Schachbund NRW ehrt interkulturelles Engagement

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Ehrennadel für Güven Manay aus Köln

Außergewöhnliches Engagement für ein gesellschaftlich wichtiges Thema – dafür steht Güven Manay, ein echter „Macher“ in Sachen Schach. Der langjährige Vorsitzende des in Köln beheimateten Schachvereins Satranc Club 2000 (satranc2000.de) wurde anlässlich des Bundeskongresses des Schachbundes Nordrhein-Westfalen (schach-nrw.de) in Oer-Erkenschwick geehrt. Präsident Ralf Niederhäuser verlieh die Ehrennadel, die Personen vorbehalten ist, die sich „in besonderem Maße um den Schachsport verdient“ gemacht haben.

Ralf Niederhäuser & Güven Manay

In seiner Dankesrede informierte Güven Manay ausführlich über den seit dem Jahr 2000 existierenden Schachverein, seine Aktivitäten und Ziele. Gegründet von türkischstämmigen Schachfreunden, öffnete sich der Club von Anfang an Menschen unterschiedlichster Kulturen. Die Interkulturelle Verständigung ist in der Vereinssatzung seit der Gründung verankert.

Mittlerweile hat der Verein Mitglieder aus 15 verschiedenen Ländern, neuerdings auch aus Syrien. Der Verein wirbt mit jeder seiner Veranstaltungen für die Interkulturelle Verständigung. Manay sieht darin eine Möglichkeit, über Migranten und Flüchtlinge dem Schwund an Mitgliedern und Ehrenamtlern entgegenzuwirken. Er ermutigte die anwesenden Vertreter der Schachbezirke, Flüchtlingen ehrenamtliche Aufgaben zu übergeben und auf diese in ihren Locations, wie zum Beispiel Moscheen und Kulturzentren zuzugehen bzw. Flyer zu verteilen. Der im Management tätige Manay lobte seinen Arbeitgeber, ein japanisches Unternehmen, weil es schon für Diversity stand, bevor dieser Begriff weltweit in der Wirtschaft eingeführt wurde.

Zusätzlich wies Manay auf das inzwischen entstandene Netzwerk, u.a. mit der Vereinigung Türkischer Akademiker Deutschlands und befreundeten Schachvereinen hin. Hier werden Dinge wie die Förderung Bildungsbenachteiligter ebenso umgesetzt, wie die dauerhafte Inspiration zu innovativen Vereinsangeboten.

Eine wichtige Wertschätzung erhielt das Engagement vom Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Der dort für Integration zuständige Abteilungsleiter, Herr Professor Aladin El-Mafaalani sendete ein Grußwort, das Präsident Ralf Niederhäuser verlas. El-Mafaalani sieht dabei Schach, als eines der „geistreichsten Brettspiele“ mit seinem erzieherischen Wert als wichtige Grundlage für den Zusammenhalt in NRW.

Frank Neumann
Schachbund NRW

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