Saric Europameister, kein Deutscher im Weltcup

Diesmal kann ich bei der Europameisterschaft (Runde 7-11, alles nach dem Ruhetag) nicht oder kaum auf  Schlüsselpartien eingehen – es sind oder wären zu viele in jeglicher Hinsicht: Kampf um die Medaillen, Weltcup-Qualifikationsplätze und auch (am Ende keine Überschneidung) Abschneiden der deutschen Teilnehmer. Den Turnierverlauf, und sei es nur die vorderen Plätze, genau zu besprechen, ist auch eine zu große Herausforderung – ein bisschen mache ich es, aber eher im Schnelldurchlauf. Erst, was dabei herauskam – nicht zufällig oder wahllos 23 Namen, alle bis auf den IM Großmeister: Saric 8.5/11, Wojtaszek, Sjugirov, Jones, Matlakov, McShane, Korobov, Safarli 8, Nabaty, Najer,

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EM-Zwischenbilanz: Sieben liegen vorne

Auch die Europameisterschaft in Batumi, Georgien steht – wie zuvor das Reykjavik Open – im Schatten des Kandidatenturniers. Selbst einige Teilnehmer dort blicken offenbar nebenbei nach Berlin: Jeweils auf chess24 hatte Grigoriy Oparin das dortige Geschehen kommentiert, und Niclas Huschenbeth meldete sich im Chat der Liveübertragung – sie haben allerdings nicht während ihrer eigenen Partie das Kandidatenturnier im Internet verfolgt, sondern spielten in der jeweiligen Runde in Batumi ein Kurzremis (für beide war es ihr einziges im Turnier). Großmeister verfolgen vielleicht auch die neuesten eröffnungstheoretischen Entwicklungen in Katalanisch oder gar Russisch (5.De2), aber nun zur EM: Wie im Titel erwähnt,

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FALKO BINDRICH MIT 3 AUS 4 BESTER DEUTSCHER

Die meisten deutschen Spieler finden langsam ins Turnier. Nach missglücktem Start punktete Daniel Fridman doppelt und befindet sich nun in der Gruppe mit Spielern wie Iwantschuk, Ponomarjow oder Jobava wieder. Falko Bindrich hat ebenfalls seine letzten beiden Partien souverän gewonnen und trifft in der 5. Runde auf den dreimaligen Olympiasieger Gabriel Sargissjan. Dennis Wagner musste gestern erneut gegen einen Topspieler mit Schwarz antreten – dem Russen Dmitrij Jakowenko (Elo 2746, Nummer 1 des Turniers). Auf keinen Fall war dies eine leichtere Aufgabe als gegen Iwantschuk in Runde 2. Wieder hat Dennis auf gleicher Augenhöhe mit seinem bärenstarken Gegner lange mithalten können und wieder fehlte ihm am Ende nur

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EUROPAMEISTERSCHAFT IN BATUMI

Dennis Wagner unterliegt dem Weltklassemann Iwantschuk Zwei Runden sind bei der Europameisterschaft in Batumi gespielt. Für fünf deutsche Spieler begann das Turnier mit einem vollen Punkt. Leider kam bei ihnen kein weiterer hinzu, da die Gegner schon in Runde zwei deutlich stärker wurden. Der größten Brocken saß dabei Dennis Wagner mit Wassili Iwantschuk im Weg. Nachfolgend zwei Berichte von Bundestrainer Dorian Rogozenco, der mit nach Georgien geflogen ist. Anreise in Batumi Der Flug von Istanbul nach Batumi am Freitag konnte wegen des Unwetters nicht landen und musste nach Trabzon (Türkei) umkehren. Die Passagiere, die zum Großteil Teilnehmer an der Europameisterschaft (EM) sind, standen vor einer

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Europäische Schach-Einzelmeisterschaft 2018

Die Veranstaltung wird von der georgischen Regierung, der Regierung der Autonomen Republik Adscharien, der Stadtverwaltung von Tiflis und dem georgischen Schachverband unter der Schirmherrschaft der Europäischen Schachunion organisiert. Die Meisterschaft steht allen Spielern offen, die Schachverbände repräsentieren, welche  Mitglieder der ECU sind, unabhängig von Titel oder Elozahl und ohne eine Begrenzung der Teilnehmer pro Föderation. Die European Individual Chess Championship wird in 11 Runden nach Schweizer System in Übereinstimmung mit ECU und FIDE Turnierregeln und Schachregeln gespielt, mit einer Bedenkzeit von 90 Minuten für 40 Züge plus 30 Minuten für den Rest des Spiels, mit einem Zuschlag von 30 Sekunden

