MVL dominiert Blitz, Nakamura gewinnt insgesamt in St. Louis

Dabei profitierte der Amerikaner davon, dass der Franzose nach dem Schnellturnier zu viel Rückstand hatte – immerhin konnte MVL sich noch vom geteilten siebten auf den alleinigen zweiten Platz verbessern. Sonst konnte nur Grischuk sich durch das Blitzturnier in der Tabelle verbessern (von 9-10 auf 8) – abgesehen davon, dass Nakamura den ersten Platz nach dem Schnellturnier noch mit Mamedyarov teilte. Nakamura machte im Blitz sein Ding: ab und zu mal eine Partie gewinnen – nur in der entscheidenden Phase zum Schluss einmal zwei nacheinander. Dabei verlor er auch vier Partien, wobei er bereits vor der Niederlage ganz zum Schluss

Weiterlesen…

Schnellschach-Lotterie in Saint Louis

Das ist aber ein ketzerischer Titel, ich könnte doch auch “Ave Chess Tour Halleluja” wählen!? Unterhaltsam war es, den amerikanischen Livekommentatoren gefiel es – zumal es bei ihren Spielern mehr Licht als Schatten gab. Vielleicht steckt Logik dahinter, dass einige Spieler ihre Chancen besser nutzten bzw. weniger patzten als andere, und auch mit der Zeitkontrolle (delay statt Inkrement) besser zurecht kamen. Dennoch ist der Zwischenstand vom Verlauf der Runden/Partien her für mich ein bisschen Zufallsprodukt – Ausnahme ein Spieler (keiner der drei Amerikaner). Schnellschach-Partien werden doppelt gewertet, schliesslich gibt es heute und morgen noch ein doppelrundiges Blitzturnier (vielleicht noch unterhaltsamer-chaotischer),

Weiterlesen…

Vorschau zu Saint Louis Rapid and Blitz

Nachdem zwischendurch in Dortmund, Biel und auch Danzhou auch andere Spieler im Rampenlicht standen, trifft sich nun wieder die Chess Tour in Saint Louis – fast eine Neuauflage von Leuven und Paris, und wieder wird Schnell- und Blitzschach gespielt. Jedenfalls zunächst, danach auch der Sinquefield Cup mit klassischer Bedenkzeit. Aber davor steht vielleicht schon nahezu fest, welche vier von neun sich für das Chess Tour Finale im Dezember in London qualifizieren. Diese neun plus eins spielen ab Samstag in Saint Louis, ich sortiere sie mal alphabetisch: Anand, Aronian, Caruana, Dominguez, Grischuk, Karjakin, Mamedyarov, Nakamura, So, Vachier-Lagrave. “Neun plus eins” bezieht

Weiterlesen…

Symmetrie in Danzhou, Yu Yangyi gewinnt

“Symmetrie” bezieht sich auf diesen Stand nach sieben von sieben Runden: Yu Yangyi 4.5/7, Le Quang Liem 4, Wei Yi, Fedoseev, Duda, Bu Xiangzhi 3.5, Shankland 3, Vidit 2.5. Vier von acht Spielern mit 50%, dann wurde wohl oft Remis gespielt? Das stimmt eher nicht: keiner blieb ungeschlagen, keiner blieb sieglos. Remiskönige waren Wei Yi und Fedoseev mit jeweils einem Sieg, einer Niederlage und fünf Remisen – Duda und Bu Xiangzhi gewannen und verloren jeweils zwei Partien. Die beiden Spieler, die am Ende vorne lagen, hatten zu einem gewissen Zeitpunkt im Turnier weniger als 50% – Yu Yangyi nach der

Weiterlesen…

Mamedyarov dominiert in Biel

Moment mal, es war doch ein Rennen zwischen ihm und dem anderen 2800+ Spieler Magnus Carlsen? Ja, das war der Stand bei Halbzeit. Aber in der zweiten Turnierhälfte hat der Azeri weiterhin Partien gewonnen, und der Norweger nicht mehr. Auf seinen Lorbeeren der ersten beiden Runden ausgeruht hat Carlsen sich nicht unbedingt, aber gegnerische Geschenke bekam er nicht mehr. Und in Runde 9 passierte gar etwas unglaubliches: Carlsen machte im Endspiel Fehler, Mamedyarov profitierte davon und stand so vor der letzten Runde bereits als Turniersieger fest. So stand es am Ende: Mamedyarov 7.5/10, Carlsen 6, Vachier-Lagrave und Svidler 5.5, Navara

