Russian Higher League – Oparin update

Ursprünglich war geplant, den Turnierbericht hier und da um ein paar Sätze zu ergänzen, aber nun doch ein eigener Artikel, aus drei Gründen: 1) Die Antwort von Grigoriy Oparin kam recht schnell, aber ich war zwischenzeitlich mit der NL-Meisterschaft beschäftigt, damit steht der Originalartikel nicht mehr weit oben. 2) Sie ist recht ausführlich. 3) Seine Antworten beziehen sich, wie meine Fragen, auf Partien vor und nach dem Ruhetag in Yaroslavl. Das Oparin-Foto wieder vom russischen Schachverband, in einem seiner Berichte dort hat GM Kryakvin auch Varianten zur ersten Partie. Im Abschlussbericht erwähnt er, warum er bei den Damen “Lena” die

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Zeitmaschine bei den NL-Meisterschaften

Die niederländischen Meister 2006 hiessen Sergey Tiviakov und Zhaoqin Peng. Die niederländischen Meister 2007 hiessen Sergey Tiviakov und Zhaoqin Peng. Die niederländischen Meister 2018 heissen Sergey Tiviakov und Zhaoqin Peng. Bei Tiviakov dauerte es elf Jahre bis zum dritten Titel – kein Rekord, bei van Foreest lagen 114 Jahre zwischen dem sechsten und dem siebten Titel (das sind dabei insgesamt drei Personen). Bei Peng sind es sieben Jahre seit dem dreizehnten Titel (2000-2011 gewann sie immer, davor bereits 1997) – der vierzehnte ist dabei wohl der letzte, das hat sie selbst (schon vor dem Turnier) beschlossen. Zwei Vorgänger und zwei

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Sarana gewinnt Russian Higher League, Oparin gibt in zweiter Turnierhälfte Gas

Der 18-jährige Alexey Sarana hat nach dem Ruhetag das zuvor Erreichte mit vier Remisen abgesichert und wurde so nach Punkten noch vom 21-jährigen Grigoriy Oparin eingeholt, behielt allerdings die bessere Wertung. Preisgeld – 530.000 Rubel für Platz eins, 400.000 für Platz zwei – wurde offenbar gleichmässig geteilt, beide bekamen umgerechnet etwa 6.300 Euro. Bis Platz 30 gab es noch Preisgeld, ab dem 26. Platz noch 45.000 Rubel = ca. 600 Euro, wirklich interessant war dabei Platz 1-5 = Qualifikation für das Superfinale. Das kam dabei heraus, Buchholz jeweils in Klammern: Sarana 6.5/9(51), Oparin 6.5(48), Inarkiev 6(47.5), Khismatullin 6(47.5), Kobalia 6(46.5),

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Sarana überrascht bei Russian Higher League

Dieses Turnier – Halbfinale der russischen Meisterschaft, fünf qualifizieren sich für das Superfinale mit auch Weltklassespielern, die sich nicht qualifizieren müssen – bekäme normalerweise nur einen Abschlussbericht. Aber da bereits nach fünf von neun Runden und damit vor dem Ruhetag eventuell eine Vorentscheidung gefallen ist (zumindest betrifft Qualifikation eines Spielers) schreibe ich aktuell schon ein paar Absätze. So steht es momentan: Sarana 4.5/5, Inarkiev, Motylev, Popov, Oparin, Paravyan, Zvjaginsev, Kobalia, Timofeev, Alekseenko, Rakhmanov, Ponkratov 3.5/5, usw. . “Undsoweiter” bezieht sich auf z.B. Matlakov (3/5, bisher zu viele Remisen um wieder 2700 zu knacken und auch um sich für das Finale

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Schweizer Nationalliga Runde 5

Markus Angst – Der mit sechs Siegen und nur zwei Remis ambitioniert verlaufene Nationalliga-A-Spitzenkampf in der 5. Runde der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) zwischen den beiden Co-Leadern Zürich und Luzern ging 4:4 aus. «Für uns war das Unentschieden eher glücklich», bilanzierte Zürich-Captain Christian Issler nach Matchende. So stand FM Jonathan Rosenthal gegen IM Fabian Bänziger klar auf Verlust, rettete sich aber noch in ein Remis. Die Zürcher, die ohne GM Alexandra Kosteniuk spielten (Luzern vermeldete mit GM Robert Hübner allerdings auch eine gewichtige Absenz), verloren an den beiden ersten Brettern (GM Christian Bauer gegen GM Noël Studer und GM Lothar Vogt gegen GM

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Schweizer-Einzelmeisterschaft in Lenzerheide (12.–20. Juli):

