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Von GM Gerry Hertneck – Der FIDE steht auf dem Kongress im Oktober eine Zeitenwende hervor: nach fast einem Vierteljahrhundert vollzieht sich ein Führungswechsel an der Spitze. Wir erinnern uns: im Jahre 1995 (!) bewarb sich ein junger Mann aus dem Land der Mücken im Alter von nur 33 Jahren um das Amt des Präsidenten; sein Name: Iljumschinow. Er wurde mit breiter Mehrheit gewählt, und konnte in den folgenden Zyklen sein Amt mehrfach erfolgreich verteidigen – unter anderem gegen die Ex-Weltmeister Anatoli Karpow (2010) und Garry Kasparow (2014). Was dann geschah, ist allgemein bekannt: er kam auf die Sanktionsliste der USA, weil die russische Bank, an der eine Beteiligung hat, Geschäfte mit dem sanktionierten Iran machte. Da verstehen die Amis keinen Spaß. Dies wiederum nahm die Schweizer UBS zum Anlass, das Konto der FIDE zum 30. April 2018 zu kündigen, um nicht selbst in den Strudel der politischen Grabenkämpfe mit hineingezogen zu werden. Weitere Hintergründe zum FIDE-Konto findet man unter https://de.chessbase.com/post/ubs-kuendigt-fide-konto.

Emotionale Sitzungen des Präsidiums

Das FIDE Präsidium beschloss am 10. April 2017 in einer außerordentlichen und aufsehenerregenden Sitzung, dass der amtierende Präsident nicht länger berechtigt sei, die FIDE zu vertreten.
Die Vertretung der Organisation wurde zugleich dem Vize und Leiter des FIDE-Sekretariats in Athen, dem langjährigen Geschäftsführer Makropoulus übertragen. Weitere sehr ausführliche Informationen zu den internen Auseinandersetzungen sind unter der Überschrift „Das Schisma zwischen Kirsan Iljumschinow und dem FIDE Präsidium“ der folgenden Übersicht zu entnehmen, in denen die Akteure sich heftig streiten, mit Schmutz bewerfen, und nebenbei mit fürs Schach ausgegebenen Millionen prahlen: https://fide.com/component/content/article/1-fide-news/10824-the-schism-between-kirsan-ilyumzhinov-and-the-presidential-board.html

Interessant ist dabei folgende Erzählung von „Makro“, als er auf finanzielle Unregelmäßigkeiten angesprochen wurde: „Die Wahrheit lautet, dass jeder weiß, dass ich 2014 ein ernstes (gesundheitliches) Problem hatte. Ich musste mich einer Operation unterziehen, und benötige immer noch Behandlungen, weil der Krebs leider eine Krankheit ist, die nicht von einem Tag auf den anderen geheilt ist. Als Kirsan davon hörte, dass ich im Krankenhaus bin, tat er etwas sehr Gutes: er überwies 100.000 Dollar an die FIDE, und sagte, das Geld sei für meine Behandlung bestimmt. Die FIDE eröffnete ein Konto und zahlt über dieses die Rechnungen direkt an das Krankenhaus und die Ärzte.“ Iljumschinow hätte dann später behauptet, dass er dieses Geld nie für diesen Zweck überwiesen habe, woraus ihm jetzt ein Strick gedreht werde. (Quelle: Minutes of the 88th FIDE Congress Executive Board Meeting Goynuk, Antalya, Turkey 13-14 October 2017, Page 6).

