Kreativ ab Zug eins

Von Stefan Löffler – Es ist kein gewöhnlicher Wettkampf, zu dem sich Magnus Carlsen in diesen Tagen Hikaru Nakamura stellt. Sie beginnen zwar mit dem üblichen Figurenarsenal, jedoch nicht aus der üblichen Anfangsstellung. Die Aufstellung der Figuren auf der Grundreihe wird vor jedem Partienpaar ausgelost. Jeder spielt eine Stellung einmal mit Weiß und einmal mit Schwarz – und das umgeben von Werken des Fotokünstlers Dag Alveng und der Performancekünstlerin Marina Abramovic im Henie Onstad Kunstsenter, einem Privatmuseum im Westen von Oslo. Zehn Kilometer entfernt ist Carlsen aufgewachsen. Die bisherigen sechs Spiele haben nicht enttäuscht. Nakamura geht risikofreudiger zu Werk und konnte

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Carlsen – Nakamura 2018 – Ein Match ohne Eröffnungstheorie

Live-Video von Chess auf www.twitch.tv ansehen Am Freitag startete ein Fischer Random (Chess960) Match zwischen Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura in Høvikodden bei Oslo, Norwegen. Der (beeindruckende) Preisfonds beträgt knapp 200.000 Dollar. Der englische Kommentar von Chess.com wird  vor Ort zur Verfügung geleistet von GM Yasser Seirawan und IM Anna Rudolf. Das 16-Partien-Match  zwischen Carlsen und Nakamura hat einen Gesamtpreisfond von 1,5 Millionen norwegischen Kronen ($ 191.083 / € 155.868) mit 60 Prozent für den Gewinner und 40 Prozent für den Verlierer des Spiels. Der norwegische Fernsehsender NRK wird die Veranstaltung live im Fernsehen übertragen. An den ersten vier Tagen

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2017 CHAMPIONS SHOWDOWN (St. Louis USA)

Einige der stärksten Großmeister der Welt spielen vom 9. bis 14.11.2017  in St.Louis (USA) um satte Geldpreise. Die drei besten US-Amerikaner spielen gegen starke Gegner aus unterschiedlichen Ländern. Hier die Begegnungen: Hikaru Nakamura vs. Veselin Topalov , Fabiano Caruana vs. Alexander Grischuk , Wesley So vs. Leinier Dominguez und Magnus Carlsen v. Ding Liren. Interessant ist sicher der Zweikampf Magnus Carlsen gegen den Chines Ding Liren. Ding Liren spielte kürzlich in der chinesischen Liga eine Super-Partie und wird es Carlsen wohl schwer machen den Sieg einzufahren. Die Partien werden im Schnellschach und Blitz ausgetragen und über das Internet übertragen. Die

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Ivanchuk und van Foreest Stichkampf-Sieger in Hoogeveen

Wenn Jorden van Foreest mal den SCHACH-Fragebogen beantwortet (oder war er schon einmal dran?) hat er nun eine Antwort auf die Frage “Wann haben sie zuletzt etwas zum ersten Mal im Leben getan?” – “Ich habe ein Match in Hoogeveen gewonnen!”. Schliesslich sagte der begnadete Diplomat (auch bei anderen Gelegenheiten) und Turnierdirektor (in Hoogeveen) Loek van Wely vorab “das ist Deine dritte und letzte Chance!”. Kann man bei einem Landsmann vielleicht schon machen – auch öffentlich, und Peter Boel hat es dann auch auf der  erwähnt nebst “sonst kein Druck auf den jungen Groninger”. Jorden sah das relativ locker –

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Matches (und Open) in Hoogeveen

Deutschland (und zum Teil auch die internationale Schachwelt?) schaut am Wochenende vielleicht vor allem nach Mülheim, Baden Baden, Solingen und Dresden – Spielorte des ersten Bundesliga-Wochenendes. Einige Spieler werden da allerdings fehlen, da sie parallel im niederländischen Hoogeveen Schach spielen – besonders betroffen ist DJK Aufwärts Aachen, die es dabei gegen die beiden Abstiegskandidaten aus München wohl verkraften können. In Hoogeveen stehen vier Spieler im Mittelpunkt – das war da schon immer so, und auch dass sie sechs Partien spielen. Bis 2013 war es ein doppelrundiges Turnier mit vier Teilnehmern, seither stehen zwei Matches über jeweils sechs Partien auf dem

