Fabiano Caruana, der Favorit der Herzen: „Die Schachwelt braucht einen Wechsel“

Das WM-Match zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana ist wegen der misslichen Umstände im Weltschach gefährdet. Dennoch beschäftigt sich noch niemand ernsthaft damit, dass es tatsächlich ausfallen könnte. Viel zu groß ist die Freude auf den ersten WM-Kampf seit langem, in dem der Herausforderer mit Macht auf einen frühen Knockout drängen muss. Auch Caruana selbst fiebert dem Match entgegen: „Bis dahin ist alles andere zweitrangig.“ Die Teilnehmer der Grand Chess Tour, darunter viele Teilnehmer des Kandidatenturniers, die selbst Magnus herausfordern wollten, fiebern dem Match ebenso entgegen wie der gemeine Schachfan. Beim Grand-Chess-Tour-Stopp in Paris haben die versammelten Weltklassespieler jetzt die Chancen des Herausforderers geschätzt und sich

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Alles schon dagewesen!

Das Ziel des Spiels hat sich in den vergangenen 500 Jahren nicht geändert: Mattsetzen.  Aber dem Schachspieler haben sich unzählige neue Wege eröffnet, dieses Ziel zu erreichen. Manchmal machen die Meister von heute Züge, die für die Meister von gestern wie Anfängerschach aussehen. Hier zum Beispiel. Erst deckt der Schwarze seinen e5-Bauern mit …Ld6, obwohl das den d-Bauern und damit die Entwicklung des anderen Läufers behindert. Dann entwickelt Weiß einen Springer an den Rand, und Schwarz zieht sogleich mit einer schon entwickelten Figur ein zweites Mal, auch ein Springer, und den zieht er natürlich ebenfalls an den Rand. Der gestrenge

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Vom Kreml an die Schachspitze?

Stefan Löffler – Russland will in der FIDE das Sagen behalten. Darum schickt der Kreml ein politisches Schwergewicht vor. Arkadi Dworkowitsch hat seine Kandidatur für die Wahl während der Schacholympiade im georgischen Batumi am 3. Oktober bekanntgegeben. Zehn Jahre war er die rechte Hand des früheren Präsidenten und heutigen Ministerpräsidenten Russlands Dimitri Medwedew. Bis Mai war Dworkowitsch selbst einer von dessen Stellvertretern. Derzeit steht der 45 Jahre alte Wirtschaftsexperte dem Organisationskomitee der Fußball-WM und Russlands IT-Schmiede Skolkowo-Stiftung vor. Aber es geht Russland sicher um mehr, als einem verdienten Staatsmann ein weiteres Amt zu verschaffen. Dworkowitsch soll wohl auch beitragen, das

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Fällt die WM wegen des FIDE-Chaos aus?

Carlsen-Manager Agdestein: „Im Moment ist nichts sicher“ Am 9. November in London soll das WM-Match zwischen Magnus Carlsen und Fabiano Caruana beginnen. Team Carlsen hat jetzt im norwegischen Rundfunk Zweifel angemeldet, ob das Match zustandekommt. Verträge mit den Spielern seien noch nicht unterzeichnet. „Was wir sehen, ist sehr unklar“, sagte Carlsens Manager Espen Agdestein. „Ich weiß es nicht“, antwortete der Weltmeister auf die Frage, ob er ein Scheitern seiner Titelverteidigung befürchtet. Die Organisation des WM-Matches mit seinem siebenstelligen Preisfond und erheblichem logistischen Drumherum obliegt zwar dem Schachveranstalter Agon, aber das beruhigt Carlsen und Agdestein wenig. Auf dem Papier ist Agon unabhängig, doch insbesondere

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Gegenkandidat mit dem Segen des Kremls

Er hat die Fußball-WM 2018 organisiert und war bis vor vier Wochen stellvertretender Ministerpräsident Russlands. Jetzt hat er Zeit für Schach. Arkadi Dworkowitsch steigt bei der kommenden Präsidentenwahl des Weltschachbunds FIDE als vierter Kandidat in den Ring – mit dem Segen des Kremls und des russischen Schachverbands Amtsinhaber Kirsan Iljumschinow hat damit jegliche Unterstützung aus der russischen Föderation verloren. Beobachter erwarten, dass der seit 1995 amtierende Präsident nun seine erneute Kandidatur zurückzieht, aber das ist bislang nicht passiert. Bis vor kurzem war er noch trotz allen Gegenwinds durch Asien und Afrika gereist, um bei den dortigen nationalen Schachverbänden für seine erneute Präsidentschaft zu werben. Dieser Tage soll

