Carlsen wollte es so (zwölfte Partie), für beide ist es ein Erfolgserlebnis?

 

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Ich beginne wieder mit einer ganz kurzen Zusammenfassung der vier letzten Partien. Neunte Partie: Karjakin war nahe am 2-0 (bzw. 5,5-3,5), dann wurde es remis. Zehnte Partie: Carlsen konnte ausgleichen, vor allem zu dieser Partie später mehr. Elfte Partie: Plusremis für Carlsen mit Schwarz, aber den Regeln entsprechend bekamen dafür beide jeweils einen wliveeiteren halben Punkt. Zwölfte Partie: Carlsen wollte ein Weissremis, Carlsen bekam ein Weissremis. (Dreizehnte bis sechzehnte und eventuell weitere Partien: bei Redaktionsschluss noch nicht bekannt)

 

Das Titelbild (Max Avdeev, Quelle Turnierseite) zeigt mal wieder Magnus Carlsen und Sergey Karjakin, ausserdem Pamela Wasserstein und Ilya Merenzon – immer dabei, immer entspannt und gut gelaunt (ist schliesslich sein Beruf bei AGON). Wer ist Pamela Wasserstein? „Chief executive of New Yorker magazine“ – derlei Prominente durften bei der WM jeweils einen Zug lang mitspielen. Das ist der Beginn der zwölften und, wie sich später herausstellte, noch nicht letzten Partie. Es wurde eher Wasser (Isklar wird schliesslich auch ständig fotografiert) als Stein – lag nicht an Wassersteins 1.e4, sondern an Carlsens 5.Te1.

 

Andere Fotos teils von der Turnierseite, teils (dann ausdrücklich erwähnt) vom russischen Schachverband. Da die Leser wohl inzwischen wissen, dass Carlsen und Karjakin spielen sowie wer sie jeweils sponsort und auch genug Isklar-Wasserflaschen gesehen haben, zeige ich diesmal vor allem andere die, warum auch immer, ebenfalls in New York waren und vielleicht noch sind.

 

TurnierseiteLivestreamRückblick WM 2014LIVE-Blog auf ZEIT-ONLINEZEIT-ONLINE vor Ort

 

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Die WM in New York ist auch eine großartige Werbung für das Schach im Allgemeinen. Beinahe täglich berichtet das Fernsehen, beispielsweise im Morgenmagazin, über das Ereignis. Heute besonders lange, war doch Herbert Bastian, Präsident des Deutschen Schachbundes zu Gast und gab dem Moderator Peter Großmann fachkundig Auskunft.

 

Weitere Videos von der WM

Fragebogen mit Fernando Offermann in der neuesten Ausgabe der Schachzeitschrift Schach

 

… hat im Novemberschachtitel_ticker die Koordination der ChessBase-Nachrichten in deutscher, englischer und spanischer Sprache in Hamburg übernommen. Anfang der Neunziger war Offermann, der in Buenos Aires geboren wurde und in Ratzeburg, Lehmrade, Lübeck und Berlin aufwuchs, einer der ersten Online-Redakteure Deutschlands und hat sich seitdem bei Tageszeitungen auf den Nachrichtenjournalismus spezialisiert; Themenschwerpunkte Internet-Wirtschaft und Kultur. Am liebsten spielt der 49-Jährige mit einer DWZ von 2100+ Blitzschach mit Freunden in der Kneipe oder bei den SF Berlin in der Oberliga. Offermann ist verheiratet und Vater zweier Töchter.

 

1. Wo möchten Sie im Moment gerne sein? In der Redaktionsstube von Rudolf Teschner im Jahre 1985, der in Berlin die Deutsche Schachzeitung gemacht hat. Ich würde ihm dabei zuschauen, wie er das Magazin redaktionell leitet und an den Texten arbeitet. Sätze wie »Tal fackelt nicht lange« machen Teschner für mich unverwechselbar. Er war nicht laut, seine Texte auch nicht. Aber ich mochte seine Arbeit. Die von ihm herausgegebenen Reclam-Bände mit Meisterpartien vermitteln seinen Stil recht gut

 

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Man nennt es das Spiel der Könige. Es fasziniert Millionen auf der ganzen Welt und gilt als Sport sowie Kunst. Aber was macht das Schachspiel eigentlich aus? Diese zehn Gründe zeigen, weshalb das klassische Brettspiel so populär ist – Ein Beitrag von Emanuel Schiendorfer

 

Spielen Sie noch nicht Schach? Ich hoffe, dass dieser Blogbeitrag Sie von den Vorzügen des königlichen Spiels überzeugt. Ich beherrsche die Schachregeln seitdem ich ca. fünf Jahre alt bin und162 habe es nie bereut, im Gegenteil ziehe ich im Alltag nutzen daraus.

