Schweiz: Nationalliga-A-Showdown in Regensdorf

 IM Werner Hug hätte gegen IM Richard Forster ein Remis reklamieren können… Von Markus Angst – Die Schlussphase der diesjährigen Nationalliga-A-Meisterschaft verlief so spannend wie kaum zuvor. Erst in der allerletzten Partie der gesamten Saison fiel die Entscheidung um den Titel zugunsten von Winterthur, als IM Richard Forster gegen IM Werner Hug nach 73 Zügen gewann. Nun bekommt – wie nachträgliche Partieanalysen ergeben haben – das NLA-Finale eine zusätzliche dramatische Note. Werner Hug hätte nämlich im 41. Zug dreifache Stellungswiederholung reklamieren und damit der SG Zürich die Titelverteidigung sichern können. «Ich war komplett überrascht, als ich tags darauf in den Ferien

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Erster Meistertitel für Winterthur seit 1981

Silber für Zürich, Bronze für Genf – Bodan und Neuenburg steigen in die Nationalliga B ab – erste GM-Norm für IM Gabriel Gähwiler, vierte IM-Norm für FM Marco Gähler Von Markus Angst – Die Schachgesellschaft Winterthur ist erstmals seit 36 Jahren Schweizer Mannschaftsmeister. Ihren dritten Titel nach 1972 und 1981 sicherten sich die Winterthurer dank eines 4:4-Unentschiedens gegen die SG Zürich in der zentralen Schlussrunde in Regensdorf. Der punktgleiche Titelverteidiger und Rekordmeister landete mit anderthalb Einzelpunkten Rückstand auf dem 2. Platz. Dritter wurde mit einem Mannschaftspunkt Rückstand Genf. Meistermacher für das in Topbesetzung angetretene Winterthur – Zürich spielte ohne den

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Schweiz: Nationalliga-A-Runde in Regensdorf

Winterthur und Zürich gewinnen, Genf verliert überraschend – Showdown zwischen Winterthur und Zürich am Sonntag Von Markus Angst – Die SG Winterthur und die SG Zürich werden am Sonntag ab 11 Uhr in der Nationalliga-A-Schlussrunde der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM) im Hotel «Mövenpick» in Regensdorf den Titel unter sich ausmachen. Dabei muss Zürich gewinnen, weil es weniger Einzelpunkte aufweist. Die beiden punktgleichen Zürcher Teams gewannen in der 8. Runde – das in Topbesetzung angetretene Winterthur knapp mit 4½:3½ gegen Luzern, das ohne den gesundheitlich angeschlagenen GM Noël Studer, dafür mit der in dieser Saison bisher nur einmal eingesetzten Ex-Weltmeisterin GM Alexandra Kosteniuk

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Endrunden der Schweizer Nationalliga A

SMM: Winterthur, Zürich und Genf gehen Kopf an Kopf in die NLA-Schlussrunde vom 14./15. Oktober in Regensdorf – Hochspannung auch im Kampf gegen den Abstieg – Live-Übertragung der beiden Spitzenkämpfe im Internet Von Markus Angst – Erstmals seit 2007 – damals standen Sorab Basel, Reichenstein und Mendrisio gemeinsam an der Tabellenspitze – gehen am kommenden Wochenende im Hotel «Mövenpick» in Regensorf (Zuschauer sind bei freien Eintritt herzlich willkommen!) drei Teams punktgleich in die Doppel-Schlussrunde der Nationalliga A in der Schweizerischen Mannschaftsmeisterschaft (SMM). Winterthur, Zürich und Genf haben je 12 Punkte aus sieben Runden auf dem Konto und sind durch 3½

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Berlin gewinnt die Deutschen Jugend-Ländermeisterschaften

Vom 29. September bis zum heutigen 4. Oktober fanden in Hannover die Ländermeisterschaften der Deutschen Schachjugend statt. Die Auswahlrmannschaften der Bundesländer müssen aus je einem Jugendlichen der Altersklassen U20, U20w, U18, U16, U16w, U14, U12 und U12w bestehen. Die Schachjugend Baden brachte dabei mit 2136 den weitaus höchsten DWZ-Schnitt an die acht Bretter. Mit WIM Josefine Heinemann gehörte sogar eine 29-malige Nationalspielerin (der Erwachsenen) dazu! Für Platz eins hat es trotzdem nicht gereicht. Der ging an die Auswahl der Bundeshauptstadt. Hier saß mit den FIDE-Meistern Leonid Sawlin, Emil Schmidek und Raphael Lagunow ein Trio an den Spitzenbrettern, das schon mal allein fast immer drei Punkte einheimste. Berlin

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Russische Schnellschach- und Blitz-Meisterschaft 2017