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Die chinesische Mauer hielt, die Hüfte nicht

Das NorwayChess-Turnier wird als Wettstreit der Versehrten und Unwilligen in die Schachgeschichte eingehen, selbst wenn alle Teilnehmer die verbleibenden Runden verletzungsfrei überstehen. Erst wollte Fabiano Caruana gar nicht antreten, dann drohte Shakh Mamedyarov wegen Zahnschmerzen auszufallen, dann stürzte Ding Liren vom Fahrrad und brach sich sie Hüfte. Statt am Brett zu sitzen, liegt er nun im Krankenhaus. Von der längsten Serie ohne Niederlage ist Ding Liren gleichwohl noch ein gutes Stück entfernt. Und diese Serie gehört nicht, wie man meinen könnte, dem als „Schachmaschine“ bezeichneten Exweltmeister José Raúl Capablanca (1888-1942), der als kaum besiegbar galt. Zwar bliebt Capablanca von 1916 bis 1924 ungeschlagen, spielte in dieser Periode aber nur 63

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Leserservice: Leela installieren

  Den Zugriffszahlen auf unserer Seite nach liefern sich Leela, der AlphaZero für alle, und Vincent Keymer, der Stern am trüben deutschen Schachhimmel, ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die heißeste Schachgeschichte des Jahres 2018. Für Schachfans bietet das Schachprogramm gegenüber dem 13-jährigen Supertalent einen wesentlichen Vorteil: Während wir Vincent nur zuschauen und staunen dürfen, können wir uns Leela nach Hause holen und uns selbst mit ihr herumprügeln oder sie auf andere Software loslassen. Aber wie geht das? Weil uns genau diese Frage nun zum wiederholten Male erreicht, verweisen wir die Schar unserer Leser auf unsere Freunde von Chessbase. Deren Redakteur Albert Silver hat neulich nicht nur mit einem der Biohirne

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Turm hoch und aus! (III)

Anfänger lernen recht bald, dass Figuren unterschiedlich wertvoll sind: Die Leichtfiguren, Läufer und Springer, drei Bauern, der Turm fünf Bauern, die Dame neun Bauern. Diese Lektion hat unser neuer Schachfreund Şafak schon gelernt. Und weil er schlau ist, versucht er natürlich, sofort die starken Figuren ins Spiel zu bringen. Neulich war Şafak zum ersten Mal im Schachclub. Und er begann seine Partie so, wie es unter Anfängern oft zu sehen ist: 1.a4, gefolgt von 2.Ta3. Uiuiui. Diesen Unfug haben wir ihm natürlich sofort ausgetrieben, einen kleinen Vortrag übers Zentrum gehalten, außerdem diesen: erst die Springer raus, dann einen Läufer, dann den König

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Drogenrazzia beim isländischen Schachverband

Gunnar Björnsson ahnte nichts Böses, als er den Empfang des Pakets aus Spanien quittierte. Schachfiguren und Pokale – keine außergewöhnliche Sendung für den Chef des isländischen Schachverbands. Gerade hatte er begonnen, den Inhalt des Pakets zu sichten, da stürmte ein gutes Dutzend vermummter Elitepolizisten sein Büro in Reykjavik. An den Händen gefesselt, sah sich Björnsson sogleich einer intensiven Befragung zu seinen vermeintlichen kriminellen Machenschaften ausgesetzt. Wenig später landete er in einer Zelle der isländischen Polizei. Ja, Gunnar Björnsson leidet unter moderatem Übergewicht. Ein dicker Fisch, wie ihn die Ermittler an ihrer Angel wähnten, ist der gleichermaßen freundliche wie gesetzestreue Schachfunktionär nicht.

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Im Wohnzimmer des Weltmeisters: Bier, Bullet und Gangster-Rap

Schon vergangenen Monat kursierte der Scherz, Magnus Carlsen benutze Lichess als Bank. Wieder hatte der Weltmeister das monatliche Bullet-Turnier auf der Open-Source-Schach-Plattform gewonnen, und wieder hatte er sein Preisgeld für den Preisfonds der nächsten Auflage des Turniers gestiftet. Jetzt hätte beinahe jemand anderes sein Geld abgehoben. Großmeister und Bullet-Spezialist Andrew Tang führte das zweistündige Turnier eine Stunde und fünzig Minuten lang an, zeitweise mit so großem Vorsprung, dass ihm die gut 2.000 Dollar für den ersten Platz schon sicher schienen. „Keine Chance mehr. Jetzt muss ich sehen, dass ich wenigstens Zweiter werde“, sagte Carlsen, als das Turnier schon auf die Zielgerade eingebogen

