Der Startschuss ist gefallen

Am gestrigen Samstag begannen sämtliche Turniere im Rahmen des Sparkassen-Chess-Meeting in Dortmund. Insgesamt nehmen in diesem Jahr 239 Teilnehmer an den vier Turnieren im Fritz-Henßler-Haus teil. Diese verteilen sich auf die vier Turniere folgendermaßen:

Helmut-Kohls-Turnier 10, A-Open: 69, B-Open: 105, C-Open: 55

Damit konnte die hervorragende Teilnehmerzahl aus dem vergangenen Jahr wieder nahezu erreicht werden. Beim Blick aufs letzte Jahr ist vielen sicherlich noch ein wichtiger Aspekt im Hinterkopf geblieben: das Wetter. Bei mindestens 35 Grad auf dem Thermometer und gefühlten Sauna-Temperaturen in den Turniersälen war es sicherlich nicht das optimale Wetter zum Schach spielen. Beim Blick auf den Wetterbericht für die kommende Woche kann man doch schon einmal aufatmen. Zwar wird es am morgigen Sonntag noch einmal etwas wärmer, jedoch sind für die weitere Woche etwa 20 Grad angesagt.

Nach dem Geschwafel über das Wetter möchten wir noch ein wenig auf die vier einzelnen Turniere eingehen.

Helmut-Kohls-Turnier:

Das Helmut-Kohls-Turnier findet in diesem Jahr zum zweiten Mal als internationales Jugendturnier statt. Neben sechs jungen talentierten Talenten aus NRW sind ebenfalls wieder vier Jugendliche aus dem Ausland vor Ort, welche ein vollrundiges Turnier mit neun Runden spielen.
Zwar werden auf unserer Homepage alle Spieler des Helmut-Kohls-Turniers im Detail auf ihren eigenen Spielerseiten vorgestellt, dennoch möchten wir an dieser Stelle auf zwei Spieler direkt eingehen.

Gregor Flüchter vom Ausrichterverein den SF Brackel 1930 nimmt als einziger Spieler bereits zum zweiten Mal am Jugendturnier teil. Auch durch die Unterstützung der Dortmunder Schachschule konnte er mehrfach gute Resultate an deutschen Meisterschaften erreichen.

Zudem tritt noch ein weiteres großes Talent bei diesem Turnier an. Der 11-Jährige Ruben Gidoen Köllner spielt erst seit etwas mehr als zwei Jahren Schach. Seinen bisherigen Werdegang konnte er mit dem deutschen Meistertitel in der Altersklasse U12 vor rund zwei Monaten veredeln. Eine Wertungszahl von über 2100 ist für dieses Alter sicherlich schon beachtlich, so dass man in Zukunft sicherlich noch einiges über ihn lesen wird.

A-Open:

Insgesamt 13 Titelträger nehmen in diesem Jahr am A-Open teil, von denen drei den Titel des Großmeisters haben. Aber nicht nur die Titelträger, sondern alle Teilnehmer mit Wertungszahlen zwischen 1900 und 2500 haben sicherlich eine spannende und interessante Woche vor sich. Nicht nur in diesem Turnier liegt ein besonderes Augenmerk auf den vielen talentierten Jugendlichen, welche sich gegen die erfahreneren Spieler versuchen durchzusetzen.

B-Open:

Das B-Open stellt traditionell die meisten Teilnehmer. Dies ist auch nach der Neueinführung des C-Opens im vergangenen Jahr der Fall. In diesem Turnier ist die gesamte Bandbreite an Vereinsschachspielern vertreten wie an den nachfolgenden Zahlen deutlich wird.
Die stärksten Spieler im Teilnehmerfeld haben eine DWZ von nahezu 2000, aber auch einige Teilnehmer mit einer DWZ von unter 1500 versuchen ihr Glück in diesem Feld, obwohl diese auch noch das C-Open hätten mitspielen können.
Zwischen dem jüngsten Spieler dem 8-jährigen Jona Bungarten und dem ältesten Spieler dem 83-jährigen Joseph Nadrowski liegt ein Altersunterschied von etwa 75 Jahren.
Im B-Open treten auch immer sehr viele Jugendliche aus ganz NRW an, welche sich von diversen Meisterschaften kennen und meist in größeren Gruppen anreisen. Daher ist es auch nicht verwunderlich das fast die Hälfte aller Teilnehmer noch jugendlich ist oder dieses Alter gerade verlassen hat.

C-Open:

Das C-Open geht in diesem Jahr in seine zweite Runde. Das im vergangenen Jahr neu geschaffene Turnier richtet sich aufgrund der DWZ-Begrenzung von 1500 an Spieler mit weniger Turnierpraxis. Dadurch ergibt sich ein Teilnehmerfeld in dem im Prinzip jeder gegen jeden eine gute Chance auf zumindest einen halben Punkt hat.
Besonders auffallend ist, dass die meisten Teilnehmer entweder sehr jung sind (geboren nach 2000) oder bereits vor 1960 geboren sind. Daher werden in diesem Turnier sicherlich häufig Duelle jung gegen alt ausgetragen, in denen junge aufstrebende Kinder gegen routinierte Haudegen antreten werden.