DSAM und Dähne freuen sich auf “Halle-Finale”


Hat man Freude am Spiel – und das ist die Hauptsache – ist auch der Verlust einer Partie kein Unglück. [David Bronstein – dankbar dem Fernschach-Newsletter der kostenfreien www.desc-online.de entnommen] – Ein Beitrag von RALF MULDE

 

Das könnte und sollte das Motto jeder Amateur-Partie sein:

Freude am Spiel.

 

Teil des Turniersaales DSAM Halle 2013

Teil des Turniersaales DSAM Halle 2013

Jetzt erst recht, denn gleichsam der “Amateur-Gipfel” der Saison Fuffzehn/Sechzehn steht nun ganz dicht bevor: Im RAMADA-Hotel in Halle an der Saale wird am Donnerstag, den 26.Mai 2016 wie immer pünktlich um 10:00 Uhr die erste Runde des FINALES der Deutschen Schach-Amateurmeisterschaft DSAM angepfiffen werden – und zwar wie jetzt schon traditionell im selben Saal des FINALES des Dähne-Pokals.

 

Das organisierende “DSAM-Team” war zuletzt von einer mysteriösen Verletzungs-Serie betroffen worden, die geradezu an die Jungs erinnerte, die damals das Grab des Pharaos öffneten, aber einerseits ist die Ersatzbank des deutschen Schachs auch in diesem Orga-Bereich breit besetzt und andererseits geht es bei allen gesundheitlich schon wieder steil bergauf – weiter so! (Also nix mit 1922, Howey Carter beim Ausbuddeln von Tutenchamun, solltest Du noch über den Fluch des Pharao nachdenken.)

 

Man sieht jetzt schon gut, wer sich (per eingegangener Überweisung) bei der großartig arbeitenden und hinter den Spielern herlaufenden DSB-Geschäftsstelle angemeldet hat

 

https://www.ramada-cup.de/halle/meldeliste.php

 

Der mit dem “oh, das hätte ich auch gerne DWZ-Rating” ist Ferrari … äh … FIDE-Meister FM Oliver Kniest, mit Elo 2295 noch gerade in den bewusst schmal geschneiderten DSAM-Anzug passend (hier sind nur Größen für Models bis Rating 2300 im edlen Angebot), die er in der SG Solingen aus dem schachlichen Schmiedefeuer holte. Inzwischen hat der 1975 geborene nominelle Favorit des Turniers sogar noch nachgelegt und hat nun Elo 2311, aber wie immer und für jeden gilt natürlich bis ins Finale das Rating vom Beginn der Saison (Elo-Liste der FIDE vom 01.10.2015 ) – sonst wird’s nix mit der Vergleichbarkeit der Spieler.

 

Lara Schulze _ B-Gruppe Quali Sieg DSAM 2015

Lara Schulze,  B-Gruppe Quali Sieg DSAM 2015

Du kannst also nach dem ersten Quali-Turnier durchaus noch ganz beruhigt das eine oder andere FIDE-Kandidatenturnier einstreuen und darfst dennoch bei der DSAM finalisieren – naja, falls das vorher mit der Qualifikation geklappt hat. Ähnliches gilt das für die vielen jungen Menschen, die eben noch bei der Deutschen Jugendeinzelmeisterschaft im zentral gelegenen Willingen mitwürgten und in einigen Fällen sogar mitreißende Erfolge erzielten und nun, nur ein paar Tage später (sogar die Sieger-Klamotten müssen mal kurz durchgewaschen werden) im “Hallenschach” in Halle weiter durchstarten. Daumendrücken geht nicht, die braucht Mulde zum Schreiben.

 

WGM Barbara Hund (Freiburg Zähringen) ist mit DWZ 2129 und Elo 2154 bisher einzige für das Finale der A-Gruppe qualifizierte Dame. In der B-Gruppe weist ihre Tochter Sarah mit 1947 / Elo 1916 zwar das höchste Rating (Stand: Okt. 2015) auf, aber Emily Rosmait, DWZ 1816 / Elo 1931, (Harksheide Norderstedt) und Annmarie Mütsch, DWZ 1898 / Elo 2031 (Eppingen) zeigten in DSAM-Turnieren schon begeisternden Schach. Im Fokus steht heute gewiss Lara Schulze, Lehrte – bei Hannover – DWZ 1912 / Elo 1947, die gerade eben in Willingen Deutsche Jugendvizemeisterin U14 wurde – und auf dem Weg dahin die ansonsten unglaublich stark aufspielende spätere “dann doch Siegerin” Jana Schneider mit Schwarz besiegte.

 

FM Oliver Kniest Okt 2015

FM Oliver Kniest Okt 2015

Am Ende steht dann die “Deutsche Schach-Gala”, die immer wie Weihnachten ist: Glänzende Augen, müde Eltern (Organisatoren), tolles Essen, großartige Überraschungen auch neben dem Gaben-Baum und edler Besuch; mit der Spitze des DSB darf jedenfalls (zum Glück) immer & überall gerechnet werden. Die Ehrung der Sieger geschieht ebenda stets in diesem schönen Anzug- und Krawatte-Ambiente, natürlich sowohl die des edlen Dähne-Pokals (eine leicht transportable und also “übergebensfähige” Alu-Ausgabe für zum Herzen gehende Fotos wäre doch keine schlechte Idee …?) als auch die der Trophäen der DSAM.

 

Das Festbankett beginnt bereits um 18:00 Uhr, um allen die Gelegenheit zu geben, vor Freude strahlend die Preise zu empfangen, notfalls die üblichen, ergriffenen Hollywood-Dankesworte “an meinen Trainer … meine Eltern, … nie für möglich gehalten …” zu äußern und dann den bereit stehenden Heli zum nächsten Turnierort zu entern. Ach, der Iwantschuk macht gar nicht mit? – – Es gilt jedenfalls für die DSAM wie immer (und das ist wichtig): “Der Erhalt der Preise setzt die Anwesenheit der Preisträger bei der Siegerehrung voraus.” Anders ausgedrückt: Mitgegeben an den Trainer, Clubkameraden etc. oder nachgeschickt wird nix. Gaaar nix. Auch nicht die Eisbombe.

 

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