Jungstar IM Fabian Bänziger fordert die arrivierten Grossmeister heraus – der erstmals titelberechtigte GM Sebastian Bogner und Titelverteidigerin WFM Lena Georgescu in der Pole-Position Markus Angst – An den vom 12. bis 20. Juli zum dritten Mal nach 2006 und 2010 in Lenzerheide stattfindenden Schweizer Einzelmeisterschaften, zu denen über 250 Teilnehmer in sieben Kategorien erwartet werden, wird sich möglicherweise ein neuer Name in die Siegerliste eintragen. Denn mit dem 27-jährigen GM Sebastian Bogner (Pfäffikon/SZ) und dem fünf Jahre jüngeren GM Nico Georgiadis (Schindellegi) führen zwei Spieler die Startrangliste des Herren-Titelturniers an, die noch nie Schweizer Meister geworden sind. Der aus Deutschland stammende

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Loek van Wely und Anne Haast verteidigen Titel

Das Deloitte NK Schach findet in der ersten Juliwoche in Amsterdam statt. Von Montag, 2. Juli bis Sonntag, 8. Juli, werden acht Männer und acht Frauen um die höchsten nationalen Schachtitel kämpfen. Veranstaltungsort ist der Tolhuistuin in Amsterdam-Noord, wo alles am Sonntag, 1. Juli, mit der festlichen Eröffnung mit dem Thema “Jugend” beginnt. Die 74. Ausgabe der nationalen Meisterschaft wird von Routinier Loek van Wely (45 Jahre alt) , achtfacher Nationalsieger und Titelverteidiger, angeführt. Van Wely kann von Jorden van Foreest (19 Jahre, Meister im Jahr 2016), aber auch von erfahrenen ehemaligen Meistern wie Ivan Sokolov und Sergei Tiviakov abgelöst werden.  IM Koen Leenhouts

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Deutsche Frauenmeisterschaft der Landesverbände 2018

Deutsche Frauenmeisterschaft der Landesverbände 2018 mit Jubiläum und 14 Mannschaften, sprich über 120 Frauen und Mädchen am Start. Wolfgang Fiedler – Sage und schreibe 40 mal fand diese Meisterschaft schon statt und 25 mal waren die Schachfreunde Braunfels um Ihren 1. Vorsitzenden Sebastian Swoboda Ausrichter. Auch ein Grund, dass diesmal der DSB Vize Klaus Deventer selbst den Weg nach Braunfels fand. Nach Begrüßung durch DSB Vize, Landrat und Bürgermeister und MDL Steinraths eröffnete Turnierleiter Wolfgang Fiedler pünktlich das größte deutsche Frauenturnier 2018. Wie immer ging es hart und spannend zur Sache, der ein oder andere Landesverband leistete sich schon sehr starke Spielerinnen

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“Russian Higher League” Qualifikationsturnier zur russischen Meisterschaft 2018

Die “Higher League” der 71. Russischen Meisterschaft und der 68. Russischen Frauenmeisterschaft findet vom 25. Juni (Ankunft) bis zum 6. Juli (Abreise) 2018 in Jaroslawl statt. Die Veranstaltung ist ein Turnier über 9 Runden nach Schweizer System, mit einem freien Tag. Die Spieltage: 26. – 30. Juni und 2. – 5. Juli. Der 1. Juli ist der freie Tag des Turniers. Alle Runden beginnen um 15 Uhr (Moskauer Zeit). Der Veranstaltungsort und das offizielle Hotel ist Ring Premier Hotel. Zeitkontrolle: 90 Minuten für die ersten 40 Züge, dann 30 Minuten für den Rest der Partie mit 30 Sekunden Zeitzuschlag pro Zug, beginnend

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Schweiz: SMM: Das NLA-Spitzenquartett hielt sich schadlos

Luzern deklassiert Aufsteiger St. Gallen 7½:½ – Bodan verliert in der NLB-Ostgruppe erneut Markus Angst – Gleich fünfmal kam es in der 4. Nationalliga-A-Runde der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) zum Duell zwischen Teams aus der oberen und der unteren Tabellenhälfte. Dabei gab es keine Überraschungen – die vier punktgleich an der Tabellenspitze liegenden Genf, Winterthur, Luzern und Zürich blieben allesamt siegreich. Am klarsten gewann Luzern gegen den punktelosen Aufsteiger St. Gallen: 7½:½. Peter Klings verhinderte mit seinem Remis am achten Brett gegen FM Enrique Almada wenigstens die Zu-null-Niederlage. Ebenfalls deutlich (6:2) setzte sich Zürich gegen das ebenfalls punktelose Mendrisio durch. Vier Partien

