Der Praeceptor Germaniae des 21. Jahrhunderts

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Wer ihn kennt, weiss, dass er sich selbst nicht so wichtig nimmt. Sein Ziel ist es, seit mehr als 20 Jahren, Schach und Urlaub miteinander zu verbinden. Im Gegensatz zu vielen anderen Massenveranstaltungen setzte er auf einen kleinen Kreis von Teilnehmern, die er bestimmt und stets unnachgiebig nach der Partie zur Besprechung bittet. Dabei bleibt nicht selten ein Auge trocken, sein Erfahrungsschatz als Großmeister ist stets hilfreich und seine “bescheidenen Theoriekenntnisse”  sind für uns Amateure immer noch das Maß aller Dinge.

Er organisiert Reisen in alle Welt und verfügt über eine stets wachsende Fangemeinde. Er ist Autor, Verleger und Lehrer zugleich und ob er es wahrhaben will oder nicht, der Praeceptor Germaniae des 21. Jahrhunderts. Auch wenn er die 50 Lenze schon längst überschritten hat und sich des öfteren die Frage stellt “Was kommt noch?” so sei ihm gesagt, das Leben fängt jetzt erst richtig an.

Diese Tage befasst er sich einmal mehr mit seiner nächsten Urlaubsreise, die seine Schachjünger samt Team nach Bali führen wird. Gerne wären auch ich  und meine Frau dabei gewesen, jedoch ließ sich dies diesmal nicht einrichten.

Sein Spielstil zu beschreiben ist einfach, denn dieser wird häufig als “einhickln” bezeichnet. Er eröffnet meistens mit 1.g2-g3  und 1… d7-d6 und strebt zunächst geschlossene Stellungen an, in denen er die Entwicklung seiner Figuren zunächst auf die ersten drei Reihen seiner Bretthälfte beschränkt. Er selbst bezeichnet seine oft als passiv angesehene Spielweise als “kontrollierte Verteidigung” und hat nach eigener Einschätzung keine nennenswerte Partie in seinem Dasein als Profi gespielt.

Aus diesem Grund nehmen wir nun, was wir finden können und erinnern uns an eine weniger wichtige Partie, die stets als Meilenstein auf dem Weg zu seinem Deutschen Meistertitel im Jahre 1998 angesehen wird.  Als “krasser Aussenseiter” gestartet, fegte er die damalige deutsche  Nummer 1, Artur Jussupow, bereits in der Eröffnung mit seinem gefürchteten Spiel vom Brett.

Ich wünsche viel Spaß beim Studium der Partie! (Download Partie)

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