Olympia-Abschlussbericht: Am Ende China und China

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Spät kommt er aber er kommt – mein Abschlussbericht zur Olympiade. So etwas – beide Titel an dasselbe Land – gab es zuletzt 1986. Damals gab es noch die Sowjetunion, 1988 und 1990 auch noch, aber bei diesen Olympiaden gewann bei den Damen Polgarien (offiziell Ungarn, jeweils spielte auch Ildiko Madl mit). Danach gewann bei den Damen dreimal Georgien, viermal China, die Ukraine, Georgien, dreimal Russland, China und nun wieder China. Bei den Herren gewann bis 2002 Russland (nicht immer wF turnierseitear Kasparov dabei), dann bis 2012 immer noch die Sowjetunion (allerdings nun Ukraine oder Armenien), danach China, die USA und nun wieder China.

Aber nun zur Gegenwart: In beiden Turnieren entschied am Ende der Thaibreak zugunsten eines Teams aus Asien – nicht etwa Indien, die wurden sechste und achte. Bevor ich den jeweiligen Endstand vorne nenne, kurz zu den deutschen Teams: die Herren spielten durchgehend recht weit vorne mit und landeten am Ende auf dem tiebreak-unglücklichen 13. Platz – Ursachenforschung wird kommen. Die Damen landeten dagegen an neun gesetzt auf Platz 28 – Ursachenforschung müssen hier andere machen.

Endstand im offenen Turnier: China 18 (372.5), USA 18 (360.5), Russland 18 (354.5), Polen 17 (390), England 17 (340), Indien, Vietnam, Armenien, Frankreich, Ukraine, Schweden, Tschechische Republik, Deutschland, Österreich 16. Die Teams mit 16-6 Mannschaftspunkten auch nach Tiebreak sortiert, aber da nenne ich nicht alle Daten. Die Tiebreak-Unterschiede bei Platz 1 bis 3 sind relativ klein, vor der letzten Runde führten noch die USA. Russland tat in den letzten Runden was es noch tun konnte bzw. musste, um doch noch eine Medaille zu ergattern – im Tiebreak-Sinne waren die Siege allerdings zu knapp. Polen spielte durchgehend ganz vorne mit, daher auch der sehr gute Tiebreak – aber am Ende fehlte ein Mannschaftspunkt für eine Medaille. England hatte am Ende Losglück und bekam von sechs möglichen Gegnern mit 15-5 Mannschaftspunkten den bei weitem leichtesten. Warum Deutschland am Ende nur 13. wurde, dazu komme ich noch.

Enttäuschend verlief das Turnier bei den Herren für Aserbaidschan – zwar beste Wertung von vielen Teams mit 15-7 Mannschaftspunkten (und beste Wertung von ALLEN Teams im Turnier), trotzdem Platz 15. Außerdem u.a. für Israel (an 10 gesetzt Platz 39) und die Niederlande (an 13 gesetzt Platz 40), jeweils gingen die wichtigen Schlussrunden daneben.

Endstand im Damenturnier: China 18 (407), Ukraine 18 (395.5), Georgien 1 17, Russland, Ungarn, Armenien, USA, Indien, Georgien 2, Aserbaidschan, Kasachstan, Frankreich 16, usw. – Deutschland 14 mit relativ schlechter Wertung. Ganz grosse positive Überraschungen gab es am Ende nicht – die zuvor gar mal alleine führende USA fiel durch eine Niederlage in der letzten Runde gegen die Ukraine noch zurück. Negativ überraschte neben Deutschland vor allem Polen – an 7 gesetzt Platz 16, ebenfalls klar negative individuelle (bzw. kollektive) Elobilanz. Die Niederlande wurden an 16 gesetzt 26., trafen dabei immerhin auf China und Russland (diese Niederlagen waren wohl einkalkuliert, die nächste gegen Peru nicht).

