Fortsetzung in München

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Nach dem Umzug von Düsseldorf nach München, beim Stand von 3:1 für Lasker, wurde dann die 5. Partie in München vor mehr als 1.500 Zuschauern gespielt. Auch diese Partie verlor Tarrasch, welcher nun zunehmend an seinen Stärken zweifelte. In der 6. Partie sprang Lasker noch einmal von der Schippe und verbuchte dann zum Verdruß von Lasker die 7. Partie zu seinen Gunsten. Der Gesamtstand nun 5,5 : 1,5  für Lasker.

Lasker, der sich nun seines Sieges sicher sein konnte, lies kräftemäßig spürbar nach, so dass es in der 8. und 9. Partie zu zwei hart umkämpften Remisen kam. In der 10. Partie dann wieder ein Sieg Tarraschs, der urplötzlich wie in seinen besten Zeiten aufspielte und daran erinnerte, dass er nicht zu Unrecht als Turnier-Weltmeister bezeichnet wurde.

Die Eröffnungsbehandlung, so die Schach-Historiker heute, hatte großen Einfluss auf die weitere Entwicklung des großmeisterlichen Schachspiels. In einem Bericht über den Wettkampf las man aber z. B. in der Wiener Schachzeitung Anfang 1909, dass der Wettkampf weiterhin Gegenstand zahlreicher Diskussionen sei, da er nicht die Erwartungen erfüllt habe, zudem sei Laskers Spieltypus nicht interessant. Tarrasch hingegen habe häufig die Bedenkzeit vergessen und sich stets in komplizierten Varianten verloren.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie!

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