Spanische Mannschaftsmeisterschaft 2016 – LIVE

liveVom 26.9. bis zum 2.10. wird die spanische Mannschaftsmeisterschaft ausgespielt. 8 Mannschaften kämpfen um den Sieg. Die Siegermannschaft ist Spanischer Mannschaftsmeister, während die letzten beiden Mannschaften absteigen. Die Bedenkzeit beträgt für 40 Züge 90 Minuten zuzüglich 30 Minuten für den Rest der Partie. Es gibt einen Zeitzuschlag von 30 Sekunden ab dem ersten Zug. Spielort ist das Hotel Mas Monzón in Monzón.
Dabei sind auch einige Spieler der absoluten Weltklasse wie zum B.: Harikrishna, Dominguez Perez, Inarkiev, Rapport, Vallejo Pons, Radjabov, Kryvoruchko.

IM Nikolas Lubbe (2485) schlägt Großmeister l‘ Ami (2611)

 

Erwin-L-Ami (by David Llada)

Erwin l’Ami (by David Llada)

Was für Deutschland die Schach-Bundesliga, ist für die Niederlande die Meesterklasse. Während in Deutschland die erste Runde der Bundesliga im Oktober gespielt wird, fand die erste Runde der Meesterklasse am heutigen Samstag statt. 10 Mannschaften spielen um die Meisterschaft, darunter zahlreiche deutsche Spieler. In jeder Mannschaft spielen 10 Spieler.

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Gleich in der 1. Runde gab es eine faustdicke Überraschung. Der J.S.V. Sissa aus Groningen schlägt den Titelverteidiger En Passant Bunschoten-Spakenburg
mit 6:4, obwohl Sissa im Schnitt ca. 100 Elopunkte weniger aufweist. IM Nikolas Lubbe (2485) schlug dabei das Schach-Schwergewicht GM l‘ Ami (2611) und trug entscheidend zu dem Sieg bei.

 

Tabellenführer ist allerdings Groninger Combinatie, die mit 8:2 gegen Charlois Europoort gewinnen konnten.

 

Niederländischer Schachbund

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Erfolgreiche und weniger erfolgreiche Teams

 

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Das sollte diesmal ein Bericht fast ohne Fotos werden, aber einige von der Abschlussfeier will ich dem Publikum doch nicht vorenthalten – wie immer von der Turnierseite, diesmal habe ich nur Fotos von Maria Emelianova ausgewählt. Bewusst zeige ich zu Beginn das komplette Podium des Herrenturniers – links Ukraine (Silber), Mitte USA (Gold) und rechts Russland (Bronze). Aus meiner Sicht waren alle drei insgesamt klar besser als der Rest. Wenn das Turnier noch einmal von vorne beginnen würde (bei gleicher Form der Spieler), würden sie vermutlich die Medaillen wieder unter sich verteilen – aber eventuell die Plätze auf dem Podium und damit die Farbe der Medaillen tauschen. So sehe ich das – die USA war nicht so dominant wie manchmal behauptet wird, „Details“ entschieden über Gold, Silber und Bronze. Das deutsche Ergebnis werde ich auch noch beleuchten, ein paar Zeilen zum Damenturnier dann in einem separaten Artikel.

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

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Richard Teichmann (1868-1925)

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Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 125. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 125. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto Matt in 5 Zügen.

 

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Hockenheimer Neuzugang Großmeister Baadur Jobava bester Spieler der Schacholympiade 2016 in Baku – Lokalmatador Rainer Buhmann mit solider Leistung – Ein Beitrag von Dieter Auer

 

Jobava - Caruana (by Paul Truong)

Jobava – Caruana (by Paul Truong)

Für eine Sensation bei der Schacholympiade in Baku sorgte der Hockenheimer Neuzugang im Rennstadtteam, Großmeister Baadur Jobava, mit seiner überragenden Leistung mit 8 Punkten partienaus 10 Kämpfen an Brett 1 im georgischen Team. Bei versammelter Weltelite blieb er unbesiegt, gewann 6 Partien gegen stärkste Konkurrenz am Spitzenbrett und spielte vier Mal unentschieden. Kurz vor dem Saisonstart der Spielsaison 2016/2017 Mitte Oktober ist der Hockenheimer Neuzugang in blendender Form und bestätigt das „glückliche Händchen“ des Hockenheimer Managements mit seiner Verpflichtung.

