Schlussrunde bei der Schacholympiade

Pseudo-Liveticker aus Tromso Ich habe mir auf der Arbeit frei genommen, um die spannende Schlussrunde der Olympiade komplett live mit zu erleben – nicht vor Ort, sondern im Internet im eigenen Wohnzimmer. Der Artikel hat ein etwas anderes Format, so kann der Leser (auch im Nachhinein) die zu erwartende Spannung nachvollziehen. Allerdings kann es durchaus sein, dass ich in der entscheidenden Phase live dabei bleiben will und wenig bis keine Zeit haben werde, zwischendurch was zu schreiben – "live" wird dann vielleicht eine Stunde später. Wie bereits erwähnt: Auch nach dem Ende der direkten Duelle an den vorderen Tischen kennen

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Olympiade auf der Zielgeraden

Spannung pur, Medaillenchancen für viele (auch die deutschen Damen!)   Zehn von elf Runden sind gespielt, aber – auch wenn ich im Zwischenbericht nach sieben Runden über Vorentscheidungen spekulierte – ist der Kampf um die Medaillen noch ziemlich offen. Im offenen Turnier haben noch zehn Teams Chancen auf zumindest Bronze, und zwar sieben der nominell acht besten Mannschaften sowie drei relative Aussenseiter. Wer von den acht nominell besten ist nicht mehr im Medaillenrennen, und wo steht das (an zwölf gesetzte) deutsche Team? Momentan steht es so: China 17, Ungarn 16, Frankreich, Ukraine, Russland, USA, Usbekistan, Indien, Aserbaidschan, Polen 15. Die

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Vorentscheidungen bei der Olympiade?

Ausserdem: Hype-Bremse und 2800-Fluch   Nach dem Ruhetag wurden zwei weitere Runden gespielt. Inzwischen ist bei den Damen vielleicht schon die Vorentscheidung gefallen – da hat Russland sehr gute Karten. Im offenen Turnier wissen wir dagegen nur, wer aus dem Kreis der Favoriten vermutlich nicht Olympiasieger wird: Russland. Zunächst der Stand nach sieben von elf Runden. Im offenen Turnier führt Aserbaidschan (13/14 Mannschaftspunkten) vor einem Quartett (China, Tschechische Republik, Bulgarien, Rumänien) mit 12 Punkten und 9 Teams mit 11 Punkten – darunter die Mit-Favoriten Frankreich, Armenien, Ukraine, Ungarn und USA sowie auch Deutschland. Warum habe ich Russland nicht erwähnt? Die

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Spannend-kuriose Olympiade

Alles kann passieren, einiges ist bereits passiert   … dabei wurden erst fünf Runden gespielt. Während viele Spieler wohl die traditionelle Bermuda-Party vor dem ersten Ruhetag besuchen (wer hat Grund zu Feiern? wer hat Grund, sich zu betrinken?), stelle ich mich der Aufgabe, das bisherige bunte Treiben zusammenzufassen. Den Untertitel hatte ich bereits vor der fünften Runde angedacht – und dann fühlten sich die Herren Radjabov, Karjakin, Ivanchuk, Korobov und Baramidze angesprochen. Die Damen will ich nicht völlig ignorieren: schöne Grüsse an Mariya Muzychuk und Anna Ushenina! Bei den Herren ist der Zwischenstand nach fünf Runden noch nicht allzu aussagekräftig,

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Olympiade in Tromsø

Gleich geht’s los!   “Gleich” bedeutet: heute abend ist (falls es jemand interessiert) die Eröffnungsfeier, und ab morgen wird Schach gespielt. Die Runden beginnen morgen (Samstag 2.8.) um 15:00, dann jeweils um 14:00, und die elfte und letzte Runde ist Dienstag 12.8. ab 11:00. Einiges ist bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt: die definitive Brettreihenfolge müssen die Teams erst heute bis 19:00 verraten, und bei jeder Olympiade weiss man erst zu Beginn der ersten Runde (oder teilweise noch später), wieviele Teams tatsächlich mitmachen und wieviele wegen Visa- oder anderen Problemen doch nicht erscheinen. Letzteres betrifft aber eher nicht die Teams aus