 

Wie Sie während dem Lesen des Textes merken werden, sprechen deutlich mehr als zehn Gründe für das Schach. Ein Titel wie «24 Gründe warum…» erschien mir aber zu abgedroschen. Egal, kommen wir zur Sache!

 

1. Geselligkeit

 

Als Schachspieler lernen Sie interessante Persönlichkeiten kennen. Vor allem wenn Sie an Turnieren teilnehmen, in einen Verein eintreten oder sich im örtlichen Park messen. Aber gilt das nicht für alle Freizeitbeschäftigungen? Nein, nicht in dem Masse. Denken Sie nur einmal an Golf.

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Der reisende Raphael kam, zog und siegteundsiegteundsiegte … – Ein Beitrag von Ralf Mulde

 

Raphael Rehberg

Raphael Rehberg

Natürlich hat es das schon einmal gegeben. Eine Turnierserie, die Anfang November 2001 startete, hat schon (fast) alles erlebt, obwohl das organisierende Team rund um Dr. Dirk Jordan personell konstant blieb. Aber etwas wirklich ausragend Besonderes ist es schon, so ein Sieg mit glatten 100% in der schwierigen A-Gruppe (Ratingkorridor: 2101 – 2300).

 

Dieses Kunststück mit „fünf aus fünf“ gelang nun Raphael Rehberg beim Advents-Turnier der DSAM in Magdeburg. Er spielt für Lok Brandenburg, hissste schon zuvor mit Turnierleistungen wie 2473 (Lichtenberg) oder 2553 (Wildau) eine klar sichtbare Signalflagge, und in genau diesem Stil ging es der Go-Experte (Lasker lässt grüßen) dann eben auch in Magdeburg an. Raphael Rehberg wurde im Juli 1989 in Rheda-Wiedenbrück geboren und ist nun, kurze Zeit später, Student der TH Brandenburg. Auch das Fernsehen zeigte sich interessiert und interviewte so fleißig, wie es eben bei einer Deutschen Meisterschaft so ist.

 

Sonderbares geschah während des Turniers auch anderswo. Nicht nur in den fernen USA, wo sich in einem Kurz-Wettkampf die Herren Carlsen und „Car Jack“ Karjakin übten, sondern auch bei den Kickern, wo in der regional hoch bedeutenden Begegnung Magdeburg – Halle das bröselige (neue!) Stadion auch wegen der gewöhnlich rhythmisch hüpfenden Zuschauer knapp vor der Absage stand. Die stets sozialen, deutschen Amateur-Schachspieler zeigten sich gewohnt solidarisch und auferlegten sich ein freiwilliges Hüpfverbot im Turniersaal. Magdeburg siegte 1-0. Turnierseite

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Urii Eliseev (29.7.1996-26.11.2016), Mark Taimanow (7.2.1926-28.11.2016)


 
Nein, das WM-Match ist noch nicht (zu Ungunsten von Karjakin) entschieden – da gibt es heute (Montag) abends noch eine Partie, eventuell dann noch Verlängerung am Mittwoch. Darüber wird es natürlich noch mindestens einen Artikel geben, Thema heute sind zwei Todesfälle mit kleinen Gemeinsamkeiten und grossen Unterschieden. Beide waren russische Schachgrossmeister, beide starben Ende November 2016 – der eine in Moskau, der andere in St. Petersburg.

 

Die offensichtlichen Unterschiede: Urii Eliseev, im Westen wohl relativ unbekannt, starb jung und plötzlich, wenn auch (für Insider die sein anderes Hobby kannten) vielleicht nicht total unerwartet. Mark Taimanow, überall bekannt, erreichte das gesegnete Alter von 90 Jahren – in diesem Alter sterben ist nie unerwartet, und offenbar war er zuletzt schwer krank.

