Kampf um die Krone [Bronstein – Folge 12]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST.   David Bronstein war einer der besten Spieler aller Zeiten, obwohl er die WM-Krone nie gewinnen konnte. Einmal war er ganz dicht davor: Im Jahre 1951 forderte Bronstein den amtierenden Champion Michail Botwinnik in Moskau heraus. Der denkwürdige Kampf endete 12 – 12 unentschieden. Dennoch gab es einen Sieger, und der hieß Botwinnik.   Denn die Regularien damals besagten, dass dem Titelverteidiger Botwinnik 12 Punkte zum erneuten Gewinn des WM-Titels reichten, während der Herausforderer Bronstein mindestens 12,5 Punkte holen musste, um das Duell

Weiterlesen…

Blitz aus heiterem Himmel [Bronstein – Folge 11]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Der Este Paul Keres (1916 – 1973) gilt in der Schachgeschichte wie unser Held David Bronstein als einer der sogenannten „Ewigen Zweiten“. Dies soll aber nicht despektierlich klingen, im Gegenteil: Genauso wie Bronstein beschenkte Paul Keres die Nachwelt mit vielen wunderschönen Partien. Nach seinem Sieg beim AVRO-Turnier 1938, in dem er unter anderem den dritten Weltmeister José Raoul Capablanca effektvoll bezwang, bekam Keres von der Schachpresse die Spitznamen „nördliches Schachwunder“ und „neuer Morphy“ verliehen.   Die Ähnlichkeiten zwischen Bronstein und Keres sind

Weiterlesen…

Spanische Delikatessen [Bronstein – Folge 10]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Die Spanische Eröffnung gilt als die Königsdisziplin des Positionsspiels – zumindest, was die geschlossenen Strukturen in diesem System angeht. Unvergessen ist die Partie Karpow – Uhlmann, in welcher der 12. Weltmeister seinen Kontrahenten förmlich einschnürte, sodass dieser ohne jede Gegenwehr blieb. Bei solch drastischen Beispielen ist es kein Wunder, dass öfter mal vom Begriff der „Spanischen Folter“ die Rede ist.   Legendär sind auch die Weißpartien von Bobby Fischer, in welcher der Amerikaner die Abtauschvariante (1. e4 e5 2. Sf3 Sc6 3.

Weiterlesen…

Fantasy – ein König auf Wanderschaft [Bronstein – Folge 9]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 9! Die Caro-Kann-Verteidigung gilt als solide Eröffnung, in welcher der Schwarzspieler es erst einmal bedächtig angehen lässt, um im späteren Partieverlauf eventuelle Schwächen in der weißen Stellung ausnutzen zu können. Aber Vorsicht: Auch im Caro-Kann gibt es Abspiele, denen es nicht an Schärfe mangelt. Ein Beispiel hierfür ist die

Weiterlesen…

Van Foreest nach 114 Jahren wieder NL-Meister

Anne Haast und Iozefina Paulet unterhalten das Publikum (ebenfalls)   Natürlich wurde nicht dieselbe Person (zuletzt) 1902 und (erstmals?) 2016 niederländischer Schachmeister: Jorden Van Foreest (Titelfoto – fast alle Fotos von Harry Gielen, teils via die Turnierseite) ist gerade mal 17 – sein Ur-Urgrossvater Arnold (NL-Meister 1889, 1893 und 1902) und dessen Bruder Dirk (NL-Meister 1885, 1886, 1887) haben zwar beide ein gesegnetes Alter von über 90 erreicht, aber seit 1954 bzw. 1956 sind sie tot. Das wird ein etwas ungewöhnlicher Kombibericht: erst “normaler” Turnierbericht (relativ knapp), dann Reisebericht (zur letzten Runde war ich – spontane Entscheidung – vor Ort

Weiterlesen…

Bronsteins Qualitätsopfer – [Bronstein – Folge 8]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 8!   Im Grünfeld-Inder entsteht nach den Zügen 1. d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 d5 4. cxd5 Sxd5 5. e4 Sxc3 6. bxc3 c5 7. Lc4 Lg7 8. Se2 0-0 9. 0-0 cxd4 10. cxd4 Sc6 11. Le3 Lg4 12. f3 Sa5 13. Ld3 Le6 folgende Stellung:   Weiß am

Weiterlesen…

Königsindische Finessen – [Bronstein – Folge 7]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 7!   Laut Bronstein ganz oben auf der “Königsindischen Preisliste”: Dunkelfeldrige Läufer!   In den 1950er bis 1970er Jahren zählte die Königsindische Verteidigung in der Weltspitze zu einer der populärsten Varianten. Nicht nur Bobby Fischer, der dieser Eröffnung viele neue Impulse gab, sondern auch die sowjetischen Weltmeister Boris Spasski

Weiterlesen…

Steinitz, ein Pionier des Schachspiels – Teil 2

Wie im Kalenderblatt anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des ersten WM-Titelgewinnes von Wilhelm Steinitz angekündigt, veröffentlichen wir eine zweiteilige Folge mit dem Thema „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“  – Von JULIA KIRST   Hier ist der zweite Teil der Folge „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“ der Rubrik „Ausgelesen“ über den ersten Schachweltmeister Wilhelm Steinitz.   Ich beschäftige mich in dieser Folge mit den Büchern „A Memorial to William Steinitz“ von Charles Devidé, „Die Meister des Schachbretts“ von Richard Réti, „Feldherrenkunst im Schach“ von Max Euwe und „Meine großen Vorkämpfer, Band 1“ von Garri Kasparow. Dabei lege ich im Gegensatz zu Folge

