Seite 64: SCHACH-Fragen [59] Fragebogen an Robert Zysk

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Der 52-jährige Rosenheimer gehört nicht zu denen, die im Schachzirkus regelmäßig für Schlagzeilen sorgen. Beim Bundesliga-Finale in Berlin jedoch entschied er im Münchner Lokalderby die letzte laufende Partie des Matches gegen die Bayern zum 4,5:3,5 zu seinen Gunsten (ª S. 27f.), was Zugzwang letztlich den Erstligaverbleib bescherte. In jungen Jahren galt Zysk als Hoffnungsträger und vertrat Deutschland bei Jugend-Welt- und Europameisterschaften (Bronze 1985/86!).

Dann ließen ihn berufliche Karriere und Familie kürzer treten – ohne dass er das Schach ganz an den Nagel gehängt hätte. Dreimal erfüllte er die Großmeisternorm, schaffte jedoch nie die für den Titelverleih erforderliche Zahl von 2500. Im weiteren Sinne ist er in der Automobilindustrie tätig, arbeitete einige Jahre in Frankreich und den USA und hat sich inzwischen als Unternehmensberater selbstständig gemacht. Zysk ist in zweiter Ehe verheiratet und hat aus erster Ehe zwei Kinder.


1. Wo möchten Sie im Moment gerne sein?

Hier! Zu Hause in Rosenheim. Was allerdings nicht heißt, dass ich nicht auch andere schöne Orte kenne, an denen ich jetzt auch gerne wäre.

2. Was würden Sie tun, wenn es ab morgen absolut kein Schach mehr in Ihrem Leben geben würde?

Es gibt vieles, was ich derzeit um des Schachs Willen vernachlässige und das ich dann nachholen würde: soziales Engagement, ein Buch schreiben (ohne Bezug zum Schach), Hindi lernen und mehr Zeit mit lieben Menschen verbringen. Allen voran mit meiner Frau und meinen Söhnen. Leere oder Langeweile würde es auch ohne Schach nicht in meinem Leben geben, vermissen würde ich das königliche Spiel aber dennoch sehr.

3. Was halten Sie für die beste und die schädlichste Entwicklung im modernen Schach?

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64-Fragebogen-Juni
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