 

Ich beginne mit dem chronologisch ersten und schockierenden Fall, Titelbild also Urii Eliseev (wer die für mich kuriose deutsche Schreibweise bevorzugt: Juri Michailowitsch Jelissejew). Beide Fotos vom russischen Schachverband. Beide Nachrufe eher kurz und knapp – ich betrachte mich nicht als allzu kompetent und habe („Doppeldrohung“ Vereinsabend und zwölfte WM-Partie in New York) auch nicht viel Zeit um zu recherchieren.

 

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Zwei Studenten der Uni Hannover wollen dass Schach auf dem gesamten Gelände der Uni verboten wird.

 

Schach ist ein intellektuell und allseits beliebter Zeitverteib auf der ganzen Welt. Der Großmufti von Schess-1485294_1920audi-Arabien will Schach verbieten lassen, weil durch das Spiel die Gläubigen vom Gebet abgelenkt werden.

 

Auf der Vollversammlung der Uni Hannover tauchte vor ein paar Tagen ein Antrag auf: Zwei Studenten wollten das Schachspielen an der Uni verbieten lassen. Ein ironischer Scherz oder dumme Wirklichkeit? Aber lesen Sie selbst.

 

Antrag an die studentische Vollversammlung am 16.11.2016 Antragssteller*: M. E. (Pflanzenbiotechnologie) und O. T. (Master Lehramt Ma/Ch)

 

Die studentische Vollversammlung möge beschließen: Das Schachspiel ist auf dem gesamten Gelände der Leibniz Universität Hannover ausnahmslos verboten. Alle Studierenden* sind dazu aufgefordert dafür zu sorgen, dass Zuwiderhandelnde* weinend das Gelände verlassen.

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Carlsen schiesst ein Tor – es ist ein Eigentor

 

Der nächste Zwischenbericht war ohnehin nach acht von (höchstens oder auch mindestens) zwölf Partien geplanpress-conference-game-5-polina-gurtovayat, nun ist er – angesichts der dramatischen achten Partie – „Pflicht“. Wieder werde ich auf die Partien nur etwas eingehen – mit tagesaktueller Berichterstattung und GM-Kommentaren anderswo kann ich ohnehin nicht konkurrieren. Selbst habe ich vor allem chess.com und chess24 verfolgt – chess.com ist dabei durchgehend Carlsen-freundlich (auch zur achten Partie schafften sie es, vor allelivem über Karjakin zu lästern …), chess24 ausgewogen. Es gibt natürlich noch mehr, die andere Hamburger Schachseite Chessbase ist hiermit erwähnt.

 

Im Teaser eine kurze Beschreibung der vier letzten Partien: Runde 5 – für mich die beste Partie bisher, andere waren entweder relativ gehaltlos oder beiderseits phasenweise (für WM-Verhältnisse) schlecht. Es wurde remis – wenn einer Gewinnchancen hatte, dann Karjakin mit Schwarz. Runde 6 – sicheres Schwarzremis für Carlsen dank guter Eröffnungsvorbereitung. Runde 7 – ebenfalls Remis, beiderseits eher unteres WM-Niveau. Runde 8 – nicht remis, das weiss der mitdenkende Leser bereits, dabei unmöglich „kurz und knapp“ zusammenzufassen.

 

Fotos wieder weitgehend von der Turnierseite, diesmal teils auch vom russischen Schachverband. Das Titelbild (Polina Gurtovaya – Turnierseite) passt zur achten Partie – da gab es allerdings (siehe unten) keine Gelegenheit beide hinterher zusammen abzulichten; es stammt aus der Pressekonferenz nach der fünften Partie. Wer genau hinschaut (eventuell auf das Foto klicken um es zu vergrössern) sieht, dass die Spieler nicht bei ihren Namensschildern sitzen – das wurde vier Tage später (jedenfalls nach aktuellem Stand im WM-Match) quasi-symbolisch.

