Vorschau Frauenbundesliga: Erster Härtetest für Baden-Baden

Von Dr. Thomas Marschner – Eine Woche vor Weihnachten findet die zweite Doppelrunde der Schach-Frauenbundesliga statt. Zunächst wird am Freitagabend die erste Runde zwischen den Reisepartnern komplettiert, wenn Deizisau gegen Schwäbisch Hall sowie Karlsruhe gegen Baden-Baden antritt. Danach steht am Samstag ab 14:00 und am Sonntag ab 9:00 die 2. Doppelrunde auf dem Programm. Hier die Vorschau zu den einzelnen Spielorten: Spielort Kiel In Kiel tritt der aktuelle Tabellenführer der Liga an. Während die Hamburger Männer erst langsam in der Bundesliga in die Gänge kommen, haben die Frauen einen tollen Saisonstart hingelegt, auch etwas begünstigt durch den Spielplan. Jetzt kommen

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Offener Brief an die Kommission Leistungssport des DSB

Liebe Mitglieder der Kommission, bei Ihrer Sitzung am letzten Wochenende wurden die Kader für das Jahr 2018 festgelegt. Ich bin sehr überrascht und sehr verärgert, dass ich dabei nicht berücksichtigt wurde. Ich habe den Bundestrainer Dorian Rogozenco heute dazu angerufen. Er hat mir mitgeteilt, dies läge an meiner schlechten Leistung bei der Europameisterschaft auf Kreta. Nach meiner Entgegnung, dass er als Bundestrainer das schlechte Abschneiden der Mannschaft mitzuverantworten hat, sagte er, ich könne eine E-Mail an die Kommission schreiben. Ich tue dies öffentlich, um sicher zu gehen, dass sie auch Gehör findet. Zu den Fakten: bei den beiden letzten Mannschaftsturnieren,

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Fedoseev führt bei der russischen Meisterschaft

Perfekt ist er inzwischen nicht mehr – auch er hat einmal Remis gespielt, auch das gibt es in diesem Turnier und niemand (nicht einmal Gunina bei den Damen) ist dagegen komplett immun. Dubov konnte anfangs mithalten – beide begannen mit 3/3, aber in Runde vier und fünf erzielte der Moskauer jeweils einen halben Punkt weniger als der Sankt Petersburger (gemeint ist nicht Svidler, der ist momentan geteilter Dritter). So steht es zum Ruhetag: Fedoseev 4.5/5, Dubov 3.5, Svidler und Vitiugov 3, Tomashevsky, Riazantsev, Inarkiev, Sjugirov 2.5, Matlakov und Malakhov 2, Volkov und Romanov 1. Ein Grund für die relativ niedrige

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Die Dame ist die stärkste Figur beim Schach

„Frau Schach“ ist ein Schachclub exklusiv für Frauen und österreichweit der einzige seiner Art, gegründet 2013 von Karoline Spalt, mittlerweile geleitet von Dagmar Jenner. Einmal im Monat ab 17 Uhr treffen sich schachbegeisterte Frauen jeder Spielstärke bei freier Teilnahme im traditionellen Café Schopenhauer im 18. Bezirk in Wien. Gespielt wird „Kaffeehausschach“, das heißt: mit Freude und Eifer bei der Sache, aber bei entspannter und lockerer Atmosphäre. Turnierschach und Männer müssen leider draußen bleiben. Es gilt das „Damensauna-Prinzip“: Frau ist am liebsten unter sich, tauscht sich aus und lernt voneinander. Mal spielen zwei schwächere Spielerinnern gegen eine sehr starke, mal werden Tipps

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Frauenbundesliga: Toller Auftakt für den Meister

Von Dr. Thomas Marschner – Toller Auftakt für die Schwäbisch Haller Schachdamen: in der ersten Doppelrunde der Frauenbundesliga in Bad Königshofen gab es zwei Siege für den Titelverteidiger. Zunächst wurde im vielleicht schon wegweisenden Spitzenspiel Spitzenspiel der Dritte der vergangenen 3 Jahre und Meister von 2014 Bad Königshofen mit 4-2 geschlagen. Tags drauf gab es ein 6-0 gegen Aufsteiger Hofheim. Auch Titelfavorit Baden-Baden startete mit zwei Siegen gegen Leipzig und Rodewisch, dabei sieht das Ergebnis gegen Rodewisch knapper aus als es war: nach einer 3,5-0,5-Führung verkürzten Anastasia Bodnaruk und Melanie Lubbe noch auf 2,5-3,5. Tabellenführer ist aber Hamburg, der HSK