 

Nachdem sich kurz vor Meldeschluss Serienmeister OSG Baden-Baden mit dem Zweiten der Weltrangliste, Maxime Vachier-Lagrave, sowie mit dem Vierten, Fabiano Caruana, verstärkt hat, scheint ein erfolgreicher Angriff auf den Titel Deutscher Meister für die übrigen Meisterschaftsanwärter fast unmöglich. Baden-Baden ist dem Prognosen der Schachexperten zufolge die klare Nummer Eins gefolgt von Schwäbisch Hall, Solingen und Hockenheim, wobei der ELO-Durchschnitt der Verfolger gering ist, sodass die Erfolge dieser Teams von der Häufigkeit der Einsätze ihrer Spitzenspieler geprägt sein wird.

Webseite Hockenheim

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Diesmal teils Schwarz-Weiss

 

Eigentlich ist nsaodat-odmaeva-tadjikistan-lladaur ein Foto Schwarz-Weiss, aber diese Schachfarben dominieren auch auf einigen anderen Fotos. Zufall oder nicht – kein Zufall dass ich relativ viele ausgewäcamera-8hlt habe. Ansonsten gilt wieder: bekannte und unbekannte Teilnehmer(innen) der Olympiade – die meisten spielten Schach, zwei waren in anderer Rolle vor Ort in Baku. Alle Fotos wieder von der Turnierseite – Saodat Odinaeva aus Tadschikistan bekommt das Titelfoto (von David Llada) – nicht weil sie für ihre Verhältnisse ordentlich spielte (5,5/11, TPR 1931 bei Elo 1881), sondern wegen der zu Haarfarbe und Schachbrett passenden Kleidung. Bunt wird es allerdings mitunter auch:

 

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Amerikas goldenes, Deutschlands glanzloses Trio – Die Schacholympiade ist entschieden – Von Stefan Löffler

 

Gold: Vereinigte Staaten, Silber: Ukraine, Bronze: Russland. Eine starke Teamleistung zeigten bei der Schacho

Fabiano Caruana (by Eteri Kublashvili)

Fabiano Caruana (by Eteri Kublashvili)

lympiade in Baku eigentlich alle drei. Ein einziger schwacher Tag machte am Ende den Unterschied. Die Russen hatten ihn beim 1,5:2,5 gegen die Ukraine, als Jewgeni Tomaschewski in besserer Stellung gegen Ruslan Ponomarjow einen wichtigen Bauern einstellte.

 

http://www.chessbomb.com/arena/2016-world-chess-olympiad-men/04-Tomashevsky_Evgeny-Ponomariov_Ruslan

 

Die Ukrainer erwischte es beim 1,5:2,5 gegen die Vereinigten Staaten, weil niemand Fabiano Caruanas fein herausgespielten Sieg gegen Pawel Eljanow ausgleichen konnte.

 

http://www.chessbomb.com/arena/2016-world-chess-olympiad-men/06-Caruana_Fabiano-Eljanov_Pavel

 

Nur die Vereinigten Staaten blieben ganz ohne schwarzen Tag. So hat schachblogder russische Teamkapitän Andrei Filatow recht behalten, als er das US-Team, weil es als einziges drei absolute Weltklassespieler aufbieten konnte, vor Beginn des wichtigsten Mannschaftswettbewerbs zum Favoriten erklärt hatte. Amerikas Trio spielte groß auf: Caruana glänzte am ersten Brett, Wesley So am dritten. Hikaru Nakamura agierte an Brett Zwei erratischer, war wiederholt in Schwierigkeiten und verlor am vorletzten Tag, doch seine Teamkollegen machten es wett, und auch Nakamuras Gesamtresultat kann sich sehen lassen. Bester Ukrainer war Andrei Wolokitin, der achtmal gewann und nur ein Remis abgab. Vielleicht war es ein Fehler, ihn ausgerechnet gegen die Vereinigten Staaten pausieren zu lassen. Bei den Russen gewann Wladimir Kramnik Einzel-Gold für das beste Resultat am zweiten Brett und Ian Nepomnjaschtschi Einzel-Gold am vierten Brett … Weiterlesen auf dem Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