Vor Kurzberichten zu den letzten beiden Runden erst nochmal eine Spieler(innen)galerie von David Llada, von dem auch das Titelbild stammt:

Schwerpunkt hier “Exotik”, aber ein paar bekannte Namen sind auch darunter. David Llada hat auch zwei Damenteams fotografiert:

Tschechische Republik

Weißrussland

Runde 10: Am Spitzenbrett konnte China den Polen-Express doch bremsen – 3-1 für China dank glatter Siege von Ding Liren gegen JK Duda und Li Chao gegen Kamil Dragun.

Dahinter vor allem knappe Ergebnisse: Armenien-USA 1.5-2.5 da Hrant Melkumyan gegen Sam Shankland kurz nach Ende Theorie fehlgriff. Bis 23.Tc1 folgten sie (mit leichter Zugumstellung) einer Partie Kramnik-Aronian, 26.b3? war dann der entscheidende Fehler. Die USA profitierten davon und führten vor der letzten Runde punktgleich mit den Chinesen bei momentan leicht besserem Tiebreak. Polen fiel auf den geteilten dritten Platz zurück.

Russland-England 2.5-1.5 hat Goga Chanadiri von hinten fotografiert, Kramnik spielte ja an Brett drei. Howells Figurenopfer erwies sich als ebenso kreativ wie inkorrekt, so konnte Kramnik den entscheidenden Sieg beisteuern. Dabei hatte er zunächst einen anderen Gegner:

Der frischgebackene FIDE-Vizepräsident (Dank für die “spontane” Unterstützung von Dvorkovichs Kandidatur?) Nigel Short nahm ihm gegenüber Platz. Hinterher sagte er allerdings “ohne mich lief es besser” – England, das oft die nominellen Erwartungen nicht erfüllen konnte, wurde am Ende Fünfter. Zu diesem Foto wurde der Fotograf nicht namentlich erwähnt.

Weiter ging es mit Frankreich-Kroatien 2.5-1.5, Vietnam-Deutschland 2-2 (na klar doch, Deutschland spielte oft Mannschaftsremis), Aserbaidschan-Ukraine 1.5-2.5 (gegen Armenien konnten Naiditschs Kollegen dessen Niederlage kompensieren, diesmal nicht) Niederlande-Indien 1-3 (aus NL-Sicht verloren die beiden vans, Loek van Wely und Jorden van Foreest), Kasachstan-Israel 2.5-1.5, usw. .

Bei den Damen gab es schon in dieser Runde das Duell USA-China (Foto Alina l’Ami). Es endete 2-2, wie auch diverse andere Matches – darunter die Nachbarduelle Ukraine-Russland und Aserbaidschan und weiter hinten (Tisch 13) das geographisch entferntere Match Deutschland-Usbekistan. Deutschland hatte an allen Brettern 100-150 Punkte Elovorteil, aber nur Judith Fuchs gewann und Filiz Osmanodja verlor.

Runde 11: Im offenen Turnier stand USA-China im Mittelpunkt:

Alina l’Ami hat auch die Menschentraube drumherum abgelichtet.

David Llada war näher dran an den Spielern. Der Sieger dieses Matches wäre definitiv Olympiasieger – aber es gab keinen, da beide Teams vorsichtig agierten. Nach dem 2-2 war noch nicht klar, wer Gold bekommt und wer Silber, der Tiebreak wurde von diversen noch laufenden Matches beeinflusst!

Russland konnte durch ein 2.5-1.5 gegen Frankreich (Matchwinner Nepomniachtchi) zur Spitze aufschliessen. Allerdings war relativ klar, dass sie den schlechtesten Tiebreak haben würden. Polen hätte bei einem Sieg gegen Indien den besten Tiebreak – nach dem 2-2 auch, aber so hatten sie einen Mannschaftspunkt weniger. Platz 4 für Polen war vielleicht unglücklich, da sie die deutlich stärksten Gegner hatten (alle an 1-8 gesetzten Teams!), unfair war es nicht – derlei kann im Schweizer System vorkommen.