Auf derselben Sitzung führte der noch amtierende Präsident Iljumschinow folgendes aus: „Gegen mich wurden Sanktionen von einem (einzigen) Staat der Welt verhängt. Doch ich sitze nicht im Gefängnis, ich wurde in keinem Punkt angeklagt, ich antwortete auf alle Fragen der USA, des FBI, der CIA in London, Paris, Zürich und Moskau. Ich zeigte ihnen meine 40 Pässe (sic! D.A.), und 1.500 Auslandsreisen. Ich schrieb einen offiziellen Brief an den Direktor des FBI, in dem ich angeboten habe, in Washington an einem Lügendetektor auszusagen. Letztes Jahr reiste ich zu diesem Zweck nach London, wo das FBI eine Filiale hat, um mich einem Lügendetektortest zu unterziehen, aber sie zogen sich zurück. Ich schrieb einen Brief an den amerikanischen Präsidenten, und bat ihn, wenn die USA noch ein demokratisches Land sei, um eine Einladung mit der Bitte, mir zuzuhören. Falls ich etwas Böses getan hätte, und die US-Gesetze verletzt hätte, wäre ich bereit, ins Gefängnis zu gehen. Aber wenn das amerikanische Schatzamt einen Fehler begangen hätte, sollten sie sich bei mir entschuldigen, das war meine einzige Forderung (…) Mein Anwalt Robert Amsterdam meint, dass ich in öffentlichen Sitzungen im US-Senat oder im US-Repräsentantenhaus sprechen könne. (…) Deshalb, wenn ich in der Vergangenheit jemanden verletzt haben und Fehler begangen haben sollte, bitte akzeptiert meine Entschuldigung. All meine Arbeit seit 1995 war transparent und ihr alle habt dies nachverfolgen können. Ich opferte meine Zeit, meine Gesundheit, mein Vermögen, nicht um mich selbst zu inszenieren, sondern um unser Schach zu fördern und voranzubringen.“ (selbe Quelle wie o.a.).

In einer noch stürmischer verlaufenden Sitzung des Boards vom März 2017 fasste Iljumschinow die Lage aus seiner Sicht zur kontroversen Diskussion über den WM-Ausrichter AGON wie folgt zusammen: „Seit 22 Jahren arbeite ich für die FIDE, und verteidige die Interessen der FIDE. In all diesen 22 Jahren habe ich Geld gezahlt. Ich frage meine Freunde, und weil die FIDE mein Leben ist, spiele ich keine schmutzigen Spielchen. AGON zahlt kein Geld an mich, sondern ich zahle Geld an AGON. Ich organisierte die WM über die Jahre in mehreren Städten, und nun beschuldigt man mich übler Machenschaften. Welche Machenschaften? Dass ich hunderttausende von Dollar, Millionen von Dollar an die FIDE überwiesen habe! Als die FIDE 1995 große finanzielle Probleme hatte, und ich von Campomanes gefragt wurde, überwies ich zwischen 100.000 und 150.000 an die FIDE, obwohl ich noch gar nicht Präsident war. Und im Jahr 1994 traten Kasparow und Makarow an mich heran, und baten mich um 1 Million Dollar, um die Generalversammlung und die Olympiade in Moskau im Cosmos-Hotel abzuhalten (nachdem Athen ausgefallen war). Und ich gab Ihnen Geld, erst 100.000 Dollar von meiner Bank. Und im September 1994 überwies ich von meinem Konto 1 Million Dollar an das Organisationskommittee in Moskau. Ich wurde erst im November 1995 zum FIDE-Präsidenten gewählt, aber schon damals versuchte ich, der FIDE zu helfen.“

Quelle: Minutes of the 1st quarter Presidential Board meeting Athens, Greece 25-26 March 2017, Page 9.

Verbittertes Fazit von Iljumschinow: wieso werde ich von allen Seiten zum Rücktritt gedrängt, obwohl ich so viel für die FIDE getan habe?

Die Sitzung schließt in einem sehr emotionalen Moment mit den folgenden Worten des Amtsinhabers: „Ich ziehe mich zurück, ich lege mein Amt nieder. Ich arbeite seit 22 Jahren für die FIDE und werde nun beschuldigt, schmutzige Spielchen zu spielen. Ich habe Hunderte von Millionen (sic. D.A.) ausgegeben. Meine Eltern sagen, ich sei verrückt. Ja ich bin verrückt, weil ich Makropolous traute. Ich traute allen. Danke, danke, danke meine Freunde. Wenn mich jemand fragt, dann helfe ich allen Föderationen. Ich versorge auch AGON. Jeden und Alle. Ich stelle alles Geld bereit. Ich würde alle Föderationen unterstützen, aber nicht diese Menschen (gemeint sind wohl einige Kritiker). Darauf Exekutivdirektor Nigel Freeman trocken: Die Sitzung ist geschlossen. (selbe Quelle wie o.a.).

