27. Paul Keres Memorial 2018

Am 14. Januar endete das 27. [[Paul Keres]] Memorial” in Zusammenarbeit mit dem estnischen Sportverband Kalev und der estnischen Malé-Liga. Am 12. Januar wurde der beste Blitzer ermittelt und am 13-14. Januar der beste Spieler im Schnellschach. Insgesamt haben über 200 Spieler an den 2 Turnieren teilgenommen! Aus Deutschland dabei GM Daniel Fridman und GM Georg Meier. Daniel Fridman belegte im Schnellschach nach 11 Runden mit 8,5 Punkten den etwas undankbaren 4, Platz. Gewonnen hat mit 9 aus 11 der russische Großmeister Maksim Chigaev vor GM Kirill Stupak (Bulgarien) und dem Elo-Favoriten GM Igor Kovalenko aus Lettland. Hier die Ergebnisse und Endstand Blitzturnier

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Eliseev Memorial: Schönheit oder Effizienz? (UPDATE)

UPDATE ist ein kleines Facebook-“Interview” mit Daniil Dubov am Ende dieses Artikels. Das Eliseev Memorial oder “Turnier zu Ehren von Eliseev” war bzw. ist (nach dem Ruhetag am Montag gibt es noch eine zweite Runde mit teils denselben, teils anderen Spielern) ein etwas anderes Turnier. Also bekommt es auch einen etwas anderen Bericht – angefangen mit dem Titelfoto: es zeigt nicht etwa den Turniersieger der ersten Hälfte, sondern – zusammen mit Urii Eliseev – den Teilnehmer, der vielleicht am “schönsten” spielte, dafür bzw. damit allerdings in fünf Runden nur einen halben Punkt erzielte. Gemeint ist Mikhail Antipov, Sieger der ersten

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Eliseev Memorial in Moskau

Einleitung und Haupt-Inhalt dieser Vorschau etwas anders als zunächst vorgesehen: ein kleines aber feines Turnier (bzw. eigentlich zwei Rundenturniere) in Moskau vom 15.-19. und 21.-25.11., Name und Anlass erfuhr ich erst später. Vor knapp einem Jahr schrieb ich einen eher kurzen und knappen Nachruf zum frühen und tragischen (dabei eventuell auch dummen, sinnlosen oder selbst verschuldeten) Tod von Urii Eliseev im Alter von nur 20 Jahren [in derselben Woche starb auch Taimanow im gesegneten Alter von 90 Jahren]. Aus dem damaligen Artikel “Daniil Dubov, nach eigener Aussage mit Eliseev eng befreundet, war vielleicht der Erste, der die Welt über Facebook

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Fridman und ein deutscher Kindergarten beim Najdorf-Memorial

Soll man über nicht allzu stark besetzte Opens berichten? Das Najdorf-Memorial in Warschau hatte – Stand vor Turnierbeginn – einen Spieler mit Elo knapp über 2700 und sieben weitere mit 2600-2650. “Aus internationaler Sicht” muss man nicht unbedingt darüber schreiben, aus polnischer Sicht vielleicht schon da es einer der Höhepunkte des polnischen Schachjahrs ist. Aus deutscher Sicht? Ja, da Daniel Fridman durchaus erfolgreich mitmischte, dabei vielleicht am Ende etwas zu fridfertig (Tippfehler ist Absicht) aber das muss er selber wissen/entscheiden. Und da – das habe ich eher zufällig entdeckt – jede Menge junge deutsche Spieler(innen) mit dabei waren. Die konnten

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52. Capablanca Memorial (Kuba) mit Vassily Ivanchuk

Das Capablanca Memorial ist ein Schachturnier, das seit 1962 jährlich in Kuba stattfindet. José Raúl Capablanca y Graupera (1888-1942) war ein berühmter kubanischer Schach-Großmeister, der von 1921 bis 1927 Weltmeister war. Das Capablanca Memorial (in Memoriam) war zu diesem Zeitpunkt das beste bezahlte Turnier in der Welt. Che Guevara konnte die Kosten als Direktor der Nationalbank und des Ministeriums der Industrie abdecken. Seit 1974 wurden B- und C-Turniere abgehalten. Das erste José Raúl Capablanca Memorial fand vom 20. April bis 20. Mai 1962 im Habana Libre Hotel in Havanna (Kuba) statt. Miguel Najdorf gewann das Turnier, ein Feld von 22

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Gashimov-Memorial – Weltklasse in Shamkir