Deutschland spielte “wie üblich” 2-2, heute gegen Armenien. Ukraine-Tschechische Republik ebenfalls 2-2. Wie eingangs erwähnt, hatte England mit Kasachstan einen relativ leichten Gegner, durch das 3.5-0.5 waren sie punktgleich mit Polen bei klar schlechterer Wertung und, obwohl dieser Kantersieg ihren Tiebreak verbesserte, auch schlechterer Wertung als viele Teams mit 16-6 Mannschaftspunkten. David Howell hat sich wieder auf Elo fast 2700 verbessert, insgesamt war das Team sogar leicht im Elosoll.

Am Spitzentisch der Damen moralische und handgreifliche Unterstützung des gerade gewählten FIDE-Präsidenten Dvorkovich für seine Mädels. Wie von Thomas Marschner bereits beschrieben: Russland-China war dramatisch. Russland schien klar auf der Siegerstraße, aber dann konnte Girya gegen Lei Tingjie eine totale Gewinnstellung nicht gewinnen (remis) und Kosteniuk verlor eine ausgeglichene Stellung gegen Ju Wenjun. So konnte China die drastische Niederlage von Shen Yang gegen Goryachkina kompensieren – Endstand 2-2, Absicht oder gar Absprachen kann man den Teams nicht unterstellen.

Ukraine gewann an Tisch zwei 3-1 gegen die USA und “stand bereits als Olympiasieger fest”, da Russland das Match gegen China ja siegreich beenden würde – es kam anders, und auch bei den Damen entschied der Tiebreak zugunsten von China. Dann wieder mal 2-2, mal knappe und auch mal klarere Siege. Deutschland-Rumänien 2-2, auch das sicher nicht absichtlich – vier Schwarzsiege bzw. vier Niederlagen mit Weiß!

Und nun vor weiteren bunten Bildern von der Abschlussfeier zu den Turnieren der beiden deutschen Teams. Die Herren spielten durchgehend vorne mit – wenn auch nicht ganz vorne, eine Medaille war kaum möglich. So bekamen sie oft starke Gegner (u.a. Ungarn, Israel, Niederlande, Frankreich, Armenien) und blieben am Ende als einziges Team ungeschlagen. Individuell verloren Meier (gegen Moldawien) und Svane (gegen Israel und Frankreich), die drei anderen blieben ungeschlagen. Für Siege war dabei vor allem Daniel Fridman zuständig, sechs seiner neun Partien – deshalb wird er später nochmals “fotografiert”.

Platz 13 war aus meiner Sicht ebenso unglücklich wie Platz 4 für Polen, auch wenn es international nicht so oft erwähnt wurde. Vietnam und Schweden hatten insgesamt deutlich schwächere Gegner als Deutschland, aber durch Kantersiege gegen einige aus diesem Kreis (Vietnam 4-0 gegen Kanada und die Schweiz) bessere Tiebreaks. Aus deutscher Herrensicht dennoch eine erfolgreiche Olympiade, und nun zu den Damen:

Was ging schief? “Alles” wäre übertrieben – zweimal 4-0 gegen Behindertenteams (IPCA und ICCD) kann man nicht kritisieren, 3.5-0.5 gegen Luxemburg war auch OK. Aber dass sie derlei Gegner hatten und nicht nur in Runde 1 zeigt, dass es sonst eher nicht lief. Wie bei den Herren oft 2-2 allerdings im Damenfall gegen nominell unterlegene Teams. Beim 0.5-3.5 gegen Russland kann man nur oder allenfalls die Höhe der Niederlage kritisieren, definitiver Knackpunkt im Turnier war in Runde 6 ein 1.5-2.5 gegen das nominell unterlegene Griechenland. Individuell waren alle im Elosoll, Paehtz, Osmanodja und Fuchs dabei zweistellig. Etwas rätselhaft, warum Zoya Schleining nach 1.5/3 zu Beginn (Runde 1, 3 und 5) gar nicht mehr eingesetzt wurde. Dafür mag es Gründe geben, diese kenne ich jedoch nicht.

Und nun nochmals bunte Bilder, anfangs steht China im Mittelpunkt (Fotos von David Llada):

Die Damen

Die Herren

Beste Ergebnisse an den Spitzenbrettern für Ding Liren und Ju Wenjun, auch sie brauchten nur eine Flagge.