Gold für China nach Showdown mit Russland

 

Das Dametan-zhongyi-lladanturnier verlief etwas anders als die „offene Kategorie“: Bei den Herren (es sind nun einmal fast ausschliesslich Herren) gab es die meisten Matches zwischen Favoriten bereits relativ früh im Turnier; speziell in der Schlussrunde spielten alle Medaillenkandidaten (und das waren realistischerweise drei, nur die Farbe der Medaillen war noch etwas unklar) gegen Aussenseiter. Bei den Damen gab es das Topmatch China-Russland erst in der letzten Runde, und acht Teams hatten noch gewisse Hoffnungen auf eine der drei Medaillen.

 

Den Endstand hatte ich bereits im anderen Bericht, aber wiederhole ihn hier: China 20, Polen 17(427.5), Ukraine 17(404.5), Russland, Indien, USA, Vietnam, Aserbaidschan 1, Israel 16, Georgien usw. (noch acht Teams) 15, … 30.-43. Aserbaidschan3, Deutschland, Aserbaidschan2 usw. 13. . Anders als bei den Herren ist dieser Endstand vorne recht sauber nach Eloschnitt sortiert: auf den ersten sechs Plätzen die Nummern 1, 7, 2, 3, 5 und 6 der Setzliste. Nur Polen also besser als nach Papierform, Georgien (an vier gesetzt Zehnter) etwas enttäuschend, gilt eventuell auch für Ungarn (aus 8 wurde 16) und Bulgarien (aus 9 wurde 15). Nur Deutschland machte da gar nicht mit – sie waren auf dem Papier Nummer 10 und belegten Platz 31.

 

Fotoquelle wie immer die Turnierseite, Fotograf(inn)en werden jeweils genannt. Das Titelfoto von David Llada zeigt Tan Zhongyi, die für China am fleissigsten punktete: 9/11 an Brett 4 bzw. siebenmal Brett 3 – da Hou Yifan die ersten beiden Runden nicht mitspielte und das schwächelnde Brett 3 Zhao Xue später fünfmal pausierte. Nun zu den Schlussrunden aus internationaler und auch deutscher Sicht:

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USA tiebreak-knapp vor Ukraine, klar vor Russland, klar vor anderen (Deutschland hat auch mitgespielt)

 

Die Olympiade ist vorbei, nun muss ich das alles aufbereiten – zu viel für einen Artikel, also gibt es (so-emelianovaeventuell auch später diese Woche) eine Serie. Zunächst der Endstand bei den Herren: USA 20(413.5), Ukraine 20(404.5), Russland 18, Indien, Norwegen, Türkei, Polen, Frankreich, England, Peru 16, Kanada, Aserbaidschan1, China, Weissrussland, Ungarn, Iran, Lettland usw. (noch sechs Teams) 15, … 35.-57. Moldawien, Niederlande, Deutschland usw. 13. Da nannte ich teilweise Teams, da sie mich (und vielleicht das Publikum) besonders interessierten, oder auch da sie über bzw. unter ihren nominellen Möglichkeiten spielten – wobei manchmal Paarungsglück oder „Schweizer Gambit“ eine Rolle spielte. Was steht eigentlich bei USA und Ukraine in Klammern? Das ist der „Olympiad Sonneborn-Berger tiebreak“ – ziemlich kompliziert, nur soviel: USA und Ukraine beobachteten in der Schlussrunde vielleicht auch Deutschland-Estland an Tisch 28 – aus ukrainischer Sicht gewann da die falsche Mannschaft.

 

Die Damen bekommen diesmal einen separaten Bericht, aber aktuell bereits der Endstand: China 20, Polen 17(427.5), Ukraine 17(404.5), Russland, Indien, USA, Vietnam, Aserbaidschan 1, Israel 16, Georgien usw. (noch acht Teams) 15, … 30.-43. Aserbaidschan3, Deutschland, Aserbaidschan2 usw. 13. . Für die deutschen Teams war 13 jeweils keine Glückszahl.