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Bischwiller gewinnt französische TOP12 souverän

Einerseits stimmt das total – sie gewannen alle elf Matches und hatten satte fünf Punkte Vorsprung auf Platz zwei, bei diesem Endstand: Bischwiller 22, Clichy 17, Bois Colombes 16, Grasse 15, Nice 13, Mulhouse 12, Metz 11, Tremblay 8(41.5), Saint Quentin 8(33.5), Evry Grand Roque 7, Monaco 2, Vandeouvre 1. Von Platz 2-10 alles recht dicht beieinander, dahinter zwei Teams die “souverän” abgestiegen sind – Evry Grand Roque erwischte es allerdings auch, Vandoeuvre war diesmal nicht “unabsteigbar”. Andererseits gewann Bischwiller seine Matches gegen die Teams auf Platz drei bis sechs nur knapp 4,5-3,5, nach französischer Zählweise (Remispartien werden ignoriert) dreimal

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XIII American Continental Classical Championship 2018

Uruguay ist Gastgeber des kontinentalen Schachtturniers von Amerika, das vier Plätze für den FIDE World Cup bereit hält. Das American Continental Classical Championship 2018, an dem Schachspieler aus 12 Länd ern teilnehmen, wird in elf Runden, in Montevideo (Uruguay), zwischen dem 1. und 10. Juni ausgetragen. Die Teilnehmerliste führt  GM Samuel Shankland (Seit Juni unter den TOP 30 in der Welt) an. Auch die beiden besten lateinamerikanischen Spieler, der kubanische GM Lázaro Bruzón (79.) und der peruanische GM Jorge Cori (88.), nehmen an dem Schachspektakel teil. Herausragend sind auch der Argentinier GM Sandro Mareco (2637 ELO) sowie der sechsmalige argentinische

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TOP 12 – Französische Mannschaftsmeisterschaft 2018

Einige der besten Schachspieler der Welt spielen in Brest für die französische Team-Meisterschaft (Top 12) Das Top 12 Schachevent findet vom 26. Mai bis 5. Juni 2018 in Brest statt. Es ist der stärkste französische Teamwettbewerb und einer der stärksten der Welt. Die zwölf besten französischen Klubs stehen sich in diesen elf Tagen in Teams von jeweils acht Spielern gegenüber. Evry, Metz, Monaco, Clichy, Bischwiller, Nizza, Mulhouse, Bois-Colombes, Grasse, Saint-Quentin, Tremblay-en-France und Vandœuvre sind in diesem Jahr qualifiziert. Der Siegerclub wird französischer Meister. Das Clichy-Team wird versuchen, den Titel in seiner Geschichte zu behalten. Bischwiller, Zweiter im letzten Jahr und Champion im Jahr 2015,

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SF Bad Emstal/Wolfhagen gelingt Blitz-Hattrick

Text: Oliver Kniest – Wenige Stunden bevor sich Real Madrid den dritten Erfolg in Folge in der Champions League sicherte, gelang den SF Bad Emstal/Wolfshagen das gleiche Kunststück bei den Deutschen Blitz-Mannschaftsmeisterschaften, die am 26.05.2018 in Solingen ausgetragen wurden. Der von Sponsor Josef Resch unterstützte ambitionierte Drittliga-Aufsteiger holte 50:4 Zähler und lag damit am Ende zwei Brettpunkte vor der punktgleichen Mannschaft der SG Solingen. Die Titelkämpfe waren anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der Schachgesellschaft Solingen in die Klingenstadt vergeben worden, so dass es sich DSB-Präsident Ullrich Krause nicht nehmen ließ, die Meisterschaft mit einem Grußwort zum Vereinsjubiläum zu eröffnen. Leider waren

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Deutscher-Blitzmannschaftsmeister 2018: SF Emstal/Wolfhagen

Text: Thomas Koerber – Die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen haben den Titel der Deutschen Mannschaftsblitzmeisterschaft in Solingen erneut verteidigen können. Dabei war der Gastgeber mit seiner 1. Mannschaft rund 20 Punkten höheren Durchschnittsspielstärke als die Emswölfe  angetreten. Dies zeigte sich dann auch in der Abschlusstabelle mit nur 2 Brettpunkten Vorsprung zum Gastgeber, bei gleichen Mannschaftspunkten. Für diesen grandiosen Sieg stehen aber auch die einzelnen Bretterfolge  der Hessischen Vertretung beim Mannschaftblitz, die ausser Brett 1 alle anderen Bretter als erfolgreichste Spieler belegen konnten. Somit haben sich die Schachfreunde Bad Emstal/Wolfhagen nach 2016, 2017 nun auch 2018 den Titel der Deutschen Blitzmannschaftsmeisterschaft im

