World Senior Championship Schlussrunde: GM Lothar Vogt kämpft um Titel

Die heutige Schlussrunde (18.11.17, seit 14 Uhr) in der Kategorie 65+ wird besonders spannend: 6 Spieler mit 7,5 Punkten liegen in Front und spielen in direktem Vergleich um den WM-Titel, darunter der deutsche GM Lothar Vogt. Die Spitzenpaarungen: Brett 1: Vaisser-Torre, Brett 2: Sveshnikov – Shevelev, Brett 3: Vogt – Jansa. — Unter Weiterlesen finden Sie links oben den “Live-Button”  — Vom 6.11. bis zum 19.11.2017 findet in Acqui Terme (70 km nordwestlich von Genua/Italien) die Senioren-Einzel-Weltmeisterschaft statt, genauer die „FIDE World Senior Chess Championship (50+, 65+)“. Es liegen über 300 Anmeldungen vor, die sich auf die Kategorien 50+ (99

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Junioren-WM vor dem Ruhetag

Fünf von elf Runden sind in Tarvisio – in Italien ganz rechts oben im Dreiländereck mit Österreich und Slowenien – gespielt, Samstag haben die Jungens (und auch die Mädels) einen Tag Pause. Dieser Zwischenbericht ist relativ kurz und knapp, vor allem Dokumentation des Zwischenstandes und nur ein bisschen, wie es dazu kam. Momentan kann man eigentlich nur sagen, wer wohl nicht Weltmeister wird. Plausibel aber nicht sicher ist, dass es einer der fünfzehn wird, die ich nun nenne: Alekseenko 5/5, Tari, Praggnanandhaa, Xu Xiangyu 4.5, Martirosyan, Sorokin, Liang, Yuffa, Oparin, Lomasov, Liu Yan, Dragnev, Zanan, Li Di, Aravindh 4. Das

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Showdown auf Mallorca

Offiziell heisst das Turnier “FIDE Grand Prix”, allerdings steht da mehr auf dem Spiel als beim sogenannten Champions Showdown in Saint Louis. Jedenfalls für zwei der achtzehn Teilnehmer, die ich nun mal nach derzeitigem Stand in der GP-Gesamtwertung sortiere: Radjabov, Ding Liren, Vachier-Lagrave, Nakamura, Svidler, Giri, Li Chao, Jakovenko, Harikrishna, Riazantsev, Eljanov, Vallejo, Gelfand, Rapport, Tomashevsky, Aronian, Hammer, Inarkiev. Nach Elo sind sie – auch das hat Wikipedia im Angebot – etwas anders sortiert, z.B. ist da Aronian die Nummer eins und Radjabov die Nummer sieben. Aronian kann es dabei inzwischen verkraften, dass er in der Grand Prix Serie –

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Vorschau zur Junioren-WM

Die Europa-Mannschaftsmeisterschaft ist vorbei, zwischendurch war ein paar Tage Schachpause (das wilde Gehacke in Saint Louis ist nicht unbedingt Schach, so sehe ich es). Dieses Wochenende nun wieder Bundesliga, da fehlen allerdings einige Spieler, warum? In einigen Fällen wohl, weil sie ab Montag in Tarvisio in den Dolomiten am Brett sitzen und zuvor noch anreisen müssen. Was ist da denn? Die Weltmeisterschaft der Junioren U20 – die allerbesten nach Elo (Wei Yi, Duda, Artemiev, Bluebaum, Xiong) fehlen da zwar, aber das Turnier ist dennoch aus internationaler und deutscher Sicht recht stark besetzt. Beziehungsweise es sind “Weltmeisterschaften” – die Mädels spielen

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Zweifache Weltmeisterin nimmt nicht an der WM in Saudi-Arabien teil

Der Weltschachverband [[FIDE]] hat sich starke Kritik für seine Entscheidung, die diesjährigen Weltmeisterschaften (26. bis 30.12.2017), im Schnellschach und Blitz der Frauen in Saudi-Arabien auszurichten, eingehandelt. Der Ort war für viele Fans und Spielerinnen ein Schock: [[Riad]], [[Saudi-Arabien]]. Abgesehen davon nicht das sicherste Land zu sein (allein 2016 gab es 34 Terroranschläge), ist Saudi-Arabien für seine sehr fragwürdige Menschenrechtslage bekannt. Zum Beispiel ist Homosexualität illegal und Strafen reichen von Bußgeldern und Peitschenhieben bis hin zu Inhaftierung und sogar Hinrichtung. Anfang dieses Jahres wurde Berichten zufolge ein Mann  wegen Atheismus zum Tode verurteilt. Frauenrechte sind ein anderes Thema. Es gibt eine strikte Trennung der Geschlechter und Einschränkungen der