Weiterlesen…

Danzhou GM: China ist ein schlechter Gastgeber

Da haben sie fünf Ausländer eingeladen, aber in Führung liegen vor dem Ruhetag zwei der drei Chinesen im Feld von 8 Teilnehmern – allerdings nicht der, um den es den meisten internationalen Rummel gab (in letzter Zeit tendenziell nicht mehr). So steht es nach vier von sieben Runden: Bu Xiangzhi 3/4, Yu Yangyi 2.5, Shankland, Duda, Fedoseev 2, Vidit, Wei Yi, Le Quang Liem 1.5. Alles relativ bekannte Namen, die allerdings – jedenfalls bisher – nur sporadisch gegen die absolute Weltelite spielen durften. Fedoseev und zuvor zweimal Le Quang Liem hatten sich als Aeroflot-Sieger für Dortmund qualifiziert, dieses Jahr spielte

Weiterlesen…

Biel-Zwischenbericht: Carlsen und Mamedyarov führen

Ruhetag ist erst am Samstag nach der sechsten Runde, aber ein Bericht bei Halbzeit bietet sich an. Biel hat dieses Jahr ein etwas aus der Mode gekommenes Format: sechs Spieler treffen doppelrundig aufeinander – damit ist irgendwann, und zwar nach fünf Runden, genau Halbzeit. Bei nur drei Partien pro Runde gibt es immer das Risiko, dass eine Runde quasi “nicht stattfindet”. Das war allerdings bisher nicht der Fall – und dass nur einmal alle Partien Remis endeten lag auch am gewählten Format “fünf plus eins”. Die fünf bisherigen Runden kurz zusammengefasst: Carlsen bekam in den ersten beiden Runden Geschenke –

Weiterlesen…

Überraschung am Bieler Schachfestival

Der Schweizer Nico Georgiadis remisiert gegen Weltmeister Magnus Carlsen – «ein unglaubliches Gefühl!» Markus Angst – Aus­ge­rech­net gegen Welt­meis­ter Ma­gnus Carl­sen holte Nico Geor­gia­dis (Schin­del­legi) am Bie­ler Schach­fes­ti­val sei­nen ers­ten hal­ben Punkt. Die Num­mer 1 der Welt und der Vi­ze-Schwei­zer-Meis­ter trenn­ten sich in der 4. Runde des Gross­meis­ter­tur­niers nach einer ani­mier­ten, über 58 Züge füh­ren­den und etwas über vier Stun­den dau­ern­den Par­tie un­ent­schie­den. Nico Geor­gia­dis gab im 19. Zug mutig die Qua­li­tät – ein Opfer, das er am Brett ge­fun­den hat, wie er Mar­kus Angst im In­ter­view nach der Par­tie ver­riet. Nach dem Remis gegen den Welt­rang­lis­ten-Zwei­ten Fa­bia­no Ca­rua­na vor

Weiterlesen…

Dortmund 2018: Und dann kam Nepomniachtchi

Vor dem Ruhetag war noch alles offen, vor der letzten Runde ebenfalls – fünf von acht Spielern konnten noch (nach Wertung) Turniersieger werden! Auf jeden Fall würde sich ein neuer Name in die Dortmund-Siegerliste eintragen – neben Titelverteidiger Wojtaszek war auch der zehnfache Dortmund-Sieger (zuletzt 2011) Kramnik nicht mehr im Rennen, Nisipeanu sowieso nicht. Während der letzten Runde schien zeitweise (ausgerechnet) Giri die besten Karten zu haben, und dann kam es doch anders. Das ist der Endstand: Nepomniachtchi 5/7, Giri, Kovalev, Duda 4, Meier 3.5, Kramnik und Wojtaszek 3, Nisipeanu 1.5. Vom Ergebnis her dominierte also der Russe der nicht

Weiterlesen…

Ian Nepomniachtchi gewinnt Sparkassen Chess-Meeting

Ian Nepomniachtchi (Foto) lautet der Sieger des 46. Sparkassen Chess-Meetings. Der 28-jährige Großmeister aus Russland gewann in der letzten Runde gegen Georg Meier und beendete das Turnier mit 5,0 Punkten. Nepomniachtchi hat am Ende einen ganzen Punkt Vorsprung auf Anish Giri, Vladislav Kovalev und Jan-Krzysztof Duda, die mit 4,0 Punkten durchs Ziel gingen. Georg Meier landete mit 3,5 Punkten auf Platz fünf. Wladimir Kramnik belegte einen für ihn enttäuschenden sechsten Platz mit 3,0 Punkten vor dem punktgleichen Radoslaw Wojtaszek. Liviu-Dieter Nisipeanu landete abgeschlagen mit 1,5 Punkten auf den letzten Platz.   Liviu-Dieter Nisipeanu und Radoslaw Wojtaszek trennten sich am letzten

