Antoaneta ist die erste Finalistin

Bulgarische Exweltmeisterin schaltet problemlos Harika Dronavalli aus – Ein Duo muss nachsitzen Ich weiß nicht, mit welchen Erwartungen Antoaneta Stefanowa (Foto) nach Chanty Mansijsk zur Frauen-Weltmeisterschaft gereist ist. Sicher, der bulgarischen Exweltmeisterin liegt ein solcher K.o.-Modus durchaus, vor allem wenn es in den Tiebreak mit Schnell- und Blitzschach geht, ist sie schwer zu bezwingen. Aber die Generalprobe im letzten Turnier der Grand-Prix-Serie 2011/12 in Ankara (16.-28. September, wo sie bei vier Niederlagen (u.a. gegen Humpy Koneru (Indien), Zhao Xue (China) und Viktoria Cmilyte (Litauen) nur Platz 9 unter zwölf Teilnehmern belegte, gab kaum Anlass für allzu große Erwartungen. Geschweige denn,

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Wie will man „Frauen“-Schach verstehen?

Antoaneta ist nach Sieg gegen Harika den Wolken ein Stück näher – zweites Halbfinale endet remis Meine durchaus ernsthafte Frage lautet: Wie bitte schön will man „Frauen“-Schach verstehen? Zum Thema gibt es leider kaum Literatur. Mir fällt da nur das Buch „Frauen am Schachbrett“ von Regina Grünberg/Gerd Treppner, das 1991 in der Edition Beyer im C. Bange Verlag erschienen ist. Und Elmar Hennleins beachtenswerte Chronik „Die Schach-Weltmeisterschaften der Frauen (Damen-Verlag 2010). Sehr aufschlussreich, was meine Fragestellung angeht, sind deshalb die folgenden Überlegungen von Elisabeth Pähtz (Foto links), zu denen sie angesichts ihrer täglichen Live-Kommentare für den Playchess-Server vom letzten Frauen-Grand-Prix-Turnier

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Harika in der Favoritenrolle?

Eine 21-jährige Inderin greift nach den „Schach“-Sternen – auch Exweltmeisterin Antoaneta Stefanowa im Halbfinale Will man vor den Halbfinale der Frauen-Weltmeisterschaft in Chanty Mansijsk eine erste Bilanz ziehen, so fällt nicht nur für die Gastgeber (negativ) auf: Keine der zwölf russischen Teilnehmerinnen – darunter das Olympiasieger-Quintett 2012 Tatjana und Nadjeschda Kosinzewa, Walentina Gunina, Alexandra Kostenjuk und Natalja Pogonina – hat bei diesen im K.o-Modus ausgetragenen Titelkämpfen die Runde der letzten vier erreicht. Und doch ist das nicht verwunderlich, denn vor zwei Jahren in Hatay (Türkei) waren für die Vertreterinnen der nach wie vor stärksten Schachnation bereits im Achtelfinale alle WM-Träume

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Schau’ an, die Anna!

Ukrainerin Uschenina (Foto) ist erste WM-Halbfinalistin – Stechen um die weiteren drei Plätze Wenn man sich den bisherigen Verlauf der Frauen-Weltmeisterschaft anschaut, dann ist dieser Sieg von Anna Uschenina im Viertelfinale gegen Nadjeschda Kosinzewa alles andere als ein Wunder. In Runde 1 bezwang die Ukrainerin Deysi Cori (Peru) wie in Runde 3 Natalja Pogonina jeweils 1,5:0,5. In Runde 2 musste die 27-Jährige mach zwei Remisen gegen die Anna Musitschuk zwa in die Verlängerung, doch im Schnellschach kannte sie mit der Weltranglistenvierten aus Slowenien kein Erbarmen: 2:0 und das Aus für die ihre ehemalige Landsfrau. Einmal im Viertelfinale angekommen, wollte die

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Eine „Gold“-Marie aus Paris

Nur eine Partie im WM-Viertelfinale entschieden – dreimal ist alles offen Gerade hatten wir Antoaneta Stefanowa euphorisch gelobt, da verblüffte in der ersten Partie des WM-Viertelfinales die bislang wenig beachte zweifache französische Meisterin Marie Sebag (Foto) selbst die Experten. Jedenfalls hatten wohl nicht einmal die kühnsten Optimisten damit gerechnet, dass sie gegen die bulgarische Exweltmeisterin die erste von zwei klassischen Partien im WM-Viertelfinale für sich entscheiden würde. Dass das mit tatkräftiger Mithilfe ihrer Gegnerin in hochgradiger Zeitnot geschah (36…Txa5??), schmälert den Sieg der 26-jährigen Pariserin keineswegs. Und wenn man einmal ihre sportliche Visitenkarte etwas genauer betrachtet, da hat die „Gold“-Marie

