Wer mit dem Feuer spielt …

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Vor der 19. von insgesamt 23 Partien sah der Stand an der Spitze des Interzonenturnier in Amsterdam, im Jahre 1964,  wie folgt aus. Larsen und Spasskij führten mit  jeweils mit 14 von 18 möglichen Punkten, dahinter Bronstein, Smyslow und Tal mit 13,5, vor Stein mit 12,5 Punkten. Die allgemeine Erwartungshaltung war nun, dass Larsen die Qualifikation (Plätze 1-6) für das Kandidatenturnier nicht mehr verpassen könne, da sich nur drei sowjetische Grossmeister qualifizieren durften. Diese Regelung war einst auf Initiative von  Michael Botwinnik in die Statuten der Fide aufgenommen worden.

Aber konnte Larsen dies wirklich erwarten, denn in den letzten 5 Runden warteten noch 5 sowjetische Grossmeister auf ihn. Zudem bestand eine allgemeine Meinung seinerzeit auch darin, das die sowjetischen Spieler den ersten Platz unter sich ausmachen würden, da diese praktisch alle Turniere gewannen.

Der erste Sowjetrusse, der auf Larsen wartete, war kein geringerer als David Bronstein, der einst im WM-Finale gegen Weltmeister Michael Botwinnik (1951) ein 12:12 unentschieden erzielen konnte. Zudem galt David Bronstein als einer der kreativsten Spieler seiner Zeit überhaupt. Mit dem 16. Zug von Weiss bot Bronstein seinem Gegner ein Remis an, dies verband er mit der Frage “Spielen Sie auf Gewinn?” Die kurze und knappe Antwort seines Gegners lautete “Ja!”.

Ich wünsche viel Spass beim Studium der Partie!

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