Am Ende doch Caruana

Vom Ergebnis her überzeugend und mit Vorsprung, u.a. da Aronian doch noch in den Kampf um den Turniersieg beim Kandidatenturnier eingriff. Das waren die Ergebnisse der drei am Ende vorne liegenden Spieler gegen den abgeschlagenen Letzten: Caruana-Aronian 2-0, Mamedyarov-Aronian 1-1 (zwei Remisen), Karjakin-Aronian 1-1 (zwei Schwarzsiege, aber einmal hatte Karjakin ja Weiß). Und das war der Endstand: Caruana 9/14, Mamedyarov und Karjakin 8, Ding Liren 7.5, Kramnik und Grischuk 6.5, So 6, Aronian 4.5. Man sollte es natürlich nicht auf das jeweilige Mini-Match gegen den klaren Favoriten (jedenfalls laut Expertenmeinung vor dem Turnier) Levon Aronian reduzieren, wobei Teil 2 des

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Kandidatenturnier: Fünfkampf mit Vorteil Karjakin

Wenn man die letzten drei Runden des Kandidatenturniers – vor dem letzten Ruhetag – aus der Siegerperspektive betrachtet kann man konstatieren: Kramnik hat eine Partie gewonnen – seine dritte bei vier Niederlagen, zu wenig bzw. zu viel um noch in den Kampf um den Turniersieg einzugreifen. Karjakin hat zwei Partien gewonnen – insgesamt nun vier, und damit hat er trotz oder wegen auch zwei Niederlagen nun die besten Karten. Ding Liren hat nun auch eine Partie gewonnen – da er als nun einziger Spieler ungeschlagen ist hat auch er noch eine Chance auf einen Termin in London im November. Das

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Remisspieler und Kramnik im Kandidatenturnier

Dieser Titel bezieht sich auf Runde 8-9, wobei die sieben anderen natürlich nicht alle zweimal Remis spielten – zwei trafen ja auf Kramnik! Big Vlad arbeitet weiter daran, die Prognose von Emil Sutovsky – am Ende des Turniers vier Siege und vier Niederlagen – zu erfüllen. Nun fehlen noch zwei Siege: in Runde 10 und 12 hat er Weiß gegen die Spieler, mit denen er nun den letzten Platz teilt – und ob der im Zeitraum dieses Berichts von Wesley So demonstrierte Eröffnungs-Nihilismus auch mit Schwarz im Remissinne funktioniert, wer weiß das schon. Von Kramniks “Rochade” im Berichtzeitraum profitierten die

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Buntes Treiben beim Kandidatenturnier

Ich habe beschlossen, nicht wie sonst üblich vor dem oder am (zweiten) Ruhetag wieder etwas zum Kandidatenturnier zu schreiben, sondern genau bei Halbzeit. Dann haben alle einmal gegeneinander gespielt, damit kann man eine Zwischenbilanz ziehen, eventuell Prognosen wagen und auch untersuchen, in wieweit Prognosen und Einschätzungen im Vorfeld (bisher) eintrafen. Dabei beziehe ich mich vor allem auf Experten (mit GM-Titel), ein bisschen auch auf mich selbst. Was ist das Fazit aus Runde 4-7? Caruana und dahinter Mamedyarov haben sich oben abgesetzt, da der nach drei Runden führende Kramnik sich in die andere Richtung bewegte. Noch mehr eingebrochen ist Aronian –

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Kandidatenturnier: Traumstart für Kramnik

Drei Runden sind gespielt, und schon ist Ruhetag – den haben sich die Spieler bereits verdient, es ging bereits zur Sache. “Traumstart” für den ältesten Teilnehmer bezieht sich neben dem Ergebnis auch darauf, daß Kramnik nicht im Traum damit rechnete, eine lange vorbereitete Neuerung im siebten Zug ausgerechnet gegen diesen Gegner, und ausgerechnet in einer sehr wichtigen Partie spielen zu können. Als Titel war eventuell auch schlicht und ergreifend “7.-Tg8!!?” vorgesehen. Warum das in der gegebenen Situation goldrichtig war, da muß der Leser sich noch etwas gedulden – es sei denn, er informiert sich auch anderswo. Zunächst der Zwischenstand: Kramnik

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REICHHALTIGES RAHMENPROGRAMM ZUM WM-KANDIDATENTURNIER

In Berlin begann heute das Kandidatenturnier zur Schachweltmeisterschaft 2018 mit einer Pressekonferenz und der Eröffnungsveranstaltung. Für die ersten drei Turniertage ab morgen meldet der Veranstalter sogar schon ein ausverkauftes Haus. Für den Deutschen Schachbund und ganz besonders auch für den Berliner Schachverband ist das Turnier ein herausragendes Ereignis um Schach in der breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Nicht nur zahlreiche Medienvertreter halten sich in der Stadt auf, sondern auch viele Schachfreunde und Schachfreundinnen, die sich extra dafür ein paar Tage freigenommen haben und nach Berlin gefahren sind. Der Berliner Schachverband bietet für alle Gäste ein reichhaltiges Rahmenprogramm an den verschiedensten Orten der Hauptstadt in den

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Kandidatenturnier!