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Siegerehrung zum Ladies Champions Match

Klaus Steffan – Nach spannenden 14 Partien endet das Ladies Champions Match mit 5,75 : 4,25 für Elisabeth. Im einzelnen endeten die Teilmatches wie folgt: Turnierschach 2 : 0 für die Erfurterin, Schnellschach 2 : 2, Blitzschach 2,25 : 1,75 für Alexandra. Turnierdirektor Axel Eger lobte in der Siegerehrung die kämpferische Einstellung der beiden Kontrahentinnen, welche für teilweise hochdramatische Partien sorgten. Insbesondere bei den Blitzpartien war die Spannung zum Greifen.    

Pähtz gewinnt Auftaktmatch …

Text: Jonathan Carlstedt – Es war ein kurzer prüfender Blick, den sich Elisabeth Pähtz nach 4 Stunden Spielzeit auf das Brett der Begegnung zwischen Sarah Hoolt und Fiona Sieber gönnte. Doch dann hörte sie das Klacken ihrer Uhr. Mit flottem Schritt ging es zurück ans Brett, wo ihr gewonnenes Endspiel wartete. Nach vielen interessanten Wendungen in Eröffnung und Mittelspiel, konnte Elisabeth in ein klar besseres Turmendspiel gehen, das sie Stück für Stück, Zug für Zug Richtung Gewinnstellung brachte. Mit einem Bauer mehr und aktiven Figurenspiel brachte sie die Partie nach Hause, eine sehr starke Leistung, die dem Match nochmal zusätzliche

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Weltmeister Ivanchuk in Prag

Der Weltmeister im Schnellschach, Vassily Ivanchuk, ist nach Prag gekommen. Er wird 12 Partien Schnellschach gegen den besten tschechischen Schachspieler David Navara spielen. Gespielt wird im Michna-Palast in Prag . Die erste Partie beginnt am 15. Juni um 16:00 Uhr. Die Partien werden live im Internet übertragen. Jeden Tag werden 4 Partien gespielt . Das Festival ČEZ CHESS TROPHY 2017 ist das 15. Jedes Jahr spielt David Navara gegen einen Gegner der Weltklasse.  Hier nur einige der hochkarätigen Gegner in der Vergangenheit: Vladimir Kramnik, Großmeister Hikaru Nakamura und Wesley So. Foto: Offizielle Seite

Hou Yifan vs. Ivanchuk

Die Weltranglisten Nr.1 der Frauen und ehemalige Weltmeisterin Hou Yifan bestreitet vom 5.-8. April ein Match über vier Partien gegen den Schnellschach-Weltmeister Vassily Ivanchuk in Shenzhen, China. Die Siegprämie ist 18.000 USD und 12.000 USD für den/die Unterlegene(n) Die Bedenkzeit beträgt 90 Minuten für 40 Züge, gefolgt von 30 Minuten für den Rest der Partie, plus 30 Sekunden Zeitzugabe pro Zug ab dem ersten Zug. Ist das Match nach vier Partien nicht entschieden, werden am 9. April Playoffs gespielt. Ab 8:30 Uhr deutscher Zeit live!!

Kramnik – Hou Yifan 2-0 (5,5-2,5 und 6-4)

Das andere Match: Ex-Weltmeister besiegt Noch-Weltmeisterin Dieser Zweikampf in Medias, Rumänien wurde von einschlägigen kommerziellen Schachseiten quasi ignoriert – obwohl sie zwei Partien mehr spielten als die Protagonisten in New York und dabei neunmal weniger Remis. Das Ganze an nur drei Tagen (28.-30.11.), auch mein Bericht kommt etwas verspätet – es war achtmal Schnell- und dann zehnmal Blitzschach. Beide Matches kann man so beschreiben: Kramnik zog früh davon, und dann wurde es doch kein Debakel für Hou Yifan da sie aus den restlichen Partien 50% erzielte. Im Schnellschach nach dem ersten Tag 3,5-0,5 für Kramnik, am Ende 5,5-2,5. Im Blitzen,

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Kinder und Inder in Hoogeveen

