So nicht meine Herren!

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Nun sind die Würfel gefallen, wir können uns anmelden, mit dem heutigen Datum ist dies möglich. Doch was müssen wir hier lesen? Von sieben Qualifikationsturnieren und dem Finaltermin, sind bis dato nur 6 Qualifikationsturniere bekannt. Verantwortlich hierfür sind der DSB-Präsident Ullrich Krause und der neue starke Mann auf der Geschäftsstelle Dr. Marcus Fenner, ein erfahrener Organisator aus den USA.

Verläuft die Anmeldung noch wie gewohnt, erfolgt gleich die nächste Überraschung. Die Teilnehmer werden höflichst aber bestimmt gebeten ihr Hotelzimmer selbst zu buchen. In dem einem Fall findet man einen Link zum Hotel, in dem anderen Fall nur eine Email-Adresse des Hotels. Doch nicht nur das!

Der Hotelgutschein, der jetzt weggefallen ist, entpuppt sich als reine Mogelpackung. Das Mitbringen von eigenen Getränken im Turniersaal ist nach wie vor nicht erlaubt. Somit bleibt den Teilnehmern nur die Möglichkeit wieder auf das Angebot des Hotels zurückzugreifen und mit Bargeld zu bezahlen. Man darf nun davon ausgehen, dass man länger in der Warteschlange steht als bisher, dies zu Lasten der eigenen Bedenkzeit. Über die möglichen Preise möchte man dabei gar nicht erst nachdenken. Teilnehmer mit Kindern hätten sich hier sicherlich eine andere Lösung gewünscht.

Durch die nicht verständliche Anordnung der neuen Spielorte und die neuen höheren Hotelpreise entstehen den Teilnehmern nun wesentlich mehr Kosten, was den einen oder anderen zu der Entscheidung veranlassen könnte, nicht mehr am Turnier teilzunehmen.

Vollgestopfte Autobahnen als auch horrende Bahnpreise kommen noch dazu. So konnten z. B. Teilnehmer aus dem Ruhrgebiet oder aus Bremen in der Vergangenheit während des Turniers pendeln und so Ihre bisherigen Zielorte Brühl bzw. Hamburg anfahren. Dies ist nun für viele Familien nicht finanzierbar, somit läuft die Veranstaltung Gefahr, ein Treffen für Besserverdiener zu werden!

Willkommen in der Servicewüste des DSB! Besser kann man seine Bereitschaft für den Breitensport nicht zum Ausdruck bringen. Turnierseite

Nachtrag:

Fallstrick Stornogebühr

Leihen wir uns einen Spruch aus einem Karl-May-Film aus. “Und nun kommt das Allerbeste…“, soll heißen das Wichtigste. Die Botschaft an alle, die eine Teilnahme in Betracht ziehen, bitte beachtet im eigenen Interesse die Fallstricke bei der Hotelbuchung im Zusammenhang mit der Stornogebühr.

Man fragt sich, warum weist der DSB nicht explizit auf diesen Fallstrick hin?

 Kostenloser Storno bis vorherkostenpflichtiger Storno / Nichtanreise
   
Koblenz3 Tage80,00%
   
Dresden7 Tage90,00%
   
Potsdam3 Tage100,00%
   
Magdeburg1 Tag vor Anreise bis 18 Uhr90,00%
   
Bad Wildungen7 Tage90,00%
   
Darmstadt7 Tage90,00%

Alle Angaben ohne Gewähr! Stand 19.09.2018!

Uwe Ritter

Vorherige Beiträge:

Hurra Hurra

DEUTSCHE SCHACH-AMATEURMEISTERSCHAFT 2018/19 IN DEN STARTLÖCHERN

DSAM-Skandal mal etwas anders

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22 thoughts on “So nicht meine Herren!

  1. WARUM SO NEGATIV, HERR RITTER?
    Schon seit längerer Zeit fällt vielen Schachfreunden auf, dass Uwe Ritter immer wieder alles schlecht redet, was der Vorstand des Deutschen Schachbunds und insbesondere das neue Organisationsteam der DSAM unternehmen, um diese wieder erfolgreich in Gang zu bringen.