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Liveticker aus Bad Königshofen

An dieser Stelle startet heute Nachmittag gegen 14:00 der Live-Ticker aus Bad Königshofen von den Spielen in der Schach-Frauenbundesliga zwischen Bad Königshofen und Schwäbisch Hall sowie Deizisau und Hofheim. 18:40: Noch ein Nachtrag, um den Bericht zu komplettieren: Christina Winterholler hat tatsächlich ihre Partie gegen Elena Levushkina noch remis gehalten – die Partie hatte ich schon nach der Eröffnung abgeschrieben. Damit immerhin 1 Punkt für den Aufsteiger, für den die Saison eigentlich erst in der 5. Runde gegen Karlsruhe beginnt, Endstand 5-1 für Deizisau. Positiv übrigens auch die Möglichkeit, im Analyseraum die Sky-Bundesliga-Konferenz verfolgen zu können. 18:10: Endstand 4-2, Sophie

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Frauenbundesliga Vorschau: Bad Königshofen fordert den Meister

Text und Fotos von Dr. Thomas Marschner – Am kommenden Wochenende geht mit der 2. und 3. Runde die Saison 2017/18 in der Frauenbundesliga richtig los. In der ersten Doppelrunde greifen jetzt auch Meister Schwäbisch Hall und Vizemeister Baden-Baden ins Geschehen ein. Beide haben ihre auf den 1. Oktober terminierte Einzelrunde gegen Reisepartner Deizisau bzw. Karlsruhe auf den 15. Dezember verlegt. Im Fokus des Spieltags steht das wegweisende Spitzenspiel zwischen dem Vorjahresdritten Bad Königshofen und Meister Schwäbisch Hall am Samstagnachmittag im Kulturarsenal „Darre“ in Bad Königshofen. Im Folgenden die Vorschau auf das Geschehen an den einzelnen Spielorten: Spielort Rodewisch: Hier

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Zweifache Weltmeisterin nimmt nicht an der WM in Saudi-Arabien teil

Der Weltschachverband FIDE hat sich starke Kritik für seine Entscheidung, die diesjährigen Weltmeisterschaften (26. bis 30.12.2017), im Schnellschach und Blitz der Frauen in Saudi-Arabien auszurichten, eingehandelt. Der Ort war für viele Fans und Spielerinnen ein Schock: Riad, Saudi-Arabien. Abgesehen davon nicht das sicherste Land zu sein (allein 2016 gab es 34 Terroranschläge), ist Saudi-Arabien für seine sehr fragwürdige Menschenrechtslage bekannt. Zum Beispiel ist Homosexualität illegal und Strafen reichen von Bußgeldern und Peitschenhieben bis hin zu Inhaftierung und sogar Hinrichtung. Anfang dieses Jahres wurde Berichten zufolge ein Mann  wegen Atheismus zum Tode verurteilt. Frauenrechte sind ein anderes Thema. Es gibt eine strikte Trennung der Geschlechter und Einschränkungen der

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Abschlussbericht zur Damen-EM

Dieser Bericht kommt etwas verspätet – Grund ist, dass eine Spielerin auch nach Ablauf des Turniers Hochform zeigte. Zwischendurch war ein paar Stunden Pause, da sass sie wohl im Flugzeug wie viele andere, vermutlich auch jedenfalls einige der Griechinnen (wobei sie Kreta eventuell auch per Fähre erreichen konnten). Einige Teams werden das Turnier wohl noch nachbetrachten und aufarbeiten – z.B. Frankreich, das als Nummer sechs der Setzliste auf Platz 22 landete. Ich wiederhole mich mal: Endstand bei den Damen Russland 17, Georgien 14, Ukraine 13, Polen und Rumänien 12, Spanien, Israel, Aserbaidschan, Armenien 11, usw. . Vorne die ersten vier

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Kosteniuk Blitz-Europameisterin, Russland dominiert, Paehtz auf Platz fünf

Dieser Artikel wird eher kurz und knapp – ich kann unmöglich auf alle Blitz-Turbulenzen im ansonsten weiterhin sonnigen Monaco eingehen. Neben Können, Kondition und Nerven brauchten die Spielerinnen auch Glück, um weit bis ganz vorne zu landen – entscheidend waren wie immer die letzten der insgesamt dreizehn Runden. Das kam dabei heraus: Kosteniuk 10.5/13, Lagno 10, Gunina 9.5, Haussernot und Paehtz 9, Dzagnidze, Stefanova, Gaponenko, Sebag, Kulon, Kashlinskaya, Turova, Goryachkina, Srebrnic 8.5, usw. . Klare Sache was Gold, Silber und Bronze betrifft, und auch danach weitgehend bekannte Namen – Ausnahmen am ehesten die Französin Cecile Haussernot, die ein Traumturnier erwischt,

