Also nicht lange überlegen und nichts wie hin!


Die Emanuel Lasker Gesellschaft lädt ein zum Symposium „Politik und Fußball“ ins Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin

 

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Programm

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Gerne unterstützen wir die Emanuel Lasker Gesellschaft bei einem außergewöhnlichen Projekt, das im eigentlichen Sinn nichts mit Schach zu tun hat, aber fraglos mehr als interessant zu werden verspricht. Deshalb veröffentlichen wir die nachfolgende Einladung und das inhaltliche Programm des am kommenden Montag [9. November] im Russischen Haus der Wissenschaft und Kultur in der Berliner Friedrichstraße stattfindenden Symposiums sowie selbstverständlich das höchst informative Programmheft „Politik und Fußball“.

 

Was den Fußball betrifft, so geht es dabei um das legendäre Länderspiel am 21. August 1955 im Moskauer Dynamo-Stadion vor 80.000 begeisterten Zuschauern, das Deutschland damals 2:3 gegen Gastgeber Sowjetunion nach einer 2:1-Führung verlor.

 

Der amtierende Weltmeister Deutschland spielte damals in folgender klassischer 2-3-5-Aufstellung:

  • Herkenrath
  • Juskowiak, Posipal
  • Eckel, Liebrich, Harpers
  • Rahn, F. Walter, Morlock [Schröder], Röhrig, Schäfer

Die beiden Tore schossen Kapitän Fritz Walter und Hans Schäfer.

 

„Wichtiger als der sportliche Erfolg waren für Fritz Herkenrath und seine Mitspieler die große Gastfreundschaft und die friedliche Stimmung rund um das Fußballspiel“, wie Eduard Hoffmann in einem Kalenderblatt für Deutschlandradio Kultur schreibt. „Schon am Flughafen war die bundesdeutsche Elf herzlich empfangen worden. Der zugeteilte Dolmetscher kannte das deutsche Liedgut besser als die Fußballer selber, und diese konnten sich größtenteils frei bewegen in der Millionenstadt.”  Beim gemütlichen Bankett nach dem Spiel, so erinnerte sich Herkenrath, wurden sogar freundschaftliche Bande geknüpft.

 

“Man stand auch so mehr an Büffets und konnte direkt von den russischen Spielern ein Glas Wodka in Empfang nehmen und man hat mit Händen und Füßen versucht, sich zu unterhalten und das hat auch weitgehend geklappt, es war immer jemand als Dolmetscher da, der das dann weiter übersetzen konnte, und da hatte man also wirklich den Eindruck, von Kriegsgegner oder Hass gegen Deutschland ist also in dem Umfeld der Nationalmannschaft überhaupt nichts zu spüren gewesen.”

 

Drei Wochen später reiste Konrad Adenauer in die Sowjetunion. Im Zuge der Verhandlungen des Bundeskanzlers kamen dann auch die letzten 10.000 Kriegsgefangenen aus russischen Lagern frei.  [https://www.deutschlandradiokultur.de/vor-60-jahren-deutsche-fussball-nationalelf-reist-nach.932.de.html?dram:article_id=328843]

 

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Hier nun der Wortlaut der Einladung von Paul Werner Wagner, Vorstandsvorsitzender der Emanuel Lasker Gesellschaft [https://www.lasker-gesellschaft.de/] – und wie es ausschaut, müssen Sie sich wirklich mit einer Anmeldung beeilen, um dabei sein zu können.

 

Liebe Schachfreunde,

liebe Freunde der Kultur und hoffentlich auch liebe Fußballfreunde!

 

Das Symposium der Emanuel Lasker Gesellschaft “Politik und Fußball” am kommenden Montag [9. November ab 9.00 Uhr] im Russischen Haus in der Friedrichstr. 176-179 hat bisher einen erfreulichen Zuspruch gefunden. Langsam werden die vorhandenen Plätze im Kinosaal knapp. Deshalb noch einmal der Hinweis diese interessante Veranstaltung nicht zu verpassen und sich noch umgehend bei mir anzumelden. Im Anhang das gültige Programm.

 

Neben dem Fußball-Weltmeister von 1990 Guido Buchwald kommt auch der Europameister von 1980, zweifache Vize-Weltmeister, Meistertrainer und Schachfreund Felix Magath, der 89jährige russische Deutschland-Experte Valentin Falin und viele hochkarätige Referenten und Gesprächspartner. Die Teilnahme am Symposium ist kostenlos, weil es freundlicherweise von der Bundeszentrale für politische Bildung gefördert wird. Der Wirtschaftsrat 1 FC Union ist unser Kooperationspartner.

 

Also nicht lange überlegen und einfach anmelden und am Montag ins Russische Haus kommen!

 

Mit freundlichen Grüßen!
Paul Werner Wagner

 

 

[Redaktion Raymund Stolze]

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