Jorge Cori, der im offenen Turnier das nach TPR beste Ergebnis erzielte, hat allerdings seine eigene peruanische Flagge mitgebracht.

Und das ist der erfolgreichste Russe in Batumi – der neue FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich.

Seyran Baroian hat auch “atmosphärisch” fotografiert, dazu eine kleine Galerie:

Und er hat weitere Sieger fotografiert:

Ob die USA und Russland (links und rechts neben China) sich als Sieger fühlen, müssen sie selbst entscheiden.

Das gilt auch für Polen, die immerhin noch den Preis “bestes Team Kategorie A” bekamen, = bestes Team das keine Medaille bekam. Siegerteams in anderen Kategorien (niedrigerer Eloschnitt) wurden ebenfalls fotografiert, aber alles kann ich nicht zeigen. Zum Schluss ein Foto mit deutscher Beteiligung:

Daniel Fridman (Mitte) dominiert optisch, auch gegenüber seiner Nachbarin Marina Brunello – bestes Ergebnis an Brett 4 bei den Damen. Links von ihnen Bu Xiangzhi und Lei Tingjie (China auch hier vertreten), rechts Rauf Mamedov und Bela Khotenashvili. Jacek Tomczak hatte die zweitbeste Turnierleistung an Brett 4, aber offenbar zu wenige Partien (7) für eine individuelle Medaille.

Wie geht es weiter? Ab 12.10. mit dem Europacup für Vereinsteams auf Rhodos, und danach sind viele Spieler schon wieder reif für die Insel und spielen ab 20.10. beim starken Isle of Man Open. Carlsen und Caruana haben dann ab Mitte November einen Termin auf einer etwas grösseren Insel – WM-Match in London.

Turnierseite

 

 

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4 thoughts on “Olympia-Abschlussbericht: Am Ende China und China

  1. Ohne jetzt gleich die PC-Keule rauszuholen, aber “Behindertenteams” ist doch schon arg abwertend und wird den teilweise guten Schachspielern dort in keinem Fall gerecht (nur um das Schach sollte es gehen). Vielleicht sollte der Autor mal darüber nachdenken ggf.editieren.

  2. Hallo Thomas, ja, das mit Polen-USA hatte ich verwechselt, ich konnte die Spiele leider nach Runde 9 nicht mehr live verfolgen und hab danach nur noch das Endergebnis gesehen. Zum Thema Damenmannschaft: Als stärkere Spielerin muss man m.E. Komplexität erzeugen, “wenig riskieren in der Hoffnung/Erwartung, dass dann die bessere gewinnt” ist m.E. per se die weniger aussichtsreiche Strategie, denn dann kommt der Unterschied der Fähigkeiten ja viel weniger zum Tragen. Hoffen dass die Gegnerin einen Fehler macht und sich selbst demontiert ist nur aussichtsreich, wenn man entweder die Wahrscheinlichkeit, dass die Gegnerin einen Fehler macht, durch schwierige Stellungen stärker erhöht als die eigene, oder der Elounterschied noch größer ist und man gegen Patzer spielt, wo man weiß, die Möglichkeiten zu siegen produziert die Gegnerin ganz sicher von alleine. Ansonsten bedeutet es, dass man das Ergebnis quasi auswürfelt und hofft, zufällig besser zu würfeln. Elisabeth hat ja auch selbst in Schach 10 im Interview gesagt, dass es ihr an Selbstvertrauen mangelt. Das klang für mich plausibel, und ich glaube, dass sie aus ihrer theoretischen Rechenstärke und Erfahrung mit dem Schuss an mehr Aggressivität nochmal deutlich mehr machen könnte. Ihre vielen Remisen hätte sie ja statistisch gesehen auch gegen etwa elogleiche Gegnerinnen gehabt, und wenn diese höhere Risiken eingegangen wären als sie, wäre die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass einige Partien entschieden werden statt remis auszugehen. Paradoxerweise hätte das dazu führen können, dass Elisabeth dadurch +1 oder +2 gegenüber dem jetzigen Ergebnis gehabt hätte. Natürlich auch -1 oder -2. Aber ohne dieses Risiko einzugehen kann man eben auch keine Glanzleistung erwarten. Es ist wie immer im Leben: Bessere mögliche Resultate gehen mit dem Eingehen höherer.Risiken einher. Außerdem – sicheres Remisgeschiebe will sowieso niemand sehen. Zu Filiz: Sie habe ich bewusst nicht kritisiert. Und sowohl Sarah als auch Judith haben einige sehr gute Partien gespielt (zumindest die, die ich gesehen habe). Mir ist zudem durchaus klar, dass man am Ergebnis alleine nicht sehen kann, wie gut gespielt wurde. Bei den Frauen und den Männern habe ich in den Runden bis 9 etwa die Hälfte der Partien verfolgt oder dann abends schon gelaufene Partien angesehen.

