Tok, tok, tok: Besser Schach spielen dank Specht-Prinzip

  • 9
    Shares

Wer beim Schach besser werden möchte und sich fragt, wie das geht, der wende sich an den schwedischen Großmeister Hans Tikkanen. Der hat nämlich jetzt eine unfehlbare Methode präsentiert, die viele Schachspieler preisen und die auch bei ihm selbst zum Erfolg geführt hat: Das Specht-Prinzip („The Woodpecker Method“).

GM Hans Tikkanen. (Foto: Lars OA Hedlund)

Mit seinem Großmeisterkollegen Axel Smith(Autor ebenfalls gepriesener Bücher wie „Pump up your Rating“ und „e3 Poison„, die auf dieser Seite bei Gelegenheit näher vorgestellt werden) hat Tikkanen aufgeschrieben, wie das Specht-Prinzip funktioniert und liefert das komplette Trainingsprogramm noch dazu. „The Woodpecker Method“ ist eines der heißesten Schachbücher auf dem Markt, seitdem es dieses Jahr erschien.2010 war Tikkanen schon seit Jahren Internationaler Meister, als er seine Methode ersann und sie beim Training konsequent anwandte. Wenig später gelang es ihm, binnen sieben Wochen drei Großmeisternormen zu erzielen, sich den höchsten Titel im Schach zu sichern und seinen Elo auf 2.600 zu schrauben.

Das Ei des Kolumbus? Ja und Nein.

Wie jedes andere Trainingsprogramm ist auch das Specht-Prinzip mit Arbeit verbunden. Wer hofft, sich das Buch unters Kopfkissen legen zu können, und dann werden die Elopunkte schon irgendwie ins Gehirn einsickern, der wird mit diesem und jedem anderen Schachbuch keinen Erfolg haben. Aber wer dranbleibt, der sollte bald Fortschritte verbuchen, vielleicht sogar, wer weiß, drei GM-Normen binnen zwei Monaten.

Im Prinzip basiert das Specht-Prinzip darauf, Folgen von nach Schwierigkeit und Thema sortierten Taktikaufgaben wieder und wieder zu lösen, und das immer schneller unter Zeitdruck. Wer das durchzieht, so Tikkanen, der schärft am Brett seine taktische Schlagkraft, seine Intuition und begeht obendrein weniger taktische Fehler. Wenn wir uns vor Augen führen, dass selbst auf der Meisterebene die Mehrzahl aller Schachpartien durch taktische Fehler entschieden wird, dann ahnen wir, welche Spielstärkesprünge so ein Trainingsprogramm ermöglicht.

Weiterlesen auf “Perlen vom Bodensee”

Print Friendly, PDF & Email

  • 9
    Shares

2 thoughts on “Tok, tok, tok: Besser Schach spielen dank Specht-Prinzip

  1. Hallo Bruno,

    Diese sogenannte Methode gibt es schon seit Jahrzehnten. Alter Wein aus neuen Schläuchen. Das erste größere Publikum erreichte damit Blokh und als Software findet man diese Methode, ebenfalls seit vielen Jahren, unter dem Namen CT-Art und auch einen Ableger der sich Chessimo (ehemals PCT-PersonalChessTrainer) nennt.

    Nun kommt ein Autoren-Duo auf die geniale Idee, diese bekannte Methode unter dem Namen Woodpecker zu vertreiben. In ein paar Jahren haben wir dann wieder einen neuen Namen.

    Der Inhalt der Lektüre ist trotzdem gut, aber leider nur als unhandliches schweres Hardcover-Buch erhältlich. Unterwegs und zwischendrin mal ein paar Aufgaben zu lösen klappt nicht.

    Aber genug der Besserwisserei. 😛

  2. In dem Beitrag steht (weiter unten, auf der Schachperlenseite) “Obendrein ist ihm [Tikkanen] noch ein Name eingefallen, der hängen bleibt. „The Woodpecker Method” …”. Dazu ist anzumerken, dass “Tikka” der finnische Name für Woodpecker bzw. Specht ist. Für Tikkanen als Schwede war diese Namensgebung also relativ naheliegend. Publik gemacht wurde die Woodpecker-Methode übrigens zuvor schon von Tikkanens Ko-Author Axel Smith in “Pump up your Rating”. Jetzt aber genug der Besserwisserei! 😉

Kommentare sind geschlossen.