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Als die Schlacht geschlagen war, wollte Arkadi Dworkowitsch nach Hause zu Frau und Kindern. „Die bringen mich sonst um“, sagte er – und das legt Umgangsformen im Hause Dworkowitsch nahe, die etwa dem Bild entsprechen, das seine Gegner in den Wochen zuvor von der vermeintlich dunklen Macht hinter dem Mann aus dem Kreml gezeichnet hatten.

Wenn der 46-Jährige seinen neuen Job ernst nimmt, kann er der Familie nicht allzu viel Zeit gewidmet haben. Zu groß ist die Zahl der brach liegenden Baustellen im Weltschach.

Arkadi Dworkowitsch an seinem Wahlstand während der Schacholympiade in Batumi/Georgien. Im Hintergrund Teile seines Teams: Mahir Mammedov (rechts) aus Aserbaidschan und Bachar Kouatly aus Frankreich spielen künftig im Weltschach eine gewichtige Rolle. (Foto: Schacholympiade Batumi)

 

Bislang hat Dworkowitsch vor allem Personalentscheidungen getroffen, die das Amt des Vizepräsidenten tangieren. Gleich mit einem guten Dutzend Vizepräsidenten umgibt sich der Russe, um das Weltschach neu zu sortieren.

Einer von denen, das war abzusehen, heißt Nigel Short. Ein anderer, das birgt Stoff für Konflikte, heißt Michael Khodarkovsky, Vertreter der US-Schachföderation, Chef der Kasparow-Schachstiftung. Khodarkovsky gilt als einer der engsten Vertrauten Garry Kasparows, der wiederum seinen Lebensunterhalt als Kreml- und speziell Putin-Kritiker verdient.

Putin-Feind Garry Kasparow mit seinem Intimus Michael Khordakovsky, der ab sofort als FIDE-Vizepräsident unter Arkadi Dworkowitsch dient. (Foto: Mig Greengard)

 

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