One thought on “Offenes Visier an den Spitzenbrettern – Adly gewinnt 21. OIBM

  1. Wenn vor der letzten Runde 16 Spieler 6,5/8 haben und einer hat 7/8, brauchen die 16 natürlich einen Sieg für “das große Preisgeld” – mindestens einer hat nach der Schlussrunde 7,5/9: Kulaots mit Remis gegen Iturrizaga oder Iturrizaga mit Sieg gegen Kulaots. Oder Kulaots gewinnt, dann können Adly und andere so viel riskieren wie sie wollen und so hoch oder schön-spektakulär gewinnen wie sie wollen, es wird nur der – geteilte – zweite Platz.
    Wertungssieger Adly hatte gegenüber Kulaots die leicht bessere TPR (2448 zu 2442), Buchholz wäre 52-51 zugunsten von Kulaots. Mich interessiert in derlei Fällen immer, wie das zustande kam. Im umgekehrten Fall hätte Kulaots davon profitiert, dass er nominell schlechter ist als Adly (as direkte Duell beeinflusst ja TPR von beiden). So lag es NICHT daran, dass Kulaots in der entscheidenden Phase stärkere Gegner hatte – neben Adly in den letzten Runden auch die Nummern 2, 6 und 1 der Setzliste, Adly neben Kulaots die Nummern 13, 3 und 15. Nein es lag daran, dass Kulaots zuvor (Runde 3 und 5 – zu diesem Zeitpunkt hatten beide 100%) Gegner bekam, die bis dahin besser-erfolgreicher spielten als ihre Elozahlen ‘versprachen’.
    Ich finde Preisgeld streng nach Wertung generell fragwürdig, da Wertungsunterschiede oft klein und Zufallsprodukt sein können. Natürlich können Veranstalter machen was sie wollen, und Teilnehmer wissen vorab, worauf sie sich einlassen. Bei diesem Turnier ist der finanzielle Unterschied zwischen Platz eins und Platz zwei auch relativ klein (3000 zu 2000 Euro). Am Persischen Golf hatte Gawain Jones zweimal “Dubaidusel”: knapper Wertungssieger, damit 13.000$ Preisgeld, dagegen 7.000$ für Platz zwei.

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