Warum gebe ich Sergey Karjakin das Vorschau-Titelbild (Quelle Turnierseite)? Ich sortiere die Teinehmer des vierten Gashimov-Memorials mal nicht nach Elo und auch nicht alphabetisch, sondern danach, wie oft sie – laut chessgames.com – gegen Vugar Gashimov gespielt hatten: Karjakin 15, Radjabov 14, Mamedyarov 10, Kramnik 8, Topalov 7, Eljanov 4, Wojtaszek 3, Harikrishna 2, Adams 1, So 0. Zum Vergleich diese “Tabelle” der gerade beendeten Kortchnoi Zurich Chess Challenge: Gelfand 25, Anand 17, Kramnik 15, Pelletier 10 (alles in der Schweiz, vor allem in Biel), Svidler 6, Nakamura, Nepomniachtchi, Oparin 0. Demnach sagt diese Statistik weder etwas über Karjakins Chancen

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Shirov und Onischuk Sieger beim lettischen Tal Memorial

Das wird ein etwas ungewöhnlicher Bericht zu den “kleinen” Tal Memorials im Blitz- und Schnellschach: kaum Fotos (da nicht verfügbar), und auch kaum etwas zu den Partien – im Blitzschach ebenfalls nicht verfügbar, im Schnellschach passierte zu viel um es zu würdigen, also mache ich es nur ansatzweise. Lettland ehrte seinen bekanntesten Spieler Mikhail Tal mit Blitz- und Schnellschach – beide Turniere stark aber nicht überragend besetzt. Zunächst die Ergebnisse: Blitz: GM Shirov 9.5/11, GMs Kovalenko, Fridman, Jumabayev, Aleksandrov, IM Kollars 8.5, IM Meskovs, GM Laznicka, GM Ladva, GM Gleizerov, Bogdanov 8, usw. . Vorne also ein Lette (ethnischer Russe)

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Das lettische Tal Memorial

Ob Russland dieses Jahr wieder ein Superturnier Tal Memorial hat, wird sich zeigen; Lettland ehrt am Wochenende (Freitag bis Sonntag) seinen bekanntesten Schachspieler mit Blitz- und Schnellschach. Bestehende Turniere in Jurmala bekommen offenbar einen neuen Namen – aus Petrov Memorial wurde Tal Memorial. Der Schachticker hatte bereits 2016 und 2015 über Jurmala berichtet – damals waren die Turniere etwas prominenter besetzt: 2016 z.B. Ivanchuk, 2015 neben Chucky auch Karjakin, Gelfand und Mamedyarov. Dieses Jahr doch einige bekannte Namen, nicht unbedingt die ersten der Setzlisten nach Blitz- und Schnellschachelo. Am international bekanntesten wohl Alexei Shirov, in Lettland quasi Nachfolger von Mikhail

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Gideon Japhet Memorial 2016

10. bis 15. Juni – Arkadij Naiditsch in Jerusalem – Ein Open zum Gedenken an Gideon Japhet, ein prominenter Rechtsanwalt und Schachliebhaber in Israel.   Gideon war ein bekannter und beliebter Mann in Jerusalem. Seine dramatischen Auftritte vor Gericht und seine eloquente Sprache der Bibel sind unvergessen. Seine ganze Hingabe zu seinem Hobby Schach erstreckte sich über 70 Jahre und es war für ihn selbstverständlich, seine Liebe an seine Kinder und Enkelkinder weiter zu geben. Schach und Sport, für die Entwicklung eines gesunden Geistes in einem gesunden Köper, waren die Gewinnkombination für ein erfülltes und glückliches Leben. Im Laufe der

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5. Vladimir Petrov Memorial (Lettland) 4. bis 6.3.2016

Daniel Fridman führt die Teilnehmerliste der deutschen Spieler an. Arkadij Naiditsch geht für Aserbaidschan an den Start   Vladimirs Petrovs oder Vladimir Petrov (27. September 1907 – 26. August 1943) war ein lettischer Schachgroßmeister. Er wurde in Riga, Lettland geboren. Obwohl er relativ spät mit dem Schachpielen begann, im Alter von dreizehn, machte Petrovs rasche Fortschritte. 1926, mit 19 Jahren gewann er die Meisterschaft von Riga und den dritten Platz in der nationalen Meisterschaft. Zahlreiche nationale und internationale Erfolge machten Petrov zum erfolgreichsten Spieler Lettlands. Im Jahr 1989 wurde bekannt, dass er in Kotlas 1943 an einer Lungenentzündung gestorben war.

