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tklasse-Großmeister kämpfen um die Dortmunder Schachkrone

rtmunder Schachkrone

Alle Fotos: IM Georgios Souleidis

 

Ruslan Ponomariov ist der neue Schachkönig von Dortmund
Ruslan Ponomariov  (Foto) heißt der Sieger des Sparkassen Chess-Meetings 2010. Gegen Liem Le Quang reichte dem Ukrainer in der letzten Runde ein Remis, um gleich bei seinem ersten Auftritt in Dortmund siegreich zu bleiben. Nach 10 aufreibenden Runden hatte er am Ende 6,5 Punkte auf dem Konto, einen mehr als der zweitplatzierte Liem Le Quang. „Pono“ startete mit zwei Siegen ins Turnier und gab die Führung bis zum Schluss nicht mehr ab. „Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so ein starkes Turnier gewonnen habe. Dementsprechend bin ich sehr glücklich. Heute Abend gehe ich mit meinem Sekundanten Zahar Efimenko feiern“, äußerte sich der 26-jährige nach der Partie. Man spürte, dass der Druck, der über das ganze Turnier auf ihm lastete, abgefallen war.
Liem Le Quang war die Überraschung des Turniers. Nominell als Nr. 6 gestartet landete der Vietnamese auf Rang 2 und beeindruckte das Publikum durch starke Leistungen. In der letzten Runde hatte er sogar die Möglichkeit mit einem Sieg gegen Ponomariov den Ukrainer in der Tabelle einzuholen und dank besserer Wertung das Turnier zu gewinnen. „Es ist schade, dass ich meine bessere Stellung nicht verwertet habe. Die Position war kompliziert und ich hatte einfach zu viele gute Möglichkeiten. Das hat mich wohl verwirrt“, analysierte der 19-jährige kurz nach der Partie. Über sein Abschneiden insgesamt war er natürlich zufrieden. „Vor dem Turnier habe ich so eine Platzierung nicht erwartet. Es ist eine Bestätigung für meine harte Arbeit, denn ich habe mich vor dem Turnier intensiv vorbereitet.“
Für Wladimir Kramnik nahm Dortmund 2010 ein versöhnliches Ende. Er siegte im Eiltempo gegen Shakhriyar Mamedyarov und kam immerhin auf 50% der Punkte, genau wie sein heutiger Gegner. Ihre Partie verlief ungewöhnlich. Mamedyarov ließ sich auf eine Variante ein, die der Russe schon ein Mal gespielt hatte und aus dem Effeff kannte. Dementsprechend dauerte die Partie kaum mehr als eine Stunde, bis der Aserbaidschaner einen entscheidenden Fehler beging und kurz danach aufgab.
Die letzte Partie des Tages war ein mehrteiliger Akt inklusive Irrungen und Wirrungen. Peter Leko hatte sich gegen Arkadij Naiditsch aus der Eröffnung heraus einen entscheidenden Vorteil erspielt, um ihn kurz vor der Zeitkontrolle im 40. Zug wieder aus den Händen gleiten zu lassen. Es entstand ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern für den Ungarn. Zu Beginn sah alles nach einem Remis aus, doch der Dortmunder verteidigte sich ungenau, wonach die Stellungsbewertung sich wieder zu Gunsten von Leko änderte. Nach ca. 5,5 Stunden gelang dem 30-jährigen sein erster Sieg im Turnier.
Zum gesamten Turnier zog Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe zufrieden Fazit:
Das Sparkassen Chess-Meeting, das am 25. Juli mit der letzten Runde und der abendlichen Siegerehrung endete, hat seinen Rang als herausgehobene, weltweit anerkannte Veranstaltung einmal mehr bestätigt. Dies findet seinen Ausdruck auch im Ehrenpreis des Schachbundes Nordrhein-Westfalen, den Präsident Dr. Hans-Jürgen Weyer während der Eröffnungsveranstaltung den Organisatoren verlieh.
In der Begründung heißt es: „Das hervorragende Engagement der Stadt Dortmund und der Sparkasse Dortmund als Hauptsponsor sowie eine Vielzahl von Helfern haben das Großmeisterturnier zusammen mit dem Offenen Turnier zu einem der bedeutendsten Schachereignisse der Welt werden lassen. Hiervon profitiert das Schach in Deutschland und insbesondere der Schachsport in Nordrhein-Westfalen.”
Als besucherfreundlich hat sich die Einführung der „Sofia-Regel” erwiesen. Sie verhindert schnelle Remis und sorgt für noch spannendere Partien.
Die Besucherzahlen des vergangenen Jahres werden 2010 voraussichtlich nicht ganz erreicht. Petrus hatte offensichtlich vergessen, dass Super-Temperaturen auch Schachfans über erfrischende Alternativen nachdenken lassen. Eine kontinuierliche Steigerung hingegen registriert die leicht zeitversetzte “Live-Präsentation” der Partien im Internet. Allein auf der Veranstalter-Homepage verfolgten täglich knapp15.000 Interessenten auf allen Kontinenten das Geschehen im Dortmunder Schauspielhaus. Damit bestätigt sich der Slogan, den FIDE-Präsident Prof. Max Euwe 1977 den Dortmundern schenkte: “Ein intelligentes Spiel - aus einer intelligenten Stadt - für die intelligenten Menschen in aller Welt!“
Einmal mehr fanden sich auch internationale Journalisten ein. So berichtete beispielsweise „NTV Russland” täglich vom Geschehen rund um die Großmeister.
Zu den Besuchern gehörte der langjährige FIDE-Weltmeister Anatoli Karpow, der selbst fünfmal in Dortmund antrat und das Turnier 1993 gewann. Karpow strebt das Amt des FIDE-Präsidenten an. Auch Vlasdimil Hort, der Sieger von 1980, gab dem Meeting die Ehre.
Überragend war das Echo auf die Autogrammstunde mit den Großmeistern im Kundenzentrum der Sparkasse Dortmund am spielfreien Dienstag. Etwa 160 Autogrammjäger standen artig bis zu einer halben Stunde an, um die Unterschriften der Schach-Weltstars zu ergattern.
Eine gute qualitative Entwicklung nimmt das Helmut-Kohls-Turnier, das ebenfalls im Schauspiel stattfand. Die beiden „Offenen Turniere” im Rathaus vereinigten 224 Spielerinnen und Spieler am Brett mit den „magischen” 64 Feldern.
2011 wird die 39. Auflage des Sparkassen Chess-Meetings ab Ende Juli stattfinden.

