Fernschach

Irgendwie geisterhaft … im Fernschach werden Partien – “au’ auf högschdem Niwoh!” gespielt (J.Löw, der macht aber irgendeine andere Sportart) – und “die im Dunkeln, die sieht man nicht”. (Brecht / Weil, Dreigroschenoper, Meckie Messer, nicht Löw ohne Flutlicht  – für drei Groschen steht in dessen Metier ja auch keiner mehr auf). Aber gerade diese nur schattenhafte Anwesenheit des Spielpartners, seine ohne jede Ankündigung aus dem Nebel auftauchenden Züge gehören zur Atmosphäre des Fernschachs. Für mich auch Chantal Chamberland oder Christina Guerilla, weil ich beim Analysieren gerne youtube anknipse – hey! versuch’ das mal im Turniersaal!   Richtig ist, dass

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Fernschach und Kunst – Eine Symbiose aus Kunst und (Fern-) Schach

Liebe Schachfreundin, lieber Schachfreund! Sie besuchen gleich eine Weltneuheit! Was Sie dort finden, hat es zuvor auf der Erde in dieser Form noch nicht gegeben! Sie besuchen ein Projekt, das eine Symbiose aus Fernschach und Kunst erschaffen, eine Schachpartie mit Malerei verknüpft hat! Was ist hier passiert? Zwei Künstler, eine Dame (RoseMarie J. Pfortner) und ein Herr (Helmut Toischer)… RoseMarie J. Pfortner und Helmut Toischer … haben eine Fernpartie gegeneinander gespielt, die Züge über den Deutschen Fernschachbund e.V. (BdF) ausgetauscht. Dabei lag der Pfiff des Projektes nicht in der Partie, sondern in der Begleitung, genauer gesagt in der künstlerischen Begleitung!

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Kongress des Weltfernschachbundes ICCF in Bremen

Ein höchst seltenes Ereignis findet vom 14. – 20. August 2016 in Bremen statt: Nur alle 10 Jahre kommt der Kongress des Weltfernschachbundes ICCF nach Deutschland. Diesmal ist die Hansestadt der Veranstaltungsort, nach Dresden 2006 als zweite deutsche Metropole in diesem Jahrtausend! Der Ausrichter ist der Deutsche Fernschachbund e. V., der in diesem Jahr zugleich sein 70jähriges Bestehen feiert.   Auf dem Kongress des ICCF werden die Belange des Weltfernschachs diskutiert und entschieden. Es werden über 100 Spitzenfunktionäre des Weltfernschachs erwartet. Der Austragungsort ist das Radisson Blu in der Bremer Böttcherstraße. Einen besonderen Höhepunkt bildet der Montagmorgen ab 9:30 Uhr:

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Langer Atem im Fernschach

Sechster Olympiasieg und eine Silbermedaille für Deutschland – Von UWE BEKEMANN   Bekanntlich braucht der Fernschachspieler einen längeren Atem als sein Kollege im Brettschach, denn er brütet nicht Stunden über seinen Stellungen, sondern Tage, Wochen und Monate. Manchmal aber dauert es auch einige Jahre, bis der letzte virtuelle Handschlag in einem Turnier erfolgt.   So ist es vor wenigen Tagen in der 16. Fernschach-Olympiade geschehen. Dieses Turnier, das den Rang einer Mannschaftsweltmeisterschaft bekleidet und auf dem Postweg ausgetragen wurde, war am 10. Juni 2010 gestartet worden und ist eben erst vor wenigen Tagen mit einer letzten bis dahin noch offenen

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IN MEMORIAM [7]

Der „Normen“-Weltrekordler – Zum Tod von Achim Soltau [13.April 1938 bis 29.Januar 2016] – Von UWE STAROSKE, Präsident des Deutschen Fernschachbundes   Achim Soltau, früherer Präsident des Deutschen Fernschachbundes e.V. [BdF] ist am 29. Januar 2016 nach schwerer Krankheit verstorben. Das Amt des Präsidenten übernahm Achim Soltau im Jahr 1988 und gab es 1993 an seinen Nachfolger Dr. Fritz Baumbach ab. In seine Amtszeit fielen große und bedeutende Aufgabenstellungen, von denen besonders das Zusammenwachsen der Fernschachgemeinden der früheren Bundesrepublik und der DDR nach der deutschen Wiedervereinigung sowie auch die Anerkennung der Gemeinnützigkeit des Verbandes zählten. Nach dem Ausscheiden aus seinem

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So werden Legenden gemacht …

SV Osnabrück ist zum vierten Mal Deutscher Fernschach-Meister – Ein Beitrag von RALF MULDE   Der zehnte Deutsche Fernschach-Mannschaftsmeister 2015 kommt aus Osnabrück! Eigentlich lebt zwar nur Mannschafts-Kapitän Gerhard Müller in der Remarque-Stadt am (mehr oder weniger reißenden) Hase-Else-Flussdelta, aber natürlich sind seine Crew-Mitglieder Klaus Kögler, Heinrich Repp und Matthias Rüfenacht ebenfalls Mitglied im SV Osnabrück.   Mit Fernschach-Großmeister Matthias Rüfenacht ist sogar ein Basler dabei. Und gerade der freut sich wie ein Schneekönig: „Als Schweizer Bürger Mannschaftsfernschachmeister in dem Land zu werden, dem seit Jahrzehnten meine Sympathie gehört und in dem ich meine Frau Annette kennen lernen durfte, mit

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Nun läuft das Match wieder ….