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Zwei-Euro-Gedenkmünze für den ewigen Zweiten

Paul Keres bezwingt neun Weltmeister / Estland feiert 100. Geburtstag des Schach-Idols – Von HARTMUT METZ   Paul Keres ist zumindest Weltmeister der Herzen – in Estland. Bei seiner Beerdigung 1975 in Tallinn nahmen Hunderttausende an dem Staatsbegräbnis in der damaligen Sowjetrepublik teil! Ihren an einem Herzinfarkt gestorbenen Schach-Heros ehrten die Balten nicht nur mit einer Straßenbenennung, sondern nach der Unabhängigkeit auch mit seinem Konterfei auf dem Fünf-Krooni-Geldschein. Zu Beginn des neuen Jahres gab die estnische Staatsbank eine Gedenkmünze heraus, die Keres am Brett zeigt. Am 7. Januar wäre der Großmeister 100 Jahre alt geworden. Diese enorme Popularität verdiente sich

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In Memoriam [6]

Der deutsche Großmeister für Schachkomposition – zum Tode von Herbert Ahues [2. März 1922 bis 11. Juli 2015]   Die folgende kurze Nachricht aus Bremen vom ehemaligen DSB-Vizepräsidenten Michael Woltmann erreichte mich am heutigen Sonnabend [18. Juli]:   „ Herbert Ahues (Foto) ist am 11.07. verstorben“. Ich gebe zu, dass ich erst einmal überlegen musste, ob es mir möglich ist, einen Nachruf zu schreiben. Immerhin sollte ja zu demjenigen, den man würdigt, eine persönliche Beziehung bestehen.   Michael Woltmann, der in der Hansestadt Bremen lebt, hatte im Frühjahr 2013 das Glück, den Großmeister der Schachkomposition – der Titel wurde Herbert

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In Memoriam [5]

Eine schillernde Schachpersönlichkeit – Zum Tode von Walter Browne   [10. Januar 1949 bis 24. Juni 2015]   Dass das Las Vegas International Chess Festival sein letztes Turnier sein sollte, hat wohl keiner erwartet. Aber so ist es: Schach ist ein Spiel mit dem Tod … Wie ChessBase am gestrigen Freitag [26. Juni] meldete, ist Walter Browne, der eine der schillerndsten Persönlichkeiten im amerikanischen Schach war und in den 1970er- und 1980-Jahren zu den besten Spielern der Welt zählte, zwei Tage zuvor mit 66 Jahren unerwartet im Schlaf gestorben [ http://de.chessbase.com/post/nachruf-walter-browne-10-01-1949-24-06-2015#discuss ]. Legendär war für Browne, der als Sohn eines Amerikaners

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Die Weltelite im Kaukasus

Gashimov Memorial und Mannschafts-WM   Die absolute Weltelite hatte einige Zeit Pause, nun sitzen sie demnächst wieder am Schachbrett und zwar in Tsaghkadzor und Shamkir. Tsaghkadzor (auf Deutsch offenbar Zaghkadsor) war mir gar kein Begriff – ich muss doch nicht jedes armenische Dorf mit 1600 Einwohnern kennen. Es ist zwar offenbar ein Wintersportzentrum (siehe auch das Titelfoto) – aber wenn ich überhaupt Ski laufe, dann nicht dort. Allerdings ist es ab Samstag Austragungsort der Mannschafts-WM für Schachspieler. Um da mitspielen zu dürfen, muss man nicht nur selber gut sein sondern auch aus einem starken Schachland kommen. Das Nachbarland Aserbaidschan hat

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8. Willi-Knebel-Gedenkturnier

Ein Schlussbericht von Prof. Dr. Bruno Müller-Clostermann   Sieger des mit 50 Teilnehmern sehr gut besetzten “8. Willi-Knebel-Gedenkturniers” alias “22. Offene Ruhrgebietsmeisterschaft der Senioren” ist Helmut Hassenrück (SG Gladbeck) mit 8 Punkten aus 9 Runden. Der Vorjahressieger Willy Rosen (Sportfreunde Katernberg) wurde mit 7,5 Punkten nur knapp auf Platz 2 verwiesen und Knut Andersen (Schachfreunde Buer) mit 6,5 Punkten erreichte Platz 3. Die Ruhrgebietsmeisterschaft der Senioren firmiert seit dem viel zu frühen Tod von Willi Knebel im Jahr 2007 als “Willi-Knebel-Gedenkturnier”. Willi Knebel war eine der bedeutendsten Schachpersönlichkeiten Nordrhein-Westfalens, als langjähriger Vorsitzender der Sportfreunde Katernberg Motor des Vereins und als

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4. Vladimir Petrov Memorial (Lettland) 6. bis 8.3.2014