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17-jähriger IM Valeriy Kazakovskiy wird U 18- Blitz-Weltmeister

Bundesligist geht mit drei Weltmeistern in die neue Spielsaison 2017/2018 Von Dieter Auer – Unser Neuzugang, der junge aus Weißrussland stammende Internationale Meister Valeriy Kazakovskiy konnte am Wochenende die Blitzschach-Weltmeisterschaft U 18 gewinnen. Nachdem er bereits beim Start des Hockenheimer Oberliga-Teams seine erste Partie gewonnen hatte, stellte der von Mannschaftsführer Tomislav Bodrozic geförderte junge Spieler erneut sein Talent unter Beweis mit dem zweiten Internationalen Titel seiner noch jungen Schachkarriere. Unmittelbar nach seinem großen Erfolg hat das Management der Schachvereinigung 1930 Hockenheim der Stadtverwaltung mitgeteilt, dass sich im Kader des Bundesligisten und des Deutschen Vize-Meisters 2017 nun drei Weltmeister befinden, neben

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3. Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderung

Von Mirko Eichstaedt – Die 3. Weltmeisterschaft für Menschen mit Behinderungen fand vom 05. Oktober bis 13. Oktober 2017 im Wyndham Garden Hotel in Dresden unter der Schirmherrschaft der FIDE statt. Veranstalter des gut organisierten Turniers war der ZMDI Schachfestival Dresden e. V. unter Leitung des Präsidenten Dr. Dirk Jordan. Es nahmen 71 Spieler aus 13 Nationen auf drei Kontinenten teil. Darunter waren der Großmeister Tazbir, sieben IM, 2 WIM, 6 FM, 2 CM und eine weibliche CM. Einige konnten auf Grund des Unwetters am Anreisetag bzw. fehlender Visa nicht oder nicht rechtzeitig anreisen. Der Wettbewerb ist eine Veranstaltung für Schachspieler

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Jugend-WM in Uruguay: Nach dem Ruhetag

Der Ruhetag ist vorbei und die deutschen Spieler sind voller Energie in die zweite Hälfte der Jugend-Weltmeisterschaft gegangen. In der U14 weiblich hat Alva Glinzner bisher ohne Kompromisse gespielt. Nach 5 Runden hatte sie mit 2 Punkten nicht zu ihrer Zufriedenheit gespielt. Genau so viele Punkte konnte sie jedoch bereits nach den ersten 3 Runden der zweiten Hälfte erspielen. Nun wartet in der 9. Runde wieder eine starke Gegnerin. Doch Alva hat sich warm gespielt und wird frohen Mutes in die letzten 3 Runden gehen. Ebenfalls noch kein Remis erspielt hat Danie Kopylovl. Doch er konnte ein paar mehr Siege

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Jugend-WM in Uruguay: Ruhetag in Montevideo

5 Runden sind bei der Jugendweltmeisterschaft in Montevideo (Uruguay) gespielt und das bedeutet bei unserem Zeitplan einen freien Tag für unsere Jungs und Mädels. Dabei fällt das Fazit der Spieler durchaus unterschiedlich aus. In der U14 weiblich geht mit den deutschen Farben Alva Glinzner an den Start. Nach einem guten Start liefen die letzten beiden Runden nicht optimal. In Runde 5 verlor Alva aufgrund eines sehr ungünstigen Zwischenfalls mit der Gegnerin, die etwas sehr pedantisch auf der Regel berührt geführt bestand. Doch sie ist hochmotiviert zu zeigen, dass sie sich von so etwas nicht aus der Bahn werfen lässt und

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Jugend-WM U14/16/18

16. bis 26. September in Montevideo/Uruguay Was unsere ganz jungen Schachexperten (U8-U12) bereits hinter sich haben, steht den etwas älteren (U14- U18) noch bevor. Die Jugendweltmeisterschaften in Südamerika. Morgen besteig t unsere Delegation bestehend aus 14 Personen, darunter 7 Spieler bzw. Spielerinnen den Flieger nach Montevideo. Wie auch schon zur Jugend-WM Brasilien begleitet Jonathan Carlstedt die Truppe als Delegationsleiter und wird uns zeitnah mit den neuesten Informationen zu Spielgeschehen Co. versorgen. Wer in den einzelnen Altersgruppen antritt: U14w Alva Belle Glinzner U14 Daniel Kopylov U16w Leonore Poetsch und Lara Schulze U16 Alexander Rieß U18w Nathalie Wächter U18 Dmitrij Kollars Offizielle