 

24.7.2010 - Ponomariov vorm Sieg beim Sparkassen Chess-Meeting 2010
Shakhriyar Mamedyarov und Ruslan Ponomariov trennten sich in der Spitzenbegegnung der neunten Runde des Sparkassen Chess-Meetings remis. Damit verpasste es der Aserbaidschaner seinen ukrainischen Kontrahenten in der Tabelle einzuholen. „Shak“ ging in seinem typischen Stil schon in der Eröffnung sehr aggressiv zu Werke, in der Hoffnung seinen Gegner zu verunsichern. Der blieb aber cool: „Ich war natürlich überrascht, dass er in dieser ruhigen Position des Damengambits den g-Bauern nach vorne zieht, doch aus anderen Stellungen ist es bekannt, dass es möglich ist. Ich habe ruhig reagiert und natürliche Züge gemacht. Das hat im Endeffekt gereicht, um ein sicheres Remis zu erreichen“, äußerte sich Ponomariov nach der Partie.
Wladimir Kramnik ist aus dem Rennen um den Turniersieg. Der 35-jährige Russe riskierte gegen Arkadij Naiditsch entgegen seinen sonstigen Gewohnheiten Kopf und Kragen, um seine letzte Chance zu nutzen. Er opferte im Mittelspiel eine Figur, in der Hoffnung den in der Mitte steckenden weißen König angreifen zu können. Die Attacke erwies sich letztendlich aber als laues Feuer, das der 24-jährige Dortmunder problemlos löschen konnte. „Ich weiß nicht, warum mein Gegner die Figur geopfert hat. Ich denke, dass ich danach einfach auf Gewinn stehe. Ich bin auch überhaupt nicht nervös geworden, trotz der Zeitnot“, erzählte Naiditsch nach der Partie.
Die dritte Partie des Tages zwischen Liem Le Quang und Peter Leko (Foto) war ein hart umkämpftes Remis. Nach einer ausgeglichenen Eröffnung beging der Vietnamese eine Ungenauigkeit, wonach er ein Endspiel mit einem Minusbauern verwalten musste. Der Ungar, der im Laufe des Turniers sehr unglücklich agierte, versuchte alles, um seinen ersten Sieg einzufahren, doch die Gewinnressourcen waren begrenzt. Nach sage und schreibe über sieben Stunden Spielzeit musste Leko ins Remis einwilligen.
Die 10. und letzte Runde des Sparkassen Chess-Meetings 2010 findet am Sonntag den 25. Juli um 13.00 statt. Die Paarungen lauten: Ponomariov-Le Quang, Kramnik-Mamedyarov und Leko-Naiditsch.
Ponomariov reicht mit den weißen Steinen ein Unentschieden, um bei seiner ersten Teilnahme in Dortmund, direkt das bedeutendste Großmeisterturnier auf deutschem Boden zu gewinnen.
 

