Ein Feuerwerk zu Sylvester

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Hastings ist in jeder Hinsicht ein geschichtsträchtiger Ort. Zunächst war die Gegend um Hastings im Jahre 1066 Schauplatz einer historischen bedeutenden kriegerischen Auseinandersetzung, die die Geschichte der Insel schlagartig veränderte. Seit 1882 fanden dort immer wieder Schachturniere statt, die 1895 ihren ersten Höhepunkt hatten, als dort die damalige Weltelite ihr Stelldichein gab. Ab 1920 wurden dort jährlich zum Jahreswechsel Turniere abgehalten, zu denen auch ein Rundenturnier von Meisterspielern gehörte. Studiert man die Lister der Sieger, so findet man viele klangvolle Namen. Hierzu zählen die Ex-Weltmeister Euwe, Aljechin, Smyslov, Tal, Botwinnik, Karpov und Spassky, genauso wie die Schach-Grössen Keres, Kortchnoi, Gligoric, Bronstein, Reshevsky und viele andere.

Aus deutscher Sicht, dies ist erfreulich, gab es zwei Spieler, die sich in die Siegerliste eintragen konnten. Zum einen Wolfgang Unzicker, welcher dieses Turnier zur Jahreswende 1950/1951 gewann und Wolfgang Uhlmann, der alleine 1958/1959 erfolgreich war. Dazu gesellen sich dann noch die Co-Siege aus den Jahren 1965/1966 und 1975/1976. Nun was den Dresdner zu solchen Taten anstachelte, wissen wir nicht, die englische Küche kann es definitiv nicht gewesen sein. Vielleicht verstand er es ja mit der Seebrise besser auszukommen, als es seinerzeit Siegbert Tarrasch 1895 hinbekommen hatte.

Bei der Auflage zur Jahreswende 1972/1973 kam es zu einem erneuten Widertreffen mit dem Dänen Bent Larsen, gegen den er im Jahr zuvor im Viertelfinale des Kandidatenturniers unterlegen war. Die Partie wurde am 31.12.1972 gespielt und ähnelte phasenweise einem Feuerwerk, dabei fing alles so harmlos an. Zum Turniersieg reichte es nicht, am Ende wurde Wolfgang Uhlmann zweiter, nur einen halben Punkt hinter Bent Larsen.

Ich wünsche viel Spass beim Studium der Partie!

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