    Wenn Herr Ritter mit den neuen Austragungsorten und Hotels nicht zufrieden ist, warum beschwert er sich darüber nicht bei seinem Duz-Freund Dirk Jordan?
    Der vom DSB gefeuerte frühere Turnierorganisator hat den ganzen Skandal durch seine unehrlichen Machenschaften ausgelöst, dadurch sowohl beim DSB als auch bei den H-Hotels „verbrannte Erde“ hinterlassen und genau damit offensichtlich verschuldet, dass die jahrelange gute Zusammenarbeit mit den H-Hotels zerstört wurde.

    Besonders deutlich wird Herrn Ritter’s unfaire Kritik beim Thema der angeblich neuen Stornogebühren. Wie die DSAM Ausschreibung 2017/18 beweist, hat es solche Gebühren SCHON IMMER gegeben:
    “Absagen sowie Änderungen von Übernachtungen werden nur bis 3 Tage vor der Anreise bis 18:00 Uhr kostenfrei akzeptiert. Bei späterer Stornierung werden den Gästen 90% des gesamten Preises berechnet, wenn die Zimmer nicht weiterverkauft werden können.”

    Warum alles immer nur schlecht zu reden, und Tausenden von Schachfreunden die Vorfreude auf die neuen DSAM-Turniere verderben?
    Herrn Jordan wird er so sicher nicht helfen können, seine massiven Probleme zu lösen, die dieser sich selbst eingebrockt hat.