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Deutsche Jugendeinzelmeisterschaften 19. bis 26. Mai 2018

Meisterschaftszeitung zum blättern  U10 U10w  U12  U12w   U14 U14w  U16 U16w U18  U18w U25 A  U25 B  U25 C Die Meisterschaftszeitung “emanuel” erscheint täglich. Einfach auf das Bild klicken und blättern. Als PDF-Datei downloaden, bitte auf den Text unter dem Bild klicken Ausgabe 1 Ausgabe 2 Ausgabe 3 Ausgabe 4 Ausgabe 5 Ausgabe 6 Ausgabe 7 Ausgabe 8 Ausgabe 9 Dies ist die älteste Form der Deutschen Meisterschaften. Zuerst nur in der höchsten Altersgruppe ausgerichtet, hat sich dieser Wettbewerb in den 80er und 90er Jahren zunehmend verjüngt. Heute richten wir nach Möglichkeit alle Turniere gleichzeitig an einem Ort aus. Dadurch

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Einzelmeisterschaften der Frauen und Männer in Polen

 Die diesjährige Einzelmeisterschaften der Männer und Frauen in Polen sind die stärksten aller Zeiten. Die durchschnittliche Elo der Männer liegt bei 2630! Zum ersten Mal in der Geschichte spielen zwei Spieler mit einem Ranking von über 2.700. Zum ersten Mal haben alle Teilnehmer den Titel Großmeister-Titel. Das vergangene Jahr war sehr erfolgreich für polnische Schachspieler, daher ist es schwer einen Favoriten zu finden. Zwei Hauptkandidaten für den Titel sind sicher der Großmeister Radoslaw Wojtaszek und Großmeister Jan-Krzysztof Duda. Hier die Teilnehmer: Die Einzelmeisterschaften der polnischen Frauen versprechen aufregend zu werden. Der Titel wird von der 8-fachen polnischen Meisterin, der Großmeisterin

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Russische Mannschaftsmeisterschaften

Momentan verfolgen wohl viele Schachfreunde – in Deutschland und vielleicht auch anderswo – die Schlussrunde der Bundesliga mit Entscheidung im Meisterschaftskampf (oder auch noch nicht). Einige Russen fehlen allerdings: jedenfalls inzwischen, teilweise spielten sie am Sonntag noch in Berlin aber sitzen ab heute in Sotschi am Brett. Das ist Austragungsort einer fast ausländerfreien und dennoch stark besetzten nationalen Mannschaftsmeisterschaft (die paar Nicht-Russen beherrschen wohl zumindest die russische Sprache). Das Titelfoto Original Zhem.ru, gefunden beim russischen Schachverband. Teamaufstellungen wurden offenbar erst heute verraten, die allerbesten russischen Spieler fehlen aber dennoch jede Menge Weltklassespieler – definiert als Elo 2700+, ehemalige Weltklasse definiert

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Überraschungen bei US-Meisterschaften

Zu diesen Turnieren kein detaillierter Turnierbericht, sondern nur allgemeine Impressionen und kurze Bemerkungen zu einigen Spieler(inne)n und dem, was sie geboten haben. In beiden Turnieren führte vor der letzten Runde jemand, mit dem man eher nicht rechnen konnte (bei den Herren also keiner der drei Teilnehmer mit Elo über 2750). Der Aussenseiter behielt seine Führung, die Aussenseiterin stolperte in der letzten Runde und verlor den danach fälligen Stichkampf im Armageddon. “Doch keine totale Überraschung” bei den Damen war dabei, wenn man aus den Runden zuvor neben Ergebnissen auch die jeweiligen Partien betrachtet, auch nicht sooo überraschend. Das kam dabei heraus:

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Schweizer Mannschaftsmeisterschaft

Réti holt auch im Derby gegen die SG Zürich einen Punkt – Unentschieden im Spitzenkampf Luzern – Winterthur – wichtiger Sieg für Wollishofen gegen Echallens Markus Angst – Réti ist in der Nationalliga A der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) das Team der Stunde. Zwei Wochen nach dem 4:4 gegen Topfavorit Genf holte der Meister von 2011, 2013 und 2014, der in dieser Saison auf dem Papier lediglich die Nummer 6 ist, auch im umstrittenen Derby gegen den Rekordmeister und Vorjahreszweiten Schachgesellschaft Zürich überraschend einen Punkt und wahrte damit seine Ungeschlagenheit. Sechs der acht Partien – darunter auch diejenige am Spitzenbrett zwischen der früheren

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