Kosteniuk Blitz-Europameisterin, Russland dominiert, Paehtz auf Platz fünf

Dieser Artikel wird eher kurz und knapp – ich kann unmöglich auf alle Blitz-Turbulenzen im ansonsten weiterhin sonnigen Monaco eingehen. Neben Können, Kondition und Nerven brauchten die Spielerinnen auch Glück, um weit bis ganz vorne zu landen – entscheidend waren wie immer die letzten der insgesamt dreizehn Runden. Das kam dabei heraus: Kosteniuk 10.5/13, Lagno 10, Gunina 9.5, Haussernot und Paehtz 9, Dzagnidze, Stefanova, Gaponenko, Sebag, Kulon, Kashlinskaya, Turova, Goryachkina, Srebrnic 8.5, usw. . Klare Sache was Gold, Silber und Bronze betrifft, und auch danach weitgehend bekannte Namen – Ausnahmen am ehesten die Französin Cecile Haussernot, die ein Traumturnier erwischt,

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Anna Muzychuk ist Schnellschach-Europameisterin

Weltmeisterin war sie bereits – ob sie auch in Europa das Double (Schnell- und Blitzschach) schafft wird sich herausstellen. Emil Sutovsky schrieb mir Freitag (in einer email zu einem anderen Thema) “I am currently in Monaco where we co-organize an important event.” – we(wir) ist die ACP, gemeint ist die Frauen-EM im Schnell- und danach Blitzschach, er selbst hat das Ganze kommentiert. Teils bekam er dabei Damenbesuch – nicht nur am Ende die glückliche Siegerin. ‘Glücklich’ bedeutet dabei vor allem auf Englisch ‘happy’ – wobei sie im Turnierverlauf jedenfalls einmal Glück hatte, ohne geht es (vor allem im Schnellschach) nicht.

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Europacup der Damen: Batumi gewinnt, aber nur knapp

Nun, wie versprochen und etwas später als geplant, zum Europacup der Damen: Dass die Favoritinnen aus Georgien (verstärkt durch Dronavalli Harika, auf dem Titelfoto auch im georgischen Trikot) Gold gewannen, kam nicht überraschend, zwei andere Dinge durchaus: 1) Es war knapp – nur nach Wertung, und die Schlussrunde wurde noch spannend. 2) Die anderen Medaillen gingen nicht an die beiden russischen Teams, sondern an – in der Setzliste noch dahinter – Aserbaidschan und “Weissrussland plus”. Endstand: Batumi 11(126.5), Odlar Yurdu 11(117.5), Bossa Nova 10(116), Ugra 10(107.5), Legacy Square Capital (Moskau) 8(114.5), Timisoara 8(93.5), Anatolia 8(79), usw. – dahinter drei weitere

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Die Schwierigkeit mit der neuen “Rolle” Favoritinnen zu sein

Beitrag von Eberhard Schabel (TuRa Harksheide) 14.10.2017 – Endlich war es soweit und unsere Mädchen durften wieder an die Bretter. Zwar nicht mehr in der 1. FBL, aber die 2. FBL ist ja auch was 😉 Im Sommer konnten wir uns mit Julia A. und Maria G. verstärken und Beide waren heute auch beim Start der Liga mit dabei. Zusammen mit ihnen spielten Carina, Inken, Inga und Jasmin und wir waren uns sicher, dass wir ein gutes Team aufgestellt hatten. Bei unseren Gästen blieb leider das 3. Brett frei, was die Wattenscheider und auch wir sehr bedauerten. Maria war so

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Wir sind zurück in „unserer“ Staffel West der 2. Frauen- Bundesliga

Zwei Spieljahre mussten wir darauf verzichten gegen Wattenscheid, Steinfurt, HSK II, Delmenhorst oder Heiden zu spielen. Nun sind wir zurück und freuen uns auch auf die uns nicht ganz unbekannten Teams aus Paderborn und Münster. War 2015/16 unser Ausflug in die Oststaffel noch etwas unfreiwillig, so war unser Gastspiel 2016/17 in der Elite- Frauenliga Deutschlands so was von uns auch gewollt, dass wir es einfach nicht abschlagen konnten dabei zu sein. Ein Jahr erste Liga mit dem ganz knappen Abstieg, dem (so) „ungewolltem“ Punktezuwachs in Bad Königshofen und einem rauschendem Abschlussfest in Berlin mit allen Teams der beiden Bundesligen Deutschlands….