 

TurnierseiteLivestreamRückblick WM 2014

 

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Am 11.11.2016 verstarb im Alter von 83 Jahren das Schach-Urgestein der SG Porz Wilfried Hilgert. Bis zu seinem Tod war er Mitglied in diesem Verein und es fehlte nur ein Jahr, dann hätte er 60 Jahr voll gehabt – Ein Nachruf von Werner Fischer

 

Wilfried Hilgert im Gespräch (2011) mit Andreas Hecker von DeepChess

Wilfried Hilgert war nicht nur ein guter Schachspieler, der über 20 Jahre in der 1. Mannschaft zur Verfügung stand, sondern auch – und insbesondere – auf vielfältige Art und Weise seinem Verein mit Rat und Tat beistand. Hier sei vornehmlich sein Engagement als Mäzen, sowie Herz und Motor für die Entwicklung der SG Porz herausgestellt. Schließlich war der Verein Gründungsmitglied der Schachbundesliga, der er bis zur Saison 2006/07 angehörte, bevor man sich aus grundsätzlichen Überlegungen aus der höchsten deutschen Spielklasse zurückzog.

 

Das Wirken Wilfried Hilgerts ging aber weit über dvideo_grossen Schachsport hinaus – auch wenn es sich bei diesem Spiel um seine große Passion handelte. So war er als erfolgreicher Unternehmer im Immobilienmarkt und als Reeder tätig. Auch war er anderen Sportarten sehr eng verbunden. Hier sei beispielhaft an den 1. FC Köln erinnert, den er in einer finanziellen Notlage ab dem Jahr 2009 hilfreich zur Seite stand.
Mit Wilfried Hilgert verliert der Schachsport einen bedeutenden Gönner und Wohltäter, dessen Wirken deutliche Spuren hinterlassen hat. Wir werden ihn sehr vermissen.

 

Andreas Hecker von DeepChess interviewte Wilfried Hilgert (Video)

Rhein-Neckar Fernsehen besucht Bundeligaschach im Baden-Württemberg Center am Hockenheimring – Ein Beitrag von Dieter Auer

 

Ein Novum im Bundesligaschach gelingt offensichtlich der Renn- und Schachstadt Hockenheim mit der Zusage des RNF, die dem Spitzenkampf um die Tabellenführung zwischen dem Rennstadtteam und Seriensieger Baden- Baden einen Besuch abstatten wollen- so der Strand der laufenden team-hockenheim-2-2Verhandlungen. Dass mit Aufsteiger Speyer-Schwegenheim und dem Karpow-Team aus Hockenheim gleich zwei Mannschaften des Sendegebietes inmitten der Metropolregion Rhein-Neckar liegen, könnte eine Rolle bei der Entscheidung der Chefredaktion des RNF gespielt haben.

 

Nach Recherchen des Managements handelt es sich bei der Übertragung um ein absolutes Novum in der Schachbundesliga, dass Schachspielet unter laufenden Kameras an ihre Bretter treten. Ein Erfolg der Verhandlungen der Brüder Auer mit den hiesigen Medien und auch eine wenn auch nur kurze Ausstrahlung im Sendegebiet wird unter Schachexperten wie auch Hobbyschachspielern Interesse finden.

 

Beim Spitzenkampf gegen Baden-Baden sind die Kurstädter allerdings Favorit, zumal das Team vier Top Ten-Spieler der aktuellen Weltrangliste im Kader hat und der Titel Deutscher Meister 2017 mit Macht angestrebt wird. Unabhängig vom Ausgang dieses Spitzenkampfes treten die Hockenheimer nach vier Siegen und einem sehenswerten Auftakt als Mitfavorit an die Bretter zumindest aus Sicht der deutschen Schachpresse, die dem Trio Baden-Baden, Hockenheim und dem Deutschen Meister 2016, SG Solingen die besten Chancen einräumt.

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Spitzenschach in München

 

26. u. 27.11. um 11 Uhr

Nicht nur im Big Apple wird auf der Schach-Weltmeisterschaft großes Schach gespielt. Bei „Beautiful Minds – Krulich Cup“ treten am Samstag und Sonntag in München zwölf herausragende Schach-Persönlichkeiten gegeneinander an. Damit findet nicht nur erstmals seit 20 Jahren wieder ein internationales Spitzenschachturnier Dank der Unterstützung von Romlogo-krulich-cup-beautiful-minds-e1479991936869-670x270an Krulich und Immobilien Krulich in München statt. „Beautiful Minds – Krulich Cup“ ist zugleich ein Meilenstein für die Münchener Schachakademie, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert.