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Sister Act beim Stechen …

Ein chinesisches Damen-Trio greift nach der Schachkrone Die Reihen bei der Frauen-K.o.-Weltmeisterschaft in Chanty Mansijsk lichten sich merklich. Als am 11. November Runde 1 begann, da waren es noch 64 Damen, die nach der Schachkrone greifen wollten. Nach den heutigen drei Stichkämpfen stehen die acht besten von ihnen nun im Viertelfinale. Und es wird keine Pause für sie geben, denn bereits am Dienstag geht es mit den Minimatchen im klassischen Schach weiter. Bei den Tiebreaks, die bekanntlich zunächst im Schnellschach mit zwei 25-Minuten-Partien beginnen – steht es danach unentschieden, wird die Bedenkzeit auf zehn Minuten begrenzt plus Zeitbonus von drei

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Natalja im Glück & Antoaneta is back

Ein Quintett im WM-Viertelfinale, sechs Frauen müssen stechen… Natürlich gebe ich zu, dass meine ganz besondere Sympathie bei der Frauen-K.o.-Weltmeisterschaft Natalja Schukowa gehört. Und das nicht nur, weil die 33-jährige Großmeisterin aus der Ukraine optisch überzeugt, sondern weil die Ehefrau von Supergroßmeister Alexander Grischuk in Chanty Mansijsk ein unternehmendes Schach und erfolgreiches spielt. Das musste beispielsweise in Runde 2 die indische Top-Favoritin Humpy Koneru bei ihrer 0:2-Niederlage neidlos anerkennen. Im Achtelfinale wartete allerdings mit Ju Wenjun (Foto) ein der drei noch im Rennen befindlichen Chinesinnen, die am Sonnabend in der ersten der beiden Normalschach-Partien des Minimatches gleich einmal ein Einstand

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Eine „Dresdnerin“ sorgt für die erste echte Sensation

Natalja Schukowa schlägt bei der Frauen-WM die große Favoritin Humpy Koneru Eigentlich wollten wir über die Frauen-Weltmeisterschaft erst morgen oder sogar am Freitag wieder berichten. Aber einerseits haben die Veranstalter in Chanty Mansijsk wohl den Zeitplan geändert, denn die Minimatche über zwei Partien im Normalschach begannen bereits heute Vormittag . Entscheidend aber war, dass es die erste echte Sensation gab. Und für die sorgte mit Natalja Schukowa (Foto) eine geborene Dresdnerin. Die ukrainische Großmeisterin (Jahrgang 1979), die mit dem Weltklassespieler Alexander Grischuk verheiratet ist, schlug mit Schwarz in einer wahren Kampfpartie die große Favoritin Humpy Koneru. Die 25-jährige Inderin überschritt

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Hou Yifan verteidigt die Schachkrone bei den Frauen

Nun ist es also amtlich: Hou Yifan wird die Schachkrone bei den Frauen verteidigen. Entgegen einiger Gerüchte, die glaubend machen wollten, dass die amtierende Schachweltmeisterin ihren WM-Titel beim K.o.-Championat in Chanty Mansijsk nicht verteidigen würde, führt sie die Setzrangliste der insgesamt 64 Teilnehmerinnen an. Härteste Konkurrentin dürfte wie so oft Humpy Koneru sein. Gegen die Inderin gewann sie das auf zehn Partien angesetzten WM-Matches vom November 2011 in Tirana damals vorzeitig mit 5,5: 2,5 (+3 =5 –0). Freilich hat ein Matchkampf andere Gesetze als eine K.o.-Weltmeisterschaft, wobei Hou Yifan aber auch mit diesem Modus gute Erfahrungen besitzt. So besiegte sie

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Frauen ermitteln in Chanty Mansijsk ihre Schachkönigin