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Iranische Frauen-GM wechselte den Verband

Dorsa Derakhshani (geboren 1998 in Teheran) ist eine iranische Frauengroßmeisterin und Internationale Meisterin. Sie verfügt über eine Lizenz als FIDE Journalistin. Sie lebte und studierte bis Juli 2017 Barcelona. Dorsa Derakhshani ist Ende Juli 2017 in die USA eingereist und studiert seither an der Saint Louis Univerity.  Dorsa ist die Asiatin mit der höchsten Elozahl in der Kategorie unter 18 Jahre und die Nummer zwei weltweit. Sie hat die asiatischen Jugendmeisterschaften drei Mal in Folge gewonnen.Im Jahr 2016 wurde sie mit den Titeln WIM und WGM ausgezeichnet. Im September 2017 wechselte sie zum US-Verband. Was war passiert? Sie wurde vom

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Frauenbundesliga startet in die Saison

Dr. Thomas Marschner – Nach 5 Monaten Pause startet am Sonntag, dem 1.10.2017 die Frauenbundesliga in die neue Saison 2017/18. Zu Beginn steht die Einzelrunde zwischen den jeweiligen Reisepartnern auf dem Programm. Allerdings startet die Liga mit einem Rumpfprogramm: Titelverteidiger Schwäbisch Hall und Vizemeister Baden-Baden haben ihre Spiele gegen Deizisau bzw. Karlsruhe auf den Freitagabend vor der Dezember-Doppelrunde eine Woche vor Weihnachten verlegt. Dafür greifen am Sonntag alle 3 Bundesligaaufsteiger ins Geschehen ein. Kiel stieg nach dem Abstieg vor 1 Jahr postwendend wieder auf. Gegen Reisepartner Hamburg ist man klarer Außenseiter. Letzte Saison wechselte Marta Michna von Hamburg nach Kiel

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Update – Frauen-Länderkampf in Baku (Aserbaidschan)

Text: Louisa Nitsche (DSB) –  Bereits zu Anfang des Jahres wurden wir von der Schachföderation Aserbaidschans zu einem Freundschaftsländerkampf nach Baku eingeladen und zwar mit unserer Frauennationalmannschaft. Die Terminfindung und natürlich die Nominierung der Spielerinnen – beides braucht seine Zeit, aber jetzt es soweit: Am 20. August fliegen IM Elisabeth Pähtz (2486) , WGM Sarah Hoolt (2439), WGM Elena Levushkina (2311), WIM Josefine Heinemann (2294) und WF Fiona Sieber (2287) begleitet von Bundestrainer Dorian Rogozenco nach Baku um dem Aserbaidjanischen Frauennationalteam, vom 20. bis 26. August, die Stirn zu bieten. Dieses setzt sich wie folgt zusammen: WGM Gunay Mammadzada (2393),

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Dicke Luft beim SK Schwäbisch Hall

Die Homepage eines Schachvereins ist wie eine Visitenkarte und dient der Darstellung von Aktivitäten des Vereins. In sehr vielen Schachvereinen legt man nicht viel Wert auf eine Außendarstellung. Oder man begnügt sich mit einer Vereinsseite, der man schon die lasche Einstellung der Vereinsspitze ansehen kann. Oft ist das Layout nicht zeitgemäß und die Informationen über die Aktivitäten des Vereins dürftig. Nicht so in der Vergangenheit beim SK Schwäbisch Hall. Top-Vereinsseite und eine  excellente Berichterstattung waren selbstverständlich, dank Dr. Marschner. Der Verein selbst sehr erfolgreich. Zwei Mannschaften in der höchsten Klasse. Die Frauenmannschaft wurde Deutscher Meister in der Saison 2016/17. Die

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Erfurt: Zentrum des Mädchen und Frauenschachs in Deutschland

Eberhard Schabel – Vom 29.07. bis 06.08. war Erfurt das Zentrum des Mädchen und Frauenschachs in Deutschland. Gleich 6 verschiedene Turnierformen wurden in der Landeshauptstadt Thüringens angeboten und wir waren bei einer dieser Veranstaltungen im Radisson Blu Hotel mit dabei. Zum 2x wurde das Frauenschachfestival von Thomas Pähtz und seinen Mitstreitern angeboten und man merkte dem Orga- Team an, dass hier Leute am Werk waren, die Ahnung haben von der Ausrichtung einer derartigen Großveranstaltungen. Das Hotel ist zudem ebenfalls schon einige Jahre auf Schach eingestellt, finden doch da schon einige Jahre die Weihnachtsopen statt, zu dem man sich übrigens für