 

Zwölf herausragende internationale Schach-Persönlichkeiten

 

Organisiert wird das Turnier von der Münchener Schachakademie mit der großzügigen Unterstützung von Krulich Immobilien. Als Turnierdirektorin und Vertreterin der Münchener Schachakademie hat Dijana Dengler alle Fäden in der Hand: „Ich freue mich sehr, dass wir als Münchener Schachakademie so viele international herausragende Schach-Persönlichkeiten für Beautiful Minds – Krulich Cup gewinnen konnten: Ehemalige Welt- und EuropameisterInnen, MedaillengewinnerInnen bei Schacholympiaden, fünf Spielerinnen der internationalen Spitze und sieben ebenso renommierte Schachspieler. Von Seiten der Münchener Schachakademie sind die beiden Großmeister Stefan Kindermann und Gerald Hertneck mit von der Partie. Damit zeigt sich einmal mehr, dass die Münchener Schachakademie, die dieses Jahr ihr zehnjähriges Bestehen feiert, in der Schachszene eine wichtige Rolle spielt! Schach-Interessierte sind herzlich eingeladen, an den beiden Turniertagen beim Turnier im Hotel Eden Wolff vorbei zu schauen und die Partien live vor Ort zu verfolgen!“

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Magdeburg 2016 – Ottonenschach an der Elbe – Ein Beitrag von Ralf Mulde

 

Prof. Dr. Matthias Puhle,

Prof. Dr. Matthias Puhle,

„Das ist ja in den Analyseräumen und auf dem Flur der reinste Kindergarten“, freute sich Martina Jordan als Schatzmeisterin der DSAM über den ersten Tag der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM in Magdeburg 2016. Es war ein wirklich buntes Bild, das auch das Fernsehen einfing.

 

Tatsächlich ergab sich an diesem Standort für die Turnierserie mit 358 Teilnehmern nicht nur ein neuer Teilnehmer-Rekord, sondern mit 70 quirligen Spielerinnen und Spielern der Jahrgänge 2002 (und jünger) ein „Zwerge“-Anteil von knapp 20%. Wobei „quirlig“ und „jung“ keineswegs „laut“ heißt. Natürlich liegt das auch an den „Magdeburger Schachzwergen“, ein wahrer Mammut-Verein mit großer Ausstrahlung auch in die Rathaus-Etagen. Der bekannte Historiker Prof. Dr. Matthias Puhle, als Beigeordneter für Kultur und Sport den Magdeburger Oberbürgermeister mit einem lustigen Grußwort vertretend, ging besonders auf diesen Club ein, wünschte den Spielern viel Erfolg und zufrieden stellende Partien, was bekanntlich mehr bedeuten kann.

 

Der gewiss zu den Favoriten der stärksten Gruppe A zählende Manfred Menacher ließ es mit einem Start-Remis ruhig angehen, während der noch sehr junge Raphael Rehberg sein Turnier mit einem Sieg eröffnete. Der älteste Teilnehmer des Turniers, Hubert Walkewitz, zeigt in der B-Gruppe, dass er zu jener Generation gehört, die noch kräftig zubeißen kann und begann mit einem Sieg. Und die Damen? Verhalten sich unauffällig. In der Gruppe C gaben Heike Könze, Susan Reyher und Claudia Meffert der Konkurrenz einfach ein bisschen Vorsprung, aber es war ja nur die erste Runde.

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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jugendschach-ausgabe-10-2016-titelseite-webDer größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 135. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 135. Kombiecke, dieses Mal unter dem Motto Schachliche Allgemeinbildung.

 

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Marienbader Zwischenstand: Boris Khanukov (Foto) im Höhenflug

 

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Boris Khanukov

Bei den „26. World Senior Chess Championships“ vom 18.11. bis 1.12.2016 in Marienbad (Tschechien) mit rund 470 Teilnehmern sind die deutschen Vertreter Boris Khanukov und Matthias Kierzek nach 6 Runden in der stark besetzten Kategorie Open 65+ ganz vorne mit dabei. Das Bild zeigt Boris Kahnukov bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in Niedernhausen, 2016.