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Schacholympiade 2014 in Tromsø (Norwegen) 1. bis 14.8.2014

Ärger in der Schachfamilie   Unter dieser Schlagzeile schreibt Johannes Fischer am heutigen Tage in der Online Ausgabe DER ZEIT einen lesenswerten Artikel. Er beschreibt Querelen und Hindernisse bei der Durchführung des größten Schachspektakels im Heimatland des Weltmeisters Magnus Carlsen. Die politischen Verhältnisse in der Ukraine beeinflussen sogar die Schacholympiade in Tromsø. Förderationswechsel waren bisher kein Problem. Doch die Ukrainerin Kateryna Lagno sie lebt übrigens in Russland –  musste die bittere Erfahrung machen, dass politische Krisen und kriegerische Auseinandersetzungen einen solchen Wechsel beeinflussen können. Sie wollte nicht mehr für die Ukraine spielen, mit der sie 2006 und 2013 bei der

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Offizielle Seite der Schach-Olympiade in Tromsö eröffnet

chess24 kooperiert mit den Organisatoren der Schacholympiade   In Hamburg nimmt ein neues Unternehmen langsam Fahrt auf. Hatte die Firma Chessbase jahrelang eine marktbeherrschende Stellung, so bekommt sie jetzt starke und sehr ernst zu nehmende Konkurrenz. Der erste Knüller von chess24 ist die Kooperation mit den Veranstaltern und Organisatoren der Schach-Olympiade, die vom 1. bis 14.8.2014 in in Tromsö (Norwegen) stattfindet. Heute wird die "Offizielle Seite" erstmalig vorgestellt. Man sieht es der Seite sofort an, dass sie von Profis gestaltet worden ist. Klar und übersichtlich. Das Layout ist erstklassig. Hier wurde nicht gespart. Des weiteren wird chess24 mehrere Dienstleistungen anbieten.

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40. Schacholympiade in Istanbul

Die 40. Schacholympiade findet vom 27.8. bis 10.9.2012 in Istanbul (Türkei) statt. Gemeldet haben 162 Männer-Teams und 132 Frauen-Teams. Ausrichter ist die "Türkische Schachföderation". Gleichzeitig mit der Olympiade wird der 83. Fide-Kongress abgehalten. Insgesamt werden 11 Runden gespielt. Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge und jeweils 30 Minuten zuzüglich 30 Sek pro Zug für den Rest der Partie. Für die ersten drei Plätze gibt es Gold, Silber und Bronze. Auch die jeweils besten Spieler werden geehrt. Deutschland ist mit einer Frauen- und einer Männermannschaft vertreten: Hier die Mannschaften: GM Daniel Fridman 2653; GM Jan Gustafsson 2625; GM Igor

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Doppelte Schmach in Sibirien

Schach-Präsident von Weizsäcker noch schwächer als das C-Team   von FM Hartmut Metz, 30. Oktober 2010     Was soll man dazu noch sagen, wenn Pakistan vor Deutschland landet?", fragt Arkadij Naiditsch rein rhetorisch. Im Hockey wäre solch ein Resultat kein Drama – doch bei der Schach-Olympiade sieht es nicht nur die deutsche Nummer eins als Schmach, wenn ein Team mit einem Spieler ohne internationale Elo-Wertungszahl vor der Auswahl von Uwe Bönsch landet. Die belegte im sibirischen Chanty-Mansijsk mit 11:11 Punkten Platz 64 unter 148 Teilnehmern, zwei Ränge hinter Pakistan … mehr 