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Spannender Abschluss des Erfurter Frauenschachfestivals 2017

Jonathan Carlstedt – Das hatte wohl kaum einer erwartet. Die bisher so souverän auftretende Elisabeth Pähtz geriet am zweiten und letzten Tag der Deutschen Frauen Blitzmeisterschaft unter Druck. Bereits ihre 1. Partie am Sonntag, die 26. Runde insgesamt, konnte sie nicht gewinnen. Gegen Judith Fuchs begann für Elisabeth das, was man mit Fug und Recht als harten Arbeitstag bezeichnen kann. Doch der Start mit einer 0 sollte nicht das letzte Problem für die Deutsche Nummer 1 und Deutsche Schnellschachmeisterin gewesen sein, denn auch in den darauf folgenden Runden konnte sie die selbst gesteckten Ziel bezüglich Punkteausbeute nicht erreichen, während Marta

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Elisabeth Pähtz führt auch bei der Deutschen Blitzmeisterschaft!

Klaus Steffan – Mit dem Mädchen Grand Prix hat die deutsche Schachjugend eine tolles Format geschaffen, um talentierte Mädchen ans Brett zu bringen und ihnen zu zeigen, wie Schach in hochwertiger Atmosphäre funktionieren kann. In seiner Eröffnungsrede bedankte sich Thomas Pähtz bei der Deutschen Schachjugend, vertreten durch Jörg Schulz und Hanna-Marie Klek, für die Vergabe des Turniers nach Erfurt zum Erfurter Frauenschachfestivals. Der Dank der DSJ an diee Organisatoren des Erfurter Frauenschachfestivals in Form der Rede von Jörg Schulz, war ebenso groß. Eine gute Kooperation die so oder in ähnlicher Form hoffentlich viele Nachahmer finden wird. Die Mädchen legten um

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Jung trifft Jung-Geblieben

Mädchen Grand Prix und Deutsche Blitzmeisterschaft der Frauen – 2 Highlights zum Abschluss des 2. Erfurter Frauenschachfestivals. Am letzten Wochenende des Erfurter Frauenschachfestivals finden 2 Veranstaltungen im Radisson Blu Hotel Erfurt statt. Zum Einen startet die Deutsche Blitzmeisterschaft der Frauen 2017 mit den Stars der Deutschen Frauenschachszene. Zum Anderen beginnt ein sehr wichtiges Turnier zur Förderung des Nachwuchses. Das Finale des Mädchen Grand Prix zieht aus Lüneburg, wo es 2016 über die Bühne ging, nach Erfurt. Hierzu mussten sich die 23 teilnehmenden Mädchen in Qualifikationsturnieren im Verlaufe des letzten Jahres ihre Teilnahmeberechtigung erspielen. Der Zeitmodus ist 60 Minuten für die

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Alles rina oder was?

Klaus Steffan – Hat man den Namensteil “rina” im Namen dann räumt man hier in Erfurt ab. Aber lest den Bericht einfach durch, dann wird klar was gemeint ist. Ein langes Turnier, eine lange Woche und viele Arbeitsstunden liegen hinter den Organisatoren und Spielerinnen des 2. Erfurter Frauenschachfestivals im Radisson Blu Hotel Erfurt. Nun war es an den Spielerinnen nochmal die letzten Reserven zu mobilisieren, sich zu konzentrieren und die Müdigkeit nicht zu sehr das eigene Spiel beeinflussen zu lassen. Davon wollten Sarah Hoolt und Marina Brunello jedoch nichts wissen. Manchmal wenn sich 2 Personen in die Augen schauen, wissen

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Verkehrte Welt im Young Masters – Außenseiter schlagen zurück

Jonathan Carlstedt – Der letzte Tag des Young Masters und des Womens Open ist angebrochen und die Damen haben nach einer Einzelrunde und gemeinsamen Abendessen am gestrigen Donnerstag Kraft getankt um um die Plätze und hohen Preisgelder zu kämpfen. Marina Brunello sicherte ihre Führungsposition mit einem soliden Remis gegen die starke Rumänin Irina Bulmaga ab. Denn ihre direkten Konkurrentinnen schienen heute nicht in der besten Form zu sein. Zwar stand Marina immer leicht besser, doch nach einem so starken Turnier will man natürlich nichts riskieren. Das nächste Ergebnis, das im Orga-Büro eintrudelte, war der überzeugende Weißsieg von Fiona Sieber gegen