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Jugendweltmeisterschaften Brasilien – Abschlussbericht

Gemeinsam durchs Ziel! Die Weltmeisterschaft der Jüngsten ist seit dem 31.8.2017 Geschichte. Für die deutsche Delegation gehen aufregende, spannende und schöne Tage im brasilianischen Pocos de Caldas zu Ende. Wir, die Spieler, Eltern und Trainer, haben uns von den Brasilianern gut und sehr freundlich aufgenommen gefühlt, das Hotel in dem wir unsere Zeit in Brasilien verbracht haben war gut, das Essen sogar hervorragend und der angeschlossene Wasserpark und der Fussball-Platz boten ausreichend Gelegenheit zur Ablenkung. Die Deutsche Delegation Wie bereits in einem anderen Bericht erwähnt konnte die Leistung der Organisatoren nicht mit diesem Standard des Hotels und der Unterbringung insgesamt

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Jugend-WM in Brasilien: Wir sind da!

Es war eine lange Anreise aus der Heimat über den großen Teich zur Jugendweltmeisterschaft der Altersklassen U8 bis U12. Nachdem sich die deutsche Delegation am Schalter 494 des Frankfurter Flughafens eintraf, wurde gemeinsam die Reise Richtung Brasilien angetreten. Der Flug dauerte ca. 11 Stunden, das Ziel des Fluges war es nicht etwa das gesamte Bordentertainment kennen zu lernen, sondern genug Schlaf zu bekommen um die 5 Stunden Zeitverschiebung zwischen Brasilien und Deutschland ertragbar zu machen. Das echte Highlight war dann aber die Busreise von Sao Paolo Richtung Pocos de Caldas, die 280 km wurden in ca. 6 Stunden bewältigt, und

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World Cadets Chess Championship 2017

Vom 22. bis zum 31.8.2017 finden in Brasilien die Jugend-Weltmeisterschaften der U8 bis U12 statt. Für die deutschen Spielerinnen und Spieler heißt es: Mitmachen ist alles. In allen Kategorien gibt es keine aussichtsreichen Spielerinnen oder Spieler, die um den Titel ein Wörtchen mitreden können. Gespannt sein darf man allerdings auf das Abschneiden von Saskia Pohle (Foto by Deutsche Schachjugend), die in den Printmedien schon als Wunderkind gefeiert wird. Solche Schlagzeilen helfen einer Zeitung die Auflage zu erhöhen, schaden aber letztlich dem jungen Talent. Von einem Wunderkind ist Saskia weit enfernt. Sie hat eine Elo von 1416, dagegen die Ranglistenerste und

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Radjabov am Ende alleiniger Sieger in Genf

Das schaffte der “andere Azeri” mit der richtigen Mischung aus ab und zu gewinnen und in anderen Runden remis spielen, gerne auch mal kurzzügig. Die Remispartien dauerten 25, 21, 17, 41, 12 und 44 Züge – gegen Grischuk und Nepomniachtchi war es gehaltvoll ausgekämpft, nicht nur gegen Landsmann Mamedyarov eher nicht. Aber er hat auch dreimal gewonnen und dann kann man nicht unbedingt meckern, ausser man meckert ohnehin gerne. Drei Siege schafften auch Nepomniachtchi und Eljanov, aber die blieben nicht ungeschlagen. Das ist der Endstand: Radjabov 6/9, Grischuk und Nepomniachtchi 5.5, Mamedyarov, Giri, Svidler, Adams, Li Chao, Riazantsev, Harikrishna 5,

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Radjabov überrascht beim FIDE Grand Prix

Fünf Runden sind in Genf gespielt, nun ist der erste Ruhetag für alle. Einige gönnten sich vielleicht einen gemeinsamen privaten Ruhetag – wobei die Remisquote, jedenfalls zu Beginn, niedriger war als zuvor in Sharjah und Moskau und auch nicht alle Kurzremisen (nach Zügen) kräfteschonend heruntergeblitzt wurden. Einer gewann zu Beginn gleich doppelt und macht seither das, was er nachweislich kann: Remis spielen. Ein anderer hat ihn so eingeholt, und damit wiederholt sich die Grand Prix Serie: Auch in Sharjah und Moskau führte nach fünf Runden ein Azeri zusammen mit einem Nicht-Azeri. In Genf steht es nach fünf Runden so: Grischuk

