Ein Schachfest in Berlin aber keine Party

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Foto: IM Georgios Soulidis

Text: Stefan Löffler – Vor zehn Jahren fanden binnen sechs Wochen in Bonn die Schach-WM und in Dresden die Schacholympiade statt. Damals erwarteten viele, dass die beiden Spitzenveranstaltungen den Schachvereinen mehr Leben einhauchen. Mancher erhoffte sich einen Schachboom in Deutschland. Doch mehr als einige Wochen verstärkter medialer Aufmerksamkeit war nicht. Die Stagnation in den Verbänden und den meisten Vereinen ging weiter. Was nicht nur an der unprofessionellen Öffentlichkeitsarbeit lag sondern auch daran, dass die beiden Events nebeneinander herliefen, als hätten sie nichts miteinander zu tun.

Das ist 2018 anders als 2008. Nach dem Kandidatenturnier im März und dem Grenke Classic und Open in der Osterwoche trifft sich die deutsche Schachszene über das um den 1. Mai verlängerte Wochenende in Berlin schon wieder. Anlass ist die zentrale Endrunde der Schachbundesliga. Um diese herum finden offene Turniere, Vorträge, Verbandstreffen und eine Konferenz statt. Man redet miteinander, arbeitet zusammen. Das stimmt optimistisch, dass dieser Schachfrühling kein Strohfeuer bleiben wird. Schon seit die Schachbundesliga 1980 eine bundesweite Gruppe mit 16 Teams einführte, werden Wettkämpfe nicht einzeln ausgetragen.

Im Normalfall treffen sich vier Teams an einem Wochenende, wobei je zwei Reisepartner gegen die jeweils anderen Teams aber nicht gegeneinander antreten. In dieser Form waren die ersten zwölf Runden dieser Saison über sechs Wochenenden mit jeweils vier Spielorten verteilt. Die letzten drei Runden finden nun zentral im Berliner Maritim-Hotel statt und zwar Sonntag und Montag ab 14 Uhr und Dienstag ab 10 Uhr. Solche zentralen Wochenenden gab es in den letzten Spielzeiten schon einige, und sie scheinen von Mal zu Mal besser zu laufen.

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