Shengelia besiegt Ragger im Schnellschach

Der neue Blitzschach Staatsmeister Markus Ragger zeigt gestern auch im Schnellschach eine hervorragende Leistung. Acht Punkte aus neun Partien reichen aber nicht zum zweiten Titel. David Shengelia besiegt Ragger im direkten Duell und gewinnt mit achteinhalb Punkten die Goldmedaille vor Ragger und dem Sensationsmann Adolf Denk, der nur als Nummer 20 der Setzliste ins Turnier ging. Shengelias Leistung ist mit einer Performance von 2757 absolut Top. Er räumt aber bescheiden ein gegen Ragger das notwendige Spielglück auf seiner Seite gehabt zu haben. Die Stellung war lange schwierig für Österreichs Bundestrainer. Hinter dem Siegertrio folgen in den Top-10: Schwabeneder, Schreiner, Freitag,

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Elisabeth Pähtz ist neue Deutsche Meisterin im Schnellschach

Die 1. Runde war eine Schrecksekunde für die gebürtige Erfurterin und Nummer 1 der Setzliste Elisabeth Pähtz. Doch nach ihrem Auftaktremis ließ sie ihren Gegnerinnen keine Chance und dominierte das Feld nach Belieben. 7 Siege in Folge bedeuteten bereits nach Runde 8 den Titel der Deutschen Meisterin im Schnellschach. Hinter ihr ins Ziel kam Marta Michna mit 6,5 Punkten. 2 sichere Remis in Runde 8 und 9 brachten ihr den Vizemeistertitel. Denn gegen Elisabeth war an diesem Wochenende kein Kraut gewachsen. Um den dritten Platz stritten sich in der letzten Runden noch ganze 6 Spielerinnen, die sich alle mit 5 

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Erfurter Frauenschachfestival startet in den ersten Tag

Elisabeth Pähtz führt bei Deutscher Schnellschachmeisterschaft der Frauen. Text: Jonathan Carlstedt – Am 29.7.2017 um 13.38 Uhr war es so weit, Axel Eger, Vorsitzender des Schachförderverein Region Erfurt e.V., ergriff das Wort und begrüßte die Teilnehmerinnen zur Deutschen Schnellschachmeisterschaft 2017 in Erfurt. Der Schirmherr der Veranstaltung Peter Gösel Präsident des Landessportbundes Thüringen riet den Teilnehmer nach Axel Egers Einführung neben dem Schach und der tollen Atmosphäre auch den Ausblick aus dem 17.Stock des Radisson-Hotels Erfurt zu genießen und die Stadt selber mit all ihren schönen Ecken zu erkunden. Auch die Auslosung der ersten Runde spielte beim Thema Erfurt mit, denn

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Deutsche Schnellschachmeisterschaft der Frauen

Am 29. 7. 2017 ist es so weit. Das Erfurter Frauenschachfestival startet mit seinem ersten Event. Die Deutsche Schnellschachmeisterschaft der Frauen wird über zwei Tage in neun Runden ausgetragen. Aber nicht nur den Meistertitel gibt es zu gewinnen. Die Damen spielen auch um einen Gesamtpreisfond von 1500 Euro. Es wird hoch her gehen. Die Bedenkzeit beträgt 20 Minuten für die gesamte Partie und es gibt keinen Aufschlag pro Zug. Zeitnotschlachten sind also vorprogrammiert. Eröffnet werden die Meisterschaften von ihrem Schirmherrn, den Präsidenten des Landessportbundes Thüringen, Herrn Peter Gösel. Das Rennen wird spannend. An Nummer 1 der Setzliste ist die deutsche

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Warteschach von So, Dynamik und Chaos von MVL

Letztendlich war So mit seiner pragmatischen Art, Schach zu spielen, erfolgreicher als der abenteuerlicher eingestellte Vachier-Lagrave – da es der Franzose in der neunten Runde im dritten Versuch doch schaffte, eine Verluststellung zu verlieren. “Puristen” mögen das begrüssen, Fans von Wesley So ohnehin – ich kann einer Spielweise die vor allem darauf ausgerichtet ist, Risikos zu vermeiden und gegnerische Fehler auszunützen, nicht allzu viel abgewinnen. Wie dem auch sei, das ist der Endstand des Schnellturniers in Leuven, damit auch der Zwischenstand vor dem nun folgenden doppelrundigen Blitzturnier: So 14/18, MVL 12, Carlsen 11, Giri 10, Aronian, Kramnik, Nepomniachtchi 9, Anand

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Vorschau zu Leuven – eher kurz und knapp