Beim vorgestern erschienen Artikel “Der Countdown läuft” dachte ich, daß sich das bereits auf das Kandidatenturnier bezieht, zumal das Logo des “Unser Fritz” Opens – bewusst oder nicht – gewisse Ähnlichkeiten mit AGON-Design hat. Aber nein, das ist ein relativ kleines Turnier Ende Mai/Anfang Juni in Wanne-Eickel, Preisgeld für den Sieger 500€. Ab Samstag geht es in Berlin um mehr Geld und mehr Prestige, wobei die Spieler im Vorfeld auch höhere Kosten hatten – obwohl man es niemand verbieten kann, zur Vorbereitung auf das Turnier im Ruhrgebiet zusammen mit Großmeistern ein Trainingslager auf den Malediven durchzuführen. Was soll ich zum

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Kandidatenturnier in Berlin – Paarungen sind online

Veranstalter: Agon Limited | World Chess Austragungsort: KühlhausBerlin, Luckenwalder Str. 3, 10963 Berlin (U Gleisdreieck) Doppelrundiges Turnier mit acht Teilnehmern. Der Sieger ist offizieller Herausforderer des Weltmeisters Magnus Carlsen für den Weltmeisterschaftskampf vom 9. – 28. November 2018 in London. Für das ab dem 10. März in Berlin stattfindende Kandidatenturnier zur Schachweltmeisterschaft 2018 wurde kürzlich die Auslosung der Startnummern vorgenommen, womit nun auch die Paarungen der insgesamt 14 Runden feststehen. Das Turnier findet über insgesamt 18 Tage statt – inklusive von vier Ruhetagen, die nach jeweils drei Partien eingelegt werden. Spielbeginn ist immer um 15 Uh Br. Weiß Elo Erg. Schwarz Elo 1  GM Schachrijar Mamedjarow

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Kandidatenturnier 2018 im Kühlhaus Berlin

Wie ChessBase-Chefredakteur André Schulz vor zwei Tagen (5. Oktober) unter der Schlagzeile „Kandidaten, gut gekühlt“ meldete, hat der Veranstalter AGON den Austragungsort für das Kandidatenturnier in Berlin bekannt gegeben. Die acht Kandidaten werden vom 10. bis 28. März 2018 im „Kühlhaus Berlin“ doppelrundig den Herausforderer für Weltmeister Magnus Carlsen ermitteln. Die Lokation ist ausgezeichnet gewählt, denn das Kühlhaus befindet sich am Berliner “Gleisdreieck” in unmittelbarer Nähe zum Technikmuseum in der Luckenwalder Straße 3, also sehr zentral gelegen und deshalb mit öffentlichen Verkehrsmitteln bestens zu erreichen. Dass nun der Spielort definitiv klar ist, dürfte die Fans sicherlich freuen. Und auch für Nancy

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Generation 1990 im WM-Finale

Karjakin gewinnt das Kandidatenturnier – Spannung bis zum Schluss   Und dann grosses Medieninteresse für den Sieger (Titelfoto worldchess.com). Nach der vorletzten Runde war bereits klar, dass “ein Auto” im November dieses Jahres Schachweltmeister wird oder bleibt – gemeint ist ein Spieler dessen Nachname mit Car oder auch Kar beginnt. Norwegen produziert meines Wissens zwar Erdöl aber keine Autos, allerdings macht Carlsen inzwischen auch Reklame für Porsche. Karjakin fährt vielleicht Lada (nicht verwechseln mit dem Journalisten/Fotografen David Llada). Caruana fuhr vielleicht früher mal – wenn nicht Ferrari dann einen Mittelklasse-Fiat. Dann bekam er von Rex $inquefield wohl zumindest genug Geld

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Kandidatenturnier nach 12 Runden

