Matthias Blübaum schlägt Ex-Weltmeister bei der GRENKE Chess Classic

Es kommt nicht alle Tage vor, dass ein deutscher Großmeister einen Weltmeister schlägt. Dieses Kunststück gelang Matthias Blübaum in der 6. Runde nach einem Blackout von Viswanathan Anand. Einen groben Fehler von Georg Meier nutzte auch Arkadij Naiditsch zum Sieg. Die Duelle an der Spitze endeten remis. Nikita Vitiugov teilte sich den Punkt mit Maxime Vachier-Lagrave genau wie Magnus Carlsen mit Levon Aronian. Hou Yifan stand kurz vor einem Sieg gegen Fabiano Caruana, doch der amerikanische Großmeister rettete sich mit Glück und Geschick. In der 6. Runde beehrte der Vorstand des Sponsors GRENKE AG das LA8. Die Vorstandsvorsitzende, Antje Leminsky,

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Georg Meier verpasst Sieg gegen den Weltmeister

In der 5. Runde der GRENKE Chess Classic endeten alle Partien trotz großem Kampf Unentschieden, wodurch Fabiano Caruana, Maxime Vachier-Lagrave und Nikita Vitiugov an der Spitze bleiben. Eine große Siegchance verpasste Georg Meier gegen Magnus Carlsen, der den Bogen überspannte. Arkadij Naiditsch spielte eine schöne Angriffspartie gegen Matthias Blübaum, gab den Gewinn aber aus der Hand. Maxime Vachier-Lagrave und Levon Aronian teilten sich schon nach zwei Stunden den Punkt. Bei Hou Yifan und Nikita Vitiugov wurde das Gleichgewicht nie ernsthaft gestört genau wie bei Viswanathan Anand und Fabiano Caruana. Die Partie zwischen Levon Aronian und Maxime Vachier-Lagrave endete schon nach

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Fabiano Caruana Sieger des Tages

Die 4. Runde der GRENKE Chess Classic sah nur einen Sieger. Fabiano Caruana durchbrach die Verteidigung von Arkadij Naiditsch und führt das Turnier mit Maxime Vachier-Lagrave und Nikita Vitiugov an. Magnus Carlsen versuchte gegen Vachier-Lagrave sich in einem Endspiel durchzusetzen, doch der französische Großmeister hielt problemlos den halben Punkt fest. Vitiugov ging gegen Viswanathan Anand kein Risiko ein und teilte sich mit dem Ex-Weltmeister den Zähler. Hou Yifan zeigte sich sehr gut vorbereitet gegen Levon Aronian und verdiente sich ihr Schwarzremis. Letzendlich teilten sich Matthias Blübaum und Georg Meier nach ausgeglichenem Verlauf ebenfalls den Punkt. Nach drei Stunden endete der

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Harter Montag für die Weißspieler

Nach dem harten Sonntag für die Schwarzspieler mussten am Tag danach die Weißspieler zittern, um am Ende zumindest drei Remis zu erzielen. Maxime Vachier-Lagrave gewann gegen Hou Yifan und holte Nikita Vitiugov, der gegen Arkadij Naiditsch remisierte, an der Spitze ein. Ein Sieg gelang auch Fabiano Caruana, der Georg Meier niederrang. Magnus Carlsen versuchte mit Schwarz alles gegen Matthias Blübaum, musste sich aber mit dem halben Punkt begnügen. Deutlich früher endete die Partie zwischen Viswanathan Anand und Levon Aronian ebenfalls mit einem Remis. Der Andrang im Kongresszentrum Karlsruhe war vor der 3. Runde der GRENKE Chess Classic riesengroß. Die Großmeister

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Harter Sonntag für Schwarzspieler bei der GRENKE Chess Classic

Die Nachziehenden erlebten in der 2. Runde der GRENKE Chess Classic ein kleines Waterloo. Gleich vier von ihnen holten sich eine blutige Nase. Nikita Vitiugov schlug Georg Meier und verteidigte die Führung in der Tabelle. Levon Aronian gewann gegen Arkadij Naiditsch. Der volle Punkt war Balsam für seine geschundene Seele nach dem Kandidatenturnier. Maxime Vachier-Lagrave nutzte eine starke Vorbereitung, um Viswanathan Anand zu besiegen. Magnus Carlsen führte in der längsten Partie des Tages gegen Hou Yifan ein besseres Endspiel zum Sieg. Einen schönen Erfolg feierte Matthias Blübaum, der als einziger Schwarzspieler die Stellung hielt und Fabiano Caruana einen halben Zähler

