit Jewgeni Tomascheweski, Jan Nepomnjaschtschi, Wladimir Potkin, Dimitri Jakowenko und zuletzt in Jerewan 2014 mit Alexander Motyljow fünf von sechs Europameistern gestellt. Lediglich der Ukrainer Alexander Moissenko konnte 2013 im polnischen Legnica dieses Serie durchbrechen. Und selbstverständlich stellten sie mit Pawel Tregubow den ersten Titelträger.

Weiterlesen…

Veröffentlicht unter EM |

Der Mann, der aus dem Nichts auftauchte …

Außenseiter Jewgeni Najer hat beste Chancen auf den 16. EM-Titel in Jerusalem, während David Navara dazu viel Glück braucht – Eine Momentaufnahme von RAYMUND STOLZE   Der heutige Freitag ist von Sonnenuntergang am wie immer im Judentum ein Ruhetag, an dem keine Arbeit verrichtet werden darf. Demzufolge wurde die vorletzte Runde der 16. Europameisterschaft in Jerusalem bereits für 11 Uhr angesetzt. Die traditionelle jüdische Sabbatfeier beginnt am Freitagabend zu Hause mit dem Sabbatsegen [Kiddusch] und einem Festmahl. Und da der Sabbat bis zum Eintritt der Dunkelheit am folgenden Samstag dauert, ist morgen [7. März] der zweite Ruhetag [Wer sich genau

Weiterlesen…

Veröffentlicht unter EM |

Europameisterschaft im Blitz- und Schnellschach 2014 (Breslau)

Mit GM Falko Bindrich und GM Artur Jussupow   Vom 19. bis 21.12. finden in der viertgrößten Stadt Polens die Europameisterschaften im Blitz- und Schnellschach statt. Am kommenden Freitag (19.12.) wird die Meisterschaft im Blitzen ausgespielt. In 11 Runden, beginnend um 11 Uhr, wird der neue Meister ermittelt. Der Sieger erhält 2000 Euro. Die Uhrzeit ist die dieselbe wie in Deutschland. Schnellschach ist am Samstag und Sonntag angesagt. Am Samstag 7 Runden ab 10 Uhr und Sonntag 4 Runden ebenfalls ab 10 Uhr.   Auszug aus der Teilnehmerliste Blitzen: 1 GM KOROBOV, Anton   UKR  2752 2 GM SAVCHENKO, Boris   RUS

Weiterlesen…