Weiterlesen…

“Nepo” springt Duda von der Schippe

Die 6. Runde des Sparkassen Chess-Meetings war an Dramatik kaum zu überbieten. Jan-Krzysztof Duda spielte gegen Ian Nepomniachtchi groß auf und sah schon wie der sichere Sieger aus, verpatzte aber seine Gewinnstellung zum Remis. So endete auch die Partie zwischen Radoslaw Wojtaszek gegen Vladislav Kovalev, in der der polnische Großmeister leichte Stellungsvorteile besaß. Im deutschen Duell zwischen Georg Meier und Liviu-Dieter Nisipeanu bestätigte sich der Trend in diesem Turnier. Meier war von Beginn an am Drücker und holte sich seinen ersten vollen Zähler. Den Sieg trug auch Anish Giri davon, der Wladimir Kramnik sogar mit Schwarz schlug. Vor der letzten

Weiterlesen…

Ein hochkarätiges Teilnehmerfeld in Biel

Neu wird am Schachfestival Biel ein mehrrundiges Fischerschach-Turnier angeboten, ausserdem werden drei ACCENTUS-Simultanturniere für 75 Jugendliche durchgeführt. Der norwegische Favorit wird es nicht leicht haben! Neben dem fünfmaligen Sieger Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich, Nr. 6 der Welt) wird der Weltranglistendritte Shakhriyar Mamedyarov (Aserbaidschan) ein ernstzunehmender Konkurrent um den Turniersieg sein. Doch auch der amtierende russische Landesmeister Peter Svidler (Nr. 14 der Welt) wird da ein Wörtchen mitzureden haben. Er hat bereits mehrfach gezeigt, dass er weiss, wie man Magnus Carlsen vor Schwierigkeiten stellen kann. Der Tscheche David Navara (Nr. 24 der Welt) und der 22-jährige Schweizer Nico Georgiadis (Schindellegi) komplettieren das

Weiterlesen…

Big Point für “Nepo”

Am Internationalen Tag des Schachs, der wird jährlich am 20. Juli gefeiert, übernahm Ian Nepomniachtchi durch einen Sieg gegen Wladimir Kramnik nach fünf Runden die Tabellenführung beim Sparkassen Chess-Meeting. Kramnik versuchte seinen Gegner in der Eröffnung zu überraschen, doch sein jüngerer Landsmann spielte groß auf und setzte sich verdient durch. Die restlichen Partien der 5. Runde endeten remis, wobei keiner der Spieler realistische Gewinnchancen besaß.   Die Partie zwischen Jan-Krzysztof Duda und Georg Meier endete nach drei Stunden und vierzig Minuten als erste mit Remis. Der 20-jährige Großmeister aus Polen wählte mit Weiß einen Aufbau der Englischen Eröffnung, mit der

Weiterlesen…

Dortmund-Zwischenbilanz

Der Schachticker hat die Dortmund-Rundenberichte von der Turnierseite übernommen (bis auf Runde 1 in der ergebnismässig nichts passierte) – ich ergänze das mit “meinem” Format, jeweils zum Ruhetag zu berichten. Den ersten Ruhetag gab es allerdings bereits nach zwei Runden, so verteilt Dortmund sieben Runden über je zwei Samstage und Sonntage sowie drei Arbeitstage. WM-Matches haben denselben relativ entspannten Rhythmus, allerdings über mehrere Wochen und dadurch haben die Spieler auch mal am Wochenende frei (ihre Sekundanten eher nicht. Nach zwei Runden war in Dortmund immer noch nicht allzu viel passiert – auch wenn ein Spieler andeutete, dass er in Form

Weiterlesen…

Duda verteidigt nach Chaospartie Tabellenführung

Nach nur einem Sieg in den beiden Auftaktrunden durften sich die Zuschauer in der 3. Runde gleich über drei entschiedene Partien freuen. Jan-Krzysztof Duda (Foto) bleibt der Mann der Stunde beim Sparkassen Chess-Meeting. Er setzte sich im Duell gegen seinen Landsmann Radoslaw Wojtaszek durch und liegt mit 2,5 Punkten an der Spitze. Mit 2,0 Punkten folgen Ian Nepomniachtchi und Vladislav Kovalev. Nepomniachtchi siegte im Eiltempo gegen Liviu-Dieter Nisipeanu, während Kovalev nach fast sieben Stunden Anish Giri bezwang. Die vierte Partie des Tages zwischen Wladimir Kramnik und Georg Meier endete remis.   Nach dem ersten Ruhetag standen beim Spakassen Chess-Meeting die