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Einzel-Europameisterschaft 2018 in Batumi/Georgien

16. BIS 29. MÄRZ 2018 IN BATUMI/GEORGIEN Die diesjährige Europa-Einzelmeisterschaft führt 13 deutsche Spieler – darunter 5 Kaderspieler – sowie Bundestrainer Dorian Rogozenco nach Batumi in Georgien. Die Hafenstadt am Schwarzen Meer ist für die meisten unserer Spieler bekanntes Terrain, denn sie ist ein gern genommener Austragungsort für internationale Schachturniere. Wie gewohnt ist die EM auch 2018 wieder ein sehr stark besetztes Turnier mit rund 300 Teilnehmer aus insgesamt 33 Ländern. Unter den Teilnehmern finden sich nicht nur viele ehemalige Europameister wie[Maxim Matlakov], [Evgeniy Najer] und [Alexander Motylev]. Auch WM-Titel-Träger [Ruslan Ponomariov] (2002-2004) und Schachlegende [Vassily Ivanchuk] treiben das schachliche Niveau in die Höhe. Die Spitze der Startrangliste

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EM im Schnell- und Blitzschach in Kattowitz (UPDATE)

Das waren jeweils Massenturniere “für alle” – zweimal über 1000 Teilnehmer, in der Masse natürlich vor allem Polen, wobei selbstverständlich auch Spieler jeglichen Niveaus aus anderen europäischen Ländern mitspielen durften. Für die allermeisten galt sicher “dabei sein ist alles”, wobei es auch diverse Ratingpreise gab. Grossmeister hofften wohl auf mehr Preisgeld und eventuell den Titel Europameister, im Schnellturnier gingen dann was Platz eins betrifft alle GMs leer aus – Sieger wurde ein an Nummer 68 gesetzter IM! Im Blitzturnier war der Europameister immerhin Nummer 24 der Setzliste, schien allerdings früh um Turnier “chancenlos”. Die Berichte wieder vor allem “atmosphärisch” mit

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EM im Blitz- und Schnellschach

Ein Leser erwähnte diese Turniere vor einiger Zeit – damals dachte ich “dauert ja noch eine Weile” und nun ist es bereits ab morgen (Freitag). Eine Vorschau gibt es, allerdings recht kurz und knapp. Diese Turniere wurden jahrelang in Polen ausgetragen, 2015 und 2016 anderswo (Minsk und Tallinn), nun wieder in Polen. Genauer gesagt Kattowitz – die Veranstalter erwähnten auch, dass es dahin ab vielen Orten günstige Easyjet-Flüge gibt. Schliesslich ist es ein grosses Turnier nach Schweizer System für alle, Profis und Amateure. Angemeldet haben sich jeweils über 1000 Spieler, reichen da je elf Runden für “saubere” Ergebnisse? Überall in

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EM-Rückblick aus deutscher Sicht

In diesem nun wirklich letzten Bericht zur Mannschafts-EM lasse ich die deutschen Turniere noch einmal Revue passieren – mit jeweils zunächst Fakten/Daten und dann vor allem zu den Damen eigenen Meinungen/Interpretationen. Kommentare sind ausdrücklich willkommen, aber bitte sachlich. Die Herren haben besser abgeschnitten und bekommen daher das Titelfoto (von Niki Riga) – sonst werde ich nicht nochmals das “Archiv” nach Fotos mit deutscher Beteiligung durchsuchen. Es stammt aus dem Match gegen Armenien – der Anfang vom erfreulichen Ende aus deutscher Herren-Sicht. Da pausierte Georg Meier (nach Niederlage tags zuvor gegen Mustafa Yilmaz), also von links nach rechts Nisipeanu, Bluebaum, Fridman

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EM-Bildergalerien

Und nun noch der übliche Nachtisch bei grösseren Turnieren – Bilder, Bilder und noch mehr Bilder. Diesmal zwischendrin auch ein Statement von Loek van Wely zu einem anderen Thema. Bilder zunächst von der Siegerehrung – bei Redaktionsschluss des Abschlussberichts noch nicht verfügbar – und dann vom Turnier selbst. Ich achte diesmal nicht darauf, ob ein Spieler oder eine Spielerin eventuell mehrfach erscheint. Fotografiert haben Anastasia Karlovich (auch das Titelbild) und Niki Riga, Fotoquelle – weiss der Leser bereits, aber man sollte es jeweils erwähnen – ab der Turnierseite auf Facebook. Dass Aserbaidschan bei den Herren gewonnen hat, weiss der Leser

