Seite 64: SCHACH-Fragen [55] – Interview mit Matthias Kierzek

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Obwohl seit Jahren im Vormarsch begriffen, wird das Seniorenschach von der Schachpresse immer noch stiefmütterlich behandelt. Matthias Kierzek, 1950 in Fulda geboren, bildet zusammen mit seiner Frau Mira Deutschlands aktivstes Pärchen auf diesem Gebiet.

Bei der WM im November in Acqui Terme wurde er (65+) 16., sie (50+) belegte Rang 10. Der Hesse studierte Wirtschaftswissenschaften, promovierte mit 25 Jahren zum Dr. rerum politicarum und startete 1975, väterlich vorbelastet, eine Verlegerkarriere mit der Fuldaer Verlagsanstalt.

Alle schachlichen Aktivitäten, die ihn 1977 zu einem Sieg beim Dortmunder Open und der Teilnahme am GM-Turnier der »Schachtage« im Folgejahr trugen, wurden für Jahrzehnte auf Eis gelegt – Mannschaftskämpfe ausgenommen. Ende der 1980er verlegte er das unter Daniel Cohn-Bendit bekannt gewordene Frankfurter Sponti-Blatt Pflasterstrand, Höhepunkt seiner beruflichen Laufbahn aber war die Mitbegründung des Eichborn Verlages 1980, dem er bis 2007 in verschiedenen Funktionen verbunden blieb. Seitdem ist Kierzek Pensionär – und spielt Schach!

64-Fragebogen-Jan
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One thought on “Seite 64: SCHACH-Fragen [55] – Interview mit Matthias Kierzek

  1. Hier ein Hinweis zu der am Ende des Interviews angesprochenen Debatte, ob man bei Seniorenturnieren in drei Alterskategorien spielen sollte: Bei den ChessClassics 2018 in Bad Neuenahr wird erstmals in Deutschland (oder sogar weltweit?) ein Seniorenturnier in den Gruppen 50+, 65+ und 75+ durchgeführt, natürlich vorausgesetzt, dass die Anmeldezahlen für alle drei Kategorien groß genug sind.
    —> https://www.chessclassics.de

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