Ein Zwischenresümee

Wir fassen zusammen: Seit über 20 Jahren ist der Weltverband im Schach in chronischer Geldnot, und wurde nur durch Infusionen seines Präsidenten am Leben gehalten. Zumindest wenn man seinen Schilderungen glauben darf. Doch wie sollte es anders sein? Man möge auch bedenken, dass in diesem Zeitraum alle (teuren) FIDE-Veranstaltungen unter Dach und Fach gebracht wurden. Das System Iljumschinow funktionierte erst dann nicht mehr, als die FIDE von den USA sanktioniert und das Konto in der Schweiz aufgelöst wurde.

Übrigens hat dies dazu geführt, dass die Beiträge der Mitglieder an die FIDE derzeit zum Großteil zurückgehalten wurden. FIDE-Schatzmeister Prof. Adrian Siegel führt hierzu folgendes aus: Viele Föderationen waren nicht in der Lage, ihre Beiträge zu bezahlen, weil bekanntlich unser Schweizer Bankkonto geschlossen wurde. Des Weiteren hat umgekehrt auch die FIDE Schulden bei einigen Föderationen. Die FIDE sieht daher davon ab, eine aktuelle Liste der Schuldner zu publizieren. (Tatsächlich aber ist eine ältere Liste der Schuldner zu finden unter https://ratings.fide.com/arrears.phtml, auf der hauptsächlich afrikanische aber auch einige südamerikanische Staaten stehen). Eine Situation, in der die Mitglieder technisch daran gehindert werden, ihre Beiträge zu überweisen, ist in den FIDE-Statuten nicht vorgesehen, und muss daher flexibel gehandhabt werden.

Zuvor drohte die Situation bereits zu eskalieren, als der Präsident des russischen Schachverbands Filatow seine Besorgnis äußerte, dass einige Verbände vom kommenden Kongress ausgeschlossen werden könnten, wenn sie nicht bis zum 23. Juli ihre ausstehenden Beiträge entrichtet hätten. Die FIDE antwortete im Gegenzug, dass keine Föderation wegen ausstehender Beiträge von der Generalversammlung ausgeschlossen werde, siehe https://fide.com/component/content/article/1-fide-news/11040-federations-cannot-be-excluded-from-elections-due-to-debts.html

Mit Spannung erwarteter Kongress

Doch wie geht es nun konkret bei der FIDE weiter? Die Schachwelt starrt gebannt auf die nächste FIDE-Olympiade die am 23. September in Batumi, Georgien startet. Arbeitet man sich auf der Homepage zum parallel stattfindenden FIDE-Kongress vor, findet man folgenden unübersehbaren Hinweis:

https://batumi2018.fide.com/en/congress

Wie bitte? Heute, der Tag, an dem dieser Text geschrieben wird, ist der 18. August, und die Olympiade samt dem Kongress soll bereits am 23. September starten, ohne dass Details veröffentlicht sind? Weder auf der Seite der Ausrichter noch bei der FIDE?

Aber doch, wenn man tiefer gräbt, findet man unter einer Verlinkung ein 25-seitiges PDF, in dem am Ende der Broschüre der Zeitplan für den FIDE-Kongress enthalten ist. Daraus ergibt sich, dass das vorbereitende „Executive Board“ am 1. Oktober 2018 im Hilton Hotel in Batumi tagt, und die Generalversammlung mit den Wahlen vom 3. bis 5. Oktober abgehalten wird.

Quelle: https://fide.com/images/stories/NEWS_2018/FIDE_NEWS/Olympiad/Batumi_Chess_Olympiad_Invitation.pdf, Seite 22 bis 25.

Werden wir also am Nachmittag des 5. Oktobers erfahren, wie der neue FIDE-Präsident heißt? Ehrlich gesagt, ich bin mir nicht sicher. Zu stürmisch waren die letzten 1,5 Jahre, als dass man erwarten dürfte, dass sich die Verhältnisse wieder so leicht einrenken lassen.