 

Boris Khanukov (GER) gelang in Runde 5 ein Sieg gegen GM Vladimir Okhotnik (FRA, Elo 2434) und in Runde 6 gleich noch ein voller Punkt gegen IM Nathan Birnboim (ISR, Elo 2365). Damit liegt er mit 5,5/6 punktgleich mit GM Anatoly Vaisser auf Platz 1.

 

Mit 5/6 auf dem geteilten dritten Platz liegt Matthias Kierzek, dem in Runde 4 ein Sieg gegen GM Jan Plachetka (SVK, Elo 2348) gelang. Das Diagramm zeigt die kritische Stellung, in der Kierzek (mit Weiß am Zug) seinem großmeisterlichem Gegner mit einer kleinen taktischen Finesse eine Figur abluchsen konnte.

 

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Gelingt es die Tabellenführung zu übernehmen? Durch einen Sieg im  Heimspiel gegen den Serienmeister Baden-Baden? – Ein Beitrag von Dieter Auer

 

Wenn beim Bundesligaheimspiel am Samstag, den 3. Dezember 2016 der BL-Spitzenkampf zwischen dem Tabellenersten und dem Tabellenzweiten über die Bühne geht, trifft der SV 1930 Hockenheim, ab 14.00 h auf den Abonnement-Sieger die OSG Baden-Baden. Da die Kurstädter im letzten Jahr überraschend der SG Solingen die Meisterschaft überlassen mussten, haben sie in diesem Jateam-hockenheim-2-2hr ihren Kader nochmals kräftig verstärkt. Mit den Neuzugängen Caruana und Vachier-Lagrave haben sie partiennunmehr 4 Spieler im Kader, die unter den Top-10 der Weltrangliste rangieren. Nun erschreckt das unser Rennstadt-Team wenig, was die Ergebnisse der ersten 4 Runden zeigten.

 

Der Auftaktsieg mit 5 ½ zu 2 ½ gegen Hamburg war in der Höhe nicht zu erwarten, zumal fünf Spieler der besten acht fehlten, aber bereits hier zeigte sich was Anatoli Karpow für die Hockenheimer wert ist. Seinen dritten Sieg in Folge und noch immer ungeschlagen spielt er am 1. Brett einfach genial. Am Folgetag gegen den Vorjahresdritten SV Werder Bremen konnte Karpow wegen anderweitigen Verpflichtungen nicht antreten, zum Leidwesen der Hanseaten, die sich dadurch allesamt falsch vorbereitetet hatten und trotz diesem Handicap auch noch mit 6:2 an der Alster regelrecht untergingen. Die Runden drei und vier in Trier gewann der SV 1930 Hockenheim erwartungsgemäß, gleichwohl die Partie gegen Veranstalter SG Trier mit 4 ½:3½ recht knapp ausfiel. Souveräner war da schon das Match gegen den Aufsteiger DJK Aachen mit 6:2.

 

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In Berlin haben wir keine Mauer gesehen – so viel ist sicher! Jedoch sind wir an den Brettern gegen eine unsichtbare Mauer gerannt, denn allzu viele Punkte haben wir nicht geholt – Ein Beitrag von GM Gerry Hertneck

 

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GM Gerry Hertneck

Der Kampfverlauf vom Samstag (Match gegen Schachfreunde Berlin) ist kurz erzählt: Christian Schramm misslang die Eröffnung, und er fand sich alsbald in einem Endspiel mit Minusbauern wieder, das sein Gegner GM Krämer sicher zum Sieg führte. Die Partie von Robert Zysk wurde dagegen im Mittelspiel in unklarer Stellung Remis gegeben. Dramatischer verlief es bei Falk, der gegen einen glänzend präparierten GM Sprenger in einem Caro-Kann auf die schiefe Bahn geriet, und sich der taktischen Nadelstiche schlussendlich nicht mehr erwehren konnte. Da fiel es dann schon nicht mehr groß ins Gewicht, dass unser Käptn Markus ein Endspiel verlor, das vielleicht noch haltbar war. An Spitzenbrett stand Stefan B immer einen Tick besser, aber nie gut genug, um die Partie auch für sich zu entscheiden.