24.7.2010 - Ein Schachfest geht zu Ende: Sparkassen Chess-Meeting wieder voller Erfolg – Veranstaltungsleiter Gerd Kolbe zieht Fazit
Das Sparkassen Chess-Meeting, das am 25. Juli mit der letzten Runde und der abendlichen Siegerehrung endet, hat seinen Rang als herausgehobene, weltweit anerkannte Veranstaltung einmal mehr bestätigt. Dies findet seinen Ausdruck auch im Ehrenpreis des Schachbundes Nordrhein-Westfalen, den Präsident Dr. Hans-Jürgen Weyer während der Eröffnungsveranstaltung den Organisatoren verlieh.
In der Begründung heißt es: „Das hervorragende Engagement der Stadt Dortmund und der Sparkasse Dortmund als Hauptsponsor sowie eine Vielzahl von Helfern haben das Großmeisterturnier zusammen mit dem Offenen Turnier zu einem der bedeutendsten Schachereignisse der Welt werden lassen. Hiervon profitiert das Schach in Deutschland und insbesondere der Schachsport in Nordrhein-Westfalen.”
Als besucherfreundlich hat sich die Einführung der „Sofia-Regel” erwiesen. Sie verhindert schnelle Remis und sorgt für noch spannendere Partien.
Die Besucherzahlen des vergangenen Jahres werden 2010 voraussichtlich nicht ganz erreicht. Petrus hatte offensichtlich vergessen, dass Super-Temperaturen auch Schachfans über erfrischende Alternativen nachdenken lassen. Eine kontinuierliche Steigerung hingegen registriert die leicht zeitversetzte “Live-Präsentation” der Partien im Internet. Allein auf der Veranstalter-Homepage verfolgten täglich knapp 15.000 Interessenten auf allen Kontinenten das Geschehen im Dortmunder Schauspielhaus. Damit bestätigt sich der Slogan, den FIDE-Präsident Prof. Max Euwe 1977 den Dortmundern schenkte: “Ein intelligentes Spiel - aus einer intelligenten Stadt - für die intelligenten Menschen in aller Welt!“
Einmal mehr fanden sich auch internationale Journalisten ein. So berichtete beispielsweise „NTV Russland” täglich vom Geschehen rund um die Großmeister.
Zu den Besuchern gehörte der langjährige FIDE-Weltmeister Anatoli Karpow, der selbst fünfmal in Dortmund antrat und das Turnier 1993 gewann. Karpow strebt das Amt des FIDE-Präsidenten an. Auch Vlasdimil Hort, der Sieger von 1980, gab dem Meeting die Ehre.
Überragend war das Echo auf die Autogrammstunde mit den Großmeistern im Kundenzentrum der Sparkasse Dortmund am spielfreien Dienstag. Etwa 160 Autogrammjäger standen artig bis zu einer halben Stunde an, um die Unterschriften der Schach-Weltstars zu ergattern.
Eine gute qualitative Entwicklung nimmt das Helmut-Kohls-Turnier, das ebenfalls im Schauspiel stattfand. Die beiden „Offenen Turniere” im Rathaus vereinigten 224 Spielerinnen und Spieler am Brett mit den „magischen” 64 Feldern.
2011 wird die 39. Auflage des Sparkassen Chess-Meetings ab Ende Juli stattfinden.  (Foto: Uwe Samulewicz und Gerd Kolbe)

 

23.7.2010 - Vorentscheidung beim Sparkassen Chess-Meeting
Beim Sparkassen Chess-Meeting 2010 ist eine Vorentscheidung gefallen. Ruslan Ponomariov (foto) besiegte in der achten Runde Arkadij Naiditsch und baute seine Führung zwei Runden vor Schluss auf einen ganzen Punkt aus. In einer scharfen Variante der Nimzo-Indischen Verteidigung fand sich der Ukrainer viel besser zurecht und gewann sicher. „Mein Gegner war nicht auf der Höhe in dieser Partie. Ich musste nur natürliche Züge machen und ein paar Varianten genau berechnen“, erzählte Ponomariov im Anschluss und man hatte den Eindruck, dass der 26-jährige gerade eine lockere Fingerübung hinter sich gebracht hatte.
Einen Punkt hinter dem Führenden liegen Shakhriyar Mamedyarov und Liem Le Quang, die ihre Partie remisierten. Zum wiederholten Mal kam die Katalanische Eröffnung aufs Brett, die im Spitzenschach zur Zeit eine Art Gottstatus genießt. Beide Spieler waren top vorbereitet und leisteten sich überhaupt keinen Fehler. Folgerichtig entstand ein Endspiel mit jeweils zwei Türmen, das remis enden musste.
Peter Leko und Wladimir Kramnik beendeten ihre Partie als erste in der achten Runde. Die Partie verlief ähnlich ausgeglichen wie die zwischen Le Quang und Mamedyarov. Nach der Eröffnung wurde die Damen und verschiedene andere Figuren getauscht. Die absolut ausgeglichene Stellung gaben die Spieler nach 31 Zügen remis.
Am Samstag den 24. Juli findet die neunte Runde des Sparkassen Chess-Meetings statt. Dabei kommt es zur Spitzenbegegnung zwischen Shakhriyar Mamedyarov und Ruslan Ponomariov. Der Aserbaidschaner dürfte der einzige sein, der mit seinem aggressiven Stil dem Ukrainer noch gefährlich werden könnte. Die restlichen Begegnungen lauten Le Quang-Leko und Naiditsch-Kramnik.

 

Click to enlarge22.7.2010 - Publikumsmagnet Anatoli Karpow
Da war was los... Anatoli Karpow, 12. Schachweltmeister, führte heute den ersten Zug des Großmeisterturnieres durch. Schon Minuten vorher stand er im Blitzlichtgewitter. Viele Journalisten aber auch Gäste des Sparkassen Chess-Meetings bannten den Besuch des bekannten Großmeisters auf den Speicherchips ihrer Digitalkameras. Mit Karpow, Kramnik und Ponomariov standen heute drei ehemalige Schachweltmeister gleichzeitig auf der Bühne des Dortmunder Schauspielhauses.