  3. Ich konnte leider nicht so ausführlich berichten wie ich es gerne getan hätte, und die Runden auch nur sporadisch live verfolgen. Bei einem Sieg gegen Frankreich (oder tags darauf gegen Vietnam, dieses Match war wohl immer etwa ausgeglichen) hätte Deutschland wohl in der jeweils nächsten Runde einen noch härteren Brocken bekommen – “Platz drei war realistisch” ist demnach durch die deutsche Brille betrachtet. Daniel Fridman hatte vielleicht sein bestes Mannschaftsergebnis aller Zeiten, wobei er auch bei anderen Gelegenheiten im Team überzeugte (nicht immer, aber doch mehrfach zuvor). Zuletzt hatte er einige schlechte Turniere und war elomässig abgestürzt, diesen Erfolg gönne ich ihm absolut – ich hatte sporadisch direkten Mailkontakt und empfand ihn als sympathisch.
    Bei den deutschen Damen: Tja, was ist gegen nominell unterlegene Gegnerinnen das richtige Rezept? Viel riskieren, was auch mal schief gehen kann, oder wenig riskieren in der Hoffnung/Erwartung, dass dann die bessere gewinnt? Und das schlechte Abschneiden lag keinesfalls nur an Elisabeth Paehtz. Im Nachhinein war vielleicht Brett 2 für Filiz Osmanodja die falsche Entscheidung, aber jede Entscheidung ist hinterher falsch oder auch richtig.
    Polen hatte ja gegen die USA gewonnen, meinst Du das Match in der letzten Runde gegen Indien? Da war offenbar vom Verlauf der Partien her nie mehr (und auch nicht weniger) drin als 2-2.

  4. War eine tolle Woche! Danke für die Zusammenfassung, auch wenn da nicht im mindesten herauskommt, wie spannend das Turnier lief! Im Open hätte Deutschland mit minimal anderem Verlauf realistisch Dritter werden können (zeitweise standen alle vier Spieler gegen Frankreich auf Gewinn), alle waren gut, Dieter war sehr gut (Remisen gegen teils deutlich elostärkere Spieler), und Daniel spielte das Turnier seines Lebens und räumte sehenswert ab. Bei den Damen lief es leider mäßig. M.E. spielte vor allem Elisabeth zu brav und daher unter ihren Möglichkeiten, sie hatte überwiegend deutlich eloschwächere Gegnerinnen und hätte da immer riskant auf Angriff spielen müssen, um ihre größere Stärke in schwierigen Stellungen ausspielen zu können. Stattdessen spielte sie eher ruhig und ließ es daher zu, dass reihenweise schwächere Spielerinnen ihre Partien in den Remishafen bringen konnten. Daher der verdiente Absturz des Teams gegenüber dem Setzlistenplatz. Einzelne Partien ihrer Teamkolleginnen waren dagegen durchaus gelungen. Sehr leid tat es mir für die polnischen Männer, die eine grandiose Performance hinlegten und bei einem Sieg gegen die USA Erster geworden wären. Und der war nicht völlig unrealistisch. Stattdessen landeten sie dann auf dem ungeliebten, wenn auch sehr ehrenvollen vierten Platz.

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