 

Somit bleiben drei Partien, die genauerer Betrachtung bedürfen. Die von unserem „Bundesliga-Rückkehrer“ Christoph Eichler, der ernüchtert feststellen musste: „Nach ziemlich genau 20 Jahren darf ich wieder in der 1. Bundesliga antreten. Die Zeiten haben sich geändert und an Brett sieben reiche ich einem starken Großmeister die Hand.“ In der Tat ELO 2325 gegen ELO 2524 ist schon ziemlich krass. Doch trotz dieser erdrückenden Dominanz verkaufte Christoph seine Haut so teuer wie möglich, und musste sich erst in Zeitnot dem taktisch gut aufgelegten polnischen Großmeister strecken.

 

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Eltern wünschten sich eine Schach-AG an ihren Schulen – Ein Beitrag von Karol Lalla (lueneschach.de)

 

Schach im Wasserturm, es gibt wohl k0003eine geeignetere Räumlichkeit in Lüneburg. Der Tag des Schachs, wurde mit vielen Besuchern und einem runden Rahmenprogramm gefeiert. Die Hermann-Löns-Schule und Ihr Schach AG Leiter, Marek Helms, wurden geehrt und mit Schachliteratur für Kinder beschenkt. Finn Helms (7), scheint Schach gut zu gefallen, auf Anhieb sicherte er sich die Vizemeisterschaft in der Gruppe der unter 8 jährigen in Niedersachsen. Für den anlaufenden Kinofilm, „Magnus, Mozart des Schachs“ wurden 50 Freikarten verlost. Die freudigen Gewinner werden am 4.12. & 18.12., je 12 Uhr, im Scalakino die Biografie des Schachweltmeisters, Magnus Carlsen 🇳🇴 sehen dürfen. Am Schachpädagogischen Tisch, wurde interessierten Eltern die Welt der behutsamen Vermittlung des Schachspiels vermittelt. Alle Eltern wünschten sich das Angebot einer Schach-AG an ihrer Schule. Der OSV nimmt diesen Auftrag gerne an.

 

Und nicht zuletzt die schöne Atmosphäre bei Kaffee und Kuchen überzeugte. Der Mannschaftskampf, der mit 4,5 Brettpunkten gewonnen wurde, machte den Tag perfekt.

 

Nächstes Jahr, an gleicher Stelle, wird weiter gefeiert ..

 

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Der Städtekampf zwischen Berlin und München endete eindeutig zugunsten der Hauptstädter. Hartmut Metz berichtet aus Sicht der Münchener Teams über die Kämpfe der 3. und 4. Runde in Berlin-Tegel

 

Das Städte-Duell Berlin – München hat sich in der Schach-Bundesliga als unerwartet einseitig entpuppt: Sowohl Bayern München als auch MSA Zugzwang blieben am Wochenende beim 2:6 gegen Hauptstadt-Primus SF Behertneckbayernmsa16img_0237rlin chancenlos. Gegen partienKönig Tegel hatten sich die Münchner aber jeweils einen Sieg erhofft – doch am Ende waren beide Klubs mit einem 4:4 gut bedient. Die Bayern rangieren nun mit 3:5 Punkten auf Platz elf. König Tegel (2:6) schob sich vor MSA Zugzwang (1:7), das als Tabellen-15. nur vor Schlusslicht SV Griesheim (0:8) liegt.

 

„Das war natürlich nicht das, was wir uns erhofften – aber gegen Tegel bekamen wir noch soeben den Ausgleich hin“, sah Bayern-Kapitän Jörg Logo_SchachbundesligaWengler wenig Grund zum Hadern. Die sehr frühe Niederlage von Thomas Reich gegen Ulf von Herman glich Valentin Dragnev erst nach 60 Zügen aus. Die österreichische Nachwuchshoffnung rettete den Bayern somit gegen Emilio Moreno Tejera wie schon am zweiten Spieltag einen Punkt. Reich hatte einen eigenen Turm im gegnerischen Lager ins Abseits gestellt. Die verirrte Schwerfigur ging für einen Läufer verloren. Der Rest war Technik für von Herman. Ansonsten gab es am Samstag ungewöhnlich viele Zugwiederholungen in dem Duell, wobei Martin Brüdigam ein spektakuläres Turmopfer für zwei Bauern und Angriff brachte – dem Schweden Philip Lindgren fiel bei seinem Bundesliga-Debüt für die Bayern aber auch nicht viel mehr als eine dreifache Stellungswiederholung ein, die zum Remis führte… Weiterlesen