  2. Hallo Herr TGrunwald,
    ob der sog. Skandal um Herrn Dr. Jordan und der Bruch mit dem Sponsor H+Hotels (vormals Ramada-Hotel) so zwingend notwendig war, kann ich abschließend nicht beurteilen. Das mögen die Gerichte klären und die zugesagte weitere Aufklärung durch den DSB. Weder das alte noch das neue Orgateam werden von mir persönlich kritisiert; ich finde ihren persönlichen Einsatz vielmehr lobenswert. Auch bin ich weder für noch gegen das DSB-Präsdium; noch für/gegen Herr Dr. Jordan. Ich kenne alle diese Herrn so gut wie gar nicht (außer von Siegerehrungen) und kann mir kein Urteil erlauben.
    ad 1) Mir ist klar, dass man in dieser Saison nicht mehr viel korrigieren kann. Meine konstruktiven Vorschläge richten sich in erster Linie auf die nächste Saison. Wenn aber noch ein Ort für ein Vorturnier und einer für das Endturnier nicht feststehen, kann man vielleicht in dieser Saison noch korrigieren. Wenn es richtig ist – was ich nicht beurteilen kann – auch die Verträge z.B. für Dresden noch nicht unterschrieben sein sollen – dann gibt es noch größeren Handlungsspielraum.
    ad 2) Es war schon vorher so, dass man sich das Hotel aussuchen konnte oder von zuhause anreisen konnte. Allerdings hat der DSB hier die Arbeit der Buchung etc. abgenommen und auch das Hotel für Schachspieler frei gehalten. Es ist optimal, wenn ein Hotel komplett von Schachspielern belegt wird. Daraus entsteht ja die berühmte familiäre Atmosphäre des DSAM. Wenn wirklich gute Preise ausgehandelt werden nebst keinen Parkgebühren/gute Storno-Bedingungen, werden die meisten Schachspieler dies nutzen und der Veranstalter kann gerne auch davon profitieren (sollte dies aber offenlegen).
    ad 3) Geschmäcker sind verschieden, stimmt aber m.E. objektiv nicht. Die bisherigen Ramada / H4 Hotels haben 4 Sterne Niveau und bessere Bewertungen als die jetzt ausgewählten (das gilt in jedem Fall für Brühl). Möglicherweise ist das Maritim Frühstück nebst Sekt ausgiebiger, aber das ist für Schachspieler, die um 9 Uhr konzentriert Schach spielen wollen, eher kontraproduktiv. Das Best Western Hotel Darmstadt (eigentlich Plaza) hat z.B. nur 3 Sterne. Dafür sind die Parkplätze wohl erstklassig und kosten 18 €/Tag, das macht bei 4 Tagen allein 72 €. Bei H+ z.B. Brühl, Leipzig etc. fallen dafür keine Kosten an. Wie in der Vergangenheit sollte DSAM hier die Verhandlungsmacht der vielen Buchungen nutzen. Da bisher ja wohl die Vermittlungsprovisionen nicht gegen die Hotelpreise gelaufen sind usw., dürften die Preise m.E. nicht höher werden als bisher.
    ad 4) Wenn man eine faire Verteilung der Hotels für die Vorturniere wählt und das Finale zentral in Deutschland ausrichtet, kann sich niemand beschweren. Wenn die Turniere so einseitig verteilt werden, ergeben sich im Durchschnitt zwangsläufig höhere Fahrtkosten, es sei denn, Leute aus z.B. Hamburg und NRW nehmen weniger teil als bisher. Im Einzelfall gibt es natürlich große Härten und auch Gewinner.
    ad 5) Das wurde m.E. so nicht gelebt. Auch sehr späte Stornierungen wurden kulant geregelt. Ramada/H+ war ja auch Sponsor. Aber 3 Tage wären auch etwas anderes als die jetzigen Regelungen.
    Fazit: Es geht nicht darum, etwas schlecht zu reden, sondern aufzuzeigen, wo für die nächste und übernächste Saison Verbesserungspotenzial ist.
    Ich z.B. nehme erst wieder teil, wenn es ein Vorturnier in NRW gibt. Ich bin auch nicht bereit, hohe Parkgebühren zu zahlen oder hohe Stornierungsgebühren zu riskieren (beruflich oder gesundheitlich kann immer etwas passieren und ich möchte für ein Schachturnier keine Reiserücktrittsversicherung abschließen). Auch zu einem Finale würde ich nur noch reisen, wenn es zentral in Deutschland liegt (6-7 Stunden (x2) Autofahrt ist mir einfach für 5 Partien zu viel). In Leipzig haben viele Leute nicht gespielt, die sich qualifiziert hatten und das war sehr schade. Ich spiele nicht wegen des Preisgeldes mit, aber auch, da dies (teilweise) meine Unkosten deckt. Auch die bisher sehr attraktiven Preise wurden noch nicht ausgelobt (ich habe die wertvollen Hotelgutscheine immer sehr gerne genutzt). Letztlich fehlt auch noch die zugesagte finanzielle Transparenz, die auch zu recht Uwe Ritter und Stefan Hütte eingefordert haben. Aber ich bin sicher, am Ende wird alles gut …. Denn wenn es nicht gut ist, ist es nicht das Ende 😉

  3. @ Detlev Wolter sagt: Mein Punkt ist auch nicht es allen gerecht zu machen, sondern die Vorturniere FAIR zu verteilen.

    Ihre Kritik an der “neuen DSAM” ist durchaus verständlich. Sie sollten aber berücksichtigen, dass es leider eine sehr unerfreuliche Vorgeschichte gab, welche massive Auswirkungen auf den erforderlichen Neuanfang hatte. Wie Ihnen wahrscheinlich bekannt ist, hat der frühere Organisator bei den alten Hotels ein totales Chaos hinterlassen (Kickbacks, Schmiergelder, Spendenquittungen, ….), so dass eine weitere Zusammenarbeit praktisch unmöglich war.
    Wer jetzt mit den neuen Spielorten unzufrieden ist, der sollte sich am besten beim Verursacher des ganzen Schlamassels Dirk Jordan beklagen, und nicht beim neuen Organisationsteam, welches im Grunde gar nichts dafür kann.