 

22.7.2010 - Anatoli Karpow eröffnet siebte Runde des Sparkassen Chess-Meetings 2010
Anatoli Karpow, der 12. Weltmeister der Schachgeschichte, eröffnete die siebte Runde des Sparkassen Chess-Meetings 2010. Der 59-jährige Russe, der sich für das Amt des Präsidenten des Weltschachverbands bewirbt, weilt in Dortmund, um über sein Wahlprogramm zu referieren. Nach der Eröffnung der Runde gab er zusammen mit Richard A. Conn jr., Vizekandidat in Karpows Team, eine Pressekonferenz, in der er den versammelten Journalisten Auskunft über den Stand seiner Bewerbung gab. „Wir sind auf einem guten Weg. Wir haben schon viele Länder bereist und überall Mitkämpfer für unsere Sache gewonnen. Nach 15 Jahren wird es Zeit, dass ein neuer Präsident den Weltschachverband regiert“, zeigte sich Karpow optimistisch, dass er den jetzigen Präsidenten Kirschan Iljumschinow beerben wird.
Im Großmeisterturnier fand die siebte Runde statt. Der einzige Sieger des Tages ist Shakhriyar Mamedyarov (Foto). Der Aserbaidschaner besiegte in einer dynamisch angelegten Partie den Ungarn Peter Leko und liegt nun mit 4 Punkten aus 7 Partien auf dem geteilten zweiten Platz, zusammen mit Liem Le Quang. Der Vietnamese hatte keine Probleme seine Partie mit Schwarz gegen Arkadij Naiditsch zu remisieren und bleibt weiterhin der Überraschungsmann im Turnier.
Die Spitzenbegegnung des Tages zwischen Wladimir Kramnik und Ruslan Ponomariov endete remis. Keiner der beiden Spieler konnte sich im Laufe der Partie einen Vorteil erarbeiten, so dass das Unentschieden folgerichtig war. Damit bleibt der Ukrainer mit 4,5 Punkten weiterhin an der Spitze. Kramnik liegt mit 50% der Punkte auf Platz 4.
Am Freitag den 23. Juli wird die achte Runde absolviert. Ab 15.00 kommt es im Schauspielhaus zu den Begegnungen: Leko-Kramnik, Ponomariov-Naiditsch, Le-Mamedyarov.

 

21.7.2010 - Schneller Feierabend
Schon nach gut drei Stunden endete die siebte Runde des Sparkassen Chess-Meetings 2010, so schnell wie keine der Runden zuvor. Liem Le Quang und Wladimir Kramnik waren als erste fertig. Der Vietnamese war in einer „Katalanischen Partie“ hervorragend vorbereitet und setzte den Turnierfavoriten stark unter Druck. Dieser beging im 21. Zug prompt einen Fehler. Anstatt das weiße Zentrum zu unterminieren, startete der Russe eine Aktion am Damenflügel. Drei Züge später tat es ihm Le Quang aber gleich. Anstatt die Dame auf e4 zu zentralisieren, spielte er 24. Td3. Danach konnte sich Kramnik retten, indem er eine Abtauschaktion einleitete. Zwar verblieb der junge Asiate (19) mit einem materiellen Vorteil, doch der reichte nicht aus, um die Partie zu gewinnen. „Schade, ich habe etwas zu schnell gespielt. 23. De4! ist ein starker Zug. So wie ich gespielt habe, ist es wohl remis“, meinte Le Quang nach der Partie.
Arkadij Naiditsch (Foto) kam zu seinem ersten Sieg beim diesjährigen Sparkassen Chess-Meeting. Der Lokalmatador gewann mit den schwarzen Steinen gegen Shakhriyar Mamedyarov. Der Sieg war allerdings glücklich. Der Aserbaidschaner hatte lange die bessere Stellung und vor der Zeitkontrolle im 40. Zug auch viel mehr Zeit auf der Uhr. Anstatt die Ruhe zu bewahren und konzentriert die letzten Züge auszuführen, verlor er - ähnlich wie bei seiner Niederlage in der fünften Runde gegen Ruslan Ponomariov – die Kontrolle. Im 36. Zug, da hatte er seinen Vorteil allerdings schon verspielt, schlug er mit seinem Turm einen Läufer, der aber gedeckt war. Ohne die Antwort des Dortmunders abzuwarten, der freilich den Turm geschlagen und auf Gewinn gestanden hätte, gab „Shak“ auf und lief wutentbrannt aus dem Saal.
Die dritte Partie des Tages zwischen Peter Leko und Ruslan Ponomariov endete ohne große Aufreger remis. Damit führt der Ukrainer mit vier Punkten weiterhin die Tabelle an. Einen halben Punkt hinter Ponomariov liegt Liem Le Quang mit 3,5 Punkten. Es folgen Shakhriyar Mamedyarov und Wladimir Kramnik mit 3 Punkten. Arkadij Naiditsch hat sich mit 2,5 Punkten etwas vorgearbeitet, während Peter Leko mit 2 Punkten das Tabellenende ziert.
Am Donnerstag den 22. Juli findet die siebte Runde statt. Die Paarungen lauten: Mamedyarov-Leko, Naiditsch-Le, Kramnik-Ponomariov.
Zu dieser Runde wird übrigens Anatoli Karpow erwartet. Der 12. Weltmeister der Schachgeschichte beehrt das Revier. Er wird die siebte Runde im Schauspielhaus eröffnen und danach eine Pressekonferenz geben. Der Grund: Karpow bewirbt sich für das Amt des Präsidenten des Weltschachverbands (FIDE).