Die Kandidaten im Vergleich

Der schwächste Kandidat ist ohne Zweifel Nigel Short mit seiner Kampagne cleanhands4FIDE.
Besucht man seinen Webauftritt, dann reibt man sich verwundert die Augen. 190 Föderationen haben sich in Batumi angemeldet, und davon haben aktuell nur 5 vorab erklärt, dass sie für GM Short stimmen werden. Na Prima! Und dann gleich so bedeutende wie Macau, Zimbabwe, Nigeria, Neuseeland und Papua-Neuguinea. Nachzulesen unter https://www.cleanhands4fide.org/ .

Kleiner Seitenhieb: sollte sich Shorts Kampagne nicht besser umbenennen in clean&empty hands?

Für die weitere Betrachtung sind also nur die konkurrierenden Tickets unter Führung von Platzhirsch Makropolous und dem Herausforderer Dworkovich relevant.

Dworko wer – mag sich mancher fragen? Nun ich kannte ihn auch nicht, aber er ist sehr prominent. Laut Autobiographie wurde er 2012 zum russischen Vizepremierminister unter Medwedew ernannt – ein Amt, das er mittlerweile abgegeben hat. Des Weiteren war er bereits seit 2007 Vizepräsident des russischen Schachbunds, und organisierte zwei Schachweltmeiterschaften, und zwar Moskau 2012 und Sotschi 2014, zwei Frauen-WMs (Khanty-Mansisk 2012 und Sotschi 2015), sowie drei Kandidatenturniere (Kazan 2011, Khanty-Mansisk 2013 und Moskau 2016). Das ist doch eine beeindruckende Bilanz!

Doch es gibt noch weitere Aspekte, die für ihn sprechen: es ist kaum zu glauben, aber er ist noch keine 50 Jahre alt! Das heißt, er ist relativ und jung dynamisch, und steht eben nicht für die Fortsetzung der verkrusteten Strukturen in der FIDE. Nebenbei gesagt, er wirkt auf dem Photo auch sehr sympathisch. https://fide2018.com/biography

Der Autor dieser Zeilen glaubt, dass dies der richtige Neuanfang für die FIDE wäre, allerdings gibt es derzeit wohl nur 14 offizielle Unterstützer, die da lauten: Aserbeidschan, Weißrussland, Burkina Faso, Frankreich, Ghana, Irak, Moldawien, Mongolei, Nicaragua, Qatar, Russland, Sudan, Togo, Tunesien.

Es gibt auch einen kleinen Skandal, denn es wird gemunkelt, dass die russische Regierung über ihre Botschaften über diplomatische Kontakte für mehr Unterstützung ihres Wunschkandidaten zu sorgen. Ein Vorwurf, den Dworkowitsch bestreitet, der aber auch nicht ganz aus der Luft gegriffen erscheint. Doch FIDE-Wahlen waren schon immer eine Schlammschlacht, und so sollte dies eine lässliche Sünde sein. Letztlich entscheidet jeder Schachverband selbst, wen er unterstützt.

Einzig sein Team kommt mir ein wenig überraschend vor. Zwei Kandidaten kenne ich persönlich und habe auch schon Turniere bzw. Partien mit ihnen gespielt: der französische GM Bachar Kouatly und der peruanische GM Granda Zuniga als Vizepräsidenten. Hm, grundsätzlich habe ich meine Zweifel, ob Schachgroßmeister und aktuelle oder ehemalige Schachprofis die richtige Wahl sind, um die organisatorische Ebene der FIDE zu repräsentieren, aber dies soll bitteschön an höherer Stelle gewürdigt und entschieden werden.

Nachtrag zu Kouatlys Vita: wie Wikipedia zu entnehmen ist, ist er seit Dezember 2016 Präsident des Französischen Schachbunds (FFE) sowie auch Chefredaktuer der führenden Schachzeitung “Europe Echecs”. Er ist also bestens vernetzt im französischen Schach. Hinzu kommt noch, dass er seit etwa 10 Jahren im Investmentbereich tätig ist, wie folgendem Link zu entnehmen ist.

