Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler

Zum Glück wurde nicht Nepomniachtchi – der dieses Jahr zugunsten von London auf das Turnier verzichtete – achtfacher russischer Meister, denn dann hätte die Überschrift Überlänge. Das gälte auch für Goryachkina – bisher bzw. nun zweifache russische Meisterin, aber sie ist ja noch jung (Svidler zumindest vergleichsweise nicht mehr). In beiden Turnieren lagen lange andere vorne, Svidler schien nach zwei Runden (Niederlage gegen Dubov) und auch noch nach neuneinhalb von zunächst elf (Zwischenstand gegen den lange führenden Fedoseev) aus dem Meisterrennen. Dann durfte bzw. musste er noch zwei weitere (Schnell-)Partien spielen, und dreizehn war seine Glückszahl – galt auch für

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Carlsen (Chess Tour), Caruana (London Classic), irgendwie ….

In der zweiten Hälfte des London Classic insgesamt mehr Aufregungen, teilweise auch in Remispartien, und mehr Entscheidungen. Letzteres lag auch daran, dass mehr gepatzt wurde – das gefällt der Chess Tour, deshalb wird in London 2018 voraussichtlich noch mehr gepatzt. Nur einer remisierte konsequent, am Ende alle neun Partien: Hikaru Nakamura. Er bekommt allerdings nicht das Titelbild, sondern Caruana – der und Nepomniachtchi remisierten an neun Spieltagen ebenfalls neunmal, allerdings über mehr als neun Partien. Fotos vor allem von Lennart Ootes, gelegentlich (dann angegeben) von anderen. Lange “gehörte” das Titelbild Nepomniachtchi, dann kam es anders. Um eingangs noch drei Spieler

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Fedoseev führt bei der russischen Meisterschaft

Perfekt ist er inzwischen nicht mehr – auch er hat einmal Remis gespielt, auch das gibt es in diesem Turnier und niemand (nicht einmal Gunina bei den Damen) ist dagegen komplett immun. Dubov konnte anfangs mithalten – beide begannen mit 3/3, aber in Runde vier und fünf erzielte der Moskauer jeweils einen halben Punkt weniger als der Sankt Petersburger (gemeint ist nicht Svidler, der ist momentan geteilter Dritter). So steht es zum Ruhetag: Fedoseev 4.5/5, Dubov 3.5, Svidler und Vitiugov 3, Tomashevsky, Riazantsev, Inarkiev, Sjugirov 2.5, Matlakov und Malakhov 2, Volkov und Romanov 1. Ein Grund für die relativ niedrige

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Remisserie in London

Zwei von bisher fünfundzwanzig Partien hatten dann doch Sieger und vor allem Verlierer. Zweimal profitierte Caruana – einmal davon, dass sein Gegner von Anfang an (für GM- bis Weltklasse-Verhältnisse) schlecht spielte, einmal davon dass der andere irgendwann den Faden verlor. Damit müsste ich eigentlich dem Italo-Amerikaner das Titelbild geben, aber – so sehe ich es – nicht er sondern Karjakin sorgte für ein Ende der Remisserie. Der Zwischenstand vor dem bzw. am Ruhetag zeigt, wer neben Karjakin dann auch lieb war zu Caruana: Caruana 3.5/5, Vachier-Lagrave, So, Nakamura, Nepomniachtchi, Adams, Carlsen, Aronian 2.5, Karjakin und Anand 2. Dieses Foto aus

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Russische Meisterschaften in St. Petersburg

Die Schachwelt schaut momentan nach London – Russland sicher auch, u.a. weil da auch zwei Russen mitspielen. Aber parallel schaut Russland wohl ab morgen auch nach St. Petersburg, auch da wird auf hohem Niveau Schach gespielt – “hoch” heisst zwar nicht top10, aber doch knapp darunter. Dass nicht alle Teilnehmer Elo über 2700 haben, hat mehrere Gründe: Russland hat in dieser Kategorie momentan nur elf Spieler, aber die Landesmeisterschaft ist ein Turnier mit zwölf Teilnehmern. Ausserdem haben neben Karjakin und Nepomniachtchi (in London beschäftigt) offenbar auch Kramnik und Grischuk verzichtet. Ausserdem konnten sich “schwächere” Spieler (alle immerhin noch über 2600)

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Vorschau zum London Chess Classic