 

20.7.2010 - Entspanntes Miteinander
Die Autogrammstunde am spielfreien Tag des Sparkassen Chess-Meeting 2010 gestaltete sich zu einem schönen Miteinander. Über 100 Fans - groß und klein, jung und alt - standen an, um ab 15.00 in der Hauptstelle der Sparkasse Dortmund ein Autogramm von den Schachgroßmeistern zu ergattern. Kramnik und Co. sah man selten so entspannt und froh gelaunt. Kein Wunder, denn normalerweise beobachtet man diese Spieler nur unter Wettkampfbedingungen.
Alle Autogrammsammler nehmen gleichzeitig an der Verlosung eines iPod touch und einiger iPod shuffle teil. Die Gewinner werden von der Sparkasse schriftlich benachrichtigt. Hier geht es zur Bildergalerie. Am Mittwoch den 21. Juli geht es beim Sparkassen Chess-Meeting ab 15.00 weiter mit der 6. Runde.

 

19.7.2010 - Anatoli Karpow eröffnet die siebte Runde
Anatoli Karpow aus Russland ist der 12. Weltmeister der Schachgeschichte. Er wird am Donnerstag, 22. Juli, die siebte Runde des Großmeisterturniers beim Sparkassen Chess-Meeting mit dem "ersten Zug" eröffnen. Darüber freuen sich nicht nur die zahlreichen Gäste, die das Turnier täglich live vor Ort verfolgen, sondern auch die Veranstalter und Sponsoren. Stefan Koth, Turnierdirektor: "Dass Anatoli Karpow Dortmund besucht, verstärkt selbstverständlich die internationale, aber auch die regionale Wahrnemung des Sparkassen Chess-Meetings."
Im Anschluss an die Rundeneröffnung lädt Anatoli Karpow zu einer Pressekonferenz im Rathauscafe ein und wird Journalisten aus Dortmund und der Region Fragen beantworten.

 

19.7.2010 - Tag der Endspiele
Beim Sparkassen Chess-Meeting sind fünf Runden und damit die erste Hälfte des Turniers absolviert. Ruslan Ponomariov liegt mit 3,5 Punkten in Front vor Shakhriyar Mamedyarov und dem Überraschungsmann Liem Le Quang mit 3 Punkten. Wladimir Kramnik, der als Favorit ins Turnier startete, hat 2,5 Punkte. Mit 1,5 Punkten liegen Peter Leko und Arkadji Naiditsch abgeschlagen am Tabellenende.
Das Endspiel, also die Endphase einer Schachpartie, gilt als die hohe Kunst beim königlichen Spiel. Manchmal werden die Partien vorher schon entschieden, aber manchmal gelangt man in diese Phase hinein, so wie heute in allen drei Partien des Großmeisterturniers. In der Spitzenbegegnung des Tages trafen Ponomariov und Mamedyarov aufeinander. Die Damen verschwanden schon nach 14 Zügen vom Brett und es entstand eine ausgeglichene Stellung. Das Remis schien unausweichlich, doch kurz vor der Zeitkontrolle im 40. Zug verlor der Aserbaidschaner völlig den Faden. Anstatt die Stellung weiter zu vereinfachen, spielte er zu aggressiv und erlaubte seinem Gegner eine aktive Position einzunehmen. Nachdem „Pono“ im 51. Zug mit seinem König in die gegnerische Stellung einzudringen drohte, hatte „Shak“ genug gesehen und gab auf. „Ich habe die Züge meines Gegners in dieser Spielphase nicht verstanden. Auch nicht, warum er am Ende aufgab. Klar, ich stehe besser, aber man kann noch kämpfen“, meinte Ponomariov nach der Partie.
Wladimir Kramnik (Foto mit Sebastian Siebrecht und Arkadij Naiditsch) kam zu seinem ersten Sieg beim diesjährigen Sparkassen Chess-Meeting. Er bezwang den Lokalmatador Arkadij Naiditsch in einem ganz trockenen Stil. In einer langen Theorievariante der Katalanischen Eröffnung zeigte sich der Russe besser präpariert. Naiditsch ließ sich auf eine zweifelhafte Abwicklung ein, als er zwar eine „Qualität“ gewann, dafür aber seinen Turm am Spielrand absperren ließ. Kramnik zeigte sich fortan in seinem Element und verwertete seinen Vorteil problemlos.
Der Vietnamese Liem Le Quang ist weiter die Überraschung des Turniers. Nach seinem Sieg gegen Ruslan Ponomariov in der vierten Runde gewann er auch gegen Peter Leko in der fünften Runde und liegt nur einen halben Punkt hinter dem Tabellenführer auf dem geteilten zweiten Platz. Gegen den Ungarn Leko zeigte Le Quang hervorragende Endspieltechnik. Sein zentraler Springer auf d5 erwies sich langfristig stärker als Lekos zentral postierter Läufer auf d6 und seine Türme waren dadurch viel aktiver. Am Ende entschied ein Freibauer, den Leko nur durch Materialverluste aufhalten konnte, was gleichzeitig die Niederlage bedeutete.
Nach der Hälfte des Turniers haben die Großmeister einen Tag Spielpause. Dieser steht ganz im Zeichen der Schachfans. In der Hauptstelle der Stadtsparkasse Dortmund, Freistuhl 2-4, geben Kramnik und Co. am Dienstag den 20. Juli eine Autogrammstunde. Ab 15.00 werden Poster verteilt, auf denen die Autogramme gesammelt werden können. Mit den Postern nimmt man gleichzeitig an einer Verlosung teil, bei der es einen iPod touch und einige iPod shuffle zu gewinnen gibt.
Am Mittwoch geht es beim Sparkassen Chess-Meeting weiter mit der sechsten Runde. Die Paarungen lauten: Peter Leko-Ruslan Ponomariov, Liem Le Quang-Wladimir Kramnik und Shakhriyar Mamedyarov-Arkadij Naiditsch.