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Superturniere im Juli

Derzeit läuft die Schnell- und Blitzschachshow im belgischen Leuven, darüber wird der Schachticker natürlich berichten. Aber nun schon einmal eine Vorschau auf den Monat Juli, da tut sich einiges: Drei der Leuven-Teilnehmer sitzen am 6. Juli bereits wieder am Brett, für einen ist die An- bzw. Weiterreise weniger kompliziert als die Anreise nach Leuven ab Khanty-Mansiysk. Ein vierter hat eine etwas längere Reise zu seinem nächsten Turnier, das am 9. Juli beginnt. Zwei weitere haben knapp zwei Wochen Pause und können sicher zwischendurch zu Hause vorbeischauen, einer wird vielleicht gar bei einem der in diesem Beitrag genannten Turniere kibitzen. Noch

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Russland gewinnt am Ende souverän, Russland stolpert über China

Nein, das ist kein Widerspruch – dies ist der Abschlussbericht zur Mannschafts-WM beider Geschlechter, und beim Titel habe ich mich für “Ladies first” entschieden. Das Titelbild – alle Fotos von der Turnierseite – bekommen allerdings die chinesischen Herren, jedenfalls drei eingerahmt von zwei Damen: Spitzenbrett Ding Liren, Li Chao dessen Sieg gegen Fedoseev turnierentscheidend war und Cheftrainer Xu Jun. Mehr passten offenbar nicht an den Tisch der Sieger-Pressekonferenz, oder die anderen können nicht genug Englisch (alternativ Russisch). Zunächst die Ergebnisse beider Turniere: Herren China 16, Russland 15, Polen 12, Indien 11, Türkei 10, Ukraine und Weissrussland 8(17,5), USA 8(16), Norwegen

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Zwischenbilanz der Mannschafts-WM: Russland und Russland führt

Ich falle mal gleich mit der Tür ins Haus und nenne den Zwischenstand nach fünf von neun Runden und vor dem einzigen allgemeinen Ruhetag – teilweise gibt es ja, da alle Teams fünf Spieler für vier Bretter haben, noch individuelle Ruhetage. Jeweils Mannschaftspunkte und, wenn relevant, in Klammern Brettpunkte. Bei den Herren: Russland 9, China 8(13,5), Polen 8(12,5), Türkei 7, Indien 6, Ukraine 4 (9,5), USA 4 (8,5), Norwegen 2 (7,5), Weissrussland 2 (7), Ägypten 0. Russland hat zwar bereits einmal “gepatzt”, China allerdings schon zweimal. Überraschend bisher im positiven Sinne Polen und die Türkei, im negativen Sinne die Ukraine

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Mannschafts-WM in Khanty-Mansiysk

Laut Turnierseite sind “die besten Schachspieler aus Russland, Georgien und USA” bereits in Sibirien angekommen. Da habe ich wohl die sensationelle Nachricht verpasst, dass So und Caruana schon wieder den Schachverband wechselten und Nakamura sich ihnen angeschlossen hat. Auch Russland spielt nicht in Bestbesetzung, wenn auch immerhin mit fünf Spielern der Kategorie 2700+. China spielt dagegen in Bestbesetzung. Dass Georgien nur mit der nationalen Nummer 10, 19, 24 und 25 dabei ist hat konkrete Gründe: Jobava wäre, auch wenn er sich rasiert, bei den Damen nicht spielberechtigt. Aber zunächst zu den Herren: Warum erinnern einige Aufstellungen ein bisschen an Mitropa-Cup

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Gelfand schenkt Ding Liren den Sieg beim Moskau Grand Prix

Ding Lirens Schwarzsieg in der Schlussrunde war locker-leicht, da Gegner Gelfand durchdrehte und total inkorrekt opferte. Generell war/wurde es ein ziemlich erfolgreiches Turnier für China – Hou Yifan hatte gleich drei Siege mit kräftiger gegnerischer Hilfe. Jubelarien zu Hou Yifan bzw. meine relativierenden Bemerkungen dazu lasse ich erst einmal aussen vor und widme mich zunächst dem Kampf um den Turniersieg: “Gefühlt” hatte Ding Liren es vielleicht mehr verdient als Mamedyarov – der Chinese gab in fast allen Partien alles, während der Azeri mehrfach (nicht nur gegen Landsmann Radjabov) friedfertig und risikoscheu war. Das kann man Mamedyarov allerdings nicht unbedingt verübeln

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