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Siegerehrung zum Ladies Champions Match

Klaus Steffan – Nach spannenden 14 Partien endet das Ladies Champions Match mit 5,75 : 4,25 für Elisabeth. Im einzelnen endeten die Teilmatches wie folgt: Turnierschach 2 : 0 für die Erfurterin, Schnellschach 2 : 2, Blitzschach 2,25 : 1,75 für Alexandra. Turnierdirektor Axel Eger lobte in der Siegerehrung die kämpferische Einstellung der beiden Kontrahentinnen, welche für teilweise hochdramatische Partien sorgten. Insbesondere bei den Blitzpartien war die Spannung zum Greifen.    

Elisabeth Pähtz vor dem Blitzen in Führung!

Text: Jonathan Carlstedt – Nach den beiden Runden am Vormittag sah es bereits so aus, dass Alexandra Kosteniuk in diesem Match keinen Fuß mehr auf den Boden bekommen würde. 3 Niederlagen bei einem Remis schienen eine eindeutige Sache zu sein. Doch man wird nicht Weltmeisterin ohne dass man Kämpferqualitäten besitzt und so schlug die Russin mit den schwarzen Steinen in einer stark geführten Partie zurück. Elisabeth nahm die Niederlage mit Fassung und schaffte es in der letzten Partie im Schnellschach großen Druck aufzubauen und im Endspiel einen deutlichen Vorteil aufzubauen. Diesmal wählte Alexandra die spanische Partie, konnte Elisabeth damit aber

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Elisabeth Pähtz dominiert Ladies Champions Match

Auch die Änderung der Bedenkzeit konnte im Ladies Champions Match die Erfurter Lokalmatadorin Elisabeth Pähtz nicht aus dem Konzept bringen. Nachdem Elisabeth kurz vor Rundenstart noch den Preis für die Partie des Tages in Runde 4 and Atousa, für das brillante Springeropfer und die anschließende Verwertung des Endspiels, vergab, ging sie gegen Alexandra Kosteniuk wieder auf den vollen Punkt. In der nimzoindischen Verteidigung konnte Elisabeth gegen Alexandra einen großen Vorteil erspielen. Doch aufgrund eines kurzen Moments der unter Schachspielern bekannten Schachblindheit gab Elisabeth einen großen Teil ihres Vorteils weg. Der Remisschluss folgte auf dem Fuße. Doch das hielt Elisabeth nicht

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Geschichtlicher Abriss zu den Begegnungen zwischen Alexandra und Elli

Aufgeschrieben von Elisabeth Pähtz … Insgesamt hat Alexandra eine Partie mehr gewonnen als Elisabeth. Bei insgesamt 37 Partien in der Datenbank ein sehr ausgeglichener Stand der Dinge. Beide Punkten mit Weiß besser, Alexandra hat mit Weiß + 2, Elisabeth hat mit Weiß + 1. Den größten Vorteil hat Alexandra jedoch im Schnellschach, wo sie 4 Partien mehr gewonnene als verloren hat. Im klassischen Schach wiederum führt Elisabeth mit + 2 und im Blitzschach mit +1. Alexandra Kosteniuk und mich verbindet eine lange Freundschaft, die in den nächsten Tagen beim Erfurter Schachfestival in ihre nächste Runde gehen wird. Es hat mich

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Kampfschach im Radisson – Pähtz siegt auch im zweiten Match

Text: Jonathan Carlstedt – Ein weiterer spannender und ereignisreicher Tag im Radisson Blu Hotel Erfurt beim 2. Erfurter Frauenschachfestival ist zu Ende. Alle Turniere sorgten bei den Zuschauern mal wieder für helle Freude. Eine Werbung wie man sie sich wünscht für unseren Sport. Im Young Masters machte Sarah Hoolt relativ schnell gegen Karina Remis. In der Italienischen Partie hatte sich Sarah zwar wohl gefühlt, wollte aber nach dem 3/3 Start nichts riskieren und sich ein wenig Erholung gönnen, bevor es in 3 weitere fordernde Tage geht. Die erste Entscheidung des Nachmittags brachte der Sieg von Fiona Sieber gegen Teodora Rogozenco.

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