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Ruhig bleiben! Vincent Keymer und die deutsche Sehnsucht nach dem großen Titel

Die Sehnsucht nach dem Titel, sie brennt. Vor fast 100 Jahren gab sich Emanuel Lasker beim WM-Kampf im fernen Havanna dem Kubaner  José Raúl Capablanca geschlagen. Seitdem tauchen in Schachdeutschland gelegentlich Hoffnungsträger auf, aber in unmittelbare Nähe zur Krone kam bislang nur einer. Nun soll es Vincent Keymer richten. Der 13-Jährige ist fraglos eines der größten, wenn nicht das größte deutsche Schachtalent seit Emanuel Lasker. Nur heißt das im internationalen Vergleich der Supertalente noch nicht allzu viel. Der Wettbewerb ist knapper und härter, als er jemals war, und in Deutschland zu leben, bedeutet für einen aufstrebenden Schachspieler alles andere als einen Standortvorteil. Schon in den 2020ern

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Der Schachsommer wird heiß: FIDE-Präsident Nigel Short?

Nigel Short will FIDE-Präsident werden. Das bestätigte der Brite jetzt der „Aftenposten“ (Abendpost), der größten Zeitung Norwegens. Die Ankündigung des ehemaligen WM-Herausforderers platzt mitten in eine Schlammschlacht zwischen Amtsinhaber Kirsan Iljumschinow und seinem Vize Georgios Makropoulos. Short ist nach diesen beiden der dritte Kandidat, der seinen Hut für die Wahl im Oktober in den Ring wirft. „Das Schach verdient eine bessere Alternative“, sagt der 52-Jährige. Die Geschichte des Schach-Weltverbandes ist seit der Amtsübernahme des Philippino Florencio Campomanes 1982 reich an schmierigen Gestalten und substanziellen Krisen. Und doch ist die jüngste Misere ohne Beispiel, wahrscheinlich ebenso existenzbedrohend wie jene, als der Schachweltverband Mitte der 90er-Jahre am Ende der Campomanes-Ära

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Nicht unberührbar

Von Stefan Löffler – Ein Selfie mit Fabiano Caruana oder ein Autogramm von Vishy Anand? Kein Problem beim Grenke Classic. Man kann die Schachgrößen einfach vor oder nach dem Spiel abzupassen. Nur Magnus Carlsen war bisher kaum zu erwischen. Bis in der Karlsruher Schwarzwaldhalle die Runden begannen, verbarg er sich hinter der Bühne, und hinterher ging er dort auch wieder ab. Wer ein Foto mit dem Weltmeister wollte, musste bei einem Fotografen anstehen. Der hatte eine Blue Box aufgebaut und montierte Carlsen im Computer dazu. Am Brett dagegen zeigt sich der Norweger nicht unberührbar. Gegen Georg Meier übertrieb er das

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Seit 97 Jahren ohne Weltmeister

Das große Schach-Dilemma in Deutschland Die Schachelite ist gerade in Berlin zu Gast. Beim Kandidatenturnier wird der Herausforderer von Weltmeister Magnus Carlsen ausgespielt. Ein Deutscher ist nicht am Start. Dabei hat das Land eine sehr erfolgreiche Tradition – und einen Riesenpool an Spielern. Seit 97 Jahren hat Deutschland keinen Schach-Weltmeister mehr. Emanuel Lasker war der bis dato letzte, 1921 musste er die Krone abgeben. Lasker war von 1894 bis 1921 Weltmeister der Geistesgrößen, er starb 1941. Im Jahr 1908 trug er sogar einen WM-Zweikampf gegen seinen Intimfeind Siegbert Tarrasch aus. Solch ein deutsches WM-Duell ist heutzutage weiter entfernt denn je.

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Warum gibt es keine Top-Spieler aus Deutschland?