 

18.7.2010 - Vietnamesischer Sieg
Liem Le Quang (Foto) war beim Sparkassen Chess-Meeting der Mann des Tages. Der 19-jährige Vietnamese besiegte Ruslan Ponomariov, der zu Beginn des Turniers einen sehr starken Eindruck hinterlassen hatte. Die Eröffnung gestaltete sich zwischen den Spielern als ausgeglichen, bis dem Ukrainer im 18. Zug mit einem unbedachten Vorstoß des h-Bauern ein Fehler unterlief. Le Quang opferte vorübergehend eine Figur, holte sein Material aber mit einer gekonnten taktischen Aktion zurück und blieb fortan in Vorteil. Der entscheidende Fehler unterlief dem Ukrainer im 31. Zug. Wieder war es ein unbedachter Vorstoß des h-Bauern, den „Pono“ zu weit nach vorne schob. „Danach stehe ich auf Gewinn. Egal was mein Gegner macht, ich schaffe am Königsflügel zwei verbundene Freibauern, die Schwarz nicht aufhalten kann“, erzählte ein glücklicher Le Quang nach der Partie.
Die zwei restlichen Partien im Großmeisterturnier endeten remis. Shakhriyar Mamedyarov und Wladimir Kramnik lieferten sich einen starken Fight, der allerdings schon nach gut drei Stunden beendet war. „Mein Gegner fand immer wieder sehr aktive Züge, mit denen ich nicht rechnete. Ich wollte zwar auf Gewinn spielen, doch am Ende war einfach nichts mehr drin“, meinte Mamedyarov nach der Partie. Der Aserbaidschaner kann mit dem Ergebnis aber durchaus zufrieden sein, denn er eroberte nach vier Runden, da Ponomariov verlor, mit drei Punkten die alleinige Tabellenführung.
Arkadij Naiditsch und Peter Leko lieferten sich den längsten Kampf des Tages. Nach einer Variante der Spanischen Eröffnung schien es, als ob sich die deutsche Nr.1 einen Vorteil erspielt hätte, doch der Ungar erwies sich wie so häufig als zäher Verteidiger und forcierte mit genauen Zügen ein Turmendspiel, das keiner der beiden Seiten Gewinnchancen bot.
Die fünfte Runde findet am Montag den 19. Juli im 15.00 im Schauspielhaus Dortmund statt. Dabei kommt es zur Spitzenbegegnung zwischen Ruslan Ponomariov und Shakhriyar Mamedyarov. Wladimir Kramnik trifft auf Arkadij Naiditsch und Peter Leko bekommt es mit Liem Le Quang zu tun.

 

18.7.2010 - Sparkassen Chess-Meeting: Autogrammstunde der Großmeister in der Hauptstelle der Sparkasse Dortmund
Im Moment findet mit dem Sparkassen Chess-Meeting eines der bekanntesten Schachturniere der Welt in Dortmund statt. Ein Hauptereignis dabei ist sicherlich das Turnier der Großmeister im Schauspielhaus, das täglich von Hunderten Fans direkt vor Ort und zig Tausenden Schachbegeisterten weltweit online verfolgt wird. Die Großmeister arbeiten immer konzentriert – während der Partien, klar, aber auch in der Vor- und Nachbereitung. Entsprechend schwer ist es für die Schachfans, mit den Großmeistern direkt Kontakt aufzunehmen oder gar ein Autogramm zu ergattern.
Am Dienstag, 20. Juli, ist beim Großmeisterturnier spielfreier Tag. Die Großmeister haben Zeit und freuen sich, Autogramme zu geben, und zwar im Kundenzentrum der Hauptstelle der Sparkasse Dortmund, Freistuhl 2-4. Beginn: 15 Uhr. Pünktlich sein lohnt sich, denn zu Anfang werden Plakate mit Gewinnnummern verteilt. Auf denen kann man dann die Autogramme sammeln und nimmt anschließend direkt vor Ort an einer Verlosung teil, die die Sparkasse Dortmund durchführt. Die Gewinne können sich sehen bzw. hören lassen. Die Sparkasse Dortmund verlost unter den Autogrammjägern einen iPod-Touch als ersten Preis und neun iPod-Shuffle als weitere Preise.
Die Großmeister: Wladimir Kramnik, Peter Leko, Quang Liem Le, Shakhriyar Mamedyarov, Arkadij Naiditsch und Ruslan Ponomariov.

