Vorschau auf Norway Chess

Weltspitze in und um Stavanger   Wer sich ein kleines bisschen in der Schachszene auskennt, weiss, dass Norwegen (in dieser Reihenfolge) einen Weltranglistenersten bekam, ein Superturnier in und um Stavanger [Fotoquelle Turnierseite], einen Weltmeister und nun wieder ein Superturnier. Zwei und vier sind da sicher nicht unabhängig von eins und drei. Dass das Turnier allgemein bekannt ist, liegt zum einen am starken Teilnehmerfeld, aber auch daran dass die Ausrichter kräftig die Reklametrommel rührten. Anderswo (z.B. in Dortmund) wird irgendwann das komplette Teilnehmerfeld bekanntgegeben, Norwegen machte es – vielleicht inspiriert vom London Classic – so: erst mitteilen, wer alles eingeladen wurde,

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Vorschau auf das Gashimov-Memorial

Stelldichein der Weltklasse – einer fehlt und ist doch dabei   Ein paar Wochen war (bis auf die russische Mannschaftsmeisterschaft) Ruhe im Superturnier-Kalender; demnächst trifft sich die Weltelite in Shamkir, einer Kleinstadt (67.200 Einwohner) im Nordwesten von Aserbaidschan. Ein Spieler der gar nicht spielt – aber ohne ihn gäbe es dieses Turnier nicht – steht im Mittelpunkt: Vugar Gashimov (Foto Stefan64 – Wikipedia)   Er ist sicher noch präsenter als Tal beim Tal Memorial, da einige wenn nicht alle Teilnehmer ihn persönlich gut kennen. Bevor ich ihn im Rahmen meiner Möglichkeiten würdige (und dann erst auf die aktiven Teilnehmer eingehe),

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Kandidatenturnier!

Ab Donnerstag in Khanty-Mansiysk   Soweit ich mich erinnere, war die Vorfreude auf das Turnier letztes Jahr in (westlichen) Medien deutlicher spürbar – damals hat ja Magnus Carlsen mitgespielt und am Ende gaaanz knapp gewonnen. Momentan gibt es noch kaum Vorberichte – ich werde das bisschen was ich gefunden habe erwähnen und zum Teil zusammenfassen, danach noch zu einem oder anderthalb Spielern eigene Eindrücke aus Wijk aan Zee. Zunächst ein paar simple Fakten: Die Teilnehmer setze ich eigentlich als bekannt voraus, aber nenne sie noch einmal in objektiver alphabetischer Reihenfolge und wie sie sich qualifiziert haben: Anand (Ex-Weltmeister), Andreikin (Weltcup-Finalist),

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Tata Steel Chess in Wijk aan Zee

Dieses Jahr ist einiges anders   Wijk aan Zee ist traditionell der erste Höhepunkt des Schachjahres, und für mich ein besonderer – es ist meistens das einzige Weltklasseturnier, bei dem ich vor Ort vorbeischauen kann. Dieses Jahr ist einiges anders – allgemein, aus deutscher Sicht und aus Richters Sicht.   Das ist natürlich nicht das Spiellokal (sondern nur das offizielle Turnierlogo) – gespielt wird nach wie vor vor allem in Dorpshuis de Moriaan mitten im Ort, daneben auch anderswo in Wijk aan Zee und (aber ich greife voraus) diesmal auch anderswo in den Niederlanden. Was ist (ausserdem) dieses Jahr anders?

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Sinquefield Cup in St. Louis

Carlsen, Aronian, Nakamura, Kamsky Eigentlich sollte der Untertitel ausreichen, um das Interesse der Leser am Turnier zu wecken. Ich mache doch noch drei Dinge: das Turnier mit einigen anderen Superturnieren vergleichen, einige praktische Infos zu diesem Turnier, und zum Schluss eine bzw. keine Prognose zum Ausgang dieses Turniers.   Turniere mit etwa zur Hälfte einheimischen und ausländischen Teilnehmern gibt es inzwischen einige. Den Anfang machte das London Chess Classic (bzw. schon lange davor auf etwas niedrigerem Niveau Sigeman Chess in Malmö), später folgten Dortmund und Baden-Baden. Da ist jeweils Sinn der Sache, dass einheimische Spieler die (ansonsten seltene) Chance bekommen,

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2:0 für Elisabeth!

Anna oder Hou Yifan – eine wird gewinnen! – Noch ein paar Gedanken zum Duell um die Schachkrone im chinesischen Taizhou   Schlagzeilen führen mitunter ein Eigenleben, und so gesehen sollte „2:0 für Elisabeth!“ Sie in jedem Fall auf den nun folgenden Beitrag aufmerksam machen. Es ist nämlich soweit: Ab Dienstag [10. September] wird es für zwei Frauen ernst, die im chinesischen Taizhou in einem Match über zehn Partien – das ist die „reguläre Spielzeit“ – um die Schachkrone kämpfen. Anna Uschenina oder Hou Yifan lautet die alles entscheidende Frage – einer wird in jedem Fall gewinnen! Wir haben Sie

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