Nach Paris kommt bei der Chess Tour Leuven – ab morgen, die Spieler sind wohl bereits vor Ort, vielleicht bis auf Nepomniachtchi der gestern noch in Khanty-Mansiysk spielte und ab da eine relativ weite Anreise hat. Das Format ist dasselbe – neun Runden Schnellschach an drei Tagen, dann achtzehn Blitzpartien an zwei Tagen, jeweils mit “delay” statt Inkrement. Die Teilnehmer sind, im Gegensatz zu 2016, nur zu 30% identisch. Damals bekam Carlsen für beide Turnier eine/die einzige wildcard, einziger Unterschied: Anand fehlte aufgrund anderer Verpflichtungen in Paris und Fressinet durfte daher mitspielen. Nun die Leuven-Teilnehmer, wieder alphabetisch sortiert: Anand, Aronian,

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Carlsen gewinnt, Vachier-Lagrave beeindruckend

Bei der Chess Tour in Paris stand Carlsen “bereits als Sieger fest”, dann kam Vachier-Lagrave und überholte ihn, dann brauchte Carlsen Dusel bzw. gegnerische Hilfe um einen Stichkampf zu erreichen, dann gewann er den fälligen Stichkampf. Das Titelbild gebe ich beiden, u.a. da Preisgeld (allerdings nicht Tourpunkte) gleichmässig geteilt wurde. Alle Fotos (bis auf eines) von Lennart Ootes, ab Turnierseite über Flickr. Aus diversen Gründen hätte ich es MVL eher gegönnt, aber Carlsen-Fans – jedenfalls die Livekommentatoren der Chess Tour – betrachten Carlsens Turniersieg nach Stichkampf als total verdient. Meine Gründe sind, abgesehen von bei mir fehlendem Carlsen-Hype: 1) Ich

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Munteres Gepatze in Paris

Der Leser kennt es bereits: Manchmal sehe ich Dinge anders als andere, darunter die kommerzielle und damit nicht unbedingt unabhängige Konkurrenz. Immerhin bin ich jedenfalls nicht ganz alleine mit meiner Meinung, eingangs zitiere ich Emil Sutovsky – auf Facebook, Original auf Russisch, holprige etwas verbesserte Google-Übersetzung: “Ich versprach, hinterher etwas zum Star-Turnier im Schnellschach in Paris zu schreiben, aber ich warte nicht, ich schreibe bereits heute [nach dem zweiten von drei Tagen]. Leute, nun, ehrlich gesagt, wie kann man das mit klassischem Schach vergleichen? Stavanger ist gerade vorbei. Vergleicht das einfach! Ist es möglich, für so eine unglaublich niedrige Qualität

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Florian Mesaros ist Schnellschach Europameister! Österreich holt vier Medaillen

Florian Mesaros gewinnt bei der Schnellschach Europameisterschaft in Budva den Titel in der U18. Mesaros wiederholt damit heuer, was ihm bereits 2015 in der U18 gelungen war. Dieser erneute Titelgewinn zeigt seine überragenden Fähigkeiten in dieser schnellen Schachdiziplin. Aber auch die anderen Österreicher überzeugen. Dominik Horvath, der zweite Burgenländer im Team, gewinnt in der U14 mit 7,5 Punkten 9 Partien eine Silbermedaille. Bronze gibt es zudem für die Wiener Marc Morgunov (U12) und Felix Blohberger (U14). Die Mädchen holen durch Chiara Polterauer, Jasmin-Denise Schloffer und Nikola Mayrhuber in der U18 die Plätze vier bis sechs. Konstantin Peyrer startet mit 5/7

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Chess Tour in Paris, dann Leuven

Zur Erinnerung: Letztes Jahr hatte die Chess Tour nach dem Ausstieg von Norway Chess ein Problem – zwei Turniere mit klassischer Bedenkzeit sind etwas wenig für eine “Tour”. Damals wurden dann kurzfristig zwei Schnell- und Blitzturniere aus dem Boden gestampft – in Paris von Freunden von Vachier-Lagrave der so die gesamte Tour mitspielen durfte, im belgischen Leuven offenbar von einem Kumpel von Kasparov der so zur Rettung von dessen Chess Tour Projekt beitrug. Da Paris und Leuven nur gut 300km voneinander entfernt sind, kann man die Turniere direkt nacheinander ausrichten. Da es allen – Chess Tour und lokalen Geldgebern –

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Weltmeister Ivanchuk in Prag