Caruana kommt, Karjakin bleibt   Das ist die kurze Zusammenfassung der letzten drei Runden (zusammen genommen, jede Runde für sich könnte man auch anders beschreiben). Ergänzend könnte man noch sagen: Anand kommt und geht, Aronian geht, Giri remisiert, und nun haben wir bereits fünf von acht Spielern. Die drei anderen haben sich entweder verbessert (Svidler, Nakamura) oder verschlechtert (Topalov), haben allerdings – wie Giri – nach menschlichem Ermessen (in diesem Zyklus) keine Chance mehr auf ein WM-Match gegen Carlsen. Bei Topalov ist es bereits definitiv, denn drei Punkte Rückstand auf Platz eins kann man in zwei verbleibenden Runden nicht mehr

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Kandidatenturnier nach neun von vierzehn Runden

Anand marschiert, Karjakin stagniert auf höchstem Niveau   Dieser Zwischenbericht kommt etwas später und ist, was die Partien betrifft, vielleicht etwas kürzer und knapper, da ich die letzten Tage auch anderweitig beschäftigt war. Der Untertitel ist inspiriert von einer Fotoserie im Bericht zu Runde 9 auf ruchess.ru – wiederum stammen alle Fotos vom russischen Schachverband. Hinter Anand erkenne ich Aronian, der seinen Rückstand auch in der anschliessenden Partie nicht aufholen konnte. Die anderen Fotos vor der Runde zeige ich nicht, aber da ich auch Läufer bin will ich den Einmarsch einiger Teilnehmer kurz kommentieren. Alle haben die verkehrte Kleidung und

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Karjakin und Aronian führen nach sechs Runden

Merkwürdige Dinge geschehen im Kandidatenturnier   Was war alles merkwürdig in Runde 4-6? Runde 4: Karjakin hatte noch nie gegen Anand gewonnen (allerdings mit klassischer Bedenkzeit auch zuletzt 2006 und 2007 verloren, seither spielten sie zehnmal remis gegeneinander), und nun in einem für beide, vielleicht noch mehr für ihn selbst wichtigen Turnier. Runde 5: Topalov verzichtete auf ein interessantes Figurenopfer und spielte stattdessen positionell, später bot er (grösster Fan der Sofia-Regeln) selbst remis. Der verstorbene Vugar Gashimov spielte plötzlich mit, oder zumindest seine Eröffnung (Benoni). Runde 6: Svidler begann eine Pressekonferenz nicht mit einem Wortschwall, sondern sagte nur zu seinem

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Verhaltener Start beim Kandidatenturnier

Vorteil Anand-Aronian-Karjakin Da bisher kein Spieler besonders auffiel, oder nur einer in negativer Hinsicht, bekommen alle zusammen bzw. ihre Karikaturen das Titelbild. Für Fotos habe ich mich beim russischen Schachverband bedient – da weiss ich, dass man sie mit Quellenangabe verwenden kann. worldchess.com droht dagegen gerne mit Anwälten, dazu später mehr.   “Verhalten” ist der Start jedenfalls im Vergleich zu den Kandidatenturnieren 2013 und 2014. Da gab es in den ersten drei Runden immerhin jeweils fünf Entscheidungen, diesmal nur deren drei. Fünf ist nicht so viel mehr als drei, und sieben nicht viel weniger als neun (das bezieht sich auf

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Kandidatenturnier!

Ab Freitag wird gespielt Die Schachwelt schaut nach Moskau – vielleicht schon heute für die Schlussrunde des Aeroflot-Opens, sicherlich ab Freitag für ein kleineres Turnier mit noch höherem Eloschnitt. Die acht Teilnehmer sind schon einige Zeit bekannt, ich nenne sie noch einmal und auch warum sie mitspielen: Anand als Sieger des letzten Kandidatenturniers und dann Verlierer des WM-Matches gegen Carlsen, Caruana und Nakamura als Beste der FIDE Grand Prix Serie, Karjakin und Svidler als Weltcup-Finalisten, Topalov und Giri nach Elo, Aronian als Wildcard. Warum bekam ein Armenier die Wildcard für ein Turnier in Moskau, und nicht der Russe Kramnik? Weil

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News aus Moskau

AGON bestätigt den Termin für das Kandidatenturnier 2016 – Anish Giri ist als letzter der acht Teilnehmer qualifiziert – Anmerkungen von RAYMUND STOLZE   Es sind keine „Liebesgrüße aus Moskau“ – der Originaltitel des James-Bond-Thrillers von 1963 mit Sean Connery als Geheimagent 007 lautete From Russia with Love  – die mich am heutigen Dienstag [10. November] aus der russischen Hauptstadt per E-Mail erreichten. Vielmehr hat sich der Pressechef der Firma AGON – die hat bis 2022 die Rechte für alle Weltmeisterschaften der FIDE erworben – mit einer E-Mail gemeldet, um endgültig zu bestätigen: 2016 FIDE WORLD CHESS CANDIDATES TOURNAMENT TO BE

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