Weiterlesen…

Zwei Damenopfer sorgen für Dramatik

Gutes Omen gegen Nisipeanu? Jungstar Duda gelingt erster Sieg in Dortmund Trotz des WM-Finales zwischen Frankreich und Kroatien haben sich einige Unentwegte ins Orchesterzentrum begeben, um beim Sparkassen Chess-Meeting dem Spiel auf den 64 Feldern zu frönen. Die erste Partie der zweiten Runde schien aber trotzdem in Dortmund so zu verlaufen, als wollten beide Seiten möglichst schnell remisieren, um zum Fußball-Endspiel ins Hotel zu kommen. „Wenn ich gewusst hätte, dass Georg Fußball-Fan ist …“, ulkte Anish Giri. Aber letztlich machen sich weder der Niederländer noch der deutsche Nationalspieler allzu viel aus dem Sport auf einem Feld. Hauptgrund für den schnellen

Weiterlesen…

Sparkassen Chess-Meeting 2018: Weltklasse am Start

 Schachpreise an Sparkasse und Heisenberg-Gymnasium Drei Fragen stellen sich derzeit viele Schachfreunde, wenn sie auf das Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting 2018 blicken, das vom 14. – 22. Juli 2018 im Orchesterzentrum NRW stattfinden wird: Wird es Wladimir Kramnik gelingen, zum elften Mal „Dortmund“ zu gewinnen und damit seinen eigenen Rekord noch zu toppen? Kann Anish Giri seinen Lauf, der ihn jetzt auf Platz sechs der Weltrangliste geführt hat, fortsetzen? Und: Wird Polens Youngster, der Shootingstar JanKrzysztof Duda, auch Dortmund aufmischen? Aber auch der amtierende Mannschaftsweltmeister Ian Nepomniachtchi, Titelverteidiger Radslaw Wojtaszeck, Vladislav Kovalew und die beidendeutschen Spitzenspieler Liviu-Dieter Nisipeanu und Georg Meier

Weiterlesen…

DAS Schach – Event mit besonderer Atmosphäre

VMCG Schachfestival vom 08.07.2017 – 16.07.2017 im Hotel Seminaris in Lüneburg Anfang Juli treffen sich zum fünften Mal zahlreiche Schachfreunde aus aller Welt in Lüneburg, um in verschiedenen Meisterschaften um den Titel zu kämpfen. Die Lüneburger Schachtage, vom 08. Juli 2017 bis zum 16. Juli 2017, bieten ein- und mehrtägige Turniere in unterschiedlichen Spielstärken an. Im letzten Jahr kamen 270 Teilnehmer. Damit gehört das VMCG Schachfestival zu den bedeutendsten Schachmeisterschaften in Norddeutschland. Die hochkarätigen Begegnungen der internationalen Schach-Großmeister und Internationalen Meister sind die Highlights der Lüneburger Schachtage. Dieses Jahr werden erwartet: Die ehemalige Top 2 der Welt Super GM Alexei

Weiterlesen…

Magistral Ciudad de León

Das GM-Turnier „Magistral Ciudad de León“ findet vom 05-9 Juli 2018 statt.  Teilnehmer sind der Amerikaner Wesley So, die Spanier Vallejo Pons und Francisco Jaime Santos, und der junge Inder Rameshbabu Praggnanandhaa. Dieses Schachturnier findet im Pokalsystem mit einem Halbfinale und einem Finale statt, jeweils in 4 Spielen im Rhythmus von 20 Minuten + 10 Sekunden pro Zug. Im Falle eines Unentschiedens in den Halb- und Finalspielen werden zwei 5-Minuten-Partien plus 3 Sekunden pro Zug erwartet. Und wenn die Unentschieden bestehen bleiben, gibt es ein Blitz Armageddon  mit 6 Minuten für Weiß, 5 Minuten für Schwarz , aber ein  Unentschieden ist genug

Weiterlesen…

Gideon Japhet Cup 2018

Die israelische Hauptstadt hat im Laufe der Jahre einige wichtige internationale Schachturniere veranstaltet. Die vierte Ausgabe des Internationalen Turniers zum Gedenken an Gideon Japhet (1928-2013), ein Jurist, ein Jerusalemer Mann und begeisterter Enthusiast für Schach und Sport, wird nächsten Sonntag eröffnet. Das Turnier wird vom Jeruchess Club unter der Leitung von IA Alon Cohen und seinem Team in Zusammenarbeit mit dem ACP (Association of Chess Professionals) mit der großzügigen Unterstützung der Familie Japhet organisiert. Es findet vom 1. bis 6. Juli im Lerner Sport Center der Hebrew University statt. Die Krönungsgruppe der Veranstaltung ist der Gideon Japhet Cup, ein Super-Turnier mit 6 Weltklassespielern,

Weiterlesen…