Das Kandidatenturnier versammelt die weltweite Schach-Elite in Berlin-Kreuzberg. Doch unter den möglichen Herausforderern von Magnus Carlsen ist kein einziger Deutscher. Dafür gibt es mehrere Gründe. Das Kühlhaus in Berlin Kreuzberg hat es nicht leicht in diesen Tagen, denn es muss gleich zwei Botschaften transportieren. In dem roten Fabriketagenbau im Herzen der Hauptstadt findet derzeit das Kandidatenturnier für die Schach-WM statt, und nach dem Willen des Veranstalters World Chess soll das Kühlhaus sowohl für Berlins geschichtliche Größe stehen als auch für, nun ja: Kälte. Hier, in unmittelbarer Nachbarschaft des Technikmuseums, war Anfang des 20. Jahrhunderts nämlich die größte Eisfabrik Europas beheimatet, was sich

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Zäsur 1918

Stefan Löffler – Mit der neunten Austragung des Gedenkturniers für den Industriellen und Schachmäzen Leopold Trebitsch ging in den ersten Januartagen des Jahres 1918 auch eine Ära zu Ende. Die Ära, in der Schach eine Domäne der Bürgerlichkeit darstellte, in der Berufsspieler Kosmopoliten waren und Mäzene ihnen ein gutes Auskommen sicherten. Und auch die Zeit, in der Wien ein Zentrum, wenn nicht die Hauptstadt des internationalen Schachlebens war, weil Talente aus allen Teilen der K.u.K.-Monarchie zuströmten. Das von Vidmar vor einem gewissen Althof gewonnene Meisterturnier war das letzte, das der Wiener Schach-Klub in den feudalen Räumen des Palais Herberstein austragen

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Qualvolle-Konzentration

So angespannt sehen Menschen beim Schachspielen aus Wie anstrengend tiefe Konzentration sein kann, merkt man erst, wenn man in die angespannten Gesichter von Schachspieler*innen blickt, während sie überlegen, welchen Zug sie als Nächstes machen sollen. David Llada wurde vor 38 Jahren in einem kleinen und, wie er selbst sagt, langweiligen Dorf im Nordwesten Spaniens geboren. Im Alltag geschah nur wenig Aufregendes, es gab keine großen Veranstaltungen und nur wenig Abwechslung. Den Großteil seiner Jugend verbrachte David deswegen damit, Bücher zu lesen und Schach zu spielen. Als er neun Jahre alt war, erklärte ihm einer seiner Lehrer*innen die Regeln des Spiels und

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Spielen, Tagen, Feiern

Text: Stefan Löffler – Um die zuletzt sportlich unbedeutende Deutsche Meisterschaft aufzuwerten, gibt es künftig anstelle einer an Meisterspielern eher armen Meisterschaft ein echtes Meisterturnier und ein Hauptturnier sowie weitere, parallel ausgetragene Wettbewerbe. Die Funktionäre des Schachbunds tagen nicht länger fernab vom Schachleben sondern Seite an Seite mit ihren besten Spielern. Damit macht der Schachkongress ein Comeback in Deutschland, wo er zwar nicht erfunden wurde aber bis 1914 aufblühte und Pate für die ältesten Turnierserien in Hastings und Wijk aan Zee stand. Der allererste Schachkongress wurde im Sommer 1857 von der British Chess Association in Manchester durchgeführt. Noch im gleichen

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2018 wird besser

Von Stefan Löffler – Ein ereignisreiches Schachjahr 2018 hat begonnen. Im März wird in Berlin der nächste WM-Herausforderer ermittelt. Im November wird sich dieser in London mit Magnus Carlsen matchen. Im September steht im georgischen Batumi bei der Schacholympiade nicht nur ein spannender Nationenvergleich an sondern nach fast 23 Jahren wohl das Ende von Kirsan Iljumschinows Präsidentschaft im Weltschachbund. Dagegen war der internationale Schachkalender 2017 vergleichsweise entspannt. Trotzdem ist Denkwürdiges passiert. Ein Rückblick. Durch Nichtspielen in die Schlagzeilen So viel in den Medien wie 2017 war das Frauenschach vielleicht noch nie. Nicht weil die Frauen im Vergleich mit den Männern

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Sieben mal sieben

Von Stefan Löffler – Keines der fünf wichtigsten Einladungsturniere konnte Magnus Carlsen dieses Jahr gewinnen. Mit seiner Dominanz sei es vorbei, meint Jan Nepomnjaschtschi. Die Konkurrenz komme inzwischen besser mit Carlsen zurecht. Außerdem falle es dem Weltmeister schwerer, sich zu motivieren, nachdem er schon alles gewonnen habe. Wenn Carlsen tatsächlich die Motivation abgeht, sollte er sich Yoshiharu Habu zum Vorbild nehmen. Der Japaner hat kürzlich einen bemerkenswerten Rekord aufgestellt. Habu gewann das renommierte Ryuo-Turnier zum siebten Mal und hat damit die sieben bedeutendsten Shogiturniere allesamt schon mindestens siebenmal gewonnen. Wer ein solches Turnier siebenmal gewonnen hat, trägt den Titel bis zu seinem Tod. Habu hält nun

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