 

Fotoquelle wie immer die Turnierseite, wiederum diverse Fotograf(inn)en. Das Titelbild (von Maria Emelianova) bekommt Wesley So, da er mit 8,5/10 (TPR 2892) am amerikanischen Erfolg massgeblich beteiligt war – und (aber das kommt wohl erst in einer Nachlese) eventuell indirekt am Erfolg eines ehemaligen Landsmanns. Und nun Runde für Runde, wiederum drei:

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Ein köstlich geschriebener Beitrag von Julia Marie Mätzkow

 

Immer wieder Schach

Immer wieder Schach

So meine lieben Freunde. Wer hätte es gedacht? Von mir gibt es mal wieder ein kleines Tagebuch über die nebensächlichsten Dinge, die bei einem Schachturnier so passieren. Diesmal schreibe ich es gleich an Ort und Stelle, und versuche mich aus zeitlichen Gründen kurz zufassen. Des Weiteren habe ich mir vorgenommen alle Aktivitäten mit Bildmaterial zu unterlegen, mal schauen, wie ich dem gerecht werde. Am 21.08.2016 bin ich in das Schachcamp nach Groß Schönebeck gefahren und habe dort bis zum 28.08.2016 verharrt.

 

Sonntag, 21. August 2016. Der Anreisetag. Was soll da schon groß geschehen? Man lernt die anderen Betreuer kennen. Ein großes Dankeschön an Nora, die echt gut mit Kinder umgehen kann und ohne die ich das alles wahrscheinlich gar nicht geschafft hätte. Die Kinder kommen, beziehen ihre Zimmer, essen Abendbrot und bemalen ihre T-Shirts. Also alles ganz normal! Aber denkste! Gleich am ersten Tag haben wir zwei mittelschwere Katastrophen: 1. Julia, ein recht aufgewecktes Mädchen, ärgerte einige Junges, die dies auch nicht auf sich sitzen lassen können. Und schon geht das Theater los. 2. Der große Kampf um die Badmintonschläger ist ausgebrochen und zwei Jungs werden handgreiflich und einer hat anschließend einen Bock. Aber was erwartet man auch von den 22 Kindern, die sich zu großen Teilen noch nicht kennen und in verschiedensten Altern sind.

 

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Nach Schlüsselduellen in Runde 6-8

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Sowohl im „offenen Turnier“ als auch bei den Damen müssen die USA die Führung mit anderen teilen – einmal haben sie dabei die beste Wertung, einmal nicht. Wer sonst derzeit zufrieden sein kann und wer nicht, zeigen die aktuellen Zwischenstände – mitunter bedingt aussagekräftig, da Teams genauso viele Mannschaftspunkte gegen teilweise recht unterschiedliche Gegner erzielten.

 

Offenes Turnier: USA, Indien, Ukraine 14, Russland, Aserbaidschan1, Norwegen 13, England, Lettland, Niederlande, Ungarn, Iran, Tschechische Republik, Georgien, Griechenland, Slowenien, Chile, Italien 12. Wer sich in den verbleibenden Runden da oben halten kann, wird sich zeigen – Norwegen und Iran hatten bisher noch gar keine sehr starken Gegner. Um Deutschland zu finden, muss man in der Tabelle weiter nach unten scrollen – aktuell Platz 49 mit 8 Mannschaftspunkten, zu den Gründen siehe unten.

 

Damen: China und USA 14, Polen und Israel 13, Ukraine, Russland, Indien, Ungarn, Bulgarien, Aserbaidschan1, Niederlande 12, Georgien, Deutschland usw. (noch 7 Teams) 11. Vor dem Ruhetag führten Russland und Ukraine gemeinsam, nun nicht mehr – auch dazu später mehr. Die deutschen Damen weiterhin da, wo sie nach Setzliste etwa hingehören – Tabellennachbar Georgien muss sich wohl definitiv von Medaillenhoffnungen verabschieden.