Siege für Short gegen Hou Yifan, (Ivan) Sokolov gegen (Jorden) van Foreest, und Gupta im Open   “Kinder” ist Definitionssache: Gemeint ist nicht Nigel Short – der benimmt sich zwar vielleicht manchmal wie ein Kind (vielleicht auch diesmal in Hoogeveen), ist aber Jahrgang 1965. Gemeint sind auch nicht Hou Yifan (erwachsen) und Jorden van Foreest (fast erwachsen), sondern allenfalls einige jüngere Teenager die im Open recht erfolgreich waren. Inder waren immerhin 13 der 81 Teilnehmer im offenen Turnier, einige davon sind auch noch Kinder (definiere ich nun mal als “in diesem Jahrtausend geboren”). Ansonsten reimt es sich eben, wobei ich

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Basamro International Chess Tournament

Super-Match Karpov – Timman   Das vierte Basamro Internationale Schachturnier wird vom 6. bis 9. Oktober 2016 in Murmansk (Russland) ausgetragen. Murmansk ist eine nordeuropäische, nördlich des Polarkreises gelegene Hafenstadt auf der russischen Halbinsel Kola. Sie hat 307.257 Einwohner (Stand 14. Oktober   Ausläufer des Golfstroms sichern der Stadt einen auch im Winter eisfreien Hafen, der bis 1991 militärisches Sperrgebiet war. Noch heute ist Murmansk sowie das 20 km nördlicher gelegene Seweromorsk Hauptstützpunkt der russischen Nordflotte.   In diesem Jahr, in dem die das Turnier stattfindet, entspricht dem 100-jährigen Jubiläum der Stadt Murmansk, dass von den Bürgern am Anfang des Monats gefeiert

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GM Jon-Ludvig Hammer gegen GM David Navara

Zweikampf über 8 Runden – Live heute ab 16 Uhr   Jon Ludvig Hammer (Elo 2651), nach Weltmeister Magnus Carlsen die Nummer 2 in Norwegen, spielt vom 29.9. bis 4.10. gegen die tchechische Nummer 1, GM David Navara, ein Match über 8 Runden.Die Runden 1-2 und5-6 werden in klassischer Bedenkzeit gespielt. 90 Minuten für 40 Züge und 30 Minuten für den Rest der Partie, zuzüglich 30 Sekunden ab dem ersten Zug.   Die Runden 3-4 und 7-8 werden im Schnellschachmodus ausgetragen. Die Bedenkzeit beträgt 20 Minuten zuzüglich 10 Sekunden pro Zug.   2005 wurde Jon Ludvig Hammer FIDE-Meister, 2007 Internationaler

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Lebhaftes Match MVL-Svidler in Biel

Sieg und neuer persönlicher Elorekord für MVL   Ich hatte einen “deutlicheren” Titel wie “MVL zerlegt Svidler” erwogen. Aber Svidler hatte durchaus Chancen im Match – nur hat er sie (im Gegensatz zum Franzosen) kaum genutzt. Gespielt wurden vier recht turbulente Schnellpartien (Endstand 2,5-1,5 für MVL) und vier ebenfalls gehaltvolle Partien mit klassischer Bedenkzeit (3-1 für MVL, bzw. 6-2 da diese Partien doppelt zählen). Da beide jedenfalls zum Unterhaltungswert beigetragen haben, gebe ich beiden das Titelfoto – alle Fotos von der Turnierseite. Später auch noch ein individuelles Foto von Maxime Vachier-Lagrave – dann verrate ich auch, was er auf 1.e4

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“Vorschau” zu Poikovsky

Und drei Matches auf Niveau 2700+ und noch mehr in Biel Ja, Bilbao beschäftigt alle (auch mich), und dann im August Sinquefield Cup – aber Schach ist für mich mehr als die top10. Als Spieler auch mittleres Amateurniveau, als Schreiberling zumindest auch die erweiterte Weltspitze. Deshalb will ich einiges zumindest erwähnen, auch wenn ich es nicht im Detail besprechen kann.   “Vorschau” zu Poikovsky steht in Gänsefüsschen, da das Turnier heute bereits begonnen hat – dadurch habe ich es registriert, und erst seit heute weiss ich, wer alles dabei ist. Nach Elo sortiert Andreikin, Wojtaszek, Jakovenko, Matlakov, Smirin, Kovalenko, Motylev,

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Nakamura gegen Caruana LIVE auf dem Schach-Ticker

