Ragger gegen Nisipeanu endet 3:3

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Keinen Sieger bringt das Match um die Vorherrschaft im deutschsprichigen Raum zwischen Österreichs Markus Ragger und Deutschlands Liviu-Dieter Nisipeanu. Die beiden Vorkämpfer ihrer Länder trennen sich nach sechs hart umkämpften Runden mit einem 3:3. In der sechsten Partie wählt Nisipeanu zum zweiten Mal das London System, erreicht aber wie schon in der zweiten keinen Vorteil. Ragger erkämpft sich zwar einen weit vorgerückten Freibauern auf c3 den Nisipeanu aber gut blockieren kann. Eine Zugwiederholung ist die logische Folge. In Summe war Nisipeanu mit Chancen in der ersten und fünften Partie einem Matchsieg etwas näher. Ragger macht starken Druck in der dritten Partie und hatte mit Schwarz gar keine Probleme. Beide Spieler unterstreichten ihre Klasse und Solidität. (wk)

Ragger erkämpfte sich gestern in einer Schellschachpartie im Grazer Rathaus, Bürgermeister Siegfried Nagl hatte zu einem Empfang geladen, das Recht in der ersten Partie die weißen Steine zu führen. Ragger konnte die Partie trotz schwieriger Stellung gewinnen, weil Nisipeanu die Zeit überschritt.

Stadtrat Günter Riegler, Organisatorin Andrea Schmidbauer und ÖSB Präsident Christian Hursky konnten die Partie im Gemeinderatsaal mit Kommentaren des Internationalen Meisters Georg Danner auf einer Leinwand verfolgen.

Allgemein

  • Spielberechtigt: A-Turnier: offen, B-Turnier: < 2000 Elo, C-Turnier < 1700 Elo, Wochenend-Turnier offen
  • Spielbedingungen: FIDE-Regeln, Computerauslosung (Swiss Manager), Nationale Elowertung, Internationale Elowertung (A+B Gruppe)
  • Modus: 9 bzw. 5 Runden CH-System
  • Bedenkzeit: 40 Züge/ 90 Min., Rest 30 Min.+ 30 Sek./Zug
  • Kontumazzeit: 30 Minuten
  • Spielort: Hotel Novapark, Fischeraustraße 22, 8051 Graz
    Anreise
Florian Schwabeneder holt IM-Norm in Graz
Die Entscheidung im Graz Open 2018 fällt in der achten Runde. Am Spitzenbrett gelingt dem türkischen Großmeister Muhammed Batuhan Dastan ein Schwarzsieg gegen den Polen Bartosz Socko. Er übernimmt mit diesem Sieg die alleinige Führung, da die Konkurrenz über Remisen nicht hinauskommt. In der Schlussrunde sichert sich der Türke mit einem Remis gegen den Rumänen Bogdan-Daniel Deac mit siebeneinhalb Punkten den Sieg vor Sebenik (SLO), Deac (ROU) und Gumularz (POL), die allesamt sieben Punkte erreichen. Bemerkenswert ist, dass Deac und Gumuarz noch U-18 Spieler sind.

Die Elofavoriten Istratescu und Socko müssen sich mit den Plätzen sieben bzw. fünf zufrieden geben. Bester Österreicher wird Florian Schwabeneder mit sechseinhalb Punkten am achten Platz. Der Oberösterreicher gewinnt in der Schlussrunde gegen IM Istvan Almasi und sichert sich mit einer Performance von 2500 eine IM-Norm. Beste Frau wird Davaademberel Nomin-Erdene, eine U-18 Spielerin aus der Mongolei. In der B-Gruppe siegt der Ungar Almos Koyves (U-14) vor dem Deutschen Johannes Hertel. Beide erzielen sieben Punkte. In der C-Gruppe gelingt dem Grazer Philipp Wendl (U12) mit siebeneinhalb Punkten die Sensation. Er gewinnt vor dem Slowenen Roman Rozman und Michael Lammer (beide 7). (wk)

Ragger rettet fünfte Partie ins Remis
Markus Ragger steht in der fünften Partie im Match gegen Nisipeanu mit dem Rücken zur Wand. Der Deutsche wählt in seiner dritten Schwarzpartie erstmals nicht die Caro-Kann Verteidigung. Ragger umgeht Russisch mit dem Läuferspiel. Nisipeanu erhält eine starken Freibauern auf e3 der Ragger das Leben schwer macht. Dank zäher Verteidigung – und wohl auch weil der Deutsche seine beste Chance verpasst – rettet Ragger die Partie in eine Dauerschach. Das Match steht 2,5:2,5. Die Entscheidung fällt daher in der heutigen letzten Partie ab 17:00 Uhr im Grazer Hotel Novapark und live im Internet.