Deutsche Mannschaft bei der Schach-Olympiade auf dem 64. Platz

Mit den Schach-Entwicklungsländern auf Augenhöhe! Die 39. Schach-Olympiade im russischen Khanty-Mansiysk ist vorbei. Olympiasieger bei den Herren wurde die Ukraine und bei den Frauen erwartungsgemäß Russland. Die deutsche Herren-Olympiamannschaft hat sicher nicht enttäuscht. Für jeden einzelnen Spieler war die Schacholympiade der Höhepunkt seiner schachlichen Laufbahn. Die Mannschaft hat gegeben was sie kann, doch dass war in Anbetracht der Gegnerschaft einfach zu wenig, um auf höheren Plätzen zu landen. Der 64. Platz ist eine Katastrophe, die bei besserer Vorausplanung hätte vermieden werden können. Es ist ja nicht so, dass wir keine Spieler hätten, die eine einstellige Platzierung erreichen können. Es hat

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Schacholympiade in Chanty Mansijsk (Russland)

20.9. bis 4.10.2010 278 Männer- und Frauen-Teams werden an dem größten Schachereignis des Jahres 2010, der Schacholympiade im sibirischen Chanty Mansijsk (Russland), teilnehmen. Insgesamt sind es 1380 Spieler und Spielerinnen. Die Statistiken sind beeindruckend: Insgesamt nehmen 772 Titelträger teil. Davon 247 GM`s, 63 WGM`s, 160 IM, 81 FM`s, 87 WMF`s und 80 WMF`s. 35 der 37 Spieler aus der 2700er Kategorie werden an der Schach-Olympiade 2010 teilnehmen. Die Anzahl der Spieler über Elo 2600 beträgt 117, während 220 Spieler eine Elozahl über 2500 aufweisen. Teilnehmer Deutschland:1 GM Buhmann Rainer 2563 GER 2 GM Bogner Sebastian 2549 GER 3 GM Bindrich Falko 2507

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Schach-Olympiade in Dresden mit baden-württembergischer Beteiligung

WGM-Norm für Manuela Mader Vom 12.-26. November fand erstmals wieder nach 48 Jahren eine Schach-Olympiade in Deutschland statt. In Dresden konnte der Deutsche Schachbund letztlich je drei Fünfer-Teams im Frauenwettbewerb und im offenen Turnier starten lassen. Insgesamt 142 Nationen beteiligten sich an dem zweijährig stattfindenden Wettbewerb, nach den olympischen Sommerspielen die Sportveranstaltung mit den meisten teilnehmenden Ländern.

Armenien ist Goldmedaillengewinner

Bei den Damen gewinnt Georgien Armenien hat das Unglaubliche tatsächlich wahr gemacht und siegt zum zweiten Mal in Folge nach Turin 2006. Trotz des tragischen Tods ihres 28-jährigen Spitzenspielers Karen Asrian im Juni dieses Jahres, zeigten die armenischen Helden um Levon Aronian kämpferisches Schach bis zum Schluss, eroberten die Tabellenspitze am vorletzten Spieltag zurück und gaben Sie nicht mehr her. Im Turnierverlauf war Armenien immer unter den ersten Mannschaften in der Tabelle, aber kaum jemand glaubte wirklich daran, dass Mannschaftskapitän Arshak Petrosjan das Team ein zweites Mal auf Goldmedaillenkurs bringen würde. Gesetzt auf Rang Neun vor dem Turnier, bezwang das

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Schacholympiade 2008 in Dresden

Bilanz und Fakten Im Saal des Internationalen Congress Center Dresden tobt in Runde 11 der 38. Schacholympiade 2008 der Kampf um die Goldmedaille. Heute Mittag bereits konnten die Veranstalter gemeinsam mit dem FIDE Präsidenten Kirsan Iljumschinow eine positive Bilanz des Schachereignisses des Jahres ziehen.    Teilnehmer, Zuschauer, Helfer und Journalisten 2 169, davon 1 270 Schachspielerinnen und Schachspieler, 110 Schiedsrichter, Trainer und Betreuer sowie Offizielle des Weltschachverbandes FIDE nahmen an der Schacholympiade 2008 teil. Sie kamen aus 141 Ländern. 722 Männer stellten 146 Mannschaften und 548 Frauen 111 Teams. Sie spielten gemeinsam insgesamt 6 050 Partien.