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Toller Start der GRENKE Chess Classic

Zum Start der GRENKE Chess Classic platzte das Kongresszentrum Karlsruhe am Ostersamstag aus allen Nähten. Alle wollten den Weltmeister Magnus Carlsen in Aktion sehen, aber auch den Sieger des Kandidatenturniers in Berlin Fabiano Caruana. Und wie die Auslosung es so wollte, trafen die beiden Superstars gleich in der ersten Runde aufeinander. Sie lieferten sich einen packenden Fight genau wie die restlichen acht Spieler zum Auftakt des Turniers. Letztendlich gab es aber nur einen Sieger. Die ersten drei Runden der GRENKE Chess Classic finden zusammen mit dem GRENKE Chess Open statt. Das sorgt für eine tolle Atmosphäre, die sich auch auf

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GRENKE Chess Classic mit WM-Generalprobe

Von IM Georgios Souleidis – GRENKE Chess Open mit 300 Titelträgern und mehr als 1500 Teilnehmern Die kommende Schachweltmeisterschaft findet vom 09. bis 28. November 2018 in London statt. Magnus Carlsen (Norwegen) verteidigt seinen Titel gegen Fabiano Caruana, nachdem der 25 Jahre alte Italo-Amerikaner das Kandidatenturnier in Berlin gewann. Eine Kostprobe auf dieses Duell erhalten alle Schachfans aber schon einige Tage nach Caruanas Triumph, denn die derzeitigen Superstars der Szene treffen bei der GRENKE Chess Classic aufeinander. In der Pressekonferenz nach seinem Sieg in der letzten Runde in Berlin gegen Alexander Grischuk gab sich Caruana schon sehr selbstbewusst: „In Karlsruhe

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Der Weltmeister Magnus Carlsen kommt nach Biel

PRESSEMITTEILUNG – Die 51. Ausgabe des Internationalen Schachfestivals Biel verspricht aussergewöhnlich zu werden. Dem Organisationskomitee ist es gelungen, die Teilnahme des Weltmeisters Magnus Carlsen (NOR) zu sichern! Das ACCENTUS Grossmeisterturnier wird damit ein Rekordniveau erreichen. Es ist äusserst selten, dass ein amtierender Schachweltmeister auf Schweizer Boden spielt. Dies wird diesen Sommer beim 51. Internationalen Schachfestival von Biel geschehen! Magnus Carlsen hat schon oft am berühmten Grossmeisterturnier teilgenommen und dieses bereits zweimal gewonnen. Jedoch war der 27-jährige Norweger noch nie als Weltmeister in Biel, den Titel, welchen er 2013 errang. Nach der grossartigen Jubiläumsausgabe des vergangenen Jahres legen die Veranstalter die

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GRENKE Chess Classic mit Weltmeister Magnus Carlsen

Fotos und Text IM Georgios Souleidis – GRENKE Chess Open peilt neuen Teilnehmerrekord an Vom 31. März bis 09. April finden die GRENKE Chess Classic statt. Zehn Großmeister der Extraklasse treten im Modus Jeder gegen Jeden gegeneinander an. Das Feld wird angeführt von Magnus Carlsen. Der 27-jährige Weltmeister aus Norwegen startet als Favorit und möchte nach dem ersten Platz beim Tata Steel Chess seinen zweiten großen Titel im Jahr 2018 gewinnen. Levon Aronian reist direkt vom Kandidatenturnier in Berlin nach Karlsruhe, um seinen Titel zu verteidigen. Ein Wörtchen um den Turniersieg möchten auch die TopTen-Spieler Maxime VachierLagrave, Fabiano Caruana und

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10th Batavia Chess Tournament

Das Batavia-Schachturnier – im gleichnamigen Café gegenüber des Amsterdamer Hauptbahnhofs, Kneipenatmosphäre jedenfalls im Vorraum wo Spieler nach den Runden analysieren oder auch blitzen und/oder Bier trinken – wird dieses Jahr zum zehnten Mal ausgetragen. Im Laufe der Jahre wurde es stärker: die ersten beiden Auflagen 2009 und 2010 noch (fast) ohne Grossmeister, damit nur die Möglichkeit für IM-Normen – was der damalige FM Robin van Kampen 2009 schaffte. Seither immer drei Grossmeister und damit sind auch GM-Normen möglich – 2011 beinahe doch nicht, aber Gerald Hertneck sprang kurzfristig für den erkrankten Inder Barua ein. Danach wurde er übrigens Turniersieger –