Im Graz Open führen nach der gestrigen zweiten mit Doppelrunde mit Socko, Deac, Sebenic und Dastan vier Großmeister. Die besten Österreicher sind Florian Schwabeneder und Christoph Menezes mit fünf Punkten auf den Plätzen 11 und 12. Menezes gelingt in der siebenten Runde ein Schwarzsieg gegen GM Johann Hjartarson. Heute treffen die beiden Österreicher im direkten Duell aufeinander. Der Rückstand zum Führungsquartett beträgt einen Punkt. Dominik Horvath verliert das Österreicherduell gegen Gert Schnider, punket am Nachmittag aber gegen Ulrich Rohrmüller voll. Die IM-Norm Chance lebt. Heute wartet der Ungar Istvan Almasi. (wk)

Ragger gegen Nisipeanu steht 2:2
Das Duell der Nummer Eins Spieler aus Österreich und Deutschland steht nach vier Partien weiter ausgeglichen 2:2. Beide überraschten sich gestern wohl etwas in der Eröffnung. Nisipeanu zog erstmals 1.e4, Ragger konterte mit Französisch. Hier wollte sich der Deutsche die Vorbereitung nicht zeigen lassen und wählt mit der Abtauschvariante ein eher seltenes Abspiel auf höchstem Niveau. Nisipeanu bringt dann mit c4 doch Schärfe ins Spiel, trifft aber auf einen bestens eingestellten Markus Ragger, der auch gegen eine Neuerung im 10. Zug einen überzeugenden Weg zum Ausgleich zeigt. Das Match ist weiter offen und die Fans dürfen in den verbleibenden zwei Partien auf eine Entscheidung hoffen.

Im Graz Open steht heute die zweite Doppelrunde an. Die sechste Runde läuft gerade, die siebente folgt dann um 17:00 Uhr gemeinsam mit der fünften Runde zwischen Ragger und Nisipeanu. Zur “Halbzeit” führen im Open nach fünf Runden fünf Spieler mit je viereinhalb Punkten: Socko, Sebenik, Deac, Dastan und Gumularz. Bester Österreicher ist Martin Christian Huber am 11. Platz mit vier Punkten. (wk)

Drittes Remis bei Ragger-Nisipeanu
Die dritte Partie im Match zwischen Markus Ragger und Liviu-Dieter Nisipeanu bringt ein drittes Remis. Ragger eröffnet erneut mit dem Königsbauern, Nisipeanu bleibt ebenfalls seiner Caro-Kann Verteidigung treu. Ragger wählt allerdings bereits im zweiten Zug eine andere Variante als in der ersten Partie und sichert sich in der Folge mit dem Läuferpaar einen kleinen Vorteil. Im 25. Zug gewinnt Ragger einen Bauern, der im Turmendspiel aber nur geringe Aussichten auf einen Sieg bietet. Nisipeanu verteidigt sich gut. Am Ende muss Ragger mit zwei Mehrbauern am Brett ein Dauerschach zulassen. Es steht somit 1,5:1,5.

Im Open stand gestern eine Doppelrunde an. Nach vier Runden führt der junge Pole Szymon Gumularz mit vier Punkten allein das Feld an. Zehn Spieler folgen mit 3,5 Punkten, darunter mit Dominik Horvath ein einziger Österreicher. Das burgenländische Talent trifft heute auf den rumänischen Großmeister Bogdan-Daniel Deac. In der Gruppe der Spieler mit drei Punkten sind auch die Lokalmatadore Martin Christian Huber, Erich Frosch – er gewinnt überraschend gegen Mario Schachinger -, und Manfred Freitag. Die fünfte Runde folgt heute um 17:00 Uhr. (wk)

Ragger-Nisipeanu 1:1
In der zweiten Partie des Matches in Graz wählt Liviu-Dieter Nisipeanu das zuletzt wieder populär gewordene London-System. Beide Spieler folgten eigenen Vorläufern, ehe der Deutsche von seiner Partie gegen Bluebaum abwich.

Es war aber Ragger der im 14. Zug mit einer Neuerung aufwartet und damit problemlos ausgleicht. Nisipeanu entscheidet sich bald darauf eine Zugwiederholung zu forcieren. Das Match steht somit 1:1. In der dritten Partie führt Ragger heute ab 17:00 Uhr zum zweiten Mal die weißem Steine.

Im Open steht heute die erste von zwei Doppelrunden am Programm. Nach zwei Runden haben in der A-Gruppe noch 20 Spieler eine weiße Weste, davon vier aus Österreich: Florian Schwabeneder, Christoph Menezes, Dominik Horvath und Siegfried Neuschmied. (wk)

Ragger-Nisipeanu: Auftaktremis nach 140 Zügen
Die erste Partie im Match zwischen den Nummer Eins Spielern aus Österreich und Deutschland endet mit einem Remis nach hartumkämpften 140 Zügen. Markus Ragger eröffnet mit der Hand des ÖSB Präsidenten Christian Hursky mit dem Doppelschritt des Königsbauern. Liviu-Dieter Nisipeanu antwortet mit der Caro-Kann Verteidigung. Aufs Brett kommt die Abtauschvariante, die unter anderen von Kramnik wieder populär gemacht wurde. Ragger gewinnt das Läuferpaar kommt aber nach einem thematischen gegnerischen Zentrumskonter unter Druck.

Im weiteren Verlauf verpasst Nisipeanu zwei große Chancen die Partie für sich zu entscheiden, zumindest die zweite wohl in großer Zeitnot. Nach 140 Zügen beendet die 50-Zügeregel das Endspiel Turm gegen Turm und Springer mit einem Remis.

Im Internationalen Grazer Open gibt es in der ersten Runde schon Überraschungen.

Norwegens GM Johann Hjartarson (2536) verliert gegen den Polen Stanislaw Praczukowski ebenso überraschend wie IM Gert Schnider (2430) gegen den Schweizer Martin Schweighoffer (2124). Sensationen schaffen auch Dieter Wallner gegen FM Damian Lewtak und WFM Michal Lahav gegen IM Manfred Freitag. In der A-Gruppe sind 135 Spieler aus 22 Nationen am Start. In allen Gruppen zusammen sind es 251 Teilnehmer. Die zweite Runde folgt heute um 17:00 Uhr. (wk)

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