Schachveteran Helmut Kuttnick: “Das Spiel bereichert mein Leben”

Dass Schach jung und geistig fit hält, belegt folgende Geschichte am Rande des Turniergeschehens in Dortmund. Jeden Tag kommt ein älterer Herr ins Pressezentrum und bittet um die Notation der gespielten Großmeisterpartien. Schachfreund Helmut Kuttnick ist 85 Jahre alt und immer noch sehr aktiv. Als Mitglied des Dortmunder Schachvereins 1875 war er jahrzehntelang Spieler der 1. Mannschaft, und er setzt auch heute noch mit Begeisterung die Figuren. “Mit dem Sparkassen Chess-Meeting verbindet mich sehr viel”, sagte er uns. “Ich gehöre quasi zu den “Gründungsmitgliedern” dieses großartigen Ereignisses, denn ich spielte beim ersten Dortmunder Turnier mit, das 1973 im Westfalenpark als Open stattfand. Nie hätte ich gedacht, dass diese Tradition so lange andauern würde und dass aus den kleinen Anfängen von damals ein so bedeutendes Turnier der Weltelite wird”, sagte der Schachveteran. Helmut Kuttnick ist dankbar, dass Schach sein Leben bis heute so bereichert hat. “Ohne das Spiel wäre mein Leben ärmer”, betonte er und ging wieder in den Saal, um sich die Züge von Wladimir Kramnik und dessen Kollegen live anzusehen.

Text und Foto: Dagobert Kohlmeyer