Doch nun zum Ticket des Amtsinhabers. Also nicht Iljumschinow, der nicht mehr kandidiert, sondern Makropolous, der langjährigen Nummer Zwei der FIDE. „Makro“ lässt seine Amtszeit für die FIDE wie folgt Revue passieren (https://fideforward.org/makropoulos/):

1986-1990: Vizepräsident der FIDE
1990-1996: Generalsekretär der FIDE
1996 – heute: Stellvertretender Präsident der FIDE

Stolz wird auf der Homepage vermeldet, dass bereits 64 Nationen ihre Unterstützung für den Quasi-Amtsinhaber bekundet haben. Da es so viele sind, verzichte ich auf eine Aufzählung, und verweise stattdessen auf die abgebildeten Flaggen unter https://fideforward.org/nominations/.

Geht man von 190 Stimmberechtigten aus, entspricht dies einer Quote von rund 33 Prozent. Zum Sieg benötigt wird die absolute Mehrheit – da fehlt also nicht mehr viel. Und doch wundert mich diese breite Unterstützung. Und zwar aus folgenden Gründen:

  1. Mit 64 Jahren bereiten sich die meisten auf ihren Ruhestand vor, und streben nicht eine weitere Amtszeit über 4 Jahre an. Kann hier jemand nicht vom Amt loslassen? Noch lustiger: ausgerechnet am 29.09.18, also kurz vor den Neuwahlen wird er 65 – das sollte selbst in Griechenland dafür reichen, in den Ruhestand versetzt zu werden. Ja – es gab schon ältere Präsidenten in der Geschichte der FIDE, aber sollten wir nicht besser auf dynamische Kräfte setzen?
  2. Bereits einleitend wurde darauf hingewiesen, dass „Makro“ selbst im Präsidium erklärt hat, dass sein Gesundheitszustand nicht der beste ist. Kann er wirklich noch eine ganze Amtszeit durchstehen?
  3. Wie gesagt, seit rund 23 Jahren lenken Iljumschinow und Makropolous gemeinsam die Geschicke der FIDE. Makro ist sogar seit über 30 Jahren dabei. Ist nicht nach so langer Zeit der Wunsch nach einem Neuanfang verständlich?
  4. Man denke an all die negativen Pressemeldungen, die sich die FIDE über die Jahre und Jahrzehnte immer wieder eingefangen hat. Auch aus dieser Perspektive wäre ein Neuanfang mit frischen Gesichtern zu begrüßen.
  5. Russland ist bekanntlich eine starke Schachnation, also immer noch die stärkste der Welt, und ist im „Kabinett“ von Makro überhaupt nicht vertreten. Logisch, da er in Opposition zum russischen Ticket steht. Und doch keine gute Wahl, Russland von der Führung im Weltschach ganz auszuschließen.
  6. Konkurrent Dworkowitsch ist ein Mann des Establishments, und kann der Schachwelt vielleicht neue Horizonte eröffnen, auch wenn es momentan wegen der US-Sanktionen noch Probleme geben könnte. Ich denke nicht, dass „Makro“ ihm in dieser Hinsicht das Wasser reichen kann.

Und wie sieht das die Makro-Seite? Wieso soll man sein Team wählen?

  1. Er ist loyal zur FIDE und ehrbar.
  2. Er hat große Erfahrung und kann die politische Unabhängigkeit der FIDE sichern.
  3. Er ist seit 36 Jahren in der Schachadministration.
  4. Er hat seine Führungsstärke bei der FIDE bewiesen.
  5. Er hat ein tiefes Schachverständnis und hat 2 Schacholympiaden organisiert.
  6. Er verfügt über ein Team von talentierten Mitarbeitern, denen alle Föderationen vertrauen können.

Quelle: https://fideforward.org/program/

Wie es auch immer ausgeht, in den kommenden Monaten fallen viele wichtige Entscheidungen im Weltschach:

  • Neuwahl des FIDE-Präsidiums Anfang Oktober
  • Evtl. Verlegung des Sitzes des FIDE-Sekretariats
  • Im Anschluss Ordnung der Finanzen der FIDE
  • Schachweltmeisterschaft in London im November
  • Danach wohl die Entscheidung, ob die umstrittene Firma AGON weiter die Weltmeisterschaften ausrichten darf.

Ich denke, wir dürfen gespannt sein auf die Ergebnisse!

 

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