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Anna Muzychuk ist Schnellschach-Europameisterin

Weltmeisterin war sie bereits – ob sie auch in Europa das Double (Schnell- und Blitzschach) schafft wird sich herausstellen. Emil Sutovsky schrieb mir Freitag (in einer email zu einem anderen Thema) “I am currently in Monaco where we co-organize an important event.” – we(wir) ist die ACP, gemeint ist die Frauen-EM im Schnell- und danach Blitzschach, er selbst hat das Ganze kommentiert. Teils bekam er dabei Damenbesuch – nicht nur am Ende die glückliche Siegerin. ‘Glücklich’ bedeutet dabei vor allem auf Englisch ‘happy’ – wobei sie im Turnierverlauf jedenfalls einmal Glück hatte, ohne geht es (vor allem im Schnellschach) nicht.

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Europacup der Damen: Batumi gewinnt, aber nur knapp

Nun, wie versprochen und etwas später als geplant, zum Europacup der Damen: Dass die Favoritinnen aus Georgien (verstärkt durch Dronavalli Harika, auf dem Titelfoto auch im georgischen Trikot) Gold gewannen, kam nicht überraschend, zwei andere Dinge durchaus: 1) Es war knapp – nur nach Wertung, und die Schlussrunde wurde noch spannend. 2) Die anderen Medaillen gingen nicht an die beiden russischen Teams, sondern an – in der Setzliste noch dahinter – Aserbaidschan und “Weissrussland plus”. Endstand: Batumi 11(126.5), Odlar Yurdu 11(117.5), Bossa Nova 10(116), Ugra 10(107.5), Legacy Square Capital (Moskau) 8(114.5), Timisoara 8(93.5), Anatolia 8(79), usw. – dahinter drei weitere

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Die Schwierigkeit mit der neuen “Rolle” Favoritinnen zu sein

Beitrag von Eberhard Schabel (TuRa Harksheide) 14.10.2017 – Endlich war es soweit und unsere Mädchen durften wieder an die Bretter. Zwar nicht mehr in der 1. FBL, aber die 2. FBL ist ja auch was 😉 Im Sommer konnten wir uns mit Julia A. und Maria G. verstärken und Beide waren heute auch beim Start der Liga mit dabei. Zusammen mit ihnen spielten Carina, Inken, Inga und Jasmin und wir waren uns sicher, dass wir ein gutes Team aufgestellt hatten. Bei unseren Gästen blieb leider das 3. Brett frei, was die Wattenscheider und auch wir sehr bedauerten. Maria war so

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Wir sind zurück in „unserer“ Staffel West der 2. Frauen- Bundesliga

Zwei Spieljahre mussten wir darauf verzichten gegen Wattenscheid, Steinfurt, HSK II, Delmenhorst oder Heiden zu spielen. Nun sind wir zurück und freuen uns auch auf die uns nicht ganz unbekannten Teams aus Paderborn und Münster. War 2015/16 unser Ausflug in die Oststaffel noch etwas unfreiwillig, so war unser Gastspiel 2016/17 in der Elite- Frauenliga Deutschlands so was von uns auch gewollt, dass wir es einfach nicht abschlagen konnten dabei zu sein. Ein Jahr erste Liga mit dem ganz knappen Abstieg, dem (so) „ungewolltem“ Punktezuwachs in Bad Königshofen und einem rauschendem Abschlussfest in Berlin mit allen Teams der beiden Bundesligen Deutschlands….

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Iranische Frauen-GM wechselte den Verband

Dorsa Derakhshani (geboren 1998 in Teheran) ist eine iranische Frauengroßmeisterin und Internationale Meisterin. Sie verfügt über eine Lizenz als FIDE Journalistin. Sie lebte und studierte bis Juli 2017 Barcelona. Dorsa Derakhshani ist Ende Juli 2017 in die USA eingereist und studiert seither an der Saint Louis Univerity.  Dorsa ist die Asiatin mit der höchsten Elozahl in der Kategorie unter 18 Jahre und die Nummer zwei weltweit. Sie hat die asiatischen Jugendmeisterschaften drei Mal in Folge gewonnen.Im Jahr 2016 wurde sie mit den Titeln WIM und WGM ausgezeichnet. Im September 2017 wechselte sie zum US-Verband. Was war passiert? Sie wurde vom

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Frauenbundesliga startet in die Saison

