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Der Sieger: GM Peter Leko

GM Vladimir Kramnik
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Die Zeit von Kasparov scheint vorbei zu
sein. Seine schöpferische Kraft, seine plötzlichen Ideen bleiben aus.
Natürlich spielt er immer noch wie ein Super-GM, aber der Ausnahmekönner,
der er einmal war, ist Legende. Kramnik und Leko haben auch keine
überragenden Partien gezeigt. Sicherheit ist Trumpf. Weltmeister
Ponomariov hat seine Fans in der Ukraine enttäuscht. Sein Spiel war alles
Andere als Weltmeisterlich. Auch Anand wird bald seinen Ruf als Tiger von
Madras verlieren. Zu zahm ist seine Spielanlage. Der 16-jährige Radjabov
war in einigen Partien unternehmerisch. Doch ihm fehlt einfach noch Zeit
um zu reifen. Sein Sieg gegen Kasparov wird sicher die Schachwelt noch
lange beschäftigen.
14. Runde:
Kramnik,
Vladimir (2807) - Leko, Peter (2736) 1/2
Anand, Viswanathan (2753) - Kasparov, Garry (2847) 1/2
Vallejo Pons, Francisco (2629) - Ponomariov, Ruslan (2734) 0:1
Radjabov, Teimour (2624) - Spielfrei
Endstand nach der 14. Runde:
1-2.
Leko, Peter g HUN 2736 vor Kramnik, Vladimir g RUS 2807 : 7.0
3-4. Kasparov, Garry g RUS 2847 und Anand, Viswanathan g IND 2753 :
6.5
5. Ponomariov, Ruslan g UKR 2734 : 5.5
6. Vallejo Pons, Francisco (2629) : 5.0
7. Radjabov, Teimour g AZE 2624 : 4.5
Leko wurde Sieger des Turniers, weil er weniger remis gespielt hat als
Kramnik. So die Regularien von Linares.
Bei der Abschlussfeier kam es zu einem unerfreulichen Zwischenfall.
Kasparov bekam einen Tobsuchtsanfall, als der Schönheitspreis für die
beste Partie ausgerechnet an Radjabov ging, der ihm die einzige Niederlage
beigebracht hat.
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