Fernschach-Duell zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und dem Wissenschaftler Robert Schwarz am Südpol wird fortgesetzt – „Kleine Schachpost“ jetzt mit elektronischer Variante   Das Fernschach-Duell  über zwei Partien zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und dem Wissenschaftler Robert Schwarz, der fast ein halbes Jahr eine Arbeitspause an seinem eigentlichen Aufenthaltsort einlegen musste, war deswegen unterbrochen. Doch seit März ist Robert wieder am Südpol, und so können die beiden Partien fortgesetzt werden.   Ob es jemals so ein „Fernschach-Match“ gegeben hat, weiß ich nicht, aber bekanntlich gibt es ja immer das berühmte erste Mal.   Am 13. April um 17:39

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Ein Jubiläum ist zu feiern!

25 Jahre Fernschachbund Brandenburg aus meiner Sicht von KLAUS TRAUTMANN, Ehrenvorsitzender des FSBB   Im April dieses Jahres jährt sich die Gründung des Fernschachbundes Brandenburg (FSBB) zum 25. Male. Am 21. April 1990 konstituierte sich der neue Verein in Frankfurt(Oder). Der aktuellen politischen Entwicklung folgend ergriffen die beiden Vorsitzenden der Fernschachkommissionen der Bezirke Potsdam und Frankfurt(Oder), Siegmund Berndt (Rhinow) und ich die entsprechende Initiative, und wir trafen uns mit den Kommissionsmitgliedern im Kosmonautensteig in der Oderstadt. Wir gaben uns ein Statut, organisierten fortan die Meisterschaften und Länderkämpfe und betrachteten uns nach der Vereinigung der beiden deutschen Fernschachorganisationen als Abteilung des

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Auf geht es gegen den Iceman!

Schachgruppe der JVA Straubing verliert spannendes Fernschachmatch gegen den Berliner Großmeister Robert Rabiega 0,5:1,5 – neuer Gegner ist der Wissenschaftler Robert Schwarz am Südpol   Selbst wenn Fernschachpartien per Email gespielt werden, können sie lange dauern. Das Minimatch zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und Robert Rabiega begann am 4. Oktober 2011 um 13.32 Uhr und endete mehr als zwei Jahre und drei Monate später am 27. März 2014 mit einem 1,5:0,5-Sieg für den Berliner Großmeister. „Unsere zweite Fernschachpartie durften wir ja leider ‚begraben’, und ich sage natürlich herzlichen Glückwunsch’ an Robert Rabiega. Es hat uns viel Spaß gemacht und

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Briefe an Alvin B.

Zweite Partie des Fernschach-Matches zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und Großmeister Robert Rabiega (Foto) geht in die entscheidende Phase…   Seit Oktober 2011 läuft nun schon das Fernschachmatch zwischen der Schachgruppe der JVA Straubing und Robert Rabiega. Gab es in der ersten Partie in der sich die Kontrahenten des Berliner Großmeisters Skandinavisch verteidigt hatten, nach 36 Zügen ein leistungsgerechtes Remis, so dürfte die zweite Begegnung sich der entscheidenden Phase nähern, wie die aktuelle Stellung nach 45.Te1 zeigt:

Europa lockt mit neuem Spielsystem

Die Fernschach-Meisterschaft auf dem alten Kontinent wird radikal reformiert   Die Europameisterschaft im Fernschach stand in der Vergangenheit immer etwas im Schatten der Weltmeisterschaft wie auch der nationalen Fernschachmeisterschaften. Mit einer radikalen Änderung des Spielsystems soll sich daran etwas ändern.   Bisher verlief die Qualifikation zur Europameisterschaft über Turniere im sogenannten Klassensystem. Über durch Auf- und Abstieg miteinander verbundene Turniere arbeitete sich der Spieler nach oben, bis er in der höchsten Spielklasse die Tür zur Europameisterschaft für sich aufstoßen konnte. Zukünftig wird der kontinentale Titelkampf quasi zum Dauerturnier, das die bisherige Organisation im Klassensystem ablöst. Die Spielerinnen und Spieler melden

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180 Sekunden Fernschach

Ein kurzer Informations- und Motivationsfilm des BdF soll Folgen haben   Im Fernschach wird die Bedenkzeit typischerweise in Tagen bemessen. Generell gilt „Bedenkzeit satt“, d.h. je Zug stehen dem Spieler umgerechnet mehrere Tage zur Verfügung. In nationalen deutschen Turnieren sind dies zumeist vier, in internationalen Turnieren auf der Ebene des Weltfernschachbundes ICCF zumeist fünf oder sechs Tage.   Was hat es dann mit der Überschrift „180 Sekunden Fernschach“ auf sich? Diese Zeitangabe bezieht sich natürlich nicht auf eine Partie, sie betrifft einen kurzen Informations- und Motivationsfilm. Dieser trägt den einfachen und zugleich prägnanten Titel „Fernschach“ und ist neuerdings bei youtube

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Ein halber Punkt für die Schachgemeinschaft

Der Berliner Großmeister Robert Rabiega bestreitet ein Fernschachmatch gegen das Team der JVA Straubing – ein Bericht von FIRAT H.* Die Herausforderung kam vom Großmeister. Wir haben diese angenommen. Seit Oktober 2011 werden nun zwischen dem GM Robert Rabiega und der SG-JVA zwei Fernschachpartien ausgetragen. Möglich wurde dieser Vergleich erst durch das Engagement des damaligen Referenten für Öffentlichkeitsarbeit beim DSB. Herrn Raymund Stolze. Vereinbart wurden zwei Fernpartien, mit jeweils abwechselnder Farbe und 30 Tagen Bedenkzeit für 10 Züge. Am 4. Oktober 2011 durfte die Schachgemeinschaft, mit Weiß, die erste Partie beginnen. Nach gut 1,5 Jahren gibt es nun die erste

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