REMIS gegen Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik

Der Hockenheimer Nationalspieler Rainer Buhmann nimmt am weltbekannten Sparkassen Chess-Meeting in Dortmund teil – Ein Betrag von DIETER AUER

Rainer Buhmann entstammt der Familie Seitz Das Hockenheimer Urgestein –Mitglied des Rennstadtteams – ist seit 15 Jahren Nationalspieler, gewann mit Deutschland 2001 Bronze bei der Europameisterschaft und gehörte zum Team, das 2011 Gold bei der EM in Griechenland gewann.

Der 35-jährige Rainer Buhmann – er lebt seit zwei Jahren in Wien – befindet sich zurzeit in der Form seines Lebens. Als Nr.3 der deutschen Rangliste rückte er mit der ELO-Zahl 2653 in den Bereich der TOP-Hundert der Weltrangliste und steht im Moment vor dem Höhepunkt seiner Schachlaufbahn.

Seine Teilnahme am Großmeisterturnier „Dortmunder Sparkassen Chess-Meeting aus Anlass des 175-jährigen Jubiläums der Sparkasse führt ihn in ein achtköpfiges Weltklassefeld mit drei Spielern aus der aktuellen Top-Ten der FIDE-Weltrangliste.
An der Spitze des elitären Feldes steht der dreimalige russische Weltmeister Wladimir Kramnik, derzeit die Nummer zwei der Welt. Kramnik feierte 1993 Premiere in Dortmund und wurde auf Anhieb Zweiter hinter dem legendären Anatoli Karpow – dem Ehrenmitglied der Schachvereinigung 1930 Hockenheim und heutigen Mannschaftskollegen von Rainer Buhmann. Kramnik wurde danach Dauerteilnehmer und Seriensieger der Dortmunder Weltklasseveranstaltungen (Chess-Meetings).

Der letztjährige Sieger und Titelverteidiger Fabiano Caruana (USA) liegt auf Rang drei und „Neuling“ Maxime Vachier-Lagrave (Frankreich) auf Rang fünf der Weltrangliste. Weitere Teilnehmer sind der Kubaner Leinier Dominguez Peres, der Russe und AERO-Flot-Open Sieger von Moskau Jewgeni Najer sowie Ex-Weltmeister Ruslan Ponomarjow( Ukraine) und dem deutschen Spitzenspieler Liviu-Dieter Nisipeanu.
Das Großmeisterturnier begann am 09.Juli 2016 im Orchesterzentrum NRW in Dortmund und bescherte ihm in Runde 1 eine Niederlage durch einen Zeitnotfehler. In Runde zwei hatte er den Kubaner Leinier Dominguez am Rande einer Niederlage´, bevor er am Ende nach sieben Stunden Spielzeit in ein Remis abwickeln musste.

Nach einem Ruhetag musste er gegen den dreifachen russischen Ex-Weltmeister Wladimir Kramnik antreten. Nach einer guten Eröffnung geriet er aber in Zeitrückstand und konnte eine Gewinnstellung leider nicht verwerten. Das Unentschieden gegen den Dortmunder Seriensieger Wladimir Kramnik ist dennoch alle Ehren wert und man darf auf das weitere Abschneiden des Hockenheimer Lokalmatadors gegen die Weltelite gespannt sein.