    Zur aktuellen DSAM Ausschreibung habe ich persönlich die folgende Meinung.
    1) Die leider nicht perfekte Anordnung der neuen Spielorte erklärt sich vermutlich aus der Tatsache, dass es in Deutschland nur eine begrenzte Anzahl von Hotels gibt, welche über die benötigten riesengroßen Säle verfügen. Diese muss man üblicherweise lange Zeit im Voraus reservieren.
    2) Die Buchung der Hotels erfolgt nun direkt durch die Teilnehmer, so dass jeder eine freie Wahl hat. Was ist daran schlecht?
    3) Der Vorwurf angeblich höherer Zimmerpreise erscheint mir nicht gerechtfertigt, denn die neuen Hotels sind im Vergleich zu bisher qualitativ höher positioniert. Außerdem kann sich jeder bei Bedarf eine günstigere Unterkunft suchen.
    4) Nicht ganz logisch ist auch das Argument angeblich weiterer Anfahrtswege. Für manche werden die Wege länger, für andere dafür kürzer, allen kann man es nicht recht machen.
    5) Bezüglich der Stornogebühren zeigt ein Blick in die alte DSAM Ausschreibung, dass es solche (üblichen) Gebühren schon immer gegeben hat.
    “Absagen sowie Änderungen von Übernachtungen werden nur bis 3 Tage vor der Anreise bis 18:00 Uhr kostenfrei akzeptiert. Bei späterer Stornierung werden den Gästen 90% des gesamten Preises berechnet, wenn die Zimmer nicht weiterverkauft werden können.”

    Meiner Meinung nach bringt es überhaupt nichts, alles immer nur schlecht zu reden, und einer Vielzahl Schachfreunden die Vorfreude auf die neue DSAM-Saison zu verderben. Meinen Sie nicht auch?

  4. Lieber Herr Peter,
    ich bin überrascht, dass Sie sagen, dass die Neuen Bundesländer in der Vergangenheit benachteiligt wurden. Das Gegenteil ist m.E. der Fall. In jedem Jahr fand mindestens 1 Vorturnier in den Neuen Bundesländer statt, oft nach ein zweites Vorturnier oder das Finale. In einigen Jahren gab es auch 2 Vorturniere in den Neuen Bundesländern und zusätzlich das Finale. Ich habe dies immer damit erklärt, dass Herr Jordan ja in Dresden beheimatet ist. Ich habe z.B. dieses Jahr für das Finale im dicken Berufsverkehr mehr als 6 Stunden benötigt, um in Leipzig anzukommen. Aber mindestens ein Vorturnier war zumindesten immer in der Nähe (für mich Brühl).
    Mein Punkt ist auch nicht es allen gerecht zu machen, sondern die Vorturniere FAIR zu verteilen.
    Mein konstruktiver Vorschlag: nach Mitgliederzahlen der Vereine des DSB. Wenn man bedenkt, dass NRW mit fast 18 Mio. € Einwohnern mehr Einwohner hat als die Neuen Bundesländer und Berlin zusammen (das ist sicherlich auch bei den aktuellen Mitgliederzahlen nicht völlig anders), ist es nicht fair, dass in den Neuen Bundesländern 3 Vorturniere angesetzt werden (in Sachsen mit 4 Mio. € Einwohner gleich 2) und in NRW kein einziges. Gleiches gilt für Norddeutschland und Bayern (fast 13 Mio. € Einwohner), die ebenfalls in der letzten Saison 1 Vorturnier hatten und jetzt nicht mehr). Mein konstruktiver Vorschlag für das Finale ist, es möglichst zentral anzusiedeln, dass es im Durchschitt für alle akzeptabel ist. Hier wäre m.E. die Region um Kassel geeignet. Während die Vorturniere in der Vergangenheit einigermaßen fair verteilt wurden, wurde der letzte Punkt nicht immer beherzigt, wie meine eingangs erwähnte Anfahrt nach Leipzig verdeutlicht. Zeimal habe ich beim Finale in Wiesbaden/Niedernhausen und Kassel teilgenommen und das war für alle akzeptabel, da in der geographischen Mitte Deutschlands.

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