Demnächst wird dieses Auditorium im Londoner Olympia Conference Centre anders aussehen: auf den Stühlen zahlende Zuschauer (20£ pro Tag oder 80£ für das gesamte Turnier – es sei denn man wohnt in Grossbritannien und ist U25 und/oder weiblich, dann ist es gratis), auf der Bühne auch Stühle und Tische wobei diese zehn geladenen Herren – egal wie sie abschneiden – einen fünfstelligen Betrag verdienen werden (in $, schliesslich ist die Chess Tour organisatorisch amerikanisch dominiert). Näheres zum Finanziellen später. Ausserdem an den Wänden grosse Logos, und im Hintergrund wohl wieder Liveübertragung der Partien. Neben Geld – ausser für dieses Turnier

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Mamedyarov und Grischuk “Sieger” des Palma Grand Prix

Moment mal, sie haben doch gar nicht mitgespielt? Ja, aber die tatsächlichen Teilnehmer in Palma de Mallorca spielten am Ende so, dass die Zuschauer Mamedyarov und Grischuk Platz eins und zwei in der Grand Prix Gesamtwertung behielten und sich damit für das Kandidatenturnier qualifizierten. Ob sie das absichtlich taten oder nicht, vom massgeblich beteiligten Dmitry Jakovenko hinterher ein “gemischtes” Statement, aber da muss sich der Leser noch etwas gedulden. Das Titelbild stammt daher aus dem Archiv – Grischuk und Mamedyarov beim vorherigen GP-Turnier in Genf. Wenn ich statt beiden zusammen nur individuelle Fotos hätte, würde es Grischuk – da er

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Palma Grand Prix: Aronian wieder Spielverderber für MVL?

Mit welcher Einstellung gingen die achtzehn Spieler in das Turnier? Zwei können und wollen sich noch für das Kandidatenturnier qualifizieren. Maxime Vachier-Lagrave bzw. sein Ghostwriter hat sich auf seiner Homepage dementsprechend geäussert, die Vorschau im Auftrag beginnt mit “C’est la dernière chance. Le finish d’une année 2017 haletante mais éprouvante” [Das ist die letzte Chance. Das Ende des ebenso atemberaubenden wie anstrengenden Jahres 2017]. Dann wird der Rechenschieber bemüht, was andere auch machten: Wie kann MVL sich für das Kandidatenturnier qualifizieren, und wie würde es nicht reichen? Teils liegt es ja auch daran, was sein Konkurrent Radjabov im selben Turnier

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Eliseev Memorial: Schönheit oder Effizienz? (UPDATE)

UPDATE ist ein kleines Facebook-“Interview” mit Daniil Dubov am Ende dieses Artikels. Das Eliseev Memorial oder “Turnier zu Ehren von Eliseev” war bzw. ist (nach dem Ruhetag am Montag gibt es noch eine zweite Runde mit teils denselben, teils anderen Spielern) ein etwas anderes Turnier. Also bekommt es auch einen etwas anderen Bericht – angefangen mit dem Titelfoto: es zeigt nicht etwa den Turniersieger der ersten Hälfte, sondern – zusammen mit Urii Eliseev – den Teilnehmer, der vielleicht am “schönsten” spielte, dafür bzw. damit allerdings in fünf Runden nur einen halben Punkt erzielte. Gemeint ist Mikhail Antipov, Sieger der ersten

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Showdown auf Mallorca

Offiziell heisst das Turnier “FIDE Grand Prix”, allerdings steht da mehr auf dem Spiel als beim sogenannten Champions Showdown in Saint Louis. Jedenfalls für zwei der achtzehn Teilnehmer, die ich nun mal nach derzeitigem Stand in der GP-Gesamtwertung sortiere: Radjabov, Ding Liren, Vachier-Lagrave, Nakamura, Svidler, Giri, Li Chao, Jakovenko, Harikrishna, Riazantsev, Eljanov, Vallejo, Gelfand, Rapport, Tomashevsky, Aronian, Hammer, Inarkiev. Nach Elo sind sie – auch das hat Wikipedia im Angebot – etwas anders sortiert, z.B. ist da Aronian die Nummer eins und Radjabov die Nummer sieben. Aronian kann es dabei inzwischen verkraften, dass er in der Grand Prix Serie –

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Starkes Feld bei der 80. Auflage von Tata Steel Chess