 

Für das Titelfoto wollte ich diesmal einen Spieler. Nepomniachtchi hatte sich nachdrücklich beworben, hat aber dann beim „Vorstellungsgespräch“ (Auftritt in Runde 8) nicht überzeugt. Im Gegensatz zu Baadur Jobava, der mit „seinem Schach“ ausgesprochen erfolgreich ist – derzeit 6/7 und mit 2976 die zweitbeste Turnierleistung von allen. Vor ihm nur IM Capo Vidal aus Mexiko, der seine 6/6 allerdings gegen deutlich schwächere Gegner erzielte. Ganz knapp hinter Jobava der Ukrainer Andrei Volokitin (6,5/7, TPR 2974), dann wieder ein 100%iger aus tieferen Tabellenregionen (IM Khader aus Jordanien), usw. – Brettpreise werde ich erst nach dem Turnier besprechen, der eine oder andere Spieler (jung und alt, bekannt oder relativ unbekannt) wird später noch fotografiert. Alle Fotos wieder von der Turnierseite, wieder von diversen Fotograf(inn)en: Eteri Kublashvili (u.a. das Titelfoto), Maria Emelianova, Lana Afandiyeva, David Llada, Paul Truong, Rasim Huseynov und (neu) Boris Dolmatovsky.

Offizielle SeiteResultateLIVE-MännerLIVE-FrauenZeitplanNur deutsche Teams live

 

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Eine Trainingsserie des Schach-Tickers in Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach

 

SchachGlobus

KombiEcke 124

UweKersten_Sommercamp_2014Der größte Teil aller Schachpartien wird durch Taktik entschieden. In diesem Zusammenhang wird oft Richard Teichmann zitiert: „Schach ist zu 99 Prozent Taktik!”

 

Wir setzen daher unser regelmäßiges Trainingsangebot mit der 124. Ausgabe fort. Dank der Kooperation mit der Zeitschrift JugendSchach [www.jugendschach.com] erscheint jeden Freitag eine neue Taktikaufgabe sowie die Lösung für die Aufgabe der vorherigen Woche. Beachtens Sie bitte unsere Trainingshinweise!

 

Mit UWE KERSTEN [*1968] stellen wir Ihnen einen erfahrenen A-Trainer des Deutschen Schachbundes zur Seite, der aktuell Referent für Leistungssport in Hessen ist. Zu seinen ehemaligen Schützlingen zählt beispielsweise der ehemalige Schachprinz Dennis Wagner, der inzwischen Großmeister ist. Als Autor ist der FIDE-Meister mit zwei IM-Normen seit 2001 bei JugendSchach dabei und betreut dort zwei Rubriken: die Eröffnungsecke und die Kombiecke.

 

Hier ist nun die 124. Kombiecke, dieses Mal mit dem Motto „Vergiftet?“.

 

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Fünf Runden sind gespielt, gestern war ein Ruhetag und es wird Zeit für einen kleinen Zwischenbericht Eures DBSB-Vertreters in der ziemlich internationalen IBCA-Mannschaft – Ein Beitrag von Oliver Müller

 

Die Ergebnisse sind ja alle gut bei ChessResults zu finden, wer aber keine Möglichkeit oder Lust hat, diese aufzurufen, hier der Stand der Dinge:

 

Oliver Müller

Das IBCA-Team hat mit 5 von 10 Mannschaftspunkten ein solides Ergebnis im Rahmen der Möglichkeiten erreicht. In der heutigen 6. Runde spielen wir gegen Thailand, die nominell etwas schwächer sind, und könnten dann punktemäßig etwas davonziehen. Also, liebe Freunde des Blinden- und Sehbehindertenschachs: Bitte im Dauumendrücken nicht nachlassen! partienMit meinem persönlichen Ergebnis von 3 aus 5 kann ich ebenfalls zufrieden sein, vielleicht geht da noch was.

 

Die deutsche Mannschaft spielt heute gegen Russland, also das Traumlos gegen Karjakin, Kramnik & Co. Ja, sowohl die Deutschen als auch die an Nummer 1 gesetzten Russen haben schon mal verloren, und zwar beide gegen die Ukraine, die bisher alles gewann. Ebenfalls mit weißer Weste treffen heute Indien und die Niederlande aufeinander, und wer jetzt meint, die Inder seien nur deshalb so stark, weil Vishy Anand mitspielt, der irrt sich, denn der Exweltmeister ist gar nicht dabei!