Neun Spieler aus Deutschland, darunter die Nationalspieler Arkadij Naiditsch und Daniel Fridman, sind in Jurmala  dabei   “Vladimirs Petrovs oder Vladimir Petrov (27. September 1907 – 26. August 1943) war ein lettischer Schachgroßmeister. Er wurde in Riga, Lettland geboren. Obwohl er relativ spät mit dem Schachpielen begann, im Alter von dreizehn, machte Petrovs rasche Fortschritte. 1926, mit 19 Jahren gewann er die Meisterschaft von Riga und den dritten Platz in der nationalen Meisterschaft. Zahlreiche nationale und internationale Erfolge machten Petrov zum erfolgreichsten Spieler Lettlands. Im Jahr 1989 wurde bekannt, dass er in Kotlas 1943 an einer Lungenentzündung gestorben war. Er

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Mikhail Tal Memorial 2014

Blitzen auf hohem Niveau   Gleichzeitig mit der Fide-Weltmeisterschaft zwischen Magnus Carlsen und Viswanathan Anand wird der “Russische Schachverband” das Mikhail Tal Memorial vom 13. bis 14. November veranstalten. Spielort ist ist die 2. Etage des Sotschi Mediacenter. Die erste Runde wird am 13. November um 15 Uhr Ortszeit (13 Uhr MEZ) beginnen. Insgesamt streiten sich 12 Spieler um den mit 100.000 US-Dollar gefüllten Preisfond. Der Gewinner bekommt 20.000 US-Dollar.   Die Bedenkzeit beträgt 4 Minuten pro Spieler und Partie. Zuzüglich 2 Sek. pro Zug. Es wird doppelrundig gespielt. Der Rückkampf wird am 14. November ausgetragen.   Hier das hochkarätige

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Alexander Grischuk wie er will!

Ein Abschlussbericht vom Petrosjan-Memorial in Moskau von RAYMUND STOLZE   Nach dem Turnier ist vor dem Turnier. Und im Fall des Petrosjan-Memorials trifft das auf acht der acht Supergroßmeister voll zu. Beim von der Russischen Schachföderation ausgerichteten Blitzschach-Gedenkturnier zu Ehren von Michail Tal am WM-Ort Sotschi, werden nur der Chinese Ding Liren und Levon Aronjan von der Moskauer Besetzung fehlen. Doch die Ergänzung auf zwölf Aktive ist mit Sergej Karjakin, Ian Njepomjatschtschi, Peter Swidler, Schachrijar Mamedjarow und Jewgeni Tomaschweski wahrlich erstklassig. Hinzu kommt Exweltmeisterin Alexandra Kostenjuk – weiß der Teufel wie sie es nach Sotschi geschafft hat. Aber sie ist

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International TASHIR Chess Tournament in memory of Tigran Petrosian

Die Schachelite trifft sich in Moskau zum Gedenken an Tigran Petrosian   Vom 4. bis 11.11.2014 veranstaltet die “Russian Chess Federation”  und die russische Unternehmensgruppe TASHIR zu Ehren des Schachweltmeisters Tigran Petrosian ein Superturnier mit Spielern der absoluten Weltklasse: Levon Aronian, Alexander Grischuk, Vladimir Kramnik, Peter Leko, Boris Gelfand, Liren Ding, Alexander Morozevich und Ernesto Inarkiev.   Der Präsident der Republik Armenien, Sersch Sargsyan, ist Vorsitzender des Organisationskomitees des Internationalen Tashir Schachturniers in Erinnerung an Tigran Petrosjan. Herr Sargsyan ist auch Präsident des armenischen Schachverbandes und unter seiner Leitung der armenischen Männermannschaft drei der jeweils fünf Schacholympiaden (2006, 2008 und 2012)

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In Memoriam [4]

Zwei Meter Schach und mehr – zum Tode von Horst Ewald  [14. Mai 1923 bis 11. Juli 2014]   Kürzlich rief mich mein geschätzter Kollege Klaus Trautmann aus Frankfurt (Oder) an und wollte unbedingt wissen, ob ich ihm nicht helfen könnte bei einem Kontakt zu Dr. Fritz Baumbach. Es sei wichtig, denn der würde doch regelmäßig  Horst Ewald in Eberswalde besuchen, und dem gehe ist gesundheitlich überhaupt nicht gut.   Ich weiß nicht, ob es noch zu einem Treffen gekommen ist, denn am vergangenen Freitag [11. Juli] ist Horst Ewald im gesegneten Alter von 91 Jahren verstorben.   In seinem

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