Das Teilnehmerfeld der 80. Auflage von Tata Steel Chess in Wijk aan Zee (zwei Runden anderswo) ist weitgehend bekannt. “Gerüchte” bzw. Hinweise gab es schon zuvor: Karjakin sagte irgendwo-irgendwann, dass er “im Januar” ein Turnier spielt, Kramnik sagte beim Europacup für Vereinstems, dass er nach mehreren Jahren mal wieder in Wijk aan Zee spielt. Neueste Entwicklungen sah ich zunächst hier und da auf Twitter, auf der Turnierseite ist es dagegen etwas versteckt: Unter ‘Players’ steht nach wie vor “The Tata Steel Masters of 2018 will be announced soon. You can find an overview of the Tata Steel Masters of 2017

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2017 Fall Chess Classic mit GM Georg Meier

Es ist in diesem Jahr das Letzte von 4 Turnieren und ist mit aufstrebenden Internationalen Meistern- und Großmeistern besetzt. Insgesamt nehmen 10 Spieler an diesem an diesem Rundenturnier teil .a. der deutsche Spieler Georg Meier (2649). Der größte Erfolg von Georg Meier war der Gewinn der Europameisterschaft mit der Mannschaft im Jahr 2011. Beim Super-Turnier in Dortmund im Jahr 2014 schlug er mit den schwarzen Steinen keinen Geringeren als Vladimier Kramnik. Georg Meier studierte in den USA und beendete sein Studium mit einem Bachelor-Abschluss und einen Master-Abschluss in Wirtschaftswissenschaften an der Stockholm School of Economics in Schweden. Hier die Teilnehmer

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Aronian dominiert in Saint Louis

Da Levon Aronian bereits das Titelbild zum letzten Bericht (nach drei Tagen Schnellschach) hatte und da ein anderer das Blitzturnier gewann – allerdings zuviel Nachholbedarf hatte um ganz vorne zu landen – zeige ich Aronian nun eingangs gemeinsam mit Karjakin. Alle Fotos wieder ab Turnierseite über Flickr, die meisten von Lennart Ootes, einige (dann gekennzeichnet) von Austin Fuller. Den Endstand bringe ich doppelt, erst  ingesamt und dann noch einmal aufgebröselt. Untertitel dieses Beitrags wären “Karjakin dreht auf im Blitz” und “Kasparov hat noch einen guten Tag”. Das kam insgesamt dabei heraus: Aronian 24.5/36, Karjakin und Nakamura 21.5, Nepomniachtchi 20, Caruana,

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Aronian Schnellschach-Sieger in Saint Louis, Kasparov spielt da auch

Manchmal sind meine Turnierberichte unkonventionell, diesmal ist er – im Vergleich zur kommerziellen Konkurrenz – konventionell: Ich schreibe weitgehend zum Turnier, andere vor allem über einen Spieler, nur weil der früher mal Weltklasse war. Im Titel erwähne ich beide – aber das Titelfoto bekommt Levon Aronian, da er nach (vor allem aber nicht nur für ihn) wechselhaftem Turnier momentan führt. Schnellschach ist nun vorbei, es folgt ein doppelrundiges Blitzturnier. Alle Fotos ab Turnierseite über Flickr – Fotograf vor allem Lennart Ootes, gelegentlich (dann erwähnt) auch Austin Fuller. So steht es momentan: Aronian 12/18, Caruana und Nakamura 11, Nepomniachtchi 10, Dominguez

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Saint Louis Rückblick und Ausblick

Wie versprochen gibt es nun noch einen Rückblick auf Sinquefield Cup 2017 insgesamt, sowie dann einen Ausblick auf das nächste Turnier in Saint Louis. Da spielen zehn Grossmeister – sechs von zehn aus diesem Turnier und vier andere – an fünf Tagen gleich dreimal gegeneinander. Die Qualität der Partien wird darunter vermutlich leiden, zugunsten des Unterhaltungswerts. Warum einige es gar als den Höhepunkt das Schachjahrs betrachten/bezeichnen, da muss der Leser sich noch etwas gedulden – es sei denn er ahnt oder weiss, worauf ich anspiele. Fotos wieder ab Turnierseite von Lennart Ootes. Vachier-Lagrave hatte schon zweimal das alleinige Titelfoto, nun

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MVL gewinnt Sinquefield Cup und verhindert Stichkampf-Unsinn

