Rumänien ist Europameister!

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Team-EM U18: Österreich gewinnt Silber
Spannend verlief die Schlussrunde der Team-EM U18 in Bad Blankenburg. Die Goldmedaille hatte sich zwar bereits Rumänien mit Siegen gegen Österreich und Deutschland in den Runden fünf und sechs gesichert. Dahinter ging es heute aber für Polen, Österreich und Deutschland um die Medaillen. Das direkte Duell zwischen Deutschland 1 und Österreich wurde zur erwartet spannenden Begegnung.

Der deutsche Jungstar Vincent Keymer setzt mit den schwarzen Steinen Felix Blohberger mit seinem Läuferpaar mächtig unter Druck und bringt sein Team in Führung. Ein Sieg von Marc Morgunov bringt den Ausgleich, aber die rot-weiß-rote Freude ist von kurzer Dauer, denn Raphael Lagunow gewinnt gegen Daniel Morgunov. So lag es an Dominik Horvath am Spitzenbrett um den Ausgleich und eine Medaille kämpfen. Lange sah es nicht, doch Horvath versuchte gegen Roven Vogel alles und schaffte es tatsächlich dessen Verteidigung zu überwinden und zum vollen Punkt zu kommen, eine starke kämpferische Leistung, die Blicke richteten sich also auf Tisch 3, wo Polen gegen Weißrussland spielte.

Hier kam es zur großen Überraschung. Polen verliert mit 1,5:2,5 und fällt vom zweiten auf den fünften Platz zurück. Österreich darf sich dank besserer Zweitwertung über Silber freuen, Deutschland rettet Bronze vor den Weißrussen. Den Mädchenbewerb gewinnt Polen vor Rumänien und Deutschland. In der U12 siegt Israel vor Frankreich und Weißrussland, bei den Mädchen Deutschland vor Ungarn und Frankreich. (wk)

Die Deutschen Fans hatten bis zuletzt gehofft, selbst beim Stand von 1,5 : 1,5 zwischen Deutschland 1 und Rumänien hätte in einer sehr verworrenen Stellung an Brett 3 noch alles passieren können. Doch am Ende gewannen die Rumänen verdient die Europameisterschaft 2018 im U18 Open in Bad Blankenburg. Dazu gratulieren wir herzlich!

Die Runde ging spannend los, Vincent Keymer erarbeitete sich eine starke Stellung und verwertete diese scheinbar mühelos. Roven Vogel indes übersah eine sehr starke taktische Idee seines Gegners, die ihm einen Bauer kostete. Er kämpfte über viele viele Züge, schlussendlich musste er die Niederlage aber eingestehen. Raphael Lagunow an Brett 4 kam gegen seinen Kontrahenten nicht über die Punkteteilung heraus, sodass das Wohl der Deutschen Mannschaft an Julian Martin hing…mit dem eben bereits erwähnten Ausgang.

Es wird nach vorne geschaut und da liegt die 7. und letzte Runde der diesjährigen EYTCC, in der die erste Deutsche Mannschaft noch Silber holen kann. Denn auch Österreich war gegen Weißrussland nicht erfolgreich, sondern holte gegen Weißrussland ein 2:2. An den ersten beiden Brettern wurde jeweils die Friedenspfeife geraucht, auch wenn jeweils die Weißspieler die besseren Karten zu haben schien.

An Brett 3 zeigte mal wieder Olga Badelka ihr Können und überspielte ihren Gegner mit Schwarz in einem stürmisch vorgetragenen Mattangriff. Zum Glück für Österreich erledigte Brett 4 seine „Pflichtaufgabe“ und kam zu einem vollen Punkt, sodass der Tag nicht in einem kompletten Desaster für die Österreicher endete.
In der Begegnung zwischen Deutschland 2 und Polen schien es Brett 1 der Deutschen Emis Schmidek gegen Igor Janik wirklich wissen zu wollen. In der Eröffnung opferte er Haus und Hof, dafür bekam er Entwicklungsvorsprung und einen sehr gefährlichen Angriff. Dieser führte zum Erfolg und brachte die zweite Deutsche Mannschaft mit 1-0 in Führung. Valentin Buckels schien ebenfalls sehr gut unterwegs zu sein und baute mit Weiß Stück für Stück Druck gegen die schwarze Stellung auf. Doch auf ein Mal ging das verheerende Dxh3+, da der Bauer auf g2 gefesselt war, und beendete die Partie sofort zu Gunsten der Polen. An 4 hatte Jonas Roseneck das leicht bessere Endspiel, dass er jedoch nicht zum vollen Punkt verwerten konnte. Es lag also an Konstatin Urban seine schlechtere Stellung nicht zu verlieren und wenigstens noch einen Mannschaftspunkt für Deutschland 2 zu sichern. Das gelang ihm nicht und so musste Deutschland 2 eine Niederlage hinnehmen.
Israel hatte ebenfalls das Unglück eine solche knappe Niederlage akzeptieren zu müssen. Gegen Slowenien ging es denkbar eng und spannend zu, die beiden verlorenen Partien an Brett 2 und 4 waren am Ende entscheidend und nicht mehr gut zu machen.

