Bundesliga: Eine Chronik der Stichkämpfe

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Autor: IM Georgios Souleidis – Seit der Einführung der eingleisigen Schachbundesliga im Jahr 1980 gab es erst drei Stichkämpfe um die deutsche Meisterschaft. Bevor am 24. Mai die Saison 2017/18 durch das Duell zwischen der OSG Baden-Baden und SG Solingen entschieden wird, gehen wir zurück in die Vergangenheit.

Die Schachbundesliga, so wie wir sie jetzt alle kennen, existiert seit der Saison 1980/81, also seit 38 Jahren. Mangelnde Kontinuität kann man dem Deutschen Schachbund und später dem Schachbundesliga e.V. dementsprechend nicht vorwerfen. Zu Beginn der eingleisigen Schachbundesliga waren Solingen, damals Solinger SG 1868, und die SG Porz die dominierenden Mannschaften und beschlossen die Saison 1980/81 gleichauf mit 27:3 Punkten. Es kam also direkt zu einem Stichkampf. Im Gegensatz zu heute saßen bei beiden Mannschaften nur zwei ausländische Großmeister an den Brettern, u.a. mit Boris Spassky auf Solinger und Vlastimil Hort auf Porzer Seite sehr nahmhafte Spieler. Obwohl Spassky gegen Robert Hübner verlor, setzte sich Solingen klar mit 5,5:2,5 durch.

Stichkampf 1980/81: Solinger SG 1868 – SG Porz 5,5:2,5

Es vergingen ganze 23 Jahre, bevor nach der Saison 2003/04 wieder ein Stichkampf die deutsche Meisterschaft entscheiden musste. Baden-Baden, damals noch SC Baden-Oos, und die SG Porz beendeten die Saison mit 28:2 Punkten. Porz hatte zwei Brettpunkte mehr auf dem Konto, der Kampf fand aber in Baden-Baden statt. Die Mannschaften waren nominell etwa gleichstark und dementsprechend verlief das Duell sehr spannend. Viswanathan Anand und Francisco Vallejo Pons gewannen an den oberen Brettern für Baden-Baden, doch an den hinteren Brettern, an denen Porz besser besetzt war, holten Alexander Graf und “Mr. Bundesliga” Rafael Vaganian entscheidende Siege für Porz. Hinzu kam der Sieg von Loek van Wely gegen Alexei Shirov an Brett zwei, so dass Porz das in seiner zweiten Bundesliga-Saison aufkommende Baden-Baden mit 4,5:3,5 gerade noch in Schach halten konnte.

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