Die Russische Schnellschachmeisterschaft 2017 findet vom 30 September bis 1 Oktober in Sotchi, Russland statt. An dem 11-rundigem Turnier nehmen unter anderem die topgesetzten Andreikin, Fedoseev und Artemiev teil. Die Bedenkzeit beträgt 15 Minuten für die gesamte Partie mit 10 Sekunden Zeitzugabe pro Zug ab dem ersten Zug. Der Preisfond beträgt 840.000 Rubel (ca. 12.000€). Insgesamt sind über 320 Spielerinnen und Spieler am Start. Bei den Männern sind die Top-Favoriten: Sanan Sugirov, Ernesto Inarkiev, Dmitry Andreikin, Vladimir Fedoseev, Dmitry Jakovenko. Bei den Frauen: Natalia Pogonina, Alexandra Goryachkina, Daria Voight, Anastasia Bodnaruk, Marina Nechaeva.    

Deutsche Jugend-Ländermeisterschaft

Die Deutsche Ländermeisterschaft der Schachjugend findet vom 30. September bis 4. Oktober 2017 in der Jugendherberge in Hannover statt. Es ist ein 7-rundiges Schweizer System Turnier mit 18 Mannschaften, die aus 8 Spielern besteht, wobei jeweils ein Spieler aus der Altersklasse U20, U20w, U18, U16, U16w, U14, U12, U12w vertreten sein muss. Die Spieler erhalten 90 Minuten für 40 Züge, danach 30 Minuten für den Rest der Partie, mit 30 Sekunden Zeitzugabe pro Zug ab dem ersten Zug. 30.09.2017 08.30 Uhr 1. Runde 01.10.2017 08.30 Uhr 2. Runde 14.30 Uhr 3. Runde 02.10.2017 08.30 Uhr 4. Runde 14.30 Uhr 5. Runde

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GM Alexander Donchenko ist Deutscher Chess960 Meister

Trotz Umzug purzeln sämtliche Rekorde – Ein Beitrag von Mike Rosa 12.09.2017 – Am 13. August fand die 5. Deutsche Meisterschaft im Chess960 Schnellschach statt und brach alle Rekorde ihrer Vorgängerinnen. Dabei war der Spielort Wiesbaden-Biebrich in unmittelbarer Nähe zum herrlichen Schlosspark aus der Not geboren. Einst aus dem bekannten Chess960 Open des SC Waldbronn hervorgegangen erfreute sich das nationale Championat im „modernen Schach“ stetig wachsender Beliebtheit und lud auch unkundige Anhänger des traditionellen Schachs zu ersten Berührungen mit Chess960 ein. Doch in diesem Jahr mussten sich die Verantwortlichen im malerischen Waldbronn der schwindenden Manpower und dem geringeren Sponsoring beugen

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Aktualisierte Teilnehmerliste der DBEM 2017

Am 2. Dezember feiert der TSV Haunstetten 1892 sein 125. Jubiläum mit der Ausrichtung der 44. Deutschen Meisterschaft im Blitzschach in Augsburg. Spiellokal ist die TSV-Turnhalle, Landsberger Str. 3, Augsburg. Die Landesverbände haben ihre qualifizierten Spieler bereits alle gemeldet. Ab sofort können Sie den Stand der Meldungen und der Zusagen in den „Informationen der Spielleitung“, Nr. 2017/05, ablesen. Bundesturnierdirektor Ralph Alt ist immer noch auf der Suche nach einem Ausrichter die Deutsche Schnellschachmeisterschaft 2018. Und auch Zeit und Ort der Deutschen Schachmeisterschaft stehen noch in den Sternen. Ralph Alt bundesturnierdirektor@schachbund.de

IM Hagen Poetsch Deutscher Meister 2017 im Schnellschach

Am Samstag, dem 2. September, wurde um 14 Uhr, die 43. Deutsche Meisterschaft im Schnellschach im „Maritim Magdeburg“ in Magdeburg, Otto-von-Guericke-Str. 87, gestartet. Ausrichter ist der Landesschachverband Sachsen-Anhalt. Nach den ersten fünf Runden, denen sich ein gemeinsames Abendessen anschließt, wurde das Turnier am darauffolgenden Sonntag um 9.30 Uhr mit den restlichen vier Runden fortgesetzt. Es hat einige Zeit gedauert, bis das Teilnehmerfeld feststand (regelmäßig nachzulesen in den „Informationen der Spielleitung“, Nr. 2017/4). Für den verhinderten Titelverteidiger IM Matthias Dann rückt der Zweitplatzierte der letztjährigen Meisterschaft IM Hagen Poetsch (Elo Standard: 2481, Elo Rapid: 2507) nach. Ein Verfolgerfeld, dem drei Großmeister,