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Schachhaus GM Turnier 2018 (Dänemark)

Das Schachhaus in Aarhus organisiert ein GM-Schachturnier in der zweitgrößten Stadt Dänemarks Das Turnier findet von Freitag, 9. Februar bis Sonntag, 18. Februar statt. Die ersten 7 Runden werden im Chess House gespielt und die 2 Finalrunden in der Rosenvangskolen in Viby gleichzeitig mit der Aarhusmitterskabet (Meisterschaft von Aarhus) ausgetragen. Junge Talente stellen sich gegen renommierte Schachmeister. Sechs Spieler repräsentieren Dänemark und treten gegen starke Gegner aus Deutschland, Russland, den Niederlanden und Litauen an. Informationen für die Spieler:  Durchschnittsnote:2417 Punktezahl für GM (Grand Master) Norm:7 Punktezahl für IM (International Master) Norm:5 Kategorie:8 Zeit:90 Minuten für die ersten 40 Züge, gefolgt von 30 Minuten

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Tata Steel Abschlussbericht

Dieser Bericht kommt natürlich sehr spät: Sonntag war ein langer Tag vor Ort (mit An- und Abreise 8:30-22:00), Montag war ich anderweitig beschäftigt, aus gut 180 eigenen Fotos auswählen und bearbeiten dauert auch. Den Endstand in beiden Gruppen kennen die meisten Leser wohl bereits: Masters Carlsen 9/13 + 1.5/2, Giri 9/13 + 0.5/2, Kramnik und Mamedyarov 8.5/13, Anand und So 8, Karjakin 7.5, Svidler 6, Wei Yi 5.5, Jones, Caruana, Matlakov 5, Adhiban 3.5, Hou Yifan 2.5. Es gab also einen Stichkampf um den Turniersieg – deshalb dauerte es vor Ort sooo lange und habe ich dann einiges verpasst, speziell

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Tata Steel Reisebericht Runde 11

Generell ja sonst kein Bericht zu einer einzelnen Runde, aber diesmal würde es sonst sicher zu viel Material für einen einzelnen Artikel. Freitag war ich nochmals in Wijk aan Zee, die letzte Runde am Sonntag ist natürlich “Reporterpflicht” – hoffentlich dann auch das, was bisher weitgehend fehlt: Interviews mit bzw. eigene Spielerzitate von Grossmeistern. Dafür habe ich ein anderes Interview – das durchaus eventuell geplant war, wobei ich nicht wissen konnte ob es zustande kommt. Auch wenn Runde 12 bereits vorbei ist, nenne ich den jeweiligen Zwischenstand nach Runde 11. Masters Giri, Carlsen, Mamedyarov 7.5/11, Anand 7, Kramnik, Karjakin, So

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Giri gewinnt, andere auch (UPDATE)

Als Titel war eventuell “Spannung in Wijk aan Zee” vorgesehen, aber das geht aus zwei Gründen nicht wirklich: ich hatte das bereits im letzten Beitrag und wiederhole mich ungern, und eine der beiden in diesem Bericht besprochenen Runden war nicht in Wijk aan Zee sondern in Groningen. Der Reisebericht-Teil allerdings aus Wijk aan Zee am Dienstag – Groningen am Mittwoch war für mich zu weit für einen Tagesausflug, und niemand finanziert mir eine Hotelübernachtung. Wie immer erst der aktuelle Zwischenstand in beiden Gruppen: Masters Giri, Carlsen, 7/10, Kramnik 6.5, Anand 6, So und Karjakin 5.5, Svidler 4.5, Wei Yi, Caruana,

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Wieder Spannung in Wijk aan Zee

In beiden Turnieren schien bereits eine Vorentscheidung gefallen: ein Spieler hatte einen vollen Punkt Vorsprung auf alle anderen. Aber der ist eventuell dahin, wenn man dann eine Partie verliert – garantiert, wenn man gegen einen direkten Verfolger verliert. So kam es in Runde 8 in beiden Gruppen bzw. betrifft Niederlage gegen einen direkten Verfolger bei den Masters. Zwischenstand Masters: Giri, Carlsen, Mamedyarov 5.5/8, Kramnik und So 5, Anand und Karjakin 4.5, Svidler und Matlakov 4, Jones 3.5, Wei Yi und Caruana 3, Adhiban 2, Hou Yifan 1. Beinahe kam es auch zum Zusammenschluss am Tabellenende, aber dann gewann – aus

