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Dr. Helmut Pfleger – Bekanntlich fand das Deutsche Ärzteschachturnier in den bisherigen 25 Jahren immer in einem Kurbad mit Casino statt. Doch 2006 schlug der Neurologieprofessor Dr. Peter Krauseneck aus Bamberg diese zum UNESCO-Weltkulturerbe zählende Erzbischofsstadt als bedenkenswerte Alternative für das Turnier vor. Da ich meinerseits in frühen Jahren gar nicht wusste, dass es auch außerhalb Bambergs eine Welt gebe, übernahmen meine Schwester und ich die vergnügliche Aufgabe, dem damaligen stellvertretenden Chefredakteur des Deutschen Ärzteblattes die Schönheit unserer mittelalterlichen, im Krieg kaum zerstörten Heimatstadt (ganz anders als die nahen Nürnberg und Würz­burg) nahezubringen, zumal wir schon gemeinsam einen Dokumentarfilm über den Bamberger Dom fürs Bayerische Fernsehen gemacht hatten. Mit Erfolg – denn Bamberg wusste zu begeistern.

Allein der mögliche Spielsaal war zu klein für die große Zahl der schachspielenden  Ärzte und das Hotel zu teuer. Kurbad und Casino erhielten folglich weiterhin den Vorzug. Wahrlich auch nicht schlecht.

Allerdings beging ich die Unvorsichtigkeit, in der Dezemberspalte 2006 des Deutschen Ärzteblattes kein gutes Haar an Bamberg zu lassen, was dann sogar dessen Oberbürger­meister und Landrat gegen den vermeintlichen „Nestbeschmutzer“ aufbrachte. Die maßlose Ironie in Sottisen wie „Ich habe nie unaufgeklärtere Leute gefunden als hier … hier ist noch eine dicke Finsternis, durch welche die Morgendämmerung des Ver­stan­des und der Aufklärung noch in einem halben Jahrhundert nicht wird durchdrin­gen können“ (Philip Ludwig Röder, 1789) wurde leider nicht als solche erkannt… Weiterlesen

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