Der Weltmeister im Schnellschach, Vassily Ivanchuk, ist nach Prag gekommen. Er wird 12 Partien Schnellschach gegen den besten tschechischen Schachspieler David Navara spielen. Gespielt wird im Michna-Palast in Prag . Die erste Partie beginnt am 15. Juni um 16:00 Uhr. Die Partien werden live im Internet übertragen. Jeden Tag werden 4 Partien gespielt . Das Festival ČEZ CHESS TROPHY 2017 ist das 15. Jedes Jahr spielt David Navara gegen einen Gegner der Weltklasse.  Hier nur einige der hochkarätigen Gegner in der Vergangenheit: Vladimir Kramnik, Großmeister Hikaru Nakamura und Wesley So. Foto: Offizielle Seite

GM Vitaly Kunin gewinnt das 45. Godesburg Schnellturnier

Mit Jungtalent Vincent Keymer, der den 14. Platz belegte. Am 1. Mai hat der GSK zum 45. Mal sein bundesweit beliebtes Godesburg-Turnier im Schnellschach ausgerichtet. Mit 102 Teilnehmern – jung und alt aus nah und fern – wurde die höchst-mögliche Starterzahl erreicht. Sechs Stunden kämpften sie bei bestem Schach-Wetter mit ganztägig strömendem Regen in den gut geeigneten vorbildlich ausgestatteten Räumen der Stadthalle Bad Godesberg um Preise und Plätze. Wie nun schon über ein Dutzend Jahre lang wie immer unauffällig problemlos geleitet vom Turnierleiter des GSK Michael Senkowski. Vor zahlreichen Zuschauern gingen zwei Großmeister 5 internationale Meister und 2 FIDE-Meister neben

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Nakamura im dritten Anlauf klarer Zürich-Sieger – dank Grigoriy Oparin

Die Zürich Chess Challenge hat etwas mehr verdient als einen eher kurzen aktuellen Bericht. Nakamura hat dieses Turnier mit ungewöhnlichen Bedenkzeiten gewonnen, daher bekommt er auch das Titelfoto. Alle Fotos von der Turnierseite, fotografiert haben demnach Georg Krandolfer (meine email-Anfrage zum Turnier wurde von Georg Kradolfer beantwortet) und Rustam Kalimullin. Nakamura hat gewonnen, warum eigentlich? Seine Fans sagen “weil er eben der grösste und allerallerbeste ist”. Zu seinen Fans zählt neben chess.com (nachvollziehbar, allerdings gelegentlich etwas penetrant-offensichtlich) offenbar auch die Turnierseite – ungewöhnlich, dass eine Turnierseite von Anfang an einen Spieler besonders hervorhebt. Ob dass die Idee von Marc Lang

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25. Schachmeisterschaft für Ärztinnen und Ärzte

Dr. Patrick Stiller gewinnt die 25. Auflage der Deutschen Ärztemeisterschaft Vom 31. März bis 2. April 2017 fand das Jubiläumsturnier in Bad Homburg v.d. Höhe statt. 130 Ärztinnen und Ärzte aus ganz Deutschland nahmen teil. Spielort des Jubiläumsturniers, das vom Deutschen Ärzteblatt gemeinsam mit dem Deutschen Schachbund und dem Schachklub Bad Homburg unter der Schirmherrschaft des Präsidenten der Bundesärztekammer ausgerichtet wurde, war das KongressCenter im Kurhaus Bad Homburg v.d. Höhe. Das Schachwochenende begann am Freitag, dem 31. März, um 18 Uhr mit der Registrierung der Teilnehmer im Foyer des Kurhauses. Dort lud Bad Homburgs Oberbürgermeister Alexander Hetjes um 19 Uhr

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Shirov und Onischuk Sieger beim lettischen Tal Memorial

Das wird ein etwas ungewöhnlicher Bericht zu den “kleinen” Tal Memorials im Blitz- und Schnellschach: kaum Fotos (da nicht verfügbar), und auch kaum etwas zu den Partien – im Blitzschach ebenfalls nicht verfügbar, im Schnellschach passierte zu viel um es zu würdigen, also mache ich es nur ansatzweise. Lettland ehrte seinen bekanntesten Spieler Mikhail Tal mit Blitz- und Schnellschach – beide Turniere stark aber nicht überragend besetzt. Zunächst die Ergebnisse: Blitz: GM Shirov 9.5/11, GMs Kovalenko, Fridman, Jumabayev, Aleksandrov, IM Kollars 8.5, IM Meskovs, GM Laznicka, GM Ladva, GM Gleizerov, Bogdanov 8, usw. . Vorne also ein Lette (ethnischer Russe)

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Bildergalerien aus Katar (WMs im Schnell- und Blitzschach)