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Die SMM geht in die entscheidende Phase – erste NLA-Doppelrunde an diesem Wochenende

Markus Angst – Nach über zweimonatiger Sommerpause nimmt die Schweizerische Mannschaftsmeisterschaft (SMM) ihren Betrieb wieder auf. Am kommenden Wochenende steht die erste von zwei Nationalliga-A-Doppelrunden auf dem Programm. Die Ausgangslage in der obersten Spielklasse verspricht für die vier letzten Durchgänge Hochspannung. Denn mit Vizemeister Winterthur, Titelverteidiger Zürich, dem letztjährigen Dritten Riehen und dem Vorjahresfünften Genf liegen gleich vier Teams mit 8 Punkten aus fünf Runden gemeinsam an der Tabellenspitze. Von den vier Top-Teams hat Genf das deutlich einfachste Schlussprogramm. Die Genfer treffen in den vier letzten Runden mit Ausnahme von Réti (5.) ausschliesslich auf Gegner aus der zweiten Ranglistenhälfte. Derweil

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Bacrot und Milliet französische (Rekord-)Meister

Nicht jede nationale Meisterschaft bekommt einen Artikel für den Schachticker, für die französischen Meisterschaften (Herren, Damen und diverse andere Turniere) mache ich es aus zwei Gründen: 1) Sie waren recht stark besetzt, auch wenn bei Herren und Damen die Nummer eins jeweils fehlte. 2) Da ich die französische Sprache beherrsche, kann ich auch einige Hintergrundinformationen einbauen. Gewonnen haben am Ende Etienne Bacrot (sein achter Titel) und Sophie Milliet (der sechste Titel), auf unterschiedliche Weise: Milliet gewann souverän und stand bereits eine Runde vor Schluss als Meisterin fest, Bacrot musste dagegen in die doppelt verlängerte Verlängerung und gewann erst im Armageddon.

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Deutsche und andere in Barcelona

Gerald Hertneck hat zum Sants Open in Barcelona bereits einen Erlebnisbericht veröffentlicht – mit reichlich Fotos nicht nur aus dem Turniersaal. Da kann ich es verschmerzen, dass die Turnierseite diesbezüglich wenig (genauer gesagt nichts) bietet. Das Titelbild gebe ich nicht dem Turniersieger – dass ein an eins gesetzter Grossmeister ein Open gewinnt ist zwar nicht selbstverständlich aber auch nicht sensationell. Dass ein an zehn gesetzter Grossmeister Platz zwei belegt ist auch nicht unbedingt fotowürdig, verglichen mit Platz drei für einen an siebenundsiebzig gesetzten FM – ausserdem schreibe ich ja für eine deutsche Seite. Zu Julian Martin (OSG Baden-Baden) habe ich

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92e Championnat de France 2017

Die Französischen Meisterschaften sind anders als in Deutschland. Es ist ein Riesenspektakel. Über 1000 Spielerinnen und Spieler werden erwartet. Es ist das größte französische Turnier mit hoher Aufmerksamkeit der Medien. Von Samstag, 19. bis Sonntag, 27. August 2017 wird im Kongresszentrum der schönen Stadt Agen die Meisterschaft in mehreren Gruppen ausgetragen. Hautnah können so die Schachfans ihre Stars, wie Bacrot, Fressinet, Bauer etc., beobachten. Dieses Jahr sind auch Hobbyspieler eingeladen, die in einem separaten Turnier ihren Meister finden können. Insgesamt sind es 8 unterschiedliche Turniere. Das Jahr mit der höchsten Teilnehmerzahl war 2001 mit 1114 Schachspielerinnen und Schachspielern.   Männer

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Spanische Mannschaftsmeisterschaften

Der Schachticker erwähnte bereits, dass “Markus Ragger auf Titelkurs in Spanien” ist bzw. war. Nun ist das Turnier vorbei und er hat es geschafft, natürlich nicht alleine – seine Teamkollegen können vielleicht kein Deutsch (Ragger kann Österreichisch – auch das habe ich verstanden, als ich mich in Wijk aan Zee mit ihm unterhalten konnte) aber Schach spielen können sie auch. Wer ausser Ragger zur Titelverteidigung von Sestao Bizkaialde (letztes Jahr hiessen sie noch Sestao Fundacion EDP) beigetragen hat, siehe unten. Das Titelbild bekommt allerdings einer, der mit seinem Team Zweiter wurde aber dabei individuell etwas schaffte, das Ragger bereits mal

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Markus Ragger auf Titelkurs in Spanien