Während bei den Männern längst noch nicht geklärt ist, ob das Kandidatenturnier in London (20. März bis 30. April 2013) wie geplant stattfinden wird – Wesselin Topalows Manager Sivio Danailow, seines Zeichens auch Präsident der Europäischen Schachunion (ECU, hat die FIDE wegen der Vergabe der Weltmeisterschaftszyklen an die Firma AGON verklagt – , sitzen die Frauen wohl schon auf gepackten Koffern. Vom 9. November (Anreistag) bis 2. Dezember (Abschlussfeier) werden 64 Damen um die Schachkrone spielen, die Chinas Schachkönigin Hou Yifan zu verteidigen hat. Die FIDE hat sich dabei einen besonderen WM-Modus einfallen lassen. Abwechselnd wird nämlich künftig im K.o.-System

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Droht in der Frauen-Bundesliga wieder ein Start-Ziel-Sieg von Baden-Baden?

Zugegebener Maßen: Die Schlagzeile ist bewusst provozierend gewählt. Nach der ersten Doppelrunde der Saison 2012/13 in der Frauen-Bundesliga sieht es ganz danach aus, als würden die Frauen des OSG Baden-Baden wie schon in den letzten beiden Jahren einen Start-Ziel-Sieg hinlegen. Im Jahr 2003 kamen die Badenerinnen als Aufsteiger erstmals zu Meisterehren. Von dem damaligen Team gehören noch Ketino Kachiani-Gersinska, Jekaterina Borulja, Tamara Klink und Iamze Tammert zum gemeldeten Aufgebot der 14 Spielerinnen. Nun also peilen die Frauen aus dem weltbekannten Kurort mit Schachtradition – hier fand 1925 (15. April bis 14. Mai) eines der bedeutendsten internationalen Turniere statt, dass mit

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Ukrainische Meisterschaft der Frauen 2012

Das Endspiel der Frauen findet vom 24.9. bis 3.10. in Charkiw, in dem Palast der Studenten der National University "Law Academy of Ukraine Yaroslav dem Weisen" Es ist die am stärksten besetzte Meisterschaft der Frauen in der Ukraine. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten, zuzüglich 30 Sek. pro Zug, für den Rest der Partie. Gespielt werden 9 Runden. 1. Runde am 25.9. um 14 Uhr und die letzte Runde um 10 Uhr. Alle Partien werden live über das Internet übertragen. Teilnehmerinnen: 1 Kateryna Lahno gm; 2542 2 Mariya Muzychuk mi 2466;  3 Natalia Zhukova gm

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Women’s Grand Prix in Ankara (Türkei)

15. bis 29.9.2012 Ankara (historisch als Angora bekannt) ist die Hauptstadt der Türkei und des Landes zweitgrößte Stadt nach Istanbul. Die Stadt hat eine mittlere Höhe von 938 Metern. In zentraler Lage in Anatolien gelegen, ist Ankara eine wichtige Handels-und Industriestadt. Es ist das Zentrum der türkischen Regierung und beherbergt alle ausländischen Botschaften. Darüber hinaus ist Ankara eine wichtige Drehscheibe des Handels, strategisch in der Mitte der Türkei mit einem gut ausgebauten Autobahn-und Schienennetz und dient als Marketing-Zentrum für die umliegenden landwirtschaftlichen Bereiche. Die Stadt ist berühmt für seine langhaarige Angora-Ziege und ihrer wertvollen Wolle (Mohair), einer einzigartigen Rasse der

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Deutsche Frauen Blitzmeisterschaft 2012

Hamburger Doppelsieg bei der DFBEM Die Deutsche Blitzmeisterschaft der Frauen wurde in einem dramatischen Finale entschieden: Vera Jürgens (36,5 aus 46), gestern mit 0 aus 4 gestartet, holte am zweiten Tag 20 aus 23 und fing die führenden Judith Fuchs (36,0) und Sandra Ulms (35,5) noch ab und wurde Deutsche Meisterin. Vierte wurde Jevgenija Leveikina (33) vor Dorothee Schulze (28,5), die den Preis für die beste Steigerung ihrer DWZ-Performance erhielt, wie sich Annabelle Schäfer (26) als Zwölfte über den Preis für die beste Steigerung ihrer ELO-Performance freuen durfte. Kompetent und überaus freundlich war die Turnierleitung von Hugo Schulz, Walburga Franco

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FIDE Women Grand Prix in Jermuk (Armenien)