Ausserdem unten im Artikel auch Elo-Zahlenspielereien, womöglich relevant für die Chess Tour 2017. Bei Turnieren mit vielen Teilnehmern und daher vielen Fotos gibt es mitunter noch einen “Big pictorial report” Nachtisch, so auch diesmal. Alle Fotos wieder von Maria Emelianova/Turnierseite – wahllos ausgewählt oder auch nicht. Teilweise Spieler, die in den Turnieren auffielen – sei es schachlich, sei es auf eine andere Weise – obwohl nicht alle am Ende Medaillen bekamen. Einige haben auch nicht mitgespielt, die Herren auf dem Titelbild kenne ich nicht namentlich. Titelbild wird es, da als eines von wenigen im Hochformat und damit nicht Galerie-kompatibel. Wo

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WMs im Schnell- und Blitzschach: Ivanchuk, Anna Muzychuk, Karjakin, Anna Muzychuk

Vier Turniere in einem Artikel – das ist eine Menge. Die Damenturniere werde ich nur kurz besprechen, zum Ausgleich dafür bekommt Anna Muzychuk das Titelfoto – alle Fotos von der Turnierseite, Fotografin vor allem Maria Emelianova. Neben ihr bekam nur ein gewisser Magnus Carlsen zwei Medaillen, aber der wollte wohl was Muzychuk bekam: zwei goldene. Eine ungeschriebene Regel lautet generell: Tiebreaks bevorzugen immer Carlsen – aber keine Regel ohne Ausnahme, und vom gesamten Verlauf der offenen Turniere her “korrekt”, dass andere vorne lagen. Kurze Zusammenfassung der vier Turniere: Schnellschach “offen” – Spannung bis zum Schluss, vor der fünfzehnten und letzten

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Österreichs Jugend ist Europameister

Österreichs Jugendauswahl gewinnt die Europameisterschaft U18 im Schnellschach. In der Besetzung Valentin Dragnev, Martin Christian Huber, Florian Mesaros, Denise Trippold und Anna-Lena Schnegg gewinnt das Team von Bundesjugendtrainer Siegfried Baumegger mit 11 Punkten aus sieben Partien dank besserer Zweitwertung vor den punktegleichen Rumänen. Das direkte Duell hatte Österreich mit 4:0 für sich entschieden. Bronze gewinnt eine Auswahl von Kroatien/Polen vor Russland. Das österreichische Team zeigt eine kompakte Leistung, alle Spieler/innen schaffen ein klares positives Ergebnis. Dieser Titel ist wohl der größte bisherige Erfolg im österreichischen Jugendschach. Im Bewerb U14 holen Dominik Horvath, Felix Blohberger, Lukas Leisch und Mörwald Magdalena mit

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Schnellschach WM – Ukraine im Doppelpack

Anna Muzychuk bei den Frauen und Vassily Ivanchuk (47 Jahre alt !!) sind die neuen Weltmeister im Schnellschach. Beide kommen aus der Ukraine. Während Anna Muzychuk mit einem Punkt Vorsprung nach 12 Runden durchs Ziel ging, entschied bei Vassily Ivanchuk die Feinwertung. Zum Erfolg von Ivanchuk hat sein Landsmann Anton Korobov beigetragen, indem er Carlsen in einer sehenswerten Partie das Nachsehen gab und gegen Ivanchuk verlor. Carlsen hatte an allen drei Tagen Startschwierigkeiten. Am 3. Tag verlor er wieder seine erste Partie, gewann aber die restlichen Partien. Alle Achtung. Carlsen hat gekämpft. Viele hatten ihn schon abgeschrieben. Er konnte jedoch

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GM Vassily Ivanchuk war heute hellwach

Am ersten Tag führte nach 5 Runden der Ukrainer und geteilter Sieger von Poikovski, Anton Korobov, mit sagenhaften 5 Punkten aus 5 Partien. Weltmeister Magnus Carlsen, der schwach begann, musste sich mit 3,5 Punkten aus 5 Partien, mit dem 20. Platz begnügen, punktegleich mit Vassily Ivanchuk. Ausgerechnet Ivanchuk, sein Alptraum von Berlin, schob Carlsen in einer positionell geführten Partie, regelrecht zusammen. In Berlin, der letzten Weltmeisterschaft, wurde Magnus Carlsen in letzter Sekunde von Ivanchuk matt gesetzt. Sollte es diesmal wieder Ivanchuk sein, der Carlsen in die Suppe spuckt? Ivanchuk hatte heute einen perfekten Tag. Mit 4 Siegen und einem Remis

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