Markus Ragger (Foto by David Llada) spielt aktuell in der spanischen Liga und ist nach fünf von sieben Runden mit seinen Klub Sestao Bizkaiaide klar auf Titelkurs. Gestern feiert der Klub einen knappen 4:3 Sieg gegen Barcelona und führt nun in der Tabelle mit neun Punkte vor Merida Patrimonio Humanidad Ajoblanco und C. A. Solvay, die allerdings bereits drei Punkte Rückstand haben. Heute könnte Raggers Team mit einem Punktegewinn gegen Jaime Casas Monzo bereits den Titel fixieren. Ragger beweist erneut, dass er ein verlässlicher Mannschaftsspieler ist. In den bisherigen fünf Partien konnte Ragger nach zwei Remisen gegen Van Wely (2646)

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Deutsche Senioreneinzelmeisterschaft entschieden

Jefim Rotstein ist Deutscher Senioren- und Nestorenmeister 2017 und  Brigitte Burchardt ist Deutsche Seniorenmeisterin 2017 – Ein Bericht von DSB-Seniorenreferent Gerhard Meiwald In der 9. Runde der Deutschen Senioreneinzelmeisterschaft wurde die berühmt berüchtigte Großmeisterkrankheit in einer letzten Turnierrunde ad absurdum geführt. An den ersten 5 Brettern wurden Remisangebote zum Tabu erklärt. Entsprechend kampfbereit wurden alle Partien bis zum Ende ausgefochten. Am Spitzenbrett riskierte FM Bodo Schmidt (SC Siegburg) alles um FM Jefim Rotstein (SC Tornado Hochneukirch) von einem erneuten Titelgewinn abzuhalten. Mit einem Qualitätsopfer im Mittelspiel wollte er seine verbundenen Zentrumsbauern zum Partieentscheidenden Vorteil verwerten. Aber die hohe Verteidigungskunst des

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Deutsche Senioreneinzelmeisterschaft – Runde für Runde

In Berlin startete heute die 29.Deutsche Senioreneinzelmeisterschaft im Holiday Inn in der Berliner City West. In der Gruppe A nehmen 141 Männer und 6 Frauen den Kampf um die Meistertitel der Senioren auf. Natürlich gehören die 19 Titelträger zum Favoritenkreis. Darunter Großmeister Jakob Meister(SK Zehlendorf), Vorjahressieger IM Boris Khanukov (Bahn SC Wuppertal), die FM Bodo Schmidt (SC Siegburg), Jefim Rotstein (SC Tornado Hochneukirch), Stephan Buchal(SV Werder Bremen), Gottfried Schumacher (HTC Bad Neuenahr), Berthold Bartsch (SC Forchheim) und Christof Herbrechtsmeier (SC Emmendingen). Aber obwohl die WIM Brigitte Burchardt und Anett Wagner-Michel beide SC Rotation Pankow auch um den weiblichen Meistertitel spielen,

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Staatsmeisterschaften in Graz

Vom 12. bis 20. August finden im Grazer Hotel Novapark die österreichischen Staatsmeisterschaften im Standardschach statt. In der offenen Klasse führt Valentin Dragnev die Setzliste vor den Steirern Peter Schreiner und Andreas Diermair an. Gespannt darf man auf das Abschneiden der jungen Garde sein. Neben Dragnev sind das vor allem Luca Kessler, Florian Mesaros und Martin Christian Huber. Sie folgen in der Setzliste hinter Titelverteidiger Georg Fröwis auf den Plätzen fünf bis sieben. Im Frauenbewerb ist die sechsfache Staatsmeisterin Anna-Christina Kopinits in Abwesenheit von Eva Moser und der frischgebackenen Mutter Regina Theissl-Pokorna in der Favoritenrolle. Im Kampf um den Sieg

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5. Deutsche Chess960 Schnellschachmeisterschaft bricht bereits alle Rekorde

Text: Mike Rosa – GM Vlastimil Hort, GM Klaus Bischoff, GM Erik van den Doel, IM Vincent Keymer, GM Alexander Donchenko – jetzt anmelden und mit den Stars von heute und morgen Schachgeschichte schreiben! Am kommenden Sonntag erlebt die hessische Landeshauptstadt eine Premiere, wenn dort erstmals die Deutsche Chess960 Schnellschachmeisterschaft ausgetragen wird. Und schon jetzt dürfen wir verkünden, dass dort neue Rekorde aufgestellt werden. Sowohl in puncto Masse als auch Klasse wird die phantastische Vorarbeit des Schachclub Waldbronn der vergangenen Jahre in Wiesbaden Früchte tragen. Mindestens 18 Titelträger haben ihr Kommen angekündigt, darunter illustre Größen wie der Senioren Chess960-Weltmeister GM

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