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1. Kissinger Schachzauber 2018 – Sieger: GM Andreas Heimann

Text: Dr. Stefan Lang – Nach einem Eröffnungsfehler stellte FM Dr. Hofstetter seinen Widerstand gegen GM Teske etwas früh nach nur 12 Zügen ein. Nach 30 Zügen ergab sich bei IM Sukandar und GM Heimann (Bild) eine dreimalige Stellungswiederholung, die Letzterem schon einmal den Turniersieg nach Wertung sicherte. GM Khotenashvili packte in ihrer Partie gegen GM Prusikin mit Schwarz die scharfe moderne Benoni-Eröffnung aus und gab damit zu verstehen, auch mit Schwarz auf Gewinn spielen zu wollen. Sie geriet allerdings in einer komplizierten Stellung in starke Zeitnot und lebte ab dem 25. Zug von den Bonussekunden. Nachdem ihr Gegner an einer

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Tata Steel Runde 4 und 5 (Hilversum) UPDATE

Diesmal umgekehrt: erst ein normaler Rundenbericht zu Wijk aan Zee und dann ein Reporter-Reisebericht zu und aus Hilversum. Fotografiert haben diesmal neben Alina l’Ami auch Harry Gielen und Thomas Richter (letzterer vielleicht mehr Quantität als Qualität, es gehört zum Reisebericht dazu). Zuerst der aktuelle Zwischenstand bei den Masters: Giri, Anand, Mamedyarov 3.5/5, Kramnik, Carlsen, So 3, Wei Yi, Karjakin, Matlakov, Jones, Svidler 2.5, Caruana 1.5, Adhiban 1, Hou Yifan 0.5. Einige machten also Fortschritte (vorne vor allem Mamedyarov), andere nicht: nach derzeitigem Stand heisst der Turniersieger nicht Fabiano Caruana, Hou Yifan hat noch mehr Nachholbedarf. Erwähnenswert hier noch, dass Carlsen

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Tata Steel nach drei Runden

Der erste Bericht über und auch aus Wijk aan Zee diesmal erst nach der dritten Runde, vorher schaffte ich es zeitlich nicht. Dabei werde ich den Reisebericht vom Samstag mit “normalen” Berichten zu den beiden anderen Runden kombinieren. Zunächst die jeweiligen Zwischenstände: Masters Anand und Giri 2.5/3, Mamedyarov, Jones, Carlsen 2, Karjakin, So, Svidler, Kramnik 1.5, Caruana, Wei Yi, Matlakov 1, Hou Yifan und Adhiban 0.5. Noch werden ja zehn Runden gespielt. Wenn es bei dieser Reihenfolge bleiben sollte, würde Anand oder Giri (wer auch immer den dann fälligen Stichkampf gewinnt) “Schachgeschichte schreiben”. Anand wäre dann sechsmaliger Sieger in Wijk

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Tata Steel Chess Vorschau

Alle Jahre wieder im Januar in Wijk aan Zee – seit 2014 für die Teilnehmer der A-Gruppe (und damit auch viele Journalisten) zwei Runden anderswo in den Niederlanden. Tradition ist inzwischen auch, dass 12 der 14 Teilnehmer der A-Gruppe (offiziell “Tata Steel Masters”, die B-Gruppe heisst “Challengers”) frühzeitig bekannt gegeben werden und dass es dann oft – hier und anderswo – bereits erwähnt wird, aus meinem eigenen Vor-Vorbericht werde ich später zitieren. Tradition ist bei mir mittlerweile auch, dass ein Spieler, der nicht zum engeren Favoritenkreis zählt, das Titelbild bekommt – dazu gleich mehr. Zuerst das, was Leser wohl gerne

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Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler Svidler

Zum Glück wurde nicht Nepomniachtchi – der dieses Jahr zugunsten von London auf das Turnier verzichtete – achtfacher russischer Meister, denn dann hätte die Überschrift Überlänge. Das gälte auch für Goryachkina – bisher bzw. nun zweifache russische Meisterin, aber sie ist ja noch jung (Svidler zumindest vergleichsweise nicht mehr). In beiden Turnieren lagen lange andere vorne, Svidler schien nach zwei Runden (Niederlage gegen Dubov) und auch noch nach neuneinhalb von zunächst elf (Zwischenstand gegen den lange führenden Fedoseev) aus dem Meisterrennen. Dann durfte bzw. musste er noch zwei weitere (Schnell-)Partien spielen, und dreizehn war seine Glückszahl – galt auch für

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