 

Und schließlich noch ein Blick auf den aktuellen Weltmeister, der ja nun mal für Norwegen spielen muss. Auch diese Mannschaft hat nur einmal verloren (gegen Australien) und ist noch im Rennen.

 

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Wie geht Schachverein heute – ein Erfahrungsbericht?

 

Das ist eine Frage, die sich immer wieder die Verantwortlichen in den Schachvereinen heutzutage stellen, denn offensichtlich ist es ja so, dass die Zahl der Schachspieler, die im Deutschen Schachbund (DSB) zusammengefasst sind, seit Jahren rückläufig ist. Das hat natürlich auch Konsequenzen für die am Spielbetrieb teilnehmenden Vereine. Auch ihre Zahl geht chronisch abwärts. Ist das nun ein Abbild des Zeitgeistes, wie von vielen Funktionären unterstellt, oder müssen sich gerade dieseIMG_3634 den Vorwurf gefallen lassen, dass es nur eine Rechtfertigung für eigenes Unvermögen bzw. Scheitern ist. Natürlich sind die Möglichkeiten der Freizeitgestaltung heutzutage vielfältiger als zu Zeiten unserer Eltern (Freizeitparks und Straßenfeste seien hier nur einige Stichworte). Auch muss ich nicht unbedingt einem Verein beitreten, um meinem Hobby nachgehen zu können- man denke nur an öffentliche Tennis- und Golfplätze, Muckibuden, sowie das breite Spektrum privater Anbieter von Aktivitäten, vom Trödel bis zum Tango. Schließlich hat aber auch das Internet unser Freizeitverhalten maßgeblich beeinflusst – und das trifft insbesondere auf das Schachspiel zu (warum soll ich in einen Verein gehen, wenn es vom heimischen Computer aus bequemer ist).

 

Wenn wir all diese Fakten berücksichtigen, so bleibt aber doch festzuhalten, dass es auch Schachvereine gibt, welche sich positiv entwickeln. Ein Beispiel dafür ist der Verein in dem ich selbst seit über 5 Jahren Mitglied bin. Es ist noch nicht sehr lange her, vielleicht so um die 15 Jahre, da gehörte dieser Verein zu den Krematoriumskandidaten und es wurden schon Wetten darauf abgeschlossen, wann er das Zeitliche segnet. Die Mitgliederzahl erlaubte es gerade noch, eine Mannschaft zu stellen – mit etwas Glück sogar zwei. Das Vereinsleben tendierte gegen Null – sozusagen ein hoffnungsloser Fall. Dann, um die Jahrtausendwende, kam das eine oder andere Mitglied eher zufällig hinzu. Schachlaien, welche die Szene nicht kannten, aber von ihrer Art her zu dem Verein passten. Empathisch, sozialkompetent und quer denkend. „Das war schon immer so“ zählte nicht und selbst die Altvorderen im Verein waren zum größten Teil sehr schnell bereit, den frischen Wind zu nutzen. Eigentlich änderte sich anfangs nicht sehr viel, sondern man hatte einfach nur ein gutes Gefühl. Bei der ersten Mitgliederversammlung wurde dann der Vorstand umstrukturiert, weil dieses aus beruflichen Gründen notwendig war. Mit Unterstützung der ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden die Karten neu gemischt und viele Funktionsträger machten engagiert weiter.

 

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Jan-Krzysztof Duda vor Robin van Kampen – Von Georgios Souleidis

 

Jan-Krzysztof Duda

Jan-Krzysztof Duda

Die Wahl zur Partie der Saison 2015/16 war ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Jan-Krzysztof Duda und Robin van Kampen. Zuerst schien der Holländer auf der Siegerstraße, doch am Ende trudelten immer mehr Stimmen für den 18-jährigen Polen ein, so dass Duda letztendlich die Nase vorn hatte. Drei Schachfans dürfen sich dank ihrer Teilnahme auf einen Gutschein unseres Kooperationspartners Schach Niggemann freuen.