Großmeister versuchen sich in mehreren Disziplinen – Interessante Schaukämpfe in Saint Louis (USA)   Das Scholastic Center in Saint Louis (USA) veranstaltet zwei interessante Schaukämpfe. Es spielen die beiden besten Amerikaner GM Hikaru Nakamura (Foto) und GM Fabiano Caruana gegeneinander sowie die amtierende Weltmeisterin GM Hou Yifan (China) gegen GM Parimarjan Negi (Indien). Gespielt wird in unterschiedlichen Disziplinen: Fischer Random (Chess 960), Schnell- und Blitzschach, außerdem “Baskisches Schach”, bei dem zwei Spieler jeweils eine Partie mit Weiß und eine mit Schwarz gleichzeitig(!) gegeneinander spielen. Alle Partien zählen für das Endergebnis. Für einen Sieg gibt es einen Punkt, ein Unentschieden bringt

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Li Chao (China) – Peter Leko (Ungarn) Match 2015

14. bis 20.8.2015 – 17.8. ist Ruhetag   Li Chao, mit 2748 die Nummer 15 in der Weltrangliste spielt 6 Partien gegen den an 33. Stelle platzierten Peter Leko (2714). Ein Trainingsmatch vor dem Welt-Cup, der vom 10. September bis zum 4. Oktober im Ko-System ausgespielt wird. Gespielt werden die Partien in Szeged, der drittgrößten Stadt Ungarns, jeweils ab 15 Uhr Ortszeit. Ungarn hat die gleiche Zeit wie Deutschland.   Li Chao spielt ein anderes Schach als seine chinesischen Kollegen. Deshalb ist es für Leko wichtig, sich auf eine andere Spielweise einzustellen. Wir erwarten spannende Partien. Peter Leko will sicher einiges

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Jugend forsch in China und Armenien

China, China, Ding Liren und Duda   Mitunter hapert es in der Redaktion vielleicht an der Feinabstimmung – Kollege Raymund Stolze hat drei dieser vier Veranstaltungen bereits Kurz & Knapp erwähnt. Ich lege noch einen drauf, wobei ich mich, da alles parallel lief, jeweils auch eher kurz fasse. Zunächst nochmals die nackten Ergebnisse: Beim Länderkampf China-Russland gewannen die chinesischen Gastgeber 14-11, und die Gastgeberinnen 15-10. Das Match Ding Liren – Gelfand endete 3-1 für den jungen Chinesen. Und dann gab es noch, bisher auf dem Schachticker nicht erwähnt, ein Juniorenturnier im armenischen Lake Sevan mit folgendem Endstand: Duda 6/9, Anton

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Wei Yi gewinnt in Leon, Wesley So in Prag

Und ein “Ausflug” nach Wijk aan Zee   Zwei der im Kombi-Vorbericht erwähnten Turniere (oder Turnierchen) sind bereits beendet: In Prag hat der Favorit gewonnen, in Leon der Spieler der vielleicht schon demnächst auch Vachier-Lagrave gegenüber favorisiert sein wird. Ich habe nur ein Titelfoto zur Verfügung und beginne ohnehin mit der zuerst beendeten Veranstaltung. Das Foto stammt von der Turnierseite und zeigt neben Wei Yi auch Maxime Vachier-Lagrave. Zunächst die nackten Ergebnisse von beiden Orten: Leon Halbfinale Vachier-Lagrave – Ponomariov 2,5-1,5 sowie Wei Yi – Anton Guijarro 2,5-1,5, Finale Wei Yi – Vachier-Lagrave 2,5-1,5, alles Schnellschach. Anfangs war als Untertitel

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52. Schachfestival Groningen 2014 (Niederlande)

Deutschlands Nummer 1 Elisabeth Pähtz spielt im Rahmenprogramm ein Match gegen niederländische Nachwuchshoffnung Anne Haast   Die 52. Auflage des Schachfestival Groningen, findet vom 21. bis Dezember bis einschließlich 30. Dezember statt. Auch in diesem Jahr werden wieder Hunderte von Schachspielern aus Nah und Fern nach Groningen pilgern. Ist es doch eines der wenigen Turnier, das über Weihnachten stattfindet. In diesem Jahr feierte die Universität Groningen ihren 400. Geburtstag.   Neben dem normalen Open gibt es zwei interessante Zweikämpfe. IM Elisabeth Pähtz (2477) spielt gegen die Nachwuchshoffnung der Niederländer Anne Haast (2357) 6 Partien mit normaler Bedenkzeit ebenso wie GM

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