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Abschlussbericht zur Damen-EM

Dieser Bericht kommt etwas verspätet – Grund ist, dass eine Spielerin auch nach Ablauf des Turniers Hochform zeigte. Zwischendurch war ein paar Stunden Pause, da sass sie wohl im Flugzeug wie viele andere, vermutlich auch jedenfalls einige der Griechinnen (wobei sie Kreta eventuell auch per Fähre erreichen konnten). Einige Teams werden das Turnier wohl noch nachbetrachten und aufarbeiten – z.B. Frankreich, das als Nummer sechs der Setzliste auf Platz 22 landete. Ich wiederhole mich mal: Endstand bei den Damen Russland 17, Georgien 14, Ukraine 13, Polen und Rumänien 12, Spanien, Israel, Aserbaidschan, Armenien 11, usw. . Vorne die ersten vier

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Aserbaidschan und Russland sind Europameister

Im Damenturnier war relativ früh klar, dass niemand Russland stoppen kann – wobei die Polinnen ihnen in Runde sechs immerhin einen Mannschaftspunkt abknöpften, und da war mehr drin aus polnischer Sicht. Danach hatte Russland alle starken Teams bereits gehabt – der Rest war quasi Schaulaufen, wobei sie noch fleissig Brettpunkte sammelten, obwohl nicht unbedingt nötig. Spannend war nur noch der Kampf um die anderen Medaillen, bei dem Polen am Ende leer ausging. Sowie aus deutscher Sicht, was die deutschen Damen anstellen würden und ob Elisabeth Paehtz eine GM-Norm erzielt – das verrate ich noch nicht. Im offenen Turnier dagegen: Was

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Kroatien spielt wie Russland oder Deutschland

Den Bericht am Ruhetag der Mannschafts-Europameisterschaft beginne ich mal mit dem Zwischenstand nach fünf von neun Runden: Kroatien 9, Ungarn, Russland, Armenien 8, Israel, Aserbaidschan, Frankreich, Rumänien 7, Deutschland (Wertungsbeste) und noch sieben Teams 6, usw. . Aus Respekt vor und/oder Mitleid mit einem Nachbarland der Niederlande und Deutschlands erwähne ich nicht, wer momentan mit 0-10 Mannschaftspunkten Letzter ist. Warum spielte Kroatien wie Russland oder Deutschland? Russland spielte diesmal anfangs nach dem Motto “einer gewinnt, keiner verliert” – immer noch haben sie im Schnitt 2,5 Brettpunkte pro Wettkampf, allerdings nicht mehr optimal-effizient über die Runden verteilt. Deutschland spielte damals 2011

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Bronze für Raphael Lagunow bei der Schnellschach-WM U18

27. bis 31. Oktober auf Kreta Parallel zur Mannschafts-Europameisterschaft finden auf Kreta für die Jugend die ersten Schnell- und Blitzschach-Weltmeisterschaften in den Altersklassen U14, U16 und U18 statt. Für den DSB sind in der U16 Theo Gungl und in der U18 Raphael Lagunow, Leonid Sawlin und Robert Baskin am Start. Am Samstag und Sonntag wurden insgesamt 9 Runden Schnellschach gespielt und am heute folgen 9 Runden Blitzschach. Im Schnellschach errang der Berliner Raphael Lagunow die Bronzemedaille. Erst in der zweiten Feinwertung wurde über Gold entschieden, da sich alle drei Medaillenträger gegenseitig besiegt hatten. Sogar die dritte Feinwertung mußte im Kampf um Silber herangezogen werden. Hier fehlte Raphael ein Wertungspunkt. Für den

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Vorschau zur Mannschafts-EM

Der eine Leser oder die andere Leserin fragt sich vielleicht: War die nicht gerade erst? Vor kurzem war es der Europacup für Vereinsteams, bei dem auch Ausländer oder gar Nicht-Europäer mitspielen durften – demnächst die EM für Nationalteams. Da kann jedes Land nur die Spieler aufstellen, die es eben hat, und niemanden einkaufen – jedenfalls nicht kurzfristig und/oder nur speziell für dieses Turnier. Einige Länder haben Spieler im Kader, die zuvor mal für ein anderes Land spielten – Russland zwar ohne Karjakin, aber Aserbaidschan mit Naiditsch, Deutschland mit Nisipeanu und Fridman, usw. . Eines haben beide Turniere gemeinsam: Austragungsort am

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Kosteniuk Blitz-Europameisterin, Russland dominiert, Paehtz auf Platz fünf