 

Für die Wahl zur Partie der Saison 2015/16 standen in diesem Beitrag 15 Partien zur Diskussion. Robin van Kampen bekam zu Beginn für seinen Sieg gegen Jaroslaw Krassowizkij, der am letzten Spieltag mitentscheidend für den Solinger Titelgewinn war, die meisten Punkte. Nach und nach holte ihn aber Jan-Krzysztof Duda ein. Der 18-jährige Pole spielte in der 14. Runde der letzten Saison eine Glanzpartie gegen seinen Landsmann Grzegorz Gajewski, was die Schachfans zu würdigen wussten. Der Vorjahressieger, Richard Rapport, war mit zwei Partien vertreten und lag in der Gunst der Wähler auch weit vorne. Als bester deutscher Spieler darf sich Jonathan Carlstedt über einen hervorragenden dritten Platz freuen

 

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Niederlande, Ukraine und Indien bei den Herren | Russland und Ukraine bei den Damen

Turniersaal (Lana Afandiyeva)

Turniersaal (Lana Afandiyeva)

 

Das ist natürlich nur ein Zwischenstand – zu diesem Zeitpunkt hat noch niemand die Olympiade gewonnen, wobei einige die sich im Vorfeld Hoffnungen machten sie (was Medaillenchancen betrifft) vielleicht schon „verloren“ haben. Etwas voreingenommen wie ich bin – als Deutscher mit Wohnsitz NL und zuvor einige Zeit Frankreich – habe ich gemischte aber insgesamt positive Gefühle beim aktuellen Stand: Platz 1 (wenn es dabei bleiben sollte wäre es keine Überraschung sondern eine Sensation), 12 (passt gut zur Setzliste) und 41 (c’est la vie).

 

Der etwas komplettere Zwischenstand bei den Herren (immer noch selektiv, alle 169 inzwischen angereisten Teams geht nicht!): Niederlande, Ukraine und Indien 10, Tschechische Republik, USA und Georgien 9, Weissrussland, Russland, Aserbaidschan1, China, Aserbaidschan2, Deutschland usw. (noch 13 Teams) 8. 

 

Bei den Herren führen damit drei relative Aussenseiter, bei den Damen dagegen zwei der Favoriten: Russland und Ukraine 10, Rumänien, China, Aserbaidschan1 9, Ungarn, Georgien, Polen, Indien usw. (noch 7 Teams) 8, Deutschland auf Platz 18 mit 7 Mannschaftspunkten.

 

Da bisher keine Mannschaft alleine dominiert und auch ziemlich viele Spieler(innen) sehr gute individuelle Resultate haben, kommen „alle“ (oder jedenfalls viele) auf das Titelfoto. Alle Fotos von der Turnierseite – fotografiert haben (vor allem) Eteri Kublashvili, ausserdem Maria Emelianova, Lana Afandiyeva, David Llada, Paul Truong und Rasim Huseynov. So viele Kameras – ein Zeichen dafür, dass Aserbaidschan sich bei der Olympiade sehr viel Mühe macht. Im weiteren Bericht die ersten fünf Runden aus internationaler und deutscher/deutschsprachiger Sicht – erst die Herren, dann etwas knapper zu den Damen – und dann noch fotografisch-atmosphärische Impressionen.

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Elisabeth Pähtz weckte Erinnerungen – Fulminanter Sieg in der 2. Runde der Schacholympiade in Baku – Von GM Thomas Pähtz kommentiert

 

Jetzt geht`s lo os ...

Jetzt geht`s lo os …

In diesen Tagen hatte ich ein Déjà-vu-Erlebnis. Als ich am heimischen PC Elisabeths zweite Partie bei der Schach-Olympiade verfolgte, war ich vom spannenden Verlauf und der feinen taktischen Schlusspointe gefesselt. Der schwarze König ergab sich auf a5 in sein Schicksal, sonst wäre er zwei Züge später gar auf a3 gelandet, wo ihn das Matt ereilt hätte.

 

Eine faszinierendes Finale. Und plötzlich wanderten meine Gedanken 30 Jahre zurück. Beim Potsdamer Schachfestival 1985 glückte mir gegen den Rumänen Mihail Ghinda ein Angriffssieg, bei dem der schwarze König mit einem Springeropfer herausgezerrt, am Damenflügel bis nach a4 getrieben und dort schließlich mattgesetzt wird. Der Schach-Informator hatte die Partie sogar zu den besten 30 der Ausgabe Nr. 39 gewählt. Im folgenden finden Sie Anmerkungen zu beiden Partien

 

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Von der Leyen schlägt Weltmeisterin ? Das wäre doch eine tolle Schlagzeile wenn es denn wahr wäre.