Der Franzose mit Doppelname und Elo ca. 2800 (nun wieder ein kleines bisschen mehr) führte zum Ruhetag alleine. Dabei blieb es auch nach Runde 6, aber nach Runde 7 bekam er Gesellschaft von den “Altmeistern” Anand und Aronian. Carlsen war ohnehin in Schlagdistanz, nach Runde 8 konnte auch Karjakin diese erreichen. Diese fünf Spieler konnten nun noch Turniersieger werden, mit oder auch ohne Stichkampf. Ich habe generell nichts gegen Stichkampf im Schnell- und/oder Blitzschach, wobei es für mich auch OK ist, bei Punktgleichheit den Turniersieg zu teilen – Stichkämpfe waren manchmal spannend und gehaltvoll, manchmal auch anti-klimaktisch. Fragwürdig waren dagegen

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Vachier-Lagrave führt in Saint Louis

Warum eigentlich? Unter anderem bzw. vor allem lag es an einer Partie, die er gewann weil er zuvor auf Verlust stand, und die sein prominenter Gegner demnach verlor weil er nach langem Manövrieren endlich – aber dann nur vorübergehend – auf Gewinn stand. Wie das zustande kam, gegen wen er in dieser Runde spielte (alle Teilnehmer des Sinquefield Cups sind “prominent”), wie das anderswo teilweise beschrieben wurde – da muss der Leser sich noch etwas gedulden, es sei denn er kennt andere Quellen zum Turnier. Was zählt sind letztendlich die erzielten Punkte und nicht die “möglichen”, nach fünf von neun

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Sinquefield Cup Vorschau

Ab Mittwoch wird in Saint Louis wieder Schach gespielt – bzw. das war auch letzte Woche der Fall, mit Spielern die elomässig und auch in einer anderen Kategorie noch Nachholbedarf haben. Aus aktuellem Anlass sortiere ich das Teilnehmerfeld des Sinquefield Cups mal nach Anzahl Kindern sowie (Tiebreak) gefühlter Wahrscheinlichkeit, dass sie in absehbarer Zeit (nochmals) Vater werden: Karjakin 2, Svidler 2, Anand 1,  Aronian und Nakamura, Caruana, Carlsen, So/Vachier-Lagrave/Nepomniachtchi. Zu Karjakin siehe gleich – da ist am ehesten/schnellsten vorstellbar, dass er dreifacher Vater wird (mit derselben Mutter oder vielleicht einer anderen – man weiss nie was im Leben noch passiert).

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Biel lief nach Wunsch für Hou Yifan

Die Veranstalter des Biel International Chess Festivals (bzw. das Budget das sie zur Verfügung hatten?) haben das Teilnehmerfeld des GM-Turniers so ausgewählt, dass Hou Yifan durchaus eine Chance auf 50% und eventuell mehr in einem Rundenturnier mit/gegen Männer hatte. Dass es dann deutlich mehr und der Turniersieg wurde, da musste einiges passen. Empirisch kann man bei “Hou Yifan unter Männern” nun sagen “alle fünf Jahre wieder” – bzw. genauer gesagt “alle fünfeinhalb Jahre”, nächstes Mal vielleicht Gibraltar 2023. Die Veranstalter haben ja bereits signaliert, dass sie – trotz dem Theater das sie dieses Jahr veranstaltete – weiterhin willkommen ist, zwei

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Bieler Schachfestival: GM Nico Georgiadis auf Wolke 7

Drei Unentschieden, ein Sieg und Rang 2 nach vier Runden des Grossmeisterturniers! Markus Angst (Schweizer Schachbund) – Der Schweizer Nico Georgiadis (Schindellegi) schwimmt bei seinem ersten Turnier als Grossmeister auf einer Erfolgswelle. Nach vier Runden des Grossmeisterturniers am Bieler Schachfestival liegt der 21-jährige Schwyzer als Nummer 9 der Startrangliste mit 2½ Punkten und nur einem halben Punkt Rückstand auf Leader GM Etienne Bacrot (Fr) gemeinsam mit drei anderen Spielern sensationell auf dem 2. Platz. Nach drei Unentschieden gegen die Startnummer 2 GM David Navara (Tsch), den topgesetzten GM Pentala Harikrishna (Ind) und GM Etienne Bacrot (Fr) feierte Georgiadis in der

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