Der Geschichte zweiter Teil: Die Essener Schachgesellschaft 1967-1993

  • 4
    Shares

Bei Klick auf das Bild können Sie das Buch durchblättern!

Nach dem im vergangenen Jahr erschienen Teil I der „Geschichte der Essener Schachgesellschaft 04“ (1904-1966) – Höhepunkt war der doppelte Gewinn der Deutschen Mannschaftsmeisterschaft in den Jahren 1947 und 1948 sowie die Ausrichtung der Deutschen Einzelmeisterschaft 1948, die Wolfgang Unzicker knapp vor Georg Kieninger gewinnen konnte – liegt nun Teil II vor, in dem die Jahre 1967-1993 behandelt werden.

Auf den ersten Blick gehört das Thema in die Kategorie „Special Interest“, konkret „Schachhistorie im Ruhrgebiet“, aber ein Blick ins Inhaltsverzeichnis zeigt, dass der Bogen viel weiter gespannt ist. Der Autor – Erich Krüger, geboren 1932 in Cottbus – schreibt z.B. in Kapitel 19 „Mauerfall und erste deutsch/deutsche Begegnung“:

Mit der Öffnung der Berliner Mauer am 9.11.1989 kam auch wieder Schwung in das etwas eintönige Vereinsleben. …. Als Termin für den Besuch der Dresdener Schachfreunde wurde das Wochenende vom 16. bis 18.3.1990 festgelegt. Die erste freie Wahl für die DDR-Volkskammer war zunächst für Mai 1990 vorgesehen, infolge der sich überschlagenden Ereignisse wurde dieser dann vorgezogen auf den 18.3.1990. Unsere Dresdner Schachfreunde verzichteten aber lieber auf die Wahl als auf den Besuch der Ruhrmetropole Essen. Die Gäste wurden privat bei Vereinsmitgliedern untergebracht. Jeder Gast erhielt von der Dresdner Bank ein Begrüßungsgeld von 100 DM. Die Bank organisierte eine Stadtrundfahrt und ein Jazz-Frühstück im alten Bahnhof von Essen-Kupferdreh. …“ 

Und in Kapitel 20 “BSG Textil Cottbus kommt nach Essen“ wird weiter berichtet:

Gegenbesuch in Cottbus (1991)

Einige Tage nach dieser Veranstaltung [Besuch der „BSG Mikroelektronik Dresden“] übersandte mir Horst Osten, der Verantwortliche für Schach bei der Bundesbahndirektion Essen, ein Schreiben von der „BSG Fortschritt Cottbus“, in dem angefragt wurde, ob man zu einem Freundschaftskampf ins Ruhrgebiet kommen könnte. …[…] …

Für mich als gebürtiger Cottbuser war natürlich klar, dass meine Landsleute eingeladen werden mussten. Einige Sorge bereitete mir aber der finanzielle Aspekt dieses Unternehmens. Aus der Vereinskasse konnte mangels Masse nichts geholt werden. Auf Anraten eines Bekannten, der Prokurist bei der Textilfirma Steilmann in Wattenscheid war, richtete ich einen Brief an die genannte Firma mit der Bitte, eine finanzielle Unterstützung der deutsch-deutschen Schachbegegnung in Erwägung ziehen zu wollen.

Es traf sich gut, dass zur selben Zeit die Firma Steilmann in Cottbus ein Verkaufsgeschäft eröffnete. Jedenfalls wurden 2500 DM von der Firma Steilmann locker gemacht. So konnte meinen Landsleuten ein angemessener Aufenthalt vom 28.4. bis 1.5.1990 geboten werden. …

Nach dem Besuch des Fußballspiels SG Wattenscheid 09 – 1.FC Saarbrücken (0:1) am Nachmittag des 28.4.1990 im Lohrheidestadion wurde dann erst mal im Kolpinghaus in Wattenscheid zu Abend gegessen und die bevorstehende Währungsunion (1.7.1990) gefeiert. Ich bin mir nicht sicher, ob wir schon ahnten, dass noch im selben Jahr die Wiedervereinigung Deutschlands erfolgen würde. …“

Auch Teil 2 enthält zahlreiche Bilddokumente und eine Fülle von historischen Partien. Beide Teile der „Geschichte der Essener Schachgesellschaft 04“ sind als pdf-Dokumente frei erhältlich. Bei Klick auf das “blaue Bild” (rechts oben) öffnet sich eine blätterbare Version des Buches; auch Einblenden des Inhaltsverzeichnisses und Springen zu Kapiteln ist möglich.

Quellen und Lesetipps

Print Friendly, PDF & Email

  • 4
    Shares