 

18.7.2010 - 12. Schach-Weltmeister besucht Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting
Anatoli Karpow (Russland), 12. Weltmeister der Schachgeschichte, wird am Donnnerstag, 22. Juli 2010, 15:00 Uhr, die siebte Runde des Dortmunder Sparkassen-Chess Meeting 2010 im Schauspielhaus am Hiltropwall mit dem ersten Zug eröffnen.
Er befindet sich in Begleitung von Richard A. Conn jr. (USA).
Zum Fototermin laden wir herzlich ein.
Redaktionshinweis:
Hintergrund des Besuchs ist die Bewerbung Karpows um das Amt des Präsidenten beim Weltschachverband FIDE. Richard A. Conn jr. ist Kandidat für die Vize-Präsidentschaft.
Die Herren Karpow und Conn jr. werden in einer Pressekonferenz Inhalte ihrer Kandidatur der Öffentlichkeit vorstellen. Aufgrund der hohen sportpolitischen Bedeutung, werden wir im Namen von Anatoli Karpow noch eine gesonderte Einladung zu dieser PK versenden.
Wir weisen schon jetzt darauf hin, dass die PK um 16:00 Uhr stattfinden und englischsprachig sein wird. Der Veranstaltungsort wird noch bekanntgegeben.
(Stadt-Pressedienst vom 18.07.2010, Kontakt: Michael Meinders)

 

17.7.2010 - Tag der Geschenke
Die dritte Runde des Sparkassen Chess-Meetings war sehr hart umkämpft. Im Großmeisterturnier entschied am Ende nicht nur das Können, sondern auch das bessere Nervenkostüm. Wladimir Kramnik und Peter Leko beendeten als erste ihre Partie aber nicht ohne einen großen Aufreger. Kurz vor der Zeitkontrolle im 40. Zug hatte Peter Leko die große Möglichkeit die Partie zu gewinnen, aber genau wie am Vortag gegen Shakhriyar Mamedyarov machten ihm die Nerven einen Strich durch die Rechnung. Er sah eine der vielen Gewinnvarianten nicht und erlaubte ein Dauerschach zum Remis.
Die Partie zwischen Shakhriyar Mamedyarov und Liem Quang Le (Foto) endete als nächste. Die Spieler bekriegten sich in einer heiß diskutierten Variante des angenommenen Damengambits. Mamedyarov spielte wie gewöhnlich sehr aggressiv und scheute nicht vor komplizierten Strukturen. Er schaffte sich einen gefährlichen Freibauern auf der e-Linie und kam dem gegnerischen König im Mittelspiel gefährlich nahe. Der Vietnamese verteidigte sich nach Kräften, doch nach ca. vier Stunden Spielzeit unterlief ihm ein schwerer Fehler, nach dem der Aserbaidschaner die Partie sofort für sich entschied.
Arkadij Naiditsch traf auf den Tabellenführer Ruslan Ponomariov und hätte diesem beinahe den vollen Punkt abgenommen. Die Kontrahenten diskutierten die in der Weltspitze sehr beliebte Berliner Verteidigung der Spanischen Eröffnung. Der Lokalmatador, der in dieser Variante sowohl mit den weißen als auch mit den schwarzen Steinen Erfahrungen gesammelt hat, erspielte sich einen Vorteil. Er opferte einen Bauern am Königsflügel, konnte aber dafür die gegnerischen Figuren zurückdrängen und gefährlich mit einem Turm auf die siebte Reihe eindringen. Irgendwo dann fand er aber nicht die beste Fortsetzung und entließ den Ukrainer aus der Umklammerung. Letztendlich landeten die Spieler in einem berüchtigten Endspiel. Naiditsch versuchte mit Turm und Läufer gegen Turm einen Sieg zu erzwingen, doch Ponomariov zeigte, dass er das theoretische Remisendspiel beherrscht.
Nach der dritten Runde zeigt sich ein ungewöhnliches Bild. Ruslan Ponomariov und Shakhriyar Mamedyarov führen mit 1,5 Punkten Vorsprung auf das restliche Feld die Tabelle an. In der vierten Runde kommt es zu folgenden Begegnungen:
Arkadij Naiditsch-Peter Leko, Shakhriyar Mamedyarov-Wladimir Kramnik, Liem Quang Le- Ruslan Ponomariov
Im Helmut-Kohls-Turnier sind bislang zwei Runden absolviert. An der Spitze liegen drei Spieler: Der Vorjahressieger Markus Schäfer, Großmeister Romuald Mainka und aus Dortmunder Sicht erfreulich Patrick Zelbel, der in der zweiten Runde Carmen Voicu gewann.