Der Fide-Women-Grand Prix findet vom 16. bis 28.7. in Jermuk (Armenien) statt. Die Teilnehmerinnen: 1 Hou Yifan GM CHN 2617 2 Humpy Koneru GM IND 2598 3 Zhao Xue GM CHN 2556 4 Kateryna Lahno GM UKR 2537 5 Ju Wenjun WGM CHN 2518 6 Nadezhda Kosintseva GM RUS 2516 7 Ruan Lufei WGM CHN 2483 8 Elina Danielian GM ARM 2480 9 Nino Khurtsidze WGM GEO 2456 10 Lilit Mkrtchian WGM ARM 2450 11 Munguntuul Batkhuyag WGM MGL 2447 12 Ekaterina Kovalevskaya WGM RUS 2417 Frauen-Weltmeister Hou Yifan (China) führt in der Gesamtwertung mit 420 Punkten, dicht gefolgt von

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Deutsche Frauen Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände

Die Schachfreunde Braunfels richten ab Donnerstag, den 7. Juni wieder die Deutschen Frauen Mannschaftsmeisterschaften der Landesverbände aus. Termin: 7. – 10. Juni 2012 – Spiellokal: Haus des Gastes, Fürst Ferdinand Straße 4a, 35619 Braunfels. insgesamt nehmen 10 Mannschaften teil. Favoriten nach Elo-Zahlen sind die Mannschaften aus NRW und Hamburg.  Nach der 1. Runde führen Sachsen und Niedersachsen jeweils mit 7 Brettpunkten, gefolgt von Hessen mit 6.  Zuschauer sind herzlich Willkommen. Am Freitag wird um 9 Uhr die 2. Runde gespielt und um 16 Uhr die 3. Turnierseite Rückblick 2011

4. Fide Women Grand Prix 2012 (Kazan, Russland)

Der 4, FIDE Women Grand Prix wird vom 9. bis 23.6. in Kazan  (Russland) ausgerichtet. 12 Weltklassespielerinnen werden an diesem Rundenturnier teilnehmen. Die amtierende Weltmeisterin, Yifan Hou (China), war die überzeugende Siegerin der ersten beiden GP-Turniere in Rostov und Shenzhen. Beim 3. Grand-Prix legte Yifan Hou eine Pause ein. Kazan ist die Hauptstadt der Republik Tatarstan. Ein wichtiges kulturelles, wissenschaftliches und wirtschaftliches Zentrum. Im Jahr 2005 feierte Kazan sein 1000-jähriges Bestehen. Kazan ist eine Stadt mit einer einzigartiger Geschichte und es ist auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes aufgenommen worden. Die Teilnehmerinnen: 1 Hou Yifan ein GM CHN 2623; 2 Viktorija

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Women’s World Rapid und Blitz Championship 2012

30.5. bis 6.6.2012 Auszug aus der Teilnehmerliste Rapid: 1 GM Muzychuk Anna SLO 2598 2 GM Koneru Humpy IND 2589 3 GM Zhao Xue CHN 2549 4 GM Dzagnidze Nana GEO 2547 5 GM Lahno Kateryna UKR 2546 6 GM Kosintseva Tatiana RUS 2532 7 IM Gunina Valentina RUS 2530 8 GM Stefanova Antoaneta BUL 2518 9 GM Harika Dronavalli IND 2508 10 GM Chiburdanidze Maia GEO 2500 11 IM Khotenashvili Bela GEO 2500 12 GM Zhu Chen QAT 2491 13 IM Paehtz Elisabeth GER 2491 14 GM Danielian Elina ARM 2484 15 GM Socko Monika POL 2484 16 GM

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Yifan Hou (China) – Victoria Cmylite (Litauen) 1,5:0,5

21. bis 22.5.2012 Die Gemeinde Porto-Vecchio, ein Ort mit nur 11.000 Einwohnern auf der Insel Korsika, war Gastgeber eines hochkarätigen Schachduells zwischen der amtierenden Weltmeisterin Hou Yifan 2623 (China) und der Europameisterin 2011, der Litauerin  Victoria Cmylite 2508. Das Duell ging über zwei Schnellschachpartien (10 Minuten plus 3 Sek.) und wurde mit 1,5:0,5 zu Gunsten der Weltmeisterin entschieden. Das Match hatte in der Öffentlichkeit ein unglaubliches Interesse. Alleine 600 Schüler waren bei den Spielern anwesend und holten sich anschließend mit Begeisterung Autogramme. Eine ganz tolle Werbung für das Schachspiel in Frankreich. Französischer Schachbund     Partien