Zweimal eher wenig los, zweimal beiderseits phasenweise schlecht

 

Icgame-1-ivanovh fragte mich: wann und warum erstmals über das WM-Match berichten? Täglich – das machen andere, das schaffe ich nicht. Da bisher alle Partien remis endeten, war es „eigentlich“ erst nach sechs Runden geplant, damit (wenn das Match über die volle Distanz geht) bei Halbzeit. Aber Samstag habe ich selbst einen Mannschaftskampf, also nun doch bereits nachlive vier Partien. Aus diversen Gründen erst nach dem zweiten Ruhetag, fertig und veröffentlicht ist der Bericht wohl erst wenn die fünfte Partie bereits läuft.

 

Den Zwischenstand nannte ich bereits. Es gibt ja das hartnäckige Gerücht, dass Carlsen (fast) jedes ausgeglichene Endspiel gewinnt. Das ist natürlich Unsinn, da muss der Gegner dann Fehler machen und das passiert zwar manchmal, aber keinesfalls immer. Bisher im Match konnte er auch zwei klar bessere, zeitweise wohl objektiv gewonnene Endspiele „remis halten“ – lag einerseits an Karjakins zäher Verteidigung, andererseits an Carlsens suboptimalem Spiel. Natürlich spielte Karjakin zuvor auch suboptimal, sonst wäre es gar nicht erst dazu gekommen.

 

Fotos: Allzu viel Abwechslung gibt es bei einem Match nicht – den einen Spieler, den anderen oder beide. Gut, etwas mehr Auswahl gibt es schon, beim Match in New York gab es ja auch Zuschauer und geladene Gäste. Alle Fotos von der Turnierseite, Titelfoto von Ilya Ivanov, danach wird ein anderer Fotograf namentlich erwähnt aber zu Runde 3 erwähnt AGON nicht, wer fotografiert hat.

 

TurnierseiteLivestream

 

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Siege gegen SG Trier und DJK Aachen sichern dem Rennstadtteam den zweiten Tabellenplatz Punkt- und Brettpunktgleich mit Meister Solingen hinter Seriensieger Baden-Baden – Ein Beitrag von Dieter Auer

 

Team Hockenheim

Team Hockenheim

Nachdem sich OSG Baden-Baden noch kurz vor Meldeschluss und Saisonbeginn wo die Runden 3 und 4 partiengegen SG Trier und DJK Aachen bestritten werden mussten. mit zwei weiteren Spielern aus der TOPTEN-Liste des Weltschachbundes verstärkt hatte, gelten sie unter Experten als haushoher Favorit auf den Titel Deutscher Meister 2017. Dessen ungeachtet haben sich weitere Spitzenteams erheblich verstärkt, so dass Seriensieger Baden-Baden und der letztjährige Deutsche Meister SG Solingen sich nicht zu sicher fühlen dürfen.

 

Mit großen Erwartungen reiste Mannschaftsführer Blerim Kuci am Wochenende nach Trier, obwohl Logo_Schachbundesligaerneut vier der stärksten Spieler nicht zur Verfügung standen. Am Samstag, 19.November trat das Rennstadtteam an die Bretter gegen SG Trier, die den Weltklassespieler Vassily Ivanchuk an Brett eins aufboten. Eine zu schwere Hürde für Nationalspieler Rainer Buhmann? Der Kampf verlief zunächst ausgeglichen, ehe nach einigen Remis-Partien Hockenheim mit dem Sieg von Großmeister David Baramidze in Führung ging. Lokalmatador Rainer Buhmann hatte zunächst leichte Vorteile bevor der Weltklassespieler die Partie zu seinen Gunsten entscheiden konnte. Nach dem Zwischenstand von 3,5 : 3,5 hing der Sieg am seidenen Faden ehe Jungnationalspieler Dennis Wagner seine Partie gewann und den knappen Sieg sicherstellte.

 

Hier die Einzelergebnisse: SG Trier :  SV 1930 Hockenheim  (3,5:4,5)

 

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