38. Schacholympiade in Dresden

Nach dem Weltmeisterschaftskampf in Bonn, zwischen dem Herausforderer Kramnik (Russland und Anand (Indien), ist die Schacholympiade das grösste Schachevent in diesem Jahr. Es ist auch, nach teilnehmenden Nationen gerechnet, die grösste Sportveranstaltung in Deutschland und nach den olympischen Sommerspielen die zweitgrösste Sportveranstaltung der Welt.. Noch nie ist in der deutschen Medienlandschaft soviel über Schach berichtet worden, wie in diesem Jahr. Insgesamt werden über 2000 aktive Spieler und Spielerinnen aus 152 Nationen an der Schacholympiade teilnehmen. Das sind sieben Nationen mehr als vor zwei Jahren in Turin (Italien).  In Deutschland gibt es über 100.000 organisierte Schachspieler, die in ca. 3000 Vereinen

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Vorschlussrunde in Dresden

Die Vorschlussrunde brachte für die Teams im Open gemischte Ergebnisse. Während Deutschland 1 gegen die USA mit 1,5-2,5 unterlagen, gewann Deutschland 2 mit demselben Ergebnis gegen Portugal. Das 3. deutsche Team erreichte gegen Costa Rica ein 2-2. Bei den Damen gab es keine Niederlage… 3-1 Siege von Deutschland 1 gegen die Philippinen und Deutschland 2 gegen Dänemark und ein Remis des 3.Teams gegen Mexico. Nach dem morgigen Ruhetag geht es auf den Plätzen 18, 44, 48 im Open und 23, 42, 57 bei den Damen am Dienstag in die letzte Runde. Michael Gründer (DSB)

Wintereinbruch in Dresden

Ein Bericht von Frank Hoppe (DSB) Was mag sich die Spielerin aus Puerto Rico am gestrigen Tag noch im Spielsaal übergezogen haben, geschweige denn draußen beim ersten Schneefall? Das Foto stammt vom Donnerstag und im Spielsaal waren schätzungsweise 21-25 Grad. Auch viele schneegewöhnte Schachspieler wird der plötzliche Schneefall in der Nacht zum Sonnabend überrascht haben. Viele südländische Olympiateilnehmer werden zum ersten Mal überhaupt in ihrem Leben Schnee gesehen haben. Die Deutschen hat das sicher nicht gestört. Der Sonnabend war nicht regnerisch wie die Tage zuvor, sondern richtig schön. Nur bei den Punkten hapert es noch etwas. Deutschlands Männer trennten sich

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Fünf Tage Dresden

Ein Bericht von Frank Hoppe (DSB) Heute ist Sonnabend, der 22. September, es ist kurz nach 6 Uhr. Es heißt Abschied nehmen von Dresden für mich. Mein Zug geht allerdings erst am Abend. Genug Zeit, das olympische Flair noch ausgiebig zu genießen. Auf dem Programm steht am Vormittag ein Besuch der "World of Chess", wo heute ein Weltrekordversuch für das Guinness-Buch auf dem Programm steht: "Die längste Schachbuchstraße der Welt" auf 350 Quadratmetern. Daneben treffen sich noch Schachphilatelisten und es gibt eine Schachtauschbörse. Zwei Bücherlesungen finden statt, darunter zu "Bobby Fischer – ich wollte doch nur spielen". Bei diesem Titel

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Erste Niederlage für Deutschland

Was den deutschen Männern gegen die Nationen Nr. 1 und 2, Russland und Ukraine, nicht gelang, holten sie gestern gegen die Nr. 8 Israel nach – eine Niederlage. Diesmal konnten die Bretter 2 bis 4 die zweite Niederlage von Arkadij Naiditsch nicht ausbügeln. Am Ende hieß es 1,5:2,5 und in der Tabelle rutschten die Deutschen auf Platz 6 zurück. Heute geht es gegen Polen und die Frage ist: Wird Bundestrainer Uwe Bönsch, den nach einer Doppelnull enttäuschten und bisher durchspielenden Naiditsch eine Ruhepause gönnen? Bei den Damen läuft überhaupt nichts mehr zusammen. Gestern hieß es nur 2:2 gegen die im

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