Dieser Artikel wird eher kurz und knapp – ich kann unmöglich auf alle Blitz-Turbulenzen im ansonsten weiterhin sonnigen Monaco eingehen. Neben Können, Kondition und Nerven brauchten die Spielerinnen auch Glück, um weit bis ganz vorne zu landen – entscheidend waren wie immer die letzten der insgesamt dreizehn Runden. Das kam dabei heraus: Kosteniuk 10.5/13, Lagno 10, Gunina 9.5, Haussernot und Paehtz 9, Dzagnidze, Stefanova, Gaponenko, Sebag, Kulon, Kashlinskaya, Turova, Goryachkina, Srebrnic 8.5, usw. . Klare Sache was Gold, Silber und Bronze betrifft, und auch danach weitgehend bekannte Namen – Ausnahmen am ehesten die Französin Cecile Haussernot, die ein Traumturnier erwischt,

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Anna Muzychuk ist Schnellschach-Europameisterin

Weltmeisterin war sie bereits – ob sie auch in Europa das Double (Schnell- und Blitzschach) schafft wird sich herausstellen. Emil Sutovsky schrieb mir Freitag (in einer email zu einem anderen Thema) “I am currently in Monaco where we co-organize an important event.” – we(wir) ist die ACP, gemeint ist die Frauen-EM im Schnell- und danach Blitzschach, er selbst hat das Ganze kommentiert. Teils bekam er dabei Damenbesuch – nicht nur am Ende die glückliche Siegerin. ‘Glücklich’ bedeutet dabei vor allem auf Englisch ‘happy’ – wobei sie im Turnierverlauf jedenfalls einmal Glück hatte, ohne geht es (vor allem im Schnellschach) nicht.

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Jugend-EM: Jana Schneider holt Silber in der U16

Nach dem Gewinn der Deutschen Frauen-Einzelmeisterschaft im April 2017 konnte die 15-jährige Jana Schneider eine weitere Trophäe bei den Jugend-Europameisterschaften in Rumänien erobern. In der Altersklasse U16w gewann sie hinter der Weißrussin Olga Badelka die Silbermedaille. Frank Hoppe Jana Schneider (by Bernd Vökler) Von den „Glorreichen Sieben“ zum „letzten Mohikaner“ Jana Schneider hielt in Runde 7 den Laden zusammen! Sie verteidigte verbissen eine schlechtere Stellung gegen die neue Europameisterin Olga Badelka aus Weißrussland. Diese Kämpferqualität hat sich Jana im Verlaufe dieses Jahres ebenfalls angeeignet. In Runde 8 sah alles zunächst sehr gut aus. Gegen Gabriela Antova aus Bulgarien (unter ECU

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Halbzeit in Mamaia

Jugend-EM, 4. bis 15. September in Mamaia, Rumänien Diese Überschrift ist natürlich falsch. Bei 9 Runden gibt es keine Hälfte. Üblicherweise spricht man beim Ruhetag in der Mitte einer solchen Jugendeuropameisterschaft von Halbzeit. Die ersten Schlachten sind geschlagen, die ersten Tränen wurden vergossen, die ersten schlauen Züge wurden gespielt. Der Ruhetag wurde unterschiedlich genutzt. Delfinarium, Stadtrundfahrt, Baden, Faulenzen und Schach standen auf den individuellen Programmen. Nebenbei hat Deutschland natürlich auch das Fußballturnier gewonnen. Die Routine aus Essen, Vorbereitung, Bustransfer, Schachspielen, Analysieren und Schlafen hat sich eingespielt. Das Wetter ist gut. Alles läuft; aber nicht alles läuft gut. Die „glorreichen Sieben“

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Jugend-EM: Fehlende Stühle und unmögliche Remisangebote

Die Europameisterschaft startete mit einer Freilufteröffnung. Nach den üblichen Reden unterhielten das Publikum eine Schachtanzgruppe und zwei Sängerinnen. Die jüngere von beiden spielt angeblich sogar im Turnier mit. Als rumänische Britney werden wir in Zukunft vielleicht noch von ihr hören. Leider kann ich ihren „echten“ Namen nicht liefern. Vor der ersten Runde oblag mir noch eine angenehme Aufgabe. Michael Prusikin wurde als Trainer des Jahres 2016 im Deutschen Schachbund ausgezeichnet. Er erhielt den geteilten Preis für die Betreuung von Fiona Sieber bei ihrem EM-Titel in Prag 2016. „Die andere Hälfte“ des Preises ging an Tatjana Melamed, die Heimtrainerin von Fiona.

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