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Die SG Baden-Baden schreibt dazu:

Bevor sich auch die Schachfans dem Fußball hingeben, können sie zuerst noch einen ganz besonderen Höhepunkt des Denksports genießen: den Stichkampf um die Deutsche Meisterschaft zwischen der OSG Baden-Baden und der SG Solingen, am Donnerstag, den 24.05.  ab 15.00 Uhr im Kristallsaal im Kulturhaus LA8 in Baden-Baden.

Beide Mannschaften hatten die Schachbundesliga mit jeweils 27 Punkten im Gleichschritt beendet, und nur nach der Zahl der Einzelerfolge hatte die OSG mit zwei Brettpunkten mehr die Nase vorn. Das bedeutete Heimrecht für den Stichkampf.

Solingen tritt mit der Belastung eines wenige Tage zurückliegenden, traurigen Verlustes an: Mannschaftskapitän Herbert Scheidt ist am 20. Mai überraschend verstorben. Er war seit über 50 Jahren Teamkapitän und hatte den Traditionsverein, Gründungsmitglied der Schachbundesliga, zu insgesamt zwölf deutschen Meisterschaften, drei nationalen und zwei Europapokalsiegen geführt. Unser herzliches Beileid gilt der Familie von Herbert und der SG Solingen.

Zuletzt war es Solingen vor zwei Jahren gelungen, die seit der Saison 2005/2006 andauernde Baden-Badener  Siegesserie von zehn deutschen Meisterschaften hintereinander zu unterbrechen, bevor sich die OSG in der letzten Saison den Titel zurückeroberte und voriges wie dieses Jahr auch das Double mit dem Pokalsieg schaffte.

In den direkten Begegnungen in der Bundesliga steht es zwar 12,5 : 2,5 für Baden-Baden, das Team von der Oos muss jedoch das Trauma einer kuriosen Niederlage gegen die Klingenstädter in der abgelaufenen Saison abschütteln: Während sich an einem Brett deutlich erkennbar eine Niederlage abzeichnete, gaben die restlichen OSG-Spieler kurz hintereinander Remis, weil sie fast gleichzeitig feststellen mussten, dass niemand einen realisierbaren Vorteil erspielt hatte. 3,5:4,5 hieß das knappe Endergebnis.

Geht der Stichkampf 4:4 unentschieden aus, wird die Deutsche Meisterschaft in Blitzpartien ausgespielt.

In der Begegnung  wird es darauf ankommen, wer zu diesem ungewöhnlichen Termin noch einmal möglichst viele seiner stärksten Großmeister verpflichten konnte. Erst zwei Stunden vor Spielbeginn werden die Aufstellungen bekannt gegeben, weil sich Schachspieler mit Hilfe jedermann zugänglicher Partiendatenbanken sehr gut auf ihre Gegner vorbereiten können.

Die Gelegenheit, bei der Kür des neuen deutschen Mannschaftsmeisters im LA8 live dabei zu sein, kostet keinen Eintritt! Live-Kommentierung vor Ort mit GM Klaus Bischoff. Übertragung im Internet auf www.schachbundesliga.de

Das Spiellokal der OSG Baden-Baden ist von 14.30 Uhr bis zum Ende des Wettkampfs geöffnet, hier können alle Gäste, Mitglieder und Zuschauer bei Getränken, Kaffee, Kuchen und belegten Brötchen die Partien ebenfalls live verfolgen.

(Walter Siemon, Patrick Bittner)

Am 1. Mai sollte in Berlin bei der zentralen Endrunde eigentlich die Schachbundesligasaison 2017/18 enden. Doch am Ende waren zwei Mannschaften punktgleich und nach dem Regelwerk muss nun ein Stichkampf über den Meistertitel entscheiden. Nun haben sich die beiden dafür qualifizierten Vereine auf einen Termin geeinigt. Die OSG Baden-Baden und die SG Solingen werden am 24. Mai ab 15 Uhr im bekannten Kulturhaus LA 8 (Foto)  in Baden-Baden aufeinandertreffen. Aufgrund der besseren Brettpunktzahl aus den 15 regulären Wettkämpfen hat die OSG Heimrecht.

Spielort des Stichkampfes: Kulturhaus LA 8, Lichtentaler Allee 8, 76530 Baden-Baden

Jürgen Kohlstädt, Turnierleiter der Bundesliga, weist außerdem darauf hin, dass der SK Schwäbisch Hall verbindlich seinen Rückzug aus dem Spielbetrieb von Schachbundesliga e.V und DSB bekanntgegeben hat. Kohlstädt: “Somit steigt aus der 2. Bundesliga ein Verein weniger ab.” Welche Staffel es trifft, hing davon ab, welcher Verein aus allen vier Staffeln geographisch Schwäbisch Hall am nächsten ist. Damit kam nur die Südstaffel in Frage, da der SC Eppingen nur 80 km von Schwäbisch Hall seinen Sitz hat. Der SV Möhrlenbach-Birkenau muss damit nicht in die Oberliga absteigen.

Nach derzeitigem Stand – Meldeschluss ist erst am 15. Mai – steigen Speyer-Schwegenheim, Bayern München und Norderstedt neben Schwäbisch Hall aus der Bundesliga ab. Deren Plätze nehmen Turm Kiel, BCA Augsburg, TSV Schott Mainz (Aktualisierung wenige Stunden nach dieser Meldung: Nach kurzfristigem Aufstiegsverzicht von Mainz nun doch der Düsseldorfer SK 1914/25) und der SC Viernheim ein. Augsburg wurde zwar nur Zweiter in der 2. Bundesliga Ost, doch der ESV Nickelhütte Aue verzichtete auf sein Aufstiegsrecht.

Frank Hoppe
Nach Informationen von Jürgen Kohlstädt

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