Deutschland 3 machte an den beiden Weißbrettern Remis und hoffte darauf, dass Jakob Pajeken und Luis Engel zusammen noch 1,5 Brettpunkte holen würden. Während Luis das in einem unübersichtlichen Endspiel versuchte, war es an Jakobs Brett eher der Deutsche der achtsam sein musste, dass die Mehrheit des Gegners am Königsflügel nicht zur Gefahr wird. Luis kam nicht über die Punkteteilung hinaus und Jakob quittierte eine Niederlage, sodass auch hier das denkbar knappste Ergebnis, eine 1,5-Niederlage für die Deutschen zu verbuchen war.
Die Türken haben heute ihren Meister in Ungarn gefunden. Bisher lief es für die Türken super, für die Ungarn eher so lala, doch heute blitzte nochmal auf was die Ungarn für ein großes Potenzial haben. Mit 3,5 : 0,5 wurde die türkische Auswahl besiegt.
Dänemark kam gegen die Slowakei nicht über ein 2:2 hinaus. Die ersten beiden Bretter Jonas Bjerre und Filip Boe Olsen gewannen zwar, doch hinten mussten sie 2 Niederlage einstecken.

In der U 18 weiblich bleibt es spannend, denn Polen zeigte heute Nerven und kam gegen Rumänien nicht über ein 1 : 1 hinaus. Zwar gewann Oliwia Kiolbasa ihre Partie mit Schwarz scheinbar ohne Anstrengung, doch an Brett 1 zeigte Miruna-Daria Lehaci eine beherzte Vorstellung, opferte eine Figur für eine Reihe Bauern und gewann am Ende dank eben dieser Bauern.

Das freute die Deutsche Auswahl. Deutschland 1 gewann, wieder dank des Sieges von Fiona Sieber, die nun bei grandiosen 6 aus 6 steht, gegen die Slowenische Auswahl und bleibt damit an Polen dran.

Auch Kroatien scheint die zwischenzeitliche Schwächephase überwunden zu haben und gewann mit 1,5 : 0,5 gegen Ungarn.
Deutschland 3 kann mit ihrem Ergebnis sehr zufrieden sein, denn Slowenien 2 ist ganz klar ein starker Gegner und dank eines Sieges von Annmarie Mütsch holte das Team einen Mannschaftspunkt.

Das Gleiche gilt für Deutschland 4, die aufgrund eines Sieges von Vitalia Khamenya gegen die an 1 gesetzten Serbinnen zu einem Mannschaftspunkt kamen. Tschechien gewann gegen die Slowakei und die israelische Mannschaft gewann klar 2 : 0 gegen die Türkei.

Im U12 Open machte Israel schnell Druck auf die Türkei, denn Israel konnte recht souverän und schnell die 2,5-Führung, am Ende ging es 3-1 aus, gegen Deutschland 2 vermelden. Zwar hielten die ersten beiden Deutschen Bretter Remis, doch an 3 und 4 sahen die Gastgeber keinen Stich und mussten sich geschlagen geben. Damit ist das Turnier für Deutschland 2 vorbei, denn morgen, in der eigentlich letzten Runde muss das junge Team aussetzen.

Viele Erfahrungen wurden gesammelt, jeder hat gemerkt, dass die internationale Konkurrenz stark ist und alle nehmen genug Dinge mit nach Hause an denen man in Zukunft arbeiten kann.

Die Türkei hatte immense Probleme gegen die Weißrussen. Beide Schwarzbretter geben sehr früh auf, da sie von ihren Gegner überspielt worden waren. Deutlich länger hielten sich die türkischen Weißbretter. Und sie hielten sich nicht nur, sondern kreierten auch echte Gewinnchancen. Doch die weißrussische Gegenwehr war zu stark. Die Türkei verlor sogar 3,5 : 0,5! Das bedeutet, dass Israel nun alleine mit 11 Mannschaftspunkten führt und es morgen in den eigenen Händen hat Europameister zu werden.
Deutschland 3 bekam heute einen gebrauchten Tag angedreht. Gegen Frankreich lag die Mannschaft schnell zurück und bekam auch danach kein Bein auf den Boden. Am Ende hieß es 3,5 : 0.5 gegen die equipe tricolore.
Deutschland 1 konnte gegen die starke Mannschaft aus Ungarn ein 2:2 erreichen, dank eines Sieges an Brett von Franziskus Leopold Wagner.

In der U12 weiblich ist die Entscheidung noch nicht gefallen. Ungarn gewann gegen Deutschland 3 mit 1,5 : 0,5 und behielt damit den 2 Mannschaftspunkte-Abstand bei, denn Deutschland 1 agierte souverän und gewann 2 : 0 gegen Frankreich. Deutschland 2 ließ heute ihr Spitzenbrett Saskia Pohle pausieren und erreichte trotzdem ein gutes 1 : 1 gegen Tschechien. In der U12 weiblich wird die Entscheidung also morgen fallen. Ein Mannschaftspunkt würde dem deutschen Duo reichen, um erster Europameister in dieser Altersklasse zu werden!

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