 

16.7.2010 - Ponomariov mit Traumstart

Ruslan Ponomariov setzt beim Sparkassen Chess-Meeting 2010 bisher die Akzente. Nach seinem Auftaktsieg gegen Peter Leko besiegte der Ukrainer in der zweiten Runde Wladimir Kramnik und übernahm die Führung beim prestigeträchtigsten Turnier Deutschlands. Gegen den Turnierfavoriten eröffnete "Pono" mit dem Doppelschritt des d-Bauern - gegen Leko war es noch der e-Bauer. Die Kontrahenten wählten die Katalanische Eröffnung, in der Kramnik als einer der weltgrößten Experten gilt. Eine wichtige Stellung entstand ausgangs der Eröffnung nach 10. Se5. Kramnik wählte einen ungewöhnlichen Damenzug, der Ponomariov überraschte:"10...Dc8 habe ich überhaupt nicht erwartet. Stattdessen wurde 10...Sfd7 schon häufig gespielt. Danach agierte ich sehr aggressiv, um meinem Gegner keine leichte Entwicklung zu ermöglichen." Fünf Züge später opferte der 27-jährige Ex-FIDE-Weltmeister spektakulär einen Läufer. Kramnik konnte in der Folge die Probleme am Brett nicht lösen und verlor fast ohne Chance. "Diesen Auftakt habe ich nicht erwartet. Ich bin sehr froh, aber natürlich bin ich noch längst nicht durch. Dafür ist es zu früh", erklärte der Ukrainer nach der Partie.
"Meine Güte habe ich eine gewonnene Stellung aus der Hand gegeben", haderte Peter Leko nach der Partie. "Anstatt 35.Tc7? gewinne ich einfach mit 35.Tf1. In der Tat konnte Shakhriyar Mamedyarov nach Lekos Fehler die Partie in den Remishafen lenken und ein etwas glückliches Unentschieden sichern. In der dritten Partie im Großmeisterturnier trennten sich Liem Quang Le und Arkadij Naiditsch remis. Lange schien es so, als ob der Vietnamese einen starken Angriff gegen den offenen schwarzen König hätte, doch dieser verpuffte erstaunlicherweise im Mittelspiel. Wahrscheinlich verpasste Le um den 20. Zug herum eine bessere Fortsetzung. Am Ende konnte sich die deutsche Nr. 1 durch einen Gegenangriff auf den weißen König indirekt retten, denn Weiß musste Dauerschach geben. Die dritte Runde beginnt am Samstag um 15.00 im Schauspielhaus Dortmund. Die Paarungen lauten: Kramnik-Leko, Naiditsch-Ponomariov und Mamedyarov-Le

 

15.7.2010 - Sparkassen Chess-Meeting 2010 startet mit Überraschungen

Das Sparkassen Chess-Meeting 2010 begann mit unerwarteten Ergebnissen. Die erste Runde sah zwei Sieger und eine unentschiedene Partie. Ausgerechnet Wladimir Kramnik, der gegen Liem Quang Le (Foto) als großer Favorit in die Partie ging, kam mit den weißen Steinen nicht über ein Remis hinaus. In einer ruhigen Variante der Slawischen Verteidigung versuchte der Russe einen kleinen aber dauerhaften Vorteil zu erspielen, doch der Vietnamese verteidigte sich umsichtig. Die Premiere in Dortmund hätte für das 19-jährige Supertalent aus Asien nicht besser verlaufen können.
Der erste Sieger der diesjährigen Veranstaltung heißt Shakhriyar Mamedyarov. Der 25-jährige holte mit den schwarzen Steinen einen vollen Punkt gegen Arkadij Naiditsch. Die deutsche Nr. 1 wählte eine scharfe Variante gegen die Najdorf-Verteidung, in der sich der Aserbaidschaner aber bestens präpariert zeigte. Er nutzte einen Moment der Unachtsamkeit des Dortmunders, der ausgangs der Eröffnung seine Entwicklung vernachlässigte, und wickelte in ein besseres Endspiel ab, das er sicher nach Hause fuhr.

"Ich wollte meinen Gegner mit der Schottischen Eröffnung überraschen", meinte Ruslan Ponomariov (Foto) nach der Partie. Zwar gelang ihm das, doch Peter Leko ließ sich seinerseits nicht lumpen und wich von seiner üblichen Spielweise gegen diese altehrwürdige Eröffnung ab. Im 17. Zug wurden die Damen getauscht, was der Ukrainer post mortem als Fehler bezeichnete. "Ich denke, dass mein Gegner die Damen besser nicht getauscht hätte, da mein König in der Brettmitte unsicher steht. Nach dem Damentausch denke ich, dass ich schon etwas besser stehe." Den entscheidenden Fehler begann der Ungar dann endgültig mit 29...a5?. Ponomariov konnte in der Folge in ein Turmendspiel mit einem freien a-Bauern abwickeln, der nicht aufzuhalten war.
Im Helmut-Kohls-Turnier fanden zwei vorgezogene Partien statt. Der Vorjahressieger Markus Schäfer besiegte den Elo-Favoriten Mihail Saltaev sehenswert. Eckhard Schmittdiel und Lokalmatador Patrick Zelbel trennten sich remis.

 

 

Alle Fotos von IM Georgios Souleidis