Patzer in St. Louis


Stefan Löffler auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen

 

Rex Sinquefield, der aus ärmlichen Verhältnissen kommend Milliardär wurde und das seinem am Schach geschärften Verstand zuschreibt, ist mindestens in der wschachblogestlichen Hemisphäre der bedeutendste Schachmäzen. Dank seiner Zuwendungen hat St. Louis die Weltstadt New York als Zentrum des amerikanischen Schachs abgelöst. Sein Geld hat den Ausnahemspieler Fabiano Caruana vom italienischen Verband zurück in die Vereinigten Staaten gelockt. Genauso wie Hikaru Nakamura hat Caruana nun eine Wohnung in St. Louis. Und Amerikas Nummer drei, der von den Philippinen abgeworbene Wesley So, hat sich nur ein paar Autostunden entfernt niedergelassen.

 

Im Jahr 2014 steckte Sinquefield mehrere Millionen in Garri Kasparows Anlauf, Kirsan Iljumschinow an der Spitze des Weltschachbunds Fide abzulösen. Kasparow unterlag mit 60 zu 111 Stimmen, hat aber seine Opposition nicht eingestellt, sondern in Konkurrenz zum mehr schlecht als recht funktionierenden Grandprix der FIDE im Jahr 2015 die Grand Chess Tour ins Leben gerufen… Weiterlesen

 

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