Russland, Amerika – oder gewinnt wieder China?


Ein Beitrag von Stefan Löffler auf dem neuen Schachblog der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

 

Russland soll endlich wieder Gold holen. Eigens dafür schlüpft An22drei Filatow, der Milliardär an der Spitze des Russischen Schachverbands, während der nun unmittelbar bevorstehenden Schacholympiade in die Rolle des Kapitäns. Studierter Schachtrainer ist er schließlich, auch wenn er dann ins Business umgestiegen ist und es als Transportunternehmer mit guten Beziehungen zum Kreml weit gebracht hat. Zuletzt gewann Russland diesen Wettbewerb im Jahr 2002 – damals noch mit dem mittlerweile ungeliebten früheren Champion Garri Kasparow am Spitzenbrett.

 

Die höchste durchschnittliche Elo-Zahl aller Teams, nämlich 2760, hat Russland immer noch. Trotzdem hat Filatow vor der Abreise nach Baku, wo das zweijährliche Stelldichein der internationalen Schachwelt an diesem Donnerstagabend feierlich eröffnet wird, vorsorglich darauf verwiesen, dass ja alle die Vereinigten Staaten als Favoriten ansehen. Die Amerikaner haben zwar im Durchschnitt nur 2740 Elo-Punkte, können aber drei Spieler an den vier Brettern aufbieten, die derzeit zu den Top Ten der Welt zählen – und würden von keinem geringeren als Kasparow trainiert …

 

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