GM Daniel Hausrath “wie Carlsen, nur schlechter” :-)

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Sehr souverän gewann Daniel Hausrath das 36. Münsterland Open. In der 9. Runde sammelte er einen weiteren Punkt gegen den stark spielenden Jonas Gallasch. Typisch für Daniels Spiel war sein Sieg in der 8. Runde: wie eine Boa constrictor, langsam, vorsichtig, aber stark, erdrückte er Jasper Holtel Stück und Stück. Jasper, selbst eigentlich ein Meister dieser Spielart, war hilflos und schwer beeindruckt von Daniels Spiel.

GM Daniel Hausrath (GER)

Wie der Gastexperte (=Kiebitz) Jan-Erich Chilla kommentiert, spielt Daniel Hausrath “wie Carlsen, nur schlechter”. Naja, bei den Münsterland Open jedenfalls war die Leistung des Mülheimer Großmeisters fast makellos.

Mikhail Zaitsev vergab durch sein frühes Remis gegen Adrian Gschnitzer die Chance, den Turniersieg aus eigener Kraft zu sichern. Der 2. Preis mit immerhin 1.000 € wird ihn darüber hinwegtrösten. Ähnlich kalkulierte der junge FM Gschnitzer, der sich über einen dritten Rang freuen konnte. Damit konnten sich die drei stärksten Spieler auch durchsetzen, aber man merkte dem Turnier doch an, dass es dahinter eine große Riege von aufstrebenden Mitbewerbern gab, die ihnen nahe kamen. An deren Spitze setzte sich Jasper Holtel vom ausrichtenden SK Münster 32, der sechsmal gute Spieler um “DWZ 2000” herum schlagen konnte, jedoch in den beiden Duellen gegen die Favoriten klar verlor. Jedoch ahnt man schon, dass er den Ehrgeiz und das Potential hat, dies in Zukunft zu ändern.

Der Seniorenpreis geht an Alexander Schmidt aus Meiderich, den Jugendpreis teilten sich gleich vier Talente: Jonas Gallasch, Ruben und Aaron Köllner sowie Tom Bosselmann.

Im Challengers kamen Bendix Perschl (SK Münster 32) und Tim Pohl (SF Telgte) punktlgeich ins Ziel. Bendix war dabei dank deutlich stärkerer Gegner offizieller Turniersieger, aber Tim als sehr jungem Spieler ist der Sieg im kommenden Jahr gut zuzutrauen.

Der Ausrichter SK Münster 32 ist hochzufrieden. “Die Atmosphäre war gut, es hat alles gestimmt” so der Vorsitzende Thomas Schlagheck. “Wir sehen uns nächstes Jahr wieder”. Der Verein hat jetzt mit Senden und Münster-Hiltrup die Wahl zwischen zwei guten Spiellokalen, und die Umfrage bei den Spielern bestätigt dies. Beide werden nahezu durchgehend als “gut” eingestuft – was will man mehr?

Positiv waren Teilnehmerzahl, Besucherresonanz und, wie schon erwähnt, die Atmosphäre. Wenn mal etwas schief ging, wurde sehr verständnisvoll reagiert. Ein großes Helferteam sorgte für die Entspanntheit. Auch das Jugendturnier hat sich in seiner dritten Auflage mit 100 Teilnehmern positiv entwickelt und ist eine tolle Bereicherung der Veranstaltungswoche. Trotzdem denken die Veranstalter über Verbesserungen nach. Nach 36 Ausrichtungen muss man vielleicht doch mal dies und das entstauben und auffrischen.

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