Dr. Thomas Marschner – Nach 5 Monaten Pause startet am Sonntag, dem 1.10.2017 die Frauenbundesliga in die neue Saison 2017/18. Zu Beginn steht die Einzelrunde zwischen den jeweiligen Reisepartnern auf dem Programm. Allerdings startet die Liga mit einem Rumpfprogramm: Titelverteidiger Schwäbisch Hall und Vizemeister Baden-Baden haben ihre Spiele gegen Deizisau bzw. Karlsruhe auf den Freitagabend vor der Dezember-Doppelrunde eine Woche vor Weihnachten verlegt. Dafür greifen am Sonntag alle 3 Bundesligaaufsteiger ins Geschehen ein. Kiel stieg nach dem Abstieg vor 1 Jahr postwendend wieder auf. Gegen Reisepartner Hamburg ist man klarer Außenseiter. Letzte Saison wechselte Marta Michna von Hamburg nach Kiel

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Update – Frauen-Länderkampf in Baku (Aserbaidschan)

Text: Louisa Nitsche (DSB) –  Bereits zu Anfang des Jahres wurden wir von der Schachföderation Aserbaidschans zu einem Freundschaftsländerkampf nach Baku eingeladen und zwar mit unserer Frauennationalmannschaft. Die Terminfindung und natürlich die Nominierung der Spielerinnen – beides braucht seine Zeit, aber jetzt es soweit: Am 20. August fliegen IM Elisabeth Pähtz (2486) , WGM Sarah Hoolt (2439), WGM Elena Levushkina (2311), WIM Josefine Heinemann (2294) und WF Fiona Sieber (2287) begleitet von Bundestrainer Dorian Rogozenco nach Baku um dem Aserbaidjanischen Frauennationalteam, vom 20. bis 26. August, die Stirn zu bieten. Dieses setzt sich wie folgt zusammen: WGM Gunay Mammadzada (2393),

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Erfurt: Zentrum des Mädchen und Frauenschachs in Deutschland

Eberhard Schabel – Vom 29.07. bis 06.08. war Erfurt das Zentrum des Mädchen und Frauenschachs in Deutschland. Gleich 6 verschiedene Turnierformen wurden in der Landeshauptstadt Thüringens angeboten und wir waren bei einer dieser Veranstaltungen im Radisson Blu Hotel mit dabei. Zum 2x wurde das Frauenschachfestival von Thomas Pähtz und seinen Mitstreitern angeboten und man merkte dem Orga- Team an, dass hier Leute am Werk waren, die Ahnung haben von der Ausrichtung einer derartigen Großveranstaltungen. Das Hotel ist zudem ebenfalls schon einige Jahre auf Schach eingestellt, finden doch da schon einige Jahre die Weihnachtsopen statt, zu dem man sich übrigens für

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Spannender Abschluss des Erfurter Frauenschachfestivals 2017

Jonathan Carlstedt – Das hatte wohl kaum einer erwartet. Die bisher so souverän auftretende Elisabeth Pähtz geriet am zweiten und letzten Tag der Deutschen Frauen Blitzmeisterschaft unter Druck. Bereits ihre 1. Partie am Sonntag, die 26. Runde insgesamt, konnte sie nicht gewinnen. Gegen Judith Fuchs begann für Elisabeth das, was man mit Fug und Recht als harten Arbeitstag bezeichnen kann. Doch der Start mit einer 0 sollte nicht das letzte Problem für die Deutsche Nummer 1 und Deutsche Schnellschachmeisterin gewesen sein, denn auch in den darauf folgenden Runden konnte sie die selbst gesteckten Ziel bezüglich Punkteausbeute nicht erreichen, während Marta

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Elisabeth Pähtz führt auch bei der Deutschen Blitzmeisterschaft!

Klaus Steffan – Mit dem Mädchen Grand Prix hat die deutsche Schachjugend eine tolles Format geschaffen, um talentierte Mädchen ans Brett zu bringen und ihnen zu zeigen, wie Schach in hochwertiger Atmosphäre funktionieren kann. In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Thomas Pähtz bei der Deutschen Schachjugend, vertreten durch Jörg Schulz und Hanna-Marie Klek, für die Vergabe des Turniers nach Erfurt zum Erfurter Frauenschachfestivals. Der Dank der DSJ an diee Organisatoren des Erfurter Frauenschachfestivals in Form der Rede von Jörg Schulz, war ebenso groß. Eine gute Kooperation die so oder in ähnlicher Form hoffentlich viele Nachahmer finden wird. Die Mädchen legten um

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