 

Leider nur eine Fotomontage. Wenn es wahr wäre, brauchten wir uns über eine Berichterstattung in den deutschen Medien keine Sorgen machen

Leider nur eine Fotomontage. Wenn es wahr wäre, brauchten wir uns über eine Berichterstattung in den deutschen Medien keine Sorgen machen

Die Schach-Olympiade in Baku erlebt täglich Glanzpartien und Überraschungen. Eine faustdicke Überraschung ist der Sieg der lettischen Finanzministerin, WGM Dana Reizniece-Ozola (Elo 2243) in der heute gespielten 4. Runde gegen die amtierende Weltmeisterin Hou Yifan (Elo 2650) aus China.

 

Sie hat nicht etwa Glück gehabt. Dana riskierte gegen die Weltmeisterin, nach einem Geplänkel im Mittelspiel, einen fulminanten Königsangriff, wobei sie ihren eigenen König bloßstellte. Hou Yifan war machtlos gegen den Angriffswirbel und gab in desolater Stellung ihre Partie auf. Der Sieg von Dana ist umso bemerkenswerter, weil sie als 4- fache Mutter und Ministerin kaum Zeit für ihr Hobby Schach hat.

 

Dana Reizniece-Ozola hat seit 1998 an sieben Schacholympiaden der Frauen (1998, 2000, 2004, 2006, 2010, 2012 und 2014) und vier Mannschaftseuropameisterschaften der Frauen (1999, 2001, 2011 und 2015) teilgenommen, sie spielte bei allen diesen Veranstaltungen am Spitzenbrett der lettischen Frauenmannschaft.
Von November 2014 bis Februar 2016 war sie Wirtschaftsministerin im Kabinett Straujuma II. Seitdem ist sie Finanzministerin im neuen Kabinett von Māris Kučinskis.

 

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Wenn die deutschen Medien Schach nicht unterstützen, wie soll Schach olympisch werden?

 

Die 2. Runde der 42.Schacholympiade in Baku ist beendet. In der allgemeinenToilet_paper_orientation_over Gruppe des alle zwei Jahre ausgetragenen Turniers spielen unglaubliche 181 Herrenmannschaften und 142 Frauenmannschaften aus 176 Ländern. Insgesamt nehmen 899 Spieler teil, inklusive des Weltmeisters Magnus Carlsen und fast der gesamten Schachelite.

 

Der aserbaidschanische Staat sponsert das Spektakel mit 15 Mio. Euro. Eröffnungsfeier und Organisation vom Feinsten. Alle Spiele werden über das Internet übertragen. Damit der Zuschauer auch die Atmosphäre mitbekommt, sorgt ein Livestream dafür dass man permanent in den Spielsaal sehen kann und ausgewählte Partien kommentiert bekommt.

 

Toilet_paper_orientation_underWährend in Aserbaidschan die Schacholympiade als das Ereignis des Jahres gefeiert wird, die ganze Welt die Möglichkeit hat über das Internet die Spiele zu verfolgen, schweigt die deutsche Medienlandschaft und erwähnt noch nicht einmal das Ereignis in den Nachrichten der Fernsehsender. Stattdessen erfahren wir u. a., wieviele Blatt Toilettenpapier Menschen einzelner Länder verbrauchen bei einer Sitzung und ob die Papierrollen so oder so aufgehängt werden sollen (siehe Fotos). Das ist natürlich alles höchst interessant und von hohem pädagogischen Wert. Wie soll man das sonst erfahren, wenn nicht über das Fernsehen?

 

Ein solches Ereignis zu ignorieren ist schon ein dicker Hund, zumal Schach einen nachweislich hohen pädagogischen Wert hat. Verbessert Schach doch die Lernfähigkeit der Kinder und Jugendlichen. Studien haben bewiesen, dass Kinder die Schachspielen am Ende in einigen Fächern sich erheblich verbessern. Außerdem ist Schach als Sport anerkannt.

Fotos: Von Elya – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=15203868

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