Karl Hess feiert heute seinen 100. Geburtstag – und ist kein bisschen schachmüde

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Markus Angst – Heute Freitag feiert Karl Hess, ältestes Mitglied des Schweizerischen Schachbundes (SSB), seinen 100. Geburtstag – wozu wir ihm herzlich gratulieren! «Schach hält mich geistig fit», sagt der pensionierte Bankangestellte, der zusammen mit seiner Gattin im Altersheim Horgen lebt.

Der 100-Jährige, der immer noch Schach spielt. «Schach hält mich geistig fit», sagt Karl Hess.

Noch immer sitzt Karl Hess regelmässig am Brett in seinem Stammverein Wädenswil, dem er seit sieben Jahrzehnten angehört und in dem er einige Jahre als Aktuar gewirkt hat. Insbesondere von den Blitzturnieren lässt der rüstige Rentner, dem das Schachspiel auch im hohen Alter noch sichtlich Spass macht, kaum eines aus.

Karl Hess ist auch Mitglied der Schweizer Schach Senioren (SSS). 1984 bestritt er auf der Schatzalp sein erstes Seniorenturnier – und wurde gleich Zweiter. Bis 2015 hat er an 92 Turnieren teilgenommen. «Ich habe diese zusätzliche Spielgelegenheit ausserhalb des Vereins immer sehr geschätzt», unterstreicht er den hohen Stellenwert der SSS-Anlässe.

Für ihn, der einst als Viertklässler über seinen Onkel zum Schach gekommen ist, hat das königliche Spiel immer noch einen grossen Stellenwert. So stellt er oft sein Brett auf, um kommentierte Partien aus dem «Tages-Anzeiger» und dem Bulletin der Schweizer Schach Senioren nachzuspielen. «Am liebsten schaue ich mir natürlich Gewinnpartien unseres Präsidenten Karl Eggmann an», sagt Karl Hess schmunzelnd.

Neckisches Detail: 2002 war Karl Hess bei der Aufnahme von Karl Eggmann in die Seniorenvereinigung einer der beiden Göttis. Denn seinerzeit brauchte man noch zwei Referenzen, um den Schweizer Schach Senioren beitreten zu können – ein alter Zopf, der mittlerweile abgeschnitten wurde.

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