Weiterlesen…

Steinitz, ein Pionier des Schachspiels – Teil 1

Wie im Kalenderblatt anlässlich des 130-jährigen Jubiläums des ersten WM-Titelgewinnes von Wilhelm Steinitz angekündigt, veröffentlichen wir eine neue Folge der Rubrik „Ausgelesen“ mit dem Thema „Steinitz, ein Pionier des Schachspiels“  – Von JULIA KIRST   Über den ersten Weltmeister sind so viele Bücher veröffentlicht worden. Ich habe mich auf sieben Bücher beschränkt. Aus diesen sieben Werken ließ sich aber so viel Material entnehmen, dass ich diese Folge in zwei Teile splitte.   In Teil 1 beschäftige ich mich mit den Büchern „William Steinitz, Chess Champion“ von Kurt Landsberger, „Steinitz – move by move“ von Craig Pritchett und „Der Entscheidungskampf zwischen

Weiterlesen…

In Memoriam [8]

Schach lebenslänglich – Zum Tode von Viktor Kortschnoi [23. März 1931 bis 6. Juni 2016] – Von RAYMUND STOLZE     Eine Begegnung der außergewöhnlichen Art im Sommer 2011: Der gerade neunjährige Eberswalder Maximilian Paul Mätzkow trifft den 80-jährigen Viktor Kortschnoi, der in Leukerbad zum fünften und letzten Mal die Schweizer Landesmeisterschaft gewinnt. (Foto: Christian Mätzkow)    

Die fleißigen Springer – [Bronstein – Folge 6]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 6!   David Bronstein heiratete 1984 Tatjana Boleslawskaya, die Tochter seines guten Freundes und Großmeisters Isaak Boleslawsky, der genau wie er aus Kiew stammte. Seinen Lebensabend verbrachte David Bronstein gemeinsam mit seiner Frau in der weißrussischen Hauptstadt Minsk. Auf einem Minsker Friedhof liegt seine Ruhestätte zehn Meter entfernt …

Weiterlesen…

Duell der Magier – [Bronstein – Folge 5]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 5!   David Bronstein sah das Schachspiel nicht als Wissenschaft oder Sport an, sondern als Kunst. Er spielte gerne undurchsichtige Varianten, deren Idee sich auf den ersten Blick nicht sofort erschließt. Nicht selten erfüllt den Betrachter eine Magie, wenn er die Partien des Ukrainers analysiert.   Auch seine Gegner

Weiterlesen…

Bauernwalze – [Bronstein – Folge 4]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 4!   Die Bauern sind zwar die schwächsten Kämpfer auf dem Schachbrett, aber man sollte ihre Fähigkeiten nicht unterschätzen, denn manchmal schlägt im Reich der 64 Felder ihre große Stunde.   Der Kiewer Großmeister David Bronstein zeigte in der Partie gegen Ernst Rojahn, dass die Bauern, wenn sie sich

Weiterlesen…

Computerseele – [Bronstein – Folge 3]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 – Von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“  hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 3!   David Bronstein wollte nach seinem Schulabschluss im Jahre 1941 Mathematik studieren. Im gleichen Jahr marschierten am 21. Juni die Truppen des Dritten Reiches in der Sowjetunion ein und Bronstein wurde in die Rote Armee eingezogen. Dabei hatte er Glück im Unglück: Bronstein fiel aufgrund seiner Sehschwäche durch

Weiterlesen…

Zugzwang – [Bronstein – Folge 2]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“  hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 2!   David Bronstein war vor allem für seine fulminanten Angriffspartien bekannt. Er konnte aber auch eine positionelle Klinge schlagen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Schwarzpartie gegen den Puerto Ricaner Julio Kaplan im Internationalen Turnier zu Hastings 1975/76. Kaplan war kein Unbekannter, denn er gewann 1967 die Jugendweltmeisterschaft. In

Weiterlesen…

„Bronsteins Unsterbliche“ – [Folge 1]

Eine Schach-Ticker Serie zum zehnten Todestag der sowjetischen Schachlegende am 5. Dezember 2016 von JULIA KIRST   Im Kalenderblatt [28] „Das Phänomen Bronstein …“ [http://www.chess-international.de/Archive/48378#more-48378] hatten wir angekündigt, dass unsere Autorin JULIA KIRST in diesem Jahre eine monatlich erscheinende Serie zum zehnten Todestag der Schachlegende veröffentlichen wird. Lesen Sie heute Folge 1!   David Bronstein spielte viele interessante und spektakuläre Partien. Tiefgründige Kombinationen, riskante Opfer, spekulative Züge – genau deshalb lieben ihn zahlreiche Schachfans in aller Welt. Bei all diesen schönen Partien ist es schwer, die beste von ihnen zu küren. Dennoch gibt es eine Partie [oder besser gesagt ein

Weiterlesen…

Na dann bis zum nächstes Jahr im August …

Ein Bericht vom vierten Dresdner Schachlegendentreffen von RAYMUND STOLZE   Ich hasse Abschiede, und doch lassen sie sich nicht vermeiden, auch nicht beim Treffen der Schachlegenden in Dresden, dass alljährlich im August dank des großzügigen Sponsorings des erfolgreichen Immobilien-Unternehmers Dr. Rainer Maas stattfindet.   Warum nacht er das? Nun, diesen Mann zeichnet nicht nur eine große Liebe zum Schachspiel aus [mit Begeisterung trainiert er in Dresden bei Wolfgang Uhlmann und in Wien bei Andreas Dückstein], sondern es ist sein Respekt und die Verehrung der großen Meister des „goldenen Zeitalters des Schachs